Saison Wärmespeicher mit tausenden kWh Inselstrom

Das meinte ich so nicht. Ich meinte ob es was bringt das unten extra zu überheizen. Ob mit Solarthermie oder Wärmepumpe oder sonstwie war mir erst einmal egal.

Also was passiert, wenn man das Erdreich unterm Haus über den Sommer aufheizt?

Dazu gibt es zwei Ziele:

1: Der nicht isolierte Keller soll von unten erwärmt werden, dazu möchte man eine eisfreie Garageneinfahrt und einen eisfreien Zugang zur Haustür haben. Vielleicht bleibt einem auch das Schneeschippen des Gehwegs vor dem Haus erspart. Dazu wächst der Spargel im Frühjahr früher.

2: Die im Boden gespeicherte Wärme wird über eine WP wieder nutzbar gemacht und sorgt für eine höhere Effizienz.

Dazu gibt es zwei Scenarien:

1:Die Anlage wird für den Zweck geplant.

2: Es gibt bereits Einrichtungen, die für den Zweck genutzt werden können, oder eine Nachrüstung ist möglich.

Wenn sowieso Erdbohrungen für eine WP geplant sind, müsste lediglich die Hydraulik der Sole so angepasst werden, dass die Sole auch unabhängig von der WP erhitzt und umgewälzt werden kann. Im einfachsten Fall wäre das ein kleiner Pufferspeicher mit integriertem Heizstab in der Soleleitung.

"Uschi" hat für den zweiten Fall Möglichkeiten erprobt und umgesetzt.

Was passiert im Erdreich, wenn es deutlich erwärmt wird?

Auch da gibt es zwei Möglichkeiten:

1: Wärme liebende Flora und Fauna werden es mögen. Bisher spricht man bei Kellern immer von dem Druck durch aufsteigendes Grundwasser, bei deutlich erwärmten Erdreich kommt sicher auch ein Dampfdruck dazu.

2: Grundwasser, das sich aus seinem gewöhnlichen Temperaturbereich entfernt, und wärmer wird, bietet Bakterien eine bessere Lebensgrundlage, sie vermehren sich u.U. deutlich, dazu sinkt der Sauerstoffgehalt, auch dies beeinflusst oft nicht die Tierchen, die man im Grundwasser habe will.

Aus den zwei zuletzt genannten Gründen ist die Aufheizung des Erdreichs nicht ganz trivial, zuletzt müsste bei den Bohrungen ja auch eine Wasserbehörde zustimmen.

Grüße

Eine Anwendung für Geothermie wird aktuell überhaupt noch nicht genutzt, das ist die Winterheizung für Brücken. Wenn man Brücken schon bei der Planung mit Wärmeleitungen versieht und an Erdbohrungen anschließen würde, könnte im Sommer die aufgeheizte Brücke gekühlt und im Winter mit der Sole eisfrei temperiert werde. Das würden den Einsatz von Streusalz erübrigen, die Brücken würden wesentlich länger halten.

Grüße