Seplos V3 Fragen

Gerne :+1: Probier das mal aus und lass mal hören wie es so lief.

Im V3 kann man die Packs benennen, kann leider nicht sagen ob das in V2 auch möglich war. Sicherheitshalber sollte beim Senden von einer csv-Datei auf mehr als ein Pack darauf geachtet werden dass man für jedes Pack einen eigenen Namen vergibt. Halt sicherheitshalber.

Beim V3 sind zwar DIP Schalter verbaut, die brauchen aber nicht mehr eingestellt werden. V3 erkennt alle an das Master-Pack per RS485 angeschlossenen Slave-Packs automatisch. Das Master-Pack wird dann per CAN mit dem WR oder bei Victron mit dem "Gehirn der Anlage", dem CerboGX oder einem anderen GX-Gerät, verbunden.

Das ist, streng genommen, nicht ganz richtig. LFP Zellchemie gilt als voll geladen wenn der Ladestrom bei einer Zellspannung von 3,38V die 0,05C (Victron nennt das Schweifstrom) unterschreitet. Und im Allgemeinen haben sich 3,45V Zellspannung als Ladeschlussspannung etabliert. Wie viel mehr an Kapazität man dann noch erhält wenn man bis Oberkannte 3,65V geht ist marginal und nicht der Rede wert.

Da der Ladestrom ja offensichtlich vom V2 und vom V3 ab einem einstellbaren Spannungsalarm auf 10A gesenkt wird, bleibt dem BMS oder dem zusätzlichen Balancer dann noch mehr als genug Zeit das Balancing auszuführen.

Allgemeiner Tenor, hier im Forum sowie auch im www ist, dass Ladeschluss auf 3,45V Zellspannung eingestellt werden sollte - und das auch mehr als zufriedenstellend funktioniert. Warum nicht 3,65V und warum nicht mehr mit Volldampf bis auf 3,65V, dazu später.

Ich hab mir jetzt zu der Thematik Lebensdauer der LiFePo und Ladezustände ein paar Videos auch vom Tom Bötticher (Batteriechemiker) reingetan. Und er war ja auch schon zwei mal beim PV-Quartett in YT dabei. Und er erwähnte wiederholend, dass innerhalb der Zellen bei SOC >90/95% in den Zellen noch Nebenkriegsschauplätze stattfinden. Also chemische Nebenreaktionen die die Lebensdauer der Zelle im hohen bzw. höchst Ladezustand reduzieren. Bis hin zu der Thematik, dass innerhalb der Zellen einiges Negatives geschieht wenn man sie bis auf 100% SOC mit Volldampf lädt.

Und jeder von uns möchte ja sicherlich dass die Akkus möglichst lange halten und natürlich auch keinerlei Unglück in Form von Thermal-Runaway etc. stattfindet. Da kommt dann ja auch noch die Amortisationszeit ins Spiel, was hilft es wenn der Akku platt ist noch bevor er sich amortisiert hat geschweige denn dass man dann endlich monetär gesehen wirklich spart bzw. in die Gewinnzone kommt.

Am Ende muss es jeder selbst wissen. Ich gebe zu, ich bin da an mancher Stelle sicher etwas übervorsichtig unterwegs. Aber am Ende reicht der Strom auch dann wenn man vorsichtig unterwegs ist.

Also, nach allen bisherigen Studien die mir Bekannt sind -und auch der Andreas hatte dazu schon ein YT Video gemacht, wirkt es sich u.U. extrem auf die Lebensdauer der Zellen aus wenn sie ewig und drei Tage auf 100% SOC, oder auch auf 90% SOC bzw. auf sehr hohem Spannungsniveau, gehalten werden. Die Fachwelt sagt, regulär ist bei einer Nutzung zwischen 20- und 80% SOC die höchste Lebensdauer zu erwarten. Jetzt kann man sich drüber streiten ob dann die kalendarische Alterung zuerst einsetzt oder die max. Anzahl (voll)Zyklen eher erreicht ist.

Du hast Recht, Gasung findet nicht statt, aber eben wieder die schon erwähnten Nebenkriegsschauplätze in der Zellchemie die bei sehr hoher Energieladung hoch reaktiv ist und dadurch eben unvermeidlich Nebenreaktionen stattfinden - Schau dir dazu einfach mal die Videos vom Tom Bötticher an.

Also um das Spannungsniveau von 3,45V auf z.B. 3,35V zu senken entlädt man den Akku nach der Ladephase um minimale %. D.h. hier findet nur ein ganz kleiner Teilzyklus statt. Die wenigsten bedenken, dass die zyklenbezogene Lebensdauer auf Vollzyklen basiert. Also aus einer 280Ah Zelle eben 280Ah raus holen und wieder rein laden - das ist dann ein Vollzyklus. Davon kann die aktuelle Technologie nach offiziellen Angaben 6000 bis die Zellen auf 80% Nennkapazität abgesunken sind. Also kann sie vermutlich millionenfache Teilzyklen bezogen auf das absenken von 3,45V auf 3,35V.

Hmm, ja da müsste man eigendlich eingreifen. In wie weit das dann beim Sunny möglich ist kann ich nicht sagen da ich reiner Victron-User bin und es da eben auch in NodeRed gute Möglichkeiten gibt an gewissen Stellen in den Ladevorgang einzugreifen.

Ja genau, wenn Ladeschlussspannung erreicht, dann noch für eine Weile halten fürs Balancing und dann auf float gehen. Also 3,35V pro Zelle für den "Lagerzustand".

@hf_spsler Danke für Deine Config hier.

Ich habe bisher ein Seplos BMS V2 laufen, baue aber gerade um und es kommt ein weiterer 16S280AH dazu, beide bekommen dann ein V3 von Seplos.

Hab heute mal geschaut, meine Parameter vom V2 in den V3 zu übernehmen, leider sind die Texte nicht gleich, die Reihenfolge auch nicht ..

Deswegen nehme ich mal Deine und vergleiche mal :slight_smile:

Für mich stellt sich die Frage, hast Du das 200A-BMS und welchen Multiplus hast dahinter (5000er?).

Danke Dir.

Gruß Thomas

Moin Thomas,

ich hab einen Dreiphasenverbund mit 3xMultiplus2 5000 und die sind an drei 16S 280Ah Packs angeschlossen. In den Packs werkelt das SEPLOS V3 in der 200A Version. Im Datenblatt der Packs steht 140A pro Pack als Dauerstrom, mehr würde ich dem BMS auch nicht zumuten.

Hey @hf_spsler
Danke für Deine Antwort, irgendwie habe ich kein Bescheid bekommen, dass Du hier geantwortet hattest.
Ich hab die Tage mal mein System mit dem neuen Pack in Betrieb genommen, mein Pack mit V2 rausgenommen, wird noch umgebaut.
Lustig war nur heute morgen, sollte eigentlich die Nacht auf 100% vollladen weil günstig, aber kam nicht über 82% bei 55,4V.
Ich weiß, dass ich bei meiner V2 höhere Spannung gewählt hatte und mein DVCC bei 57V steht. Ich vermute mal, dass ich eine Mischung aus Deinen Einstellungen und meinen von V2 gewählt hatte und wohlmöglich den Punkt zum Charging auf 55,4V stehen hab :slight_smile:
Man sollte sowas nicht zwischen Tür und Angel machen " passt schon" :wink:
Wenn ich nachher zuhause bin gehe ich nochmal in Ruhe die Parameter durch.

Vermutlich ist der SOC noch nicht kalibriert. Damit der SOC wenigstens in Richtung 99% geht sollte das BMS ab 3,45V in den CellOvervoltageAlarm bzw. ab 16x3,45V in den BatteryOvervoltageAlarm gehen (nicht in die protect Alarme!) Damit setzt das BMS den SOC immer weiter nach oben und bleibt dann schlussendlich bei 99,9% stehen.

Nicht ganz, habe ja ein Topbalancing vorher gemacht, aber eben mit höherer Spannung, somit ist das BMS ja schon mal was "höheres" für 100% gewohnt.
Danach stand der Pack etwas rum und hatte ihn nur etwas entladen, bis ich dann den Anschluss an mein MP2 gemacht habe.
Ich hab aber den Single High Voltage Alarm auf 3,5V und mir waren die Zellen etwas auseinandergelaufen, wenn ich das richtig sehe, hatte eine schon bei 3,49 (also sehr wahrscheinlich auch die 3,5V genommen auch) und die schwächste war bei 3,42V... trotz TopBalancing und aktiven Balancer.. hatte ich mit meinem anderen Pack noch nie gehabt, allerdings hatte ich da auch länger das TopBalancing gemacht und war auch wärmer, spielt alles eine Rolle..
Dadurch kam er gar nicht in den Bereich zum SOC Kalibrieren.
Bin mittlerweile zuhause und werde gleich nochmal die Werte kontrollieren und vielleicht wirklich mal Deine Werte "stumpf" eintragen, sind definitiv konservativer als ich im V2 drin hatte und jetzt auch im V3 versucht hatte einzustellen. Aber wie Du weiter oben schon schreibst, es macht nicht unbedingt Sinn das letzte Millivolt reinzupumpen, nur um etwas mehr Kapazität zu bekommen, am Ende aber den Akku früher zu degradieren.
Zumal ich ja nach Abschluss meines Umbaus dann 2 Pack habe und mehr Kapazität.
Eine Frage am Rande noch, im Studio kann man ja das Protokoll angeben, in meinem Fall Victron für den CAN-Bus, der PCS-Name ist aber mit Multiplus 48/3000 , statt Multiplus 48/5000 dann benannt (hab das BMS jemanden abgekauft, der ein 3000er hatte), kann man das ändern oder nur über ein Werksreset?

Könntest du mal einen Screenshot von dem "PCS Name" reinstellen?

Übrigens hatte doch den Punkt 102 Chariging Request Voltage mit 55,4V belegt, dass ist ja der CVL und somit will er dann auch nicht mehr...
Aber jetzt habe ich die Werte auch konservativer eingestellt, wie bei Dir.

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Puhh, da muss ich morgen mal mit dem Schleppi an den Akku, das kann ich so jetzt gar nicht beantworten. Victron Can Protokoll ist jedenfalls richtig - aber wie man den PCS Namen anpasst kann ich aktuell nicht sagen, da war ich nicht dran.

Auf jeden Fall muss es eine kleine Differenz zwischen CVL und CellVoltageAlarm/BatteryVoltageAlarm geben damit der Alarm auch zuverlässig gesetzt wird. Steht der Alarm dann konstant und ohne Unterbrechnung für mehr als 30min an soll angeblich sogar der SOC durch das SEPLOS selbst auf 100% gesetzt werden - das hab ich aber noch nicht erlebt :grinning:

99,9% sind jedenfalls besser als 86% :laughing:

Wie gesagt, hatte das BMS gebraucht besorgt, da stand der Name schon drin, auch als ich noch nicht mit CAN verbunden hatte.
Aber er hatte dies auch so behalten, nachdem ich ihn verbunden hatte.
Auch ein Wechsel auf ein anderes Protokoll hatte es nicht gelöscht und somit neu abgefragt.
Ich vermute mal, ist nur ein Schönheitsfehler, finde dazu auch nichts im Netz.

Habe schon eine Installation mit einem Seplos V16, jetzt eine neue mit einem BMS 3.0 200A 16S. Habe den Seplos an die 16 Zellen angeschlossen, alles überprüft, aber die LED leuchten nicht, es tut sich rein gar nichts. Hatte den Seplos allerdings noch nicht mit B+ und B- verbunden. Habe dann eine provisorische Verbindung zwischen Batterien und B+ und B- hergestellt, darauf leuchteten die LED kurz auf und fertig. Nach einiger Zeit leuchteten sie nochmal auf. Die Software Suite findet keinen Kontakt zum Seplos. Was geht da vor?

Hat es jemand von euch geschafft für die Bluebooth Verbindung ein Kennwort zu setzen oder Bluetooth zu deaktivieren?

Hallo habe auch 3x V2 Seplos Pusung-280L und sollen jetzt noch 3xV3 dazu kommen die 3x bestehende wollte ich umbauen auf V3 hat das schon mal einer gemacht und passt V3 in die vorhandenen V2 rein laut Seplos wäre V3 etwas größer.
(Sie können also nicht einfach das BMS2.0 ersetzen, wenn Sie das BMS3.0 zurückkaufen, weil das Design anders ist)
Sollte doch eigentlich passen mit leichten änderungen eventuell?

Hallo Leute, ich hänge mich mal hier mit meinem Problem ein: Ich habe mir 2 Stück Seplos Mason DIY 280L mit BMS V3 gekauft und problemlos zusammengebaut. Natürlich möchte ich beide Geräte parallel betreiben und scheitere daran aber aktuell. Ich kann beide Gerät einzeln im BMS-Studio sehen und programmieren. Wenn ich die Geräte mit einem LAN-Kabel verbinde, dann scheitert offensichtlich die Datenübertragung, da ich immer nur den Master sehe. Im Data-Log zeigt er mir zum Gerät #1 diverse CCR-Fehler an. Die DIP-Schalter haben ja scheinbar keine Funktion. Ich habe auch versucht, in der Software in jedem Gerät die Seriennummer des jeweils anderen Partners einzutragen, was aber nichts ändert. Irgendwie komme ich nicht weiter. Könnt ihr mir hier helfen? Viele Grüße, Stefan

Das ist normal, du must in der software den parallel mode auswählen.... oder wie er heist, das gegenteil zum single mode.
Das ist bei seplos so.

Wie mein Vorredner schon schrieb, du musst den Modus im BMS Studio rechts unten ändern. Parallel Mode meine ich heißt die richtige Auswahl. Die dient aber nur dazu Lesewerte von allen verbundenen Packs zu bekommen.

Eine Konfigurationsänderung muss im Single Mode Akku für Akku auf jeden einzeln übertragen werden. Dabei dürfen die Packs dann auch nicht untereinander per RS485 verbunden sein.

Hallo ihr beiden und vielen lieben Dank für euren wichtigen Hinweis. Und schon funktioniert alles, wie gewünscht! Darauf muss man aber auch erst einmal kommen, dass man den Modus umschalten muss, obwohl ja im "Standalone-Mode" gleichfalls alle Funktionen des "Parallel-Mode" angezeigt werden... Naja, jetzt scheint es zu funktionieren.
Gleich noch eine Frage hinterher: Ich habe meinen Speicher mit 314-Ah-Zellen bestückt. Hat das auch jemand so gemacht? Und welche Einstellungen würdet ihr da empfehlen?
Viele Grüße, Stefan

Für das V3 hänge ich hier mal meine Konfig dran. Ich denke die lässt sich auch 1:1 für die 314er Zellen anwenden.

SEPLOS_Parameters_202405_1816.zip (2,2 KB)

Aber achtung, der SEPLOS eigene Balancer ist hier quasi außer Kraft da ich einen aktiven NEEY verbaut habe der das Balancen allein übernehmen soll.

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Hallo HF_SPSler und vielen Dank für deine Config. Ich schau mir das mal in Ruhe an. Viele Parameter...
VG, Stefan