Seplos BMS

Moin zusammen,

wie ich sehe wird Seplos noch immer fleißig diskutiert. Ich habe es nun endlich hinbekommen von meinen beiden Packs die Zellspannungen zu tracken. Dabei ist mir letzte Nacht ein merkwürdiges Verhalten aufgefallen und ich dachte ich frag mal nach ob ihr sowas auch schon hattet da ich bisher noch überhaupt keine Idee habe was das sein könnte. In der roten Markierung sieht man ganz gut das plötzlich alle Zellen in beiden Packs anfangen zu driften. Na einer Weile beruhigt sich das Ganze wieder. In dieser Zeit war aber so gar nichts los bei uns und der Verbrauch in etwa konstant.

VG Gersch

@headmaster Gute Arbeit!

Hast du einen aktiven Balancer dran?
Haben alle Balancer Leitungen noch guten Kontakt auf den Schraubverbindungen?
Habe es schon oft gehabt, dass sich die Muttern lösen wegen Temperaturschwankungen, sodass dann die Spannungen einbrechen, oder gar auf 0 gehen.

@meisterq

Ja da hängen Neeys V4 dran. Kontakte sind alle geprüft und durchgemessen, Schrauben gecheckt.

Was mich wundert ist das beide Packs nahezu parallel anfangen zu driften ohne das sich die Entnahme verändert hat, hab grad nochmal nachgeschaut die Last war die ganze "Kern"Nacht über konstant (+- übliche Schwankungen aber nichts was ein Pack dieser Größe irgendwie interessiert ). War letztlich auch nur aus Interesse, ich werds mal beobachten.

Hallo, ich habe auch nochmal ein Thema:
Was sagt ihr zu diesen Kurven?
Oben im Graph sind die 16 Zellenspannungen.
Im unteren Graph sieht man in Gelb den SOC, in Blau die Ladeleistung, in Rot den Strom (+ und -) und in Grün die Entladeleistung.

Ab 16:55 Uhr fangen die Zellen an hoch zu gehen bis sie 3.55V erreichen. Das ist bei mit so als Alarm eingestellt.
Als Abschaltgrenze habe ich 3.6V konfiguriert im BMS.
Ladespannung ist 56V.
Wie man hier sieht:

liegt um ca. 16:55Uhr ca 54.8V an. Das geht dann natürlich "schnell" auf 56V hoch und Ladeschluss ist erreicht.
Ich meine die Alarmmeldung ist auf 55.5V eingestellt. Der Island geht da aber nochmal auf 3300W hoch.
Ab wann sollte das BMS den Ladestrom auf 10A setzen? Sobald der Total Voltage pressure Alarm kommt oder?
Kurz danach sieht man, wie der Island nochmal gas gibt, und die Zellen bis auf 3.6V jagt, weil er in die Recovery Spannung kommt, und dann das BMS natürlich hart abschaltet.
Das folgt dann 3 bis 4x hintereinander, und dann fängt sich die Spannung und die Ladung pendelt dann immer um die 30 bis 60W.
Ab 3.45V schaltet sich mein Neey Balancer dazu.
Was ich gerne hätte wäre, dass dieser Zustand sanft erreicht wird, ohne dass das BMS abschalten muss.

@meisterq

Ohne jetzt der Akkuguru zu sein sieht man auf den Graphen ganz schön das um etwa 3.45V herum eine heftige, immer schon vorhandene, Drift bei Deinen Zellen einsetzt sichtbar wird die auch ein Neey nicht so schnell eingefangen kriegt. Sobald Du darüber kommst geht es, wie Du sagst, recht schnell das eine Zelle die Grenze reißt. Das Einfachste wäre hier wohl eine etwas konservativere Ladestrategie zu fahren. Setze Deine Ladespannung doch mal testhalber auf 55.2V (3.45V pro Zelle) da sollte sich das driften in Grenzen halten und der Vorgang etwas entspannter ablaufen. Die paar "verlorenen" Wh stehen einem längeren Akkuleben gegenüber. Warum das BMS wieder Vollgas gibt lässt sich natürlich schwer sagen aber eventuell sind da ein paar Parameter nicht ganz richtig gesetzt. Bei mir gibt das BMS erst ab einem SOC von 90% wieder die volle Leistung frei. Ein ordentliches Top Balancing hattest Du aber schon gemacht?

Ja die Zellen gehen dann dort auseinander, weil sie Voll sind. Alle auch Zeitgleich so wie es aussieht.
Ich werde mal versuchen die Schwelle tiefer zu stellen, aber dennoch muss es doch problemlos möglich sein, den Akkupack auf 3.5V pro Zelle zu laden, wenn bei 55.5V (oder so) der Ladestrom reduziert wird, damit es sanft auf die Ladeschlussspannung kommt?

Sieht tatsächlich eher so aus, dass Du eben kein richtiges Top-Balancing gemacht hast. Die Zellen laufen da oben auseinander, weil die alle einen leicht abweichenden SOC haben. Schau dazu am besten mal in das entsprechende How-To hier im FAQ-Bereich. Es hilft nichts da irgendwelche Schwellen zu verschieben.

