Regelverzögerung beim Victron Multiplus

Man kann diese Verzögerungen „Ausschalten, wenn man die Geräte an AC-Out anschließt. Man kann den Netzbezug, der durch taktende Geräte entsteht ein wenig reduzieren, wenn man permanent etwas einspeist. Das werde ich im Sommer machen.

Ob EM24 oder EM540 ist eigentlich egal. Wir kommen damit halt nicht an den im GridCode festgelegten Beschränkungen vorbei.

Da hilft auch keine neue firmware.

@saugnapf und warum läuft's bei mir nun entsprechend zügig, mit deutschen Gridcode?

Es gab ja auch Bericht, dass es mit dem Fronius Zähler recht flott laufen soll.

In der Victron Community gab es auch diverse Berichