SB3 im USV/Notstrommodus? Probleme bei Grid-"Rückkehr"!

Hallo in die Runde,
wir betreiben eine SB3 mit zusätzlich 2 Akkus und 4x500W-Modulen an einer TV-Kopfstation. Wir versorgen mit der Station ca. 1500 Haushalte mit Radio/TV und haben einen permanenten 24/7-Verbrauch von konstant ca. 900W.
Seit heute haben wir die gesamte Empfangstechnik an den 220V-Ausgang der SB3 angeschlossen und die abzugebende Leistung dort auf 1200W gestellt. Ziel der Aktion ist es, die Übertragungstechnik auch mal bei Stromausfall weiter am Leben zu halten, was bei vollen Akkus und 900W Verbrauch einige Stunden reicht.

Das haben wir heute alles verkabelt und dann mal testweise einen Stromausfall simuliert - die Anlage lief problemlos und ohne Unterbrechung weiter. So weit - so gut. Die Ernüchterung kam beim Wiedereinschalten des Netzes. In dem Moment schaltete sich die SB3 komplett ab und es dauerte ca. 2min, bis die SB3 wieder hochgefahren ist. Das ging zwar alles ohne weiteren Eingriff und es sah wie ein Bootvorgang aus; im Kern ist das aber nicht das, was wir wollen.

Ziel soll ja sein, dass die SB3 wie eine Art USV agiert und der 220V-Ausgang immer läuft, egal ob auf Versorger-Seite Spannung anliegt oder nicht. Solange der Akku die Leistung hergibt, soll das einfach wie ein Puffer funktionieren.

Der Modus läuft auf “Eigenverbrauch”, in der Verteilung steckt ein SmartMeter und das passt alles recht gut zusammen.

Machen wir was falsch? Geht das gar nicht?

Danke und Gruß

Vermutlich weis kaum jemand was mit SB3 anzufangen ....

SunnyBoy3 von SMA, SB3 wird's nicht sein :wink:

Ich schließe aus den 4x500W und dem SB3 nach etwas :face_with_monocle: auf eine Anker SOLIX Solarbank 3, das hätte allerdings im Eröffnungspost auch gleich für alle lesbar stehen können - wenn´s denn stimmt :smiling_face_with_sunglasses:

Eine konkrete Problemlösung habe ich allerdings nicht parat. Nach Befragung von Google kommen da dieverse Dinge in Frage, ein paar der Ergebnisse halte ich jedoch für Halluzination:

Prompt: Warum schaltet sich Anker Solix Solarbank 3 bei netzwiederkehr ab?

Ergebnis: Das Abschalten der Anker Solix Solarbank 3 (insbesondere der Pro-Version) bei Rückkehr des Stromnetzes nach einem Ausfall ist ein gewolltes Sicherheitsfeature und kein Defekt. Es liegt daran, dass der Wechselrichter vom Inselbetrieb (Off-Grid) zurück in den Netzverbundbetrieb (On-Grid) wechselt. [1, 2]

Hier sind die Hauptgründe für dieses Verhalten im Jahr 2026:

  • Sicherheitsabschaltung (Relais-Umschaltung): Wenn das Stromnetz zurückkehrt, müssen sich alle Photovoltaik-Anlagen synchronisieren. Die Solarbank trennt den internen Wechselrichter kurzzeitig von der Last (Haushaltssteckdose), um sicherzustellen, dass keine 230V-Spannung von der Solarbank auf das öffentliche Netz trifft, während dieses wieder hochfährt. Dies ist gesetzlich vorgeschrieben, um Elektriker bei Reparaturarbeiten zu schützen.

  • Reaktivierung der Einspeisung: Laut Support-Informationen kann die Rückkehr in den normalen Einspeisebetrieb (On-Grid) nach einem Stromausfall 5 bis 10 Minuten dauern, da das System die Netzspannung prüft.

  • Neustart der Firmware: Nach einem Update auf v1.0.2.6 kann es zu instabilen Verbindungen kommen, die einen Neustart provozieren.

  • Überlast-Schutz: Sollte der Umschaltvorgang bei Rückkehr des Netzes durch eine hohe Last (z. B. Kühlschrank + andere Geräte) erfolgen, könnte eine Überlastung vorliegen, die das System zur Sicherheit abschaltet. [1, 2, 3, 4, 5]

Die KI spuckt da glaub ich Unsinn aus. Der Anker Solix hat doch nur eine Stromsteckdose, die in keiner Weise mit dem Netz synchronisiert wird. Da steckt einfach nur ein simpler Konverter von DC auf AC 230 V drin.

Der ganze Teil Solarladeregler und Einspeisewechselrichter läuft da völlig unabhängig von dieser Steckdose, die sich einfach nur aus dem Speicher bedient.

Hab nochmal die KI befragt, die meint:
"Hätte die Solarbank ein komplett isoliertes 230V-System für die Steckdose mit eigenem Wechselrichter, hättest du recht – dann könnte sie einfach weiterlaufen. Da sie aber aus Kostengründen und Kompaktheit dieselbe Leistungselektronik für beide Wege nutzt, erzwingt der Wechsel von "Insel" zu "Netz" diesen technischen Neustart."

Das halte ich für denkbar, überrascht mich aber. Wenn das dann dieses Verhalten erzwingt, wäre das ziemlich blöd für Notstrom, wo z.B. ein Server dran hängt, der permanent laufen soll.

SB3 - SolarBank3 oder auch AnkerSolix3

Moin,
ich gebe zu, dass ich das Produkt anfänglich besser beschreiben sollen. Ich dachte, mit “SB3” ist die SolarBank3 aka AnkerSolix3 ausreichend beschrieben. Beim nächsten Mal passe ich besser auf. Rein inhaltlich machen mich die Antworten aber sehr nachdenklich, denn genau diese unterbrechungsfreie Rückkehr zum Status “OnGrid” ist ja extrem wichtig in einem USV-Betrieb. Man will ja z.B. keine Server oder Netzwerktechnik verlieren, nur weil das Anker-System erst einmal neu bootet. Wir wollten uns den Kauf einer echten USV eigentlich sparen, kommen nun aber wohl nicht umhin, es doch zu tun :face_with_raised_eyebrow:

Ein Beitrag wurde in ein existierendes Thema verschoben: Offtopic Sammelthread

Alles gut, war nur ein ferundlich gemeinter Hinweis :+1:

eine echte USV ist ja auch gar nicht notwendig. Eben nur ein Wechselrichter dessen Netzseite und Verbraucherseite hardwaretechnisch getrennt ist.

Das liegt nicht am Anker System und dem System kann man da auch keinen Vorwurf machen. Die Netzüberprüfung und Synchronisierung (wobei Letztere binnen ms erfolgen wird) ist Vorgabe der VDE ARN 4105 für ein System wie Dieses. Es hat ja nicht primär die Aufgabe unterbrechungsfreien Notstrom zu liefern.

Moin,

nicht primär. Aber es wäre schon eine echte Bereicherung, wenn das klappen würde. Bei “echten” USV-Anlagen klappt das ja auch in wenigen ms und ich habe die Aussagen rund um die Solix3 so interpretiert, dass sie das auch kann. Am Ende haben wir die Solix3 aber nicht deswegen gekauft, sondern einfach um unsere konstante 900W-Grundlast ein wenig zu kompensieren. Nun werden wir wohl noch eine kleine “echte” USV zwischen der Solix3 und unserer Empfangstechnik einbauen, welche dann diese ~2min ReBoot-Zeit überbrückt.

Danke für Eure Mithilfe!

USV haben den Charme genau wenn man diese braucht, nicht zu funktionieren.

Zumeist sind diese mit Bleiakkus bestückt, die wenn man ernst macht, jährlich oder maximal alle 2J zu ersetzen sind.

Die Leerlaufverluste sind hoch usw.

USV mit üblichen Bleiakkus sind wartungsintensiv....

Mein Tip - seinlassen

Natürlich wird die USV erstmal funktionieren - aber nicht mehr in 1...2J :rofl:

Hatte auch mal so eine USV mit Bleigel - würde da auch von abraten. Bleiakku muss spätestens nach 4 Jahren getauscht werden und das Ding hat eine Menge Strom permanent verbraten. Müsste man mal schauen, ob es auch USV-Geräte mit LFP Akkus gibt für kleines Geld, die dann auch effizient arbeiten.

Ja doof. offline-USV schalten recht schnell wieder auf Netz, Ausgang ist dann aber allpolig vom internen WR getrennt. Online-USV reichen den Strom immer über den DC-Pfad durch ohne umschalten. Und des hier ist der Zwitter, weil der bei Überlast auf Netz umschaltet. Was hier funktioniert, ist so ein Billig-China-WR, Easun. Rein geht da nur der Batterielader und die PV, raus geht nur das selbst erzeugte AC. Der schaltet bei Überlast zwar auch um, hält aber die VDE-Gedenkminute dabei nicht ein

OT: ach, schau an - deswegen sind die „Mikro-Wackler“ die ich mit meinem neuen Victron-System jetzt tatsächlich mal mitkriege immer ca. eine Minute lang bis die Multis wieder aufs Netz zurücksynchronisieren - dachte mir schon sowas… Danke :slight_smile:

1 „Gefällt mir“