Saison Wärmespeicher mit tausenden kWh Inselstrom

Februar 25, sehr viel Sonne von der, auf 20 kWp vergrößerten, Insel-PV. Also nach Saisonspeicher im www gesucht und alles mögliche gefunden. Erste Versuche mit verschiedenen Heizstäben gemacht und aus Fehlern gelernt.

Teil 1 - Doppelgarage

Erstes Problem, die Heizstäbe brennen durch, da sie die Wärme an das Erdreich nicht schnell genug loswerden. Anfangslösung war dann ein Stelltrafo, mit dem ich die Spannung so weit abgesenkt habe, das die 1 kW - Heizstäbe nur noch mit 250W laufen und nur noch Heizstäbe mit Bi-Metallabschaltung. Löcher in den ungedämmten 10 cm Betonfußboden der Garage gebohrt und 1,2 m lange Kupferrohre einbetoniert. Darein dann die Heizstäbe.

Später bin ich dann dazu übergegangen immer 2 Heizstäbe in Reihe zu schalten, so das einfach aus dem 1 kW jeweils 250W wurden. Nachdem ich 6 Heizstäbe eingebaut hatte wurde das schon merklich wärmer in der Garage. Also die nächsten Heizstäbe deutlich tiefer, etwa zwischen 1 und 2 Metern unter der Oberfläche eingebaut. Und die Löcher größer als am Anfang um mehr Beton loszuwerden, was wiederum mehr Wärmeabgabe bedeutete

In Summe waren dann 10 Heizstäbe a. 250W in dem Garagenboden. Die Kabel habe ich mit der Schlitzfräse im Fußboden verlegt und anschließend verschmiert.

Nun sieht es unter dem Tesla so aus:

Arbeitshypothese war die Wärme etwa bis Weihnachten zu „schieben“. Ab Ende Oktober war dann kein Inselstrom mehr übrig, aber die Bude schön warm.

Tatsächlich brauchte ich bis Weihnachte kein bischen zu Heizen um die 10°C zu halten. Dann ging es schrittweise abwärts. Aber selbst bis Ende Januar reichte es um die Garage gerade so frostfrei zu halten. Hat mich dann doch angenehm überrascht. Zumal es Konsens ist, das Saisonwärmespeicher etwa 3 Jahre brauchen bis zur endgültigen Kapazität. Es kann also nur noch besser werden.

Im Herbst habe ich dann noch angefangen die Außenseiten der Garage auszubuddeln um ca. 1m tiefe Perimeterdämmung mit 6 cm Stärke einzubauen. Bin nicht all zu weit gekommen, wird in aber 2026 fortgesetzt.

Teil 2 wird dann das Wohnhaus, wo ich aber bis jetzt nur einige wenige Heizstäbe versenkt habe.

Fragen?

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Wurde der Beitrag verschoben, und erscheint deshalb zufällig ein Jahr später als neu, oder geht deine Uhr ein Jahr nach?

Oliver

Weder, noch. Im Februar 2025 mit der Arbeit begonnen und jetzt die erste komplette Saison zur Auswertung. Zumindest interpretiere ich das so.

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Coole Aktion! Hast Du auch bischen Sensorik mit eingebudelt? Ggf auch noch unterhalb der Heizstäbe, um zu sehen, wie sich die Temperatur entwickelt?

Ich habe an 2 Stellen dünne Leerrohre mit einbetoniert um Stichprobenartig die Temperatur in ca. 1m Tiefe zu messen. Spitze am Sommerende war rund 40°C. Erstaunlich war hingegen, das es Mitte Dezember kühler als die Betonoberfläche war. Sollte aber besser werden, wenn ich die Außendämmung vollendet habe.

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ok, spannendes Projekt - ich hatte erst angenommen man könnte die Wärme wieder zurückholen zum WW Bereiten oder…. aber so wären die LiFePo Akkus in der Garage immer über Null zu halten.

Hm, Betonkernaktivierung mit Heizstäben. Keine Angst vor Wasser? Steigendes Grundwasser oder Hochwasser?

Unter dem Fußboden ist was? Schotter? Erde? Keine Folie zwischen?

Was noch gegangen wäre, evtl. elektrische Fußbodenheizungsmatten. Also die auf den gesamten Boden drauf und mit Anhydritestrich ne dünne Schicht drüber. Weiss aber nicht, inwieweit das dann im Sommer zu warm würde wenn eine ganze Fläche erwärmt würde und ob das im Beton verschweindet wegen Wärmeleitung. Da drauf noch XPS? Bin mir über die punktuelle Belastung durch den Wagen nicht sicher ob das ginge.

Lustige Spielerei wenn man nicht weiss wohin mit dem Strom.

Grundwasser ist leider erst bei rund -17m. Für Hochwasser bräuchte es rund 100m Anstieg von Flüssen und Seen (wovon es hier rund 1000 gibt). Ich hab daher die Bohrlöcher befeuchtet und auch kleine Gießrohre ein gebaut. Hintergrund ist, das die Wärmeabgabe an halbwegs feuchten Boden gravierend höher als an trocken Boden ist.

Ansonsten habe ich die Garage vor ca. 4-5 Jahren gebaut, als die PV-Preise noch astronomisch waren und nicht absehbar, das sich meine damaligen 3 kWp vervielfachen werden.

Würde ich nochmal bauen, dürfte das vermutlich auf das US-System mit Fußbodenheizungsrohren in 1 und 2 Meter Tiefe sowie rundum 2m tiefe Perimeterdämmung hinauslaufen. Evtl. auch in 2,5m Tiefe eine flächige Dämmung.

Ein nachträglicher Fußbodenaufbau scheitert an der minimierten Gebäudehöhe. Die Garage steht einige Meter südlich vor der 5,5 kWp Drehsolar und soll so wenig wie möglich schattieren. Also ist die Höhe so, das ich gerade so einen Transporter der VW-T Klasse mit Wagenheber hochbekomme zum Räderwechsel.

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Die el. FBH und das Fließzeug haben 2cm. Das sollte egal wo noch gehen.

Wenn du Grundwasser hast und da drankommst könntest du “einfach” FBH-Rohre einfräsen und das Grundwasser durchpumpen und versickern lassen.

Ich denke, der trockene Sandspeicher ist super, wenn das ganze fertig isoliert ist. Einzig bei den Plastikköpfen der Heizstäbe hab ich etwas Bauchweh

Ich verstehe bloß noch nicht, warum du die Garage beheizen willst.

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Damit dem Tesla nicht zu kalt wird ?! :wink:

In der Garage steht die komplette Solaranlage mit 6 großen Akkus (ca. 100 kWh) , der Tesla und meine Werkbank für alles mögliche.

Langfristig soll das Wohnhaus auf ähnliche Weise vortemperiert werden. Die Doppelgarage ist dafür das Testlabor.

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Wenn es funktioniert, würde ich aber auch Solarthermie in die Auswahl dazu nehmen. Die muß ja nicht auf dem Dach sitzen, evtl. findet sich ja eine sonnige Fläche neben dem Fundament für kurze Rohrleitungen. Aber vermutlich ist das ganze Projekt ja eh eher was für sportliche Betätigung von Kopf und Körper als echte finanzielle Ersparnis.

Kommst du denn ans Grundwasser? Also Pumpe/Brunnen vorhanden?

Nein, bei 17m ++ ist mir der Aufwand einfach zu hoch, zumal ich ja 20m3 Regenwassertanks und zusätzlich jährlich rund 30m3 Gießwasser aus der Biokläranlage habe.

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Und diese Tanks kannst du nicht erwärmen mit nem Heizstab und dann die Wärme wieder da rausziehen?

Nur 6m3 sind oben und seitlich halbwegs isoliert (6 cm Perimeterdämmung).

Von den maximal möglichen 300 kWh Einspeisung bleibt da bis zum Winter zu wenig übrig um da sinnvoll Technik und Geld zu investieren.

Auf lange Sicht habe ich noch einen 3x3x2m Platz, geschützt und nahe am Wohnhaus. Da wäre was möglich. Aber eine massiv vergößerte PV + Heizstäbe unter dem Wohnhaus, sind für die nächsten 2-3 Jahre erstmal Prio Nr. 1.

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Du könntest doch das Wasser bis auf 2°C runterkühlen welches sich da drin befindet. Also ohne Eisspeicher nur durchpumpen. Dann könntest du eine Wasser/Wasserwärmepumpe nutzen. Und wenn es mehrere Speicher eingebuddelt sind können die sich dann wieder regenerieren.

Du warst schneller.

Den Gedanken schleppe ich auch schon ewig rum mit selbstgewuzzelten Niederspannungs Heizkörpern im Hang Erd Keller. Ein 1,2m tiefes Loch existiert sogar da ich mal den Bohrversuch gemacht habe.

KI hat da auch grob berechnet und durchaus positiv bewertet :wink: