Dachgeschoss mit 150qm und großem Süddach (ca. 90qm) teils ohne Dämmung. Dazu auch 2 Norddächer, eins mit 90qm eins mit 45qm.
Wir haben (immer noch) eine Gorenje Multisplit-Anlage mit drei Innengeräten. Die Beiden kleinen mit 2,5KW (Maximalleistung!) laufen im Quiet Modus und die eine Größere mit 3,5KW auf volle Möhre Lüfter. Nachts sind die Geräte damit kaum zu hören, die Größere ist so ausgerichtet, dass sie in den Gang pustet. Dachschräge wird damit effektiv gekühlt. Die Räume kühlen so nicht aus im Quiet Modus und wenn die Eine auf volle Pulle ist. In 2 Wochen soll die Multisplit getauscht werden gegen drei Außengeräte. Dann wird auch die im Gästezimmer nur tagsüber laufen und die anderen beiden Geräte weiter nachts im Quiet, tagsüber Stufe 2 (von 5) laufen.
Im Wohnzimmer und Küche laufen Tagsüber zwei Fujitsu Electric Anlagen. Die können tiefer modullieren, die Küche ist bei und Durchgangsraum (noch) und kühlt von der anderen Seite den Gang.
Alle Geräte sind eingestellt auf 24°C und das sind auch 23-24°C in den Räumen mit externen Temperatursensoren gemessen.
Wir haben dieses Jahr im Vergleich zu den letzten Jahren ca. 500kWh für den Sommer benötigt. Ging ungefähr im Juni los. Der Sommer hier ist dieses Jahr sehr extrem (Niederösterreich) warm.
Für genauere Messungen (und zwar nur hobbymäßig, weil einsparen kann ich durch die Messung auch nicht mehr) werden dieses Jahr dann Stromzähler für den Sicherungskasten gekauft (Hutschienenzähler). Davon dann aber mehr weil die bisherigen speichern nicht lokal sondern nur wenn sie WLAN haben und dann "irgendwo" beim Hersteller. Das will ich nicht mehr. Fällt WLAN aus fällt die Messung aus. Damit hat sich dann auch die Entfernung erledigt (Geräte sind teils 20m auseinander).
In einigen Wochen wird das Süddach mit PV gefüllt. Dann sollte sich das im Sommer wieder verbessert haben. Und im Gästezimmer/Gang ist keine Dämmung mehr in der Dachschräge. Da muss in jedem Fall noch Mineralwolle rein. Mehr aber nicht. Wenn ich wirklich noch was mit dem Dach machen sollte, dann nicht mehr Dämmung sondern eine Hinterlüftungsebene und Vollschalung. Mehr wäre einfach sinnfrei und teuer ohne gewinnbringenden Effekt. Da lieber die Fassade dämmen um den Hausbedarf zu senken.
Den Wintergarten haben wir damals extra gebaut. Zusätzlich haben wir, sozusagen als Außenbeschattung, einen Baum vor den Wintergarten gepflanzt. Da dieser aber unberechenbar sein Laub abwirft (dieses Jahr hat er schon Anfang Juli angefangen und ist jetzt fast kahl), ist der Plan nicht wirklich aufgegangen.
An klaren Wintertagen kommen wir, selbst bei strengem Frost, tagsüber ohne Heizung auf ca. 24°C RT. Das hält so etwa von 12:00 bis 14:00 Uhr. Dann ist die Sonne schon wieder weg und wir müssen zuheizen. Das Glas ist schon so gut, dass wir den Raum problemlos warm bekommen.
Der Wintergarten ist offen zum Wohnzimmer, richtig? Dann dürfte der in der Übergangszeit bestimmt gut auch das Wohnzimmer mitheizen, oder? Also deutlich weniger Heizbedarf, sobald die Sonne etwas da ist.
Ist das wohl ein Nullsummenspiel, so ein Wintergarten? Also was er energetisch bringt, verbraucht er auch wieder durch zusätzliche Kühlung und Heizung? Oder wirkt der sich energetisch positiv aus? Oder negativ?
Die Frage habe ich mir auch schon gestellt, aber eine Antwort habe ich nicht gefunden. Fakt ist, sobald die Sonne scheint kommt Wärme in den Raum. Wenn man die Tür vom Wohnzimmer offen lässt, kommt die Wärme auch ins gesamte Haus.
Wenn man die Strahlungsintensität der direkten Sonnenstrahlung kennt und die Transmissionsenergie einigermaßen genau abschätzt, kann man sicher den Wärmeeintrag in kWh berechnen. Heute liegt z.B. die direkte Sonnenstrahlung bei rund 500 W/m², die diffuse bei ca. 120 W/m². Wenn ich die Dachfläche des Wintergartens mit 13 m² annehme, dem getönten Glas nur noch 80% Durchlässigkeit unterstelle, Reflektion, Absorbtion und nicht nutzbare Wärmestrahlung nochmal mit 30% zu Buche schlagen, kämen über direkte Einstrahlung auf die Dachfläche 13m² * 500W/m² * 50% = 3,25 kW Wärme in den Raum.
Wirkt nur die diffuse Strahlung auf die gesamte Glasfläche von 35m², käme man auf 35m² * 120W/m² * 50% = 2,1 kW. Hier vermute ich allerdings deutlich höhere Reflektionsverluste, weil das Licht in einem sehr spitzen Winkel auf die Glasflächen trifft.
Vergleicht man diese Werte mit der Leistungsaufnahme der Klimaanlage beim Kühlen, könnte das schon einigermaßen hinkommen. Aber da sind halt viel mehr Annahmen als reale Messwerte berücksichtigt.
Hallo zusammen, ich experimentiere dieser Tage mit meiner Anfang dieses Jahres montierten Daikin Multisplit zum ersten Mal ausführlicher zum Kühlen und möchte mich mit den Einstellungen herantasten.
Ich habe eine Quattro-Split mit 6,8 kw AG, 3 x 1,5 Perfera IG und ein 3,5 Stylish IG.
Heute hat die Anlage gefühlt nicht wirklich Power zusammen bekommen. Ich wollte meine Wohnung von ca. 26 auf 22 Grad abkühlen. Das ging aber nur sehr langsam. Ich habe mit einem Thermometer die Auswurftemperatur gemessen. Die lag immer nur etwa bei 1-2 Grad unter der gewünschten Raum-Zieltemperatur und ging nie unter 16-17 Grad (bei 19 Grad Zieltemperatur). Dementsprechend hat es mehr als 2 h gedauert die Wohnung auf die gewünschte Temperatur zu bringen. Jetzt hätte ich hier eigentlich andere Erwartungen an die Leistung der Anlage. Luftfeuchtigkeit lag bei ca 65 Prozent. Ich habe keinen genauen Zähler, aber laut App hat die Anlage über 1 kw Strom gezogen dabei. Was denkt ihr darüber? hat jemand vielleicht Ideen, wie man die Leistung verbessern kann?
Danke schon Mal!
Wie viele Innengeräte liefen denn? Über welche Zeitspanne wurden die 1kWh verbraucht? Bedarfssteuerung war ausgeschaltet? Econo war an oder aus? Lüfterdrehzahl auf Automatik?
Die meiste Zeit liefen alle 4 IG. Erst habe ich sie auf 21 Grad Zieltemperatur eingestellt, dann auf 19 runter, nachdem ich die hohe Auswurftemperatur gemessen hatte.
Bedarfsteuerung auf Auto. Lüfter ebenso. Ohne Econo Modus. Sonst auch keine besonderen Einstellungen. Die App trackt der Stromverbrauch in 2-Stunden-Fenstern. Da waren innerhalb der 2 h, in denen sie durchgehend gelaufen ist 2 kWh Verbrauch angegeben.
Das Entfeuchten braucht viel Energie, da beim Kondensieren Wärme frei wird. Du hattest eine recht hohe Luftfeuchtigkeit.
Kam zusätzliche Hitze in den Raum wärend du gekühlt hast, z.B. Sonneneinstrahlung?
Wie lange war es so warm vorher, waren vielleicht alle Möbel, Wände usw. stark aufgeheizt?
Die gewünschte Raum-Zieltemperatur hat nur begrenzt etwas mit der Auswurftemperatur zu tun. Die Daikin wird versuchen, die Zieltemperatur möglichst effizient zu erreichen. Wenn sie der Meinung ist, daß die Raumtemperatur schnell genug sinkt, wird sie nicht unbedingt die Kältemitteltemperatur absenken.
65% finde ich jetzt Mal nicht so eine hohe Luftfeuchtigkeit. Das kommt in unseren schwülen Sommern sehr oft vor.
Ich verstehe, dass die Anlage ihr Ziel effizient erreichen möchte. Aber das kam mir dann doch etwas zu schwach vor.
Sonne kam eigentlich kaum mehr rein, weil das Wetter zugezogen hatte. Draußen hat es zeitweise geregnet, die Luftfeuchtigkeit war also draußen richtig hoch (hat das einen Einfluss?). Die Wände und Möbel haben sich schon etwas aufgewärmt, aber nicht über 25 Grad.
bei hoher Luftfeuchtigkeit verteilt sich die gesamte Kühlleistung auf Entfeuchtung und Temperatuabsenkung.
Wenn es sehr feucht ist, wird viel Leistung für Entfeuchtung benötigt, dementsprechend wenig bleibt für Temperaturabsenkung übrig.
Beispiel für eine Stylish:
3,27 kW Kühlleistung, davon 2,39 für Temperaturabsenkung, ca. 1kW für Entfeuchtung. Und das ist bei ca. 50% Luftfeuchtigkeit, bei höherer wird das Verhältnis noch schlechter.
Mir fehlt die Erfahrung, um sagen zu können, wie groß der Einfluss der Luftfeuchtigkeit auf die Leistung der Klimaanlage hat.
Laut Online-Taupunktrechner liegt der Taupunkt von 65% Luftfeuchte und 26 Grad bei etwa 19 Grad. Da der Wärmetauscher deutlich kühler ist als die Auswurftemperatur, wird die Anlage jedenfalls nicht nur mit Kühlen, sondern auch mit Entfeuchten beschäftigt gewesen sein. Und wie gesagt, beim Entfeuchten wird Wärme frei. Wieviel groß der Einfluss hier ist, kann ich aber leider nicht einschätzen.
Im Zweifel würde ich die Leistung einer Klimaanlage eher daran messen, wie gut sie eine Temperatur halten kann. Zunächst jedenfalls. Wenn sie das gut und effizient kann, dann hat sie schonmal keinen Schaden, und danach kannst du Dir Gedanken darüber machen, wie gut sie die Temperatur (und Luftfeuchtigkeit) absenken kann.
Das kann der limitierende Faktor sein. Schalte die mal aus.
Luftfeuchte ist hier nicht das Problem, wenn deine Auswurftemperatur so hoch ist. Mit einer Auswurftemperatur von 16-17 Grad wird die vermutlich auch gar nicht entfeuchten können.
Kannst auch testweise mal den Entfeuchtermodus anwerfen, da sollte die Auswurftemperatur deutlich tiefer sein.
Wenn die etwa 1kW gezogen hat, ist das schon hinreichend Leistung, um deutlich niedriger als auf 16-17 Grad Auswurf zu kommen.
Bei den gegebene Parametern würde es mich schon enttäuschen, wenn da die Luftfeuchtigkeit die Anlage schon ans Limit bringt.
Ich werde weiter testen, wie vorgeschlagen zum Beispiel ohne Bedarfsteuerung oder mit Entfeuchtungsmodus, und melde mich wieder. Das Wetter ist jetzt bei uns bis aufs weitere etwas abgekühlt.
Falls die Luftfeuchtigkeit überhaupt der Grund ist, was ja nicht sicher ist:
Ein "Problem" ist das aber noch lange nicht. Beim Entfeuchten entsteht zwar Wärme, die das Kühlen ausbremst, aber die Luftfeuchtigkeit nimmt ja ab, der Luft wird dabei ja das Wasser entzogen und nach Außen abgeleitet. Entfeuchten ist eine der Aufgaben einer Klimaanlage, und dieser Aufgabe kommt sie nach. Du willst nicht, daß die Luft kühler wird, ohne daß Wasser entfernt wird, denn das würde die relative Luftfeuchtigkeit erhöhen.
Das Gerät kühlt lediglich langsamer, wärend ein Teil der Energie zum Entfeuchten genutzt wird.
Solange Türen und Fenster zu bleiben, kommt auch keine neue Feuchtigkeit von draußen rein, so daß das, wenn überhaupt, nur ein temporäres Problem ist.
Der Entfeuchtungsmodus kann Dir helfen die Luftfeuchtigkeit schneller zu reduzieren, da das Gerät dann Entfeuchten gegenüber Kühlen priorisiert, indem es das Kältemittel deutlich stärker runter kühlt, und die Lüftergeschwindigkeit reduziert. Allerdings kühlt das Gerät dann halt weniger, was du ja gerade nicht willst.
Feuchtigkeit ist kein Thema, 65 % sind doch gar nichts. Es gibt Sommer, da ist die Feuchte bei 80-85%. Da wundert man sich dann etwas, dass die Anlage nicht so effizient läuft, wie sonst. Aber dann siehst du auch jeden Menge Kondenswasser.
Das kannst du ja auch mal checken, wie stark der Kondensatschlauch tropft. Wenn die Anlagen ordentlich am Entfeuchten sind, kann das schon 0,5l pro Stunde pro IG sein, teils auch mehr.
Heute habe ich noch einmal herum gespielt.
Nur zwei Geräte angeschaltet (das große 3,5 und eines der kleinen 1,5). Die Auswurftemperatur ging dabei bis etwa 11-13 Grad herunter, bei Ziel-Raumtemperatur von 18 Grad, ohne Bedarfsteuerung. Beim Trocknen-Modus habe ich auch bei der perfera knapp unter 10 Grad gemessen. Luftfeuchtigkeit war um die 45% drinnen. Draußen hatte es um die 25 Grad. Ich werde in den nächsten Tagen wieder mit mehreren Geräten experimentieren. Nachdem die Leitungen alle Unterputz verlaufen kann ich die Menge des Kondenswassers leider nicht messen.
Kleines Update zu meiner R290 Midea Xtreme Save Blue Klima. Wenn sie mal stärker kühlt, ist die Luftauslass-temperatur so bei ca. 5-10°C (im Heizmodus 20-55°C)
Die Integration in Home Assistant mit der HACS "Midea Smart AC" Integration ist ziemlich perfekt und läuft nun ohne jegliche Probleme seit 2 Monaten.
Stromverbrauch im Kühlbetrieb ist aktuell 150 Watt, wenn sie läuft.
Ich bin sehr zufrieden mit dem Gerät, hatte zuhause und im Urlaub schon diverse Marken durchprobiert, Midea gehört heute eher zu den besseren, nach meiner Erfahrung. Also ich kann die Klima empfehlen
Ich habe heute wieder eine kleine Versuchsreihe gestartet:
Die Anlage mit 1-4 Innengeräten laufen lassen und dann die Parameter festhalten, siehe Tabelle unten. Gestartet habe ich mit 4 IG, Messung nach 10 Minuten Laufzeit. Bei Änderung des Settings (andere Anzahl IGs) immer etwa 3 weitere Minuten bis zur erneuten Messung. Temperaturmessungen der Auswurftemperatur mit Infrarotthermometer.
Außengerät: 4MXM68A
Innengeräte: 1 x Stylish 3,5 kW, 3 x Perfera (neuestes Modell) 1,5 kW
Interessant finde ich zum einen, dass die Luftfeuchtigkeit raufgegangen ist (gemessen an meinem Stylish Innengerät). Und man sieht merklich, dass die Auswurftemperatur höher wird je mehr IGs laufen. Die Auswurftemperatur schien auch bei den Perfera niedriger als bei der Stylish, aber das kann auch daran liegen, dass man bei der Perfera etwas besser im Auswurfbereich messen kann.
Was denkt ihr dazu? Ich finde die 15-15 Grad Auswurftemperatur bei einer Zieltemperatur von 18 Grad mit vier aktiven Geräten etwas schwach, um ehrlich zu sein. Nennleistung des AG ist 6,8 kW, die Summe der Nennleistung der IGs 8 kW.
Bei solchen Tests solltest du die Aufnahmeleistung der Anlage auch mitloggen oder beobachten. Die Anlage fährt sehr wahrscheinlich in einem niedrigen Leistungsbereich, weit weg von dem, was sie kann.
Eigentlich ist das ein gewisser Vorteil der Daikin-Geräte, dass die es mit der Leistung nicht so übertreiben, wie es bei anderen Herstellern oft der Fall ist. Der Regler regelt also relativ zurückhaltend und powert nicht voll rein.
Aber wenn du mal wissen willst, was unter Volllast passiert, wirf doch mal den Power-Modus an, da haut die Anlage raus, was geht.
Was noch unklar ist: Wie hast du die Lüftersteuerung eingestellt? Steht die auf Auto?
Hast du überall nochmal kontrolliert, ob die Bedarfssteuerung wirklich aus ist? Da gibt es wohl öfters mal den Fall, dass die Anlage es nicht übernimmt.
Was es auch öfters mal gibt: Die Anlage läuft grundsätzlich merkwürdig, das AG mal stromlos zu schalten und nach 1 Minute wieder neu einzuschalten. Dann nochmal checken, ob in der App die Bedarfssteuerung wirklich ausgeschaltet ist an allen IGs.
Das ist logisch, weil das relative Luftfeuchte ist. Kühlst du die Luft runter, steigt die Luftfeuchte. Die Menge Wasser bleibt gleich, aber kalte Luft kann weniger Feuchte aufnehmen, womit die relative Luftfeuchte steigt. Es sei denn, die Anlage entfeuchtet stärker, als sie runterkühlt, dann sinkt die Feuchte.
Ich verstehe. Leider habe ich derzeit keinen eigenen Stromzähler für das Gerät, mit dem ich live die Aufnahmeleistung tracken kann. Werde ich noch mit dem Elektriker besprechen.
Lüfter hatte ich fast immer auf Auto.
Wie kann man das AG am besten stromlos schalten? Hat das einen Schalter oder über Sicherung raus?
Mit der absoluten vs relativen Luftfeuchtigkeit ist mir das schon klar, nur hatte ich damit gerechnet, dass die Entfeuchtung auch im reinen Kühlmodus stärker mitgeht.