Genau den gleichen Effekt sehe ich bei mir sobald der NEEY balancer arbeitet, da ich diesen nicht an separate Anschlüsse am Akku angeschlossen habe, verfälscht er die Messung des BMS. Man sieht es auch schön an der Welligkeit. Anstatt der richtigen Lösung, den Akku zu zerlegen und alles richtig zu klemmen, habe ich nur den Ausgleichsstrom im NEEY reduziert und auch den Ladestrom reduziert bei einzelnen hohen Zellspannungen.

Wenn man Pech hat, halten solche provisorischen Lösungen länger als einem lieb ist.

Die gesamte falsche Betrachtungsweise beginnt mit dieser Formulierung.

Die Drift setzt nicht bei 3,45 V ein, sondern sie ist immer da, weil sie nicht beseitigt wird, und sie wird erst ab 3,45 V sichtbar.

Also, einmal richtig top balancieren, einmal die Drift über 3,45 V endgültig beseitigen, und dann ist sie weg, und wird ab da vom Balancer auch beherrschbar sein

Ich hab heute mal meine Werte etwas höher gestellt (55.2V) und sehe ein ähnliches Verhalten, er schwingt ein paar Mal. Zumindestens bei mir lässt sich das damit erklären das die Ladeleistung reduziert wird dann aber die Spannung soweit absackt das er die Releasegrenzen unterschreitet und dann wieder mit voller Leistung lädt um dann ziemlich bald die obere Grenze reißen. Das passiert dann eben noch drei mal bis der Balancer das soweit im Griff hat das er im Korridor bleibt ohne die obere bzw. untere Grenze zu reißen.

Bei 54.7V sieht das ganze deutlich geschmeidiger aus.

Sieh es mir nach das ich den Terminus Technicus hier nicht korrekt verwendet habe aber letztlich vermute ich das wir das Gleiche meinen. Eigentlich wollte ich aber nur helfen ...

Danke für eure Rückmeldungen.
Ein entsprechendes Top-Balancing habe ich tatsächlich nicht gemacht. (Ich dachte aber der Balancer schafft das irgendwann "selbst" ?)
Ich werde mich an das Serielle Top-Balancing machen und den Aktiven Balancer nur >3.45V arbeiten lassen und bei <3.4V abschalten.

Dann ist die Ladestrombegrenzung für deinen Akku falsch konfiguriert oder programmiert. Wenn du den Ladestrom langsam absenkst sodaß der Balancer nicht überfordert wird ginge das besser.

Du meidest hier den Bereich in dem die Spannungen der Zellen auseinandergehen würden. Das kann man natürlich so machen, aber ob das der Balance zuträglich ist, ist zweifelhaft, unter umständen sogar nachteilig wenn man gleichzeitig balanced.

@chp

Danke für die Hinweise, da hast Du natürlich recht. Der Hintergrund ist schlicht historisch gewachsen da ich ewig nicht gefunden habe was ich im Seplos einstellen muss damit die CVL im Cerbo korrekt gesetzt wird. Dementsprechend sind die Packs nun auf 54.7V konditioniert. Nun da ich den Parameter endlich gefunden habe bzw. die Zeit hatte mich darum zu kümmern muss ich jetzt den ganzen Rest entsprechend einstellen/nachjustieren und ggf. nochmal sauber balancen. Für den Fall von MeisterQ war es aber ganz praktisch das mal zu machen und jetzt habe ich die entsprechende Erkenntnis was ich noch machen muss.

Nochmal ein Nachtrag:
Heute verhält sich das System anders:

Hier zu sehen: Die Ladeschlussspannung von 56V wird erreicht, alle Zellen gehen auf 3.5V hoch mit einem Drift von 20mV.
Der Ladestrom vom SI fällt ab auf 0A.

Aber die Zellen Driften plötzlich auseinander? Vor allem gehen Zelle 6 und 11 plötzlich stark runter, und werden dann wieder hoch geholt. Liegt das am Aktiven Balancer?
Irgendwie erschließt sich mir das nicht so wirklich. (Ich habe kein weiteres Top-Balancing seit gestern durchgeführt oder irgendwas anderes an Parametern angefasst)
Es scheint als ob die Zellen alle gleichmässig auf 3.5V gekommen sind, die Ladeschlussspannung von 56V Erreicht wurde und der Ladestrom schön abfällt. Kein hartes ab oder zuschalten.
Aber dieser Einbruch der 2 Zellen gefällt mir nicht.

@meisterq dann mach doch vielleicht erstmal das Top Balancing und dann guckst Du Dir in Ruhe die ganze Sache nochmal an.

Bitte verstehe mich nicht falsch.

Ich will auch nur helfen..

@carolus

Na dann ist doch alles in Butter, Dein Kommentar war mMn nur recht deftig gewählt für ein Versehen in der Wortwahl.

Gersch, das kann man an dem Zitat nicht sehen.

Ich habe genau diese Wortwahl schon gefühlte 20 mal mit genau dieser Antwort kommentiert.

Blank auf der Basis technischen Verständnisses, was ich helfend vermitteln will.