Schwerlast-LKW: Akku- / H2 betrieben - Stand und Zukunft

Sowohl E-LKW als auch H2-LKW haben Akkus und Elektromotoren. H2 LKW haben einen kleineren Akku und zusätzlich H2-Tanks und eine Brennstoffzelle.

Versuch der Erkennung des Standes der Ladepunkte für H2-LKW vs E-LKW (Schwerlast 40 Tonner)

Es gibt im Moment nicht viel "Megawattcharger" die ein E-LKW mit 450km Reichweite in 30 Min aufladen können. Es sind aber mehr geplant. Nadelöhr wird dort die Netzanschlussleistung sein.

Dagegen ist das derzeitige Nadelöhr bei H2 Tankstellen, dass max 5 LKW hintereinander geladen werden können, da Speicher und Kompressor nicht für mehr ausgelegt wurden. Das kann bei neuen Tankstellen oder durch Nachrüstung geändert werden.

Momentan gibt es wohl mehr H2 Tankstellen die unter 30 Min betanken können als Megacharger.

wieviel lkw 40 Tonner können theoretisch mit den bestehenden tankstellen in gesamt Deutschland innerhalb von 30 min h2 voll tanken vs wieviele elektrisch voll tanken?

Hier die Abschätzung mit offengelegten Annahmen — exakte Zahlen existieren nicht, die Größenordnung aber schon.

Wasserstoffseite

Basis: 50 öffentliche Stationen, davon rund 37 für Lkw nutzbar (35 mit 350 bar, 2 reine 350-bar-Stationen — (ecomento). Nullpunkt: Pkw-taugliche 700-bar-Stationen ohne Lkw-Rampen scheiden aus.

Pro Lkw-Betankung: 35–40 kg H2 (Reichweite ~400 km), Dauer 15–20 Min inkl. Anschließen. Eine Station hat meist eine Zapfsäule. Also passt pro Säule in 30 Min genau 1 Lkw, mit knappem Timing 2.

Engpass ist aber nicht die Zeit, sondern die Vorhaltmenge: Eine typische Station speichert ~200 kg — das sind 5 Betankungen, dann muss der Kompressor den Puffer erst wieder auffüllen (H2.live). Selbst wenn der Puffer voll ist: In 30 Minuten pro Station realistisch 1–2 Lkw.

Ergebnis: rund 40–70 Lkw bekommen in einem 30-Minuten-Fenster deutschlandweit „vollgetankt" H2. Mehr nicht — der Flaschenhals ist Speicher- und Kompressorleistung, nicht die Zapfpistole.

Elektroseite

Basis: 88 Standorte mit 355 öffentlichen Lkw-Ladepunkten (VDA, Juli 2026, (320grad) — rund 790 Standorte, wenn man mit der E-Trucker-App verifizierte, von Lkw nutzbare Punkte zählt (BDEW). Davon erst ~12–18 MCS-Punkte mit ~1 MW.

In 30 Minuten:

  • MCS-Punkt (1 MW): lädt ~500 kWh — ein 40-Tonner (600 kWh) geht von 20 auf 80+ % in der halben Stunde. 1 Lkw pro Punkt. Also ~12–18 Lkw „voll" im strengen Sinn.
  • CCS-Punkt (350–400 kW): lädt ~175–200 kWh in 30 Min — das ist keine Vollladung, sondern gut die Hälfte. 340 Punkte × 0,5 ≈ 170 Lkw halbvoll.

Ergebnis: rund 15–18 Lkw „voll" in 30 Minuten, oder ~180 Lkw mit einer halben Ladung (~200 km Reichweite). Wenn man als „voll tanken" praktisch definiert — genug Energie für die nächsten 4,5 Stunden Fahrt — liefern die 340 CCS-Punkte das in der ohnehin fälligen 45-Minuten-Pause locker.

Vergleich, Energieäquivalente

Gemessen an übertragener Energie ist es knapper, als es aussieht: 70 H2-Lkw × 38 kg × 33 kWh/kg ≈ 88 MWh chemisch (davon kommen ~50 % beim Fahren an, effektive Nutzarbeit ~44 MWh — (transport-online). Die 355 Ladepunkte liefern bei mittlerer 300 kW in 30 Min ~53 MWh, mit ~90 % Nutzungsgrad also ~48 MWh Nutzarbeit. Fast gleichauf — mit einem Netz, das ein Viertel so alt ist und exponentiell wächst, während das H2-Netz schrumpft.

Fazit: In diesem Moment, streng genommen „volle Ladung in 30 Minuten", gewinnt H2 mit etwa 40–70 gegenüber 15–18 Fahrzeugen — weil es an MCS-Punkten noch mangelt, nicht weil das Konzept schlechter ist. Rechnet man die 340 CCS-Punkte als praktische Aufladung mit, kommen ~180 E-Lkw auf dieselbe Nutzarbeit. Die geplanten 1.800 MCS-Punkte (dena) allein würden die Zahl auf über tausend E-Lkw pro 30 Minuten heben — das H2-Netz hat keinen vergleichbaren Ausbaupfad.

"Depot laden" wird besonders für E-LKW wichtig sein!

Bei Wasserstoff könnte es vielleicht sogar von Depot zu Depot reichen, mit noch weniger Tankstopps?

Nachtrag:

Angeblich könnten Schwerlast E-LKW bei bis zu 500km Reichweite funktionieren.

H2-LKWs könnten bei 500-1000 km Reichweite ihre Nische haben.

Die Ladestationen für H2 oder Akku sind bei dieser Größe beide sehr teuer.

Megawattcharger sollen angeblich oft eigene Stromtrassen im Mittel- bis Hochspannungsnetz brauchen, da Autobahnraststätten selten bereits diese Anschlüsse in der Nähe haben.

Hat wer mehr / andere Informationen?

Wasserstoffautos sind "tot", da E-Auto Reichweite und Ladenetz vorhanden

H2-LKW haben da noch ein paar Vorteile.

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Der Gebrauchtmarkt hat dafür sehr attraktive Angebote auf Lager. Der Toyota Mirai scheint jedenfalls für astronomische Laufleistungen gut zu sein, manche Ex-Taxis haben weit jenseits der 300.000 km runter, z.B. dieses Exemplar mit stolzen 367 Mm. Das mit einem BEV zu schaffen, da wird die Luft schon dünn (wobei auch mancher Diesel schon weit vorher die Hufe streckt).

Und dann findet sich hier für 21k€ ein Quasi-Neuwagen. Tageszulassung im Jahr 2021, aber nie gefahren.
Der Mirai scheint sich keiner großen Beliebtheit zu erfreuen, was vielleicht auch kein Wunder ist, wenn's teilweise im 100km-Umkreis keine einzige Tankstelle gibt und das kg Wasserstoff dann auch noch knapp 20€ kostet.
Wenn man jetzt eine 700bar-H2-Wallbox daheim hätte, dann wäre das das perfekte Auto.

Mirai
20k 30k euro tankaustausch nach 15 bis 20 jahren.

Bei E-Auto kann man akku wechseln

Hoffe, ich hab die richtigen Beiträge erwischt?

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Eher deutlich weiter. Die Pepsi-Vorserie des Tesla-Semi (ca. 37 Tonnen) war schon mit 724 km Reichweite angegebebn.

Die gerade beginnende Serienfertigung definiert die Longrange Variante mit 805 km.

Wozu da noch die aufwendigen Klimmzüge mit H2O? Kostet nur unnötig Geld und Wartung.

Kann mir nicht vorstellen, daß die Wasserstoff-LKWs ne Zukunft haben werden, abgesehen von subventionierten Forschungsprojekten. Die Kosten für den Wasserstoff sind einfach zu hoch und die Laster selber auch nochmal teurer als mit Akku. Soll der Wasserstoff lokal produziert werden, braucht es ebenfalls nen dicken Stromanschluß (ggf. etwas geringer, da es sich zeitlich verteilt, aber andererseits ja auch entsprechend höhere Verluste gegenüber Akku). Wird denke ich so ausgehen, wie bei Video 2000 gegen VHS ... Abgesehen von der mit Blick auf Pausenzeiten ggf. auch nicht relevanten Reichweite keinerlei Vorteile.

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Angeblich sind sie "zu schwer/zu voll" mir zuviel Akkus und noch schlechter schnell ladbar wenn es schnell gehen soll, >30 Min. Ich meine der Sweet spot war bei kleineren Akkus, jedenfalls für Europas "40" Tonner.

Falls für aleks ok ist, das der pkw mirai auch hierhergerutscht ist. Für mich ok. Danke!

Da könnten Tankwagen (Trailer) die H2-Tankstellen beliefern.

Hast du dafür eine Quelle, dass die e-lkw selber, im preis günstiger sind?

Ja, H2 müßte (noch lange) subventioniert werden.
(Bis wir in Sommer mehr Energie als wir "bräuchten", ernten können)

Auch ist die Kette "well to wheel" im Wirkungsgrad ähnlich den Diesel LKW.
Dabei aber ohne giftige Gase, feinstaub oder co2 und vor ort aus Regenerativen Energien Gewinnbar.

Der Longrange hat wohl ca 5 Tonnen Akku. :thinking:

Nur was mir die KI für ne schnelle Google Suche nach den Kosten angezeigt hat, wäre sicherlich interessant, was davon prinzipiell technologiebedingt ist und was Prototyp/Nischenkosten sind.

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Wasserstoff für Auto ist tot. In Österreich wurden die Systeme verschrottet.

Nur ein Supermarktbetreiber produziert noch Wasserstoff für paar eigene LKW mit Strom vom Dach.

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Ja.
Auch noch anderer Druck beim Tanken bei PKW. Inkompatibel.

Deswegen der Augenmerk auf Schwerlast-LKW von 500-1000 km Reichweite und seine Nische.

Hier ein wohl aktueller Artikel dazu :thinking:

Da die Fahrer eh Ruhezeiten einhalten müssen sind Ladepausen beim LKW tendenziell eher kein Problem

Das Thema H2 im Verkehr ist denke ich durch

Ruhezeiten sind wohl oft bei 30 Min nach ?6Std.

Realität kenne ich nicht.

Wenn ein zweiter Fahrer übernimmt, kann er gleich weiter.

Bei Ein-Fahrer-Betrieb ist nach spätestens 4,5h eine Ruhepause von 45 Minuten notwendig.
Mein Learning vom Elektrotrucker-schauen:
In der Pause braucht der Akku nur wieder so weit gefüllt werden, dass es für den Rest der Schicht reicht. In der maximalen Tageslenkzeit von 10 Stunden können somit wie beim Diesel 800km gefahren werden.
Und das Beste: Das funktioniert heute schon und sogar mit den aktuellen PKW-Ladesäulen mit CCS. Die Pausenzeitregel ist stärker einschränkend als die heute schon erzielbare Ladezeit.

Die zukünftigen Megawattcharger bringen dann nur noch zusätzliche Flexibilität.
Im Vergleich zum Laden ist Tanken (ob nun Diesel oder H2) Arbeitszeit. Die Pause fängt erst danach an....

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