Saharastaub

Bei uns (tief im Süden Deutschlands) war es heute Nacht wahrscheinlich so warm wie noch nie zuvor. Um 4 Uhr Nachts über 26°C, und zwar nicht in einer Stadt, sondern auf dem Land mit dünnster Bebauung.

Aktuell 7:50; 29,1°C

Finde ich auf jeden Fall aussergewöhnlich, hab ich so noch nicht gesehen.

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es ist eine ungewöhnliche Wetterlage. Ich krieg hier auch die Wüste aufn kopf geschüttet. Das viele Silizium in der Luft verhindert PV-strom

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Wir sind ja nur einen Steinwurf auseinander :blush:
das ist jetzt glaube ich das dritte oder vierte mal dieses Jahr. So extrem hab ich das mit dem Sahara Staub auch noch nie gesehen. Gabs immer mal wieder, aber die Sichtweiten dieses Jahr sind wirklich extrem.

Einzigartige Kombination aus Dauer, Temperatur und Trockenheit.

Die Gründe sind leider unbekannt, da niemand von uns weiß, was hinter den Kulissen vorgeht.

Es ist insgesamt wärmer als vorhergesagt. Waldbrände, Kriege tragen dazu bei wie auch zu konservative Schätzungen der div. Kippunkte z.B. Methanfreisetzung Tundra durch Erwärmung Klimainformation Das Mittelmeer kühlt kaum noch, das Savannenklima reicht weiter in den Norden als früher. Den Sand in der Luft hab ich jetzt 3. Jahr so intensiv, man merkts bein Auto auf den Scheiben und am PV-Ertrag

Mit dem Thermometer wohl.

Gerade hat man einen Baum aus einer abgeschmolzenen Gletscherzunge datiert, auf's Jahr genau. Also vor 8000 Jahren war das Klima dort so lange so gut dass ein Baum, ein richtig grosser, wachsen konnte.

Das sind Fakten. Ob die derzeitige Klimaschwankungen anhalten, und von wem sie verursacht wurde, wird erst die Zukunft zeigen.

Ganz davon abgesehen, so alt bin ich zwar nicht, aber ich kann mich als Kind nicht erinnern, dass wir im Sommer irgendwann einmal in den Nachrichten gehört hätten, es käme Saharastaub. Das müssten die frühen 90er Jahre und aufwärts gewesen sein, als ich noch Kind war. Ich könnte mich nicht daran erinnern, jemals etwas in den Medien dazu gehört zu haben (Fernsehen). Zeitungen weiss ich nicht, das was mir angeboten wurde an Zeitungen habe ich nicht konsumiert.

War das da auch schon so? (also die Meldungen und/oder der Sahara-Staub)

Wüßte nicht, was es da noch zu spekulieren gibt, was die Ursachen des heutigen Klimawandels angeht, der mit einer Geschwindigkeit vor sich geht, die es z.B. im Holozän nicht gab.

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Wir wissen schon über 50 Jahre, dass die steigende Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre zu steigenden Temperaturen führen wird. Die tatsächliche Entwicklung entspricht recht genau den Berechnungen. Eigentlich ist es simpel. Wer deutlich mehr Kalorien zu sich nimmt, bildet bei gleichbleibendem Energieverbrauch Fett. Das mag in beiden Fällen eine unangenehme Entwicklung sein, die man nicht wirklich gut findet. Aber es gibt nunmal diese Ursache - Wirkungs - Beziehung.

Komplizierter ist es tatsächlich nicht.

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In Süddeutschland, Österreich und der Schweiz hats das schon immer gegeben. Die Schweizer haben Langzeitmessungen am Jungfraujoch.

Aber zweifellos hat das massiv zugenommen in den letzten Jahren, in Häufigkeit und Schwere.

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Schon aber ich wüsste nicht, dass ich einmal auch nur von Sahara-Staub gehört hätte. Wir hatten noch SMOG und das Ozonloch. Vielleicht hatte ich da ein selektives Gedächtnis als Kind.

kommt wohl drauf an wo du wohnst :blush:

die Südlichter werden es wohl schon früher gekannt haben

Bei Düsseldorf im Ruhrgebiet. Wird aber weniger mit dem Fernsehen zu tun haben.

Mein Beitrag weiter oben gehört in das Thema „Nur heiß oder extrem?“
Es ging nie um Saharastaub.

Da gings um messdaten.

Na ja wenn ihr im Ruhrgebiet BR Fernsehen geschaut habt, dann nicht :grinning_face_with_smiling_eyes:

Hallo,
im hohen Norden ist Sahara Staub äußerst selten, im südlichen Teil der Alpen gab es ihn schon vor 60 Jahren als rosa Färbung der Gletscher.

Das sind beides eigene Beobachtungen. Der Klimawandel verursacht viel Schlimmeres als nur Staub. Denkt an die Muren, Gletscher Abbrüche usw. in den Bergen - nicht nur in Europa.

L.G.

Nein, diese Funde stellen die Temperaturwerte und Erkenntnisse der etablierten Klimaforschung nicht infrage. Im Gegenteil: Sie sind ein wichtiger Teil davon.

In der öffentlichen und politischen Debatte werden diese Funde zwar manchmal von Skeptikern als „Beweis“ gegen den menschengemachten Klimawandel angeführt, in der tatsächlichen Klimawissenschaft sieht man darin jedoch keinen Widerspruch. [1, 2]

Die wissenschaftliche Einordnung zeigt, warum sich die Funde und die moderne Klimaforschung decken:

1. Das „Holozäne Klimamaximum“ ist längst bekannt

Dass es vor rund 9.000 bis 5.000 Jahren in den Alpen (und auf der Nordhalbkugel insgesamt) Phasen gab, die womöglich so warm oder stellenweise sogar etwas wärmer waren als heute, ist in der Klimaforschung kein Geheimnis. Dieser Zeitraum wird als Holozänes Klimamaximum bezeichnet.
Die Baumfunde bestätigen genau diese Warmphase. Sie zeigen, dass die Baumgrenze damals deutlich höher lag und die Alpengletscher viel kleiner waren als heute oder zeitweise ganz verschwanden. [1, 2, 3, 4]

2. Der Unterschied liegt in der Ursache (Antrieb)

  • Damals (natürlich): Die Erwärmung im frühen Holozän wurde primär durch die Milanković-Zyklen angetrieben. Durch eine periodische Veränderung der Erdachse und der Erdbahn war die Nordhalbkugel der Erde im Sommer deutlich näher an der Sonne. Es gab schlicht mehr natürliche Sonneneinstrahlung in unseren Breitengraden. [1]
  • Heute (menschengemacht): Die aktuelle Erwärmung passiert trotz einer Phase, in der die太陽einstrahlung tendenziell leicht abnimmt. Der Treiber heute ist der rasant steigende Treibhauseffekt durch CO₂ und andere Treibhausgase. [1, 2]

3. Das Tempo der Veränderung ist beispiellos

Professor Christian Schlüchter betonte mit seinen Funden vor allem, wie extrem dynamisch das Klimasystem reagieren kann – sein berühmtes Zitat lautet, das Eis kam damals „quasi über Nacht“.
Der entscheidende Unterschied zu heute ist jedoch das Tempo der Erwärmung: Während sich das Klima im Holozän über Jahrtausende und Jahrhunderte veränderte, vollzieht sich die Kernschmelze der heutigen Gletscher global synchron innerhalb weniger Jahrzehnte. [1, 2, 3]

Was sagt der Entdecker selbst?

Christian Schlüchter geriet zeitweise in die Kritik, weil seine Ergebnisse in den Medien oft für klimaskeptische Narrative instrumentalisiert wurden. Er selbst stellte jedoch in Interviews klar: [1]

„Die Klimaerwärmung heute ist eine Tatsache [...] Es scheint auch, dass der Mensch spätestens so ab den 1950er-Jahren einen Einfluss hat. Mein Hauptanliegen ist es zu zeigen, dass das System Klima – Gletscher offenbar viel dynamischer ist, als vor ein paar Jahren noch angenommen wurde.“ [1]

Fazit: Die Bäume im Eis widerlegen nicht die Klimaforschung, sondern verfeinern sie. Sie beweisen, dass die Alpen extrem sensibel auf Temperaturveränderungen reagieren. Genau das macht die heutige, rasant steigende Erwärmung für das alpine Ökosystem und die Wasserversorgung so gefährlich. [1]

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Das mit dem Saharastaub im südlichen Rheintal ist nichts neues. Auch nichts "neuzeitliches". Die ganzen Lößböden der Vorbergzone am Rand des Schwarzwaldes wurden nach der Eiszeit durch Luftverfrachtung aus dem Süden angeweht. Diese äolische Sedimentation existiert schon seit Jahrtausenden.
Aber sie war vor ca. 20 Jahren und davor in unserer Zeit deutlich seltener als derzeit.

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Angeblich früher bei den Lößböden vom Westwind.
Habs aber nicht weiter nachgeschaut ob das stimmt. Jedenfalls durch Wind herbeigebracht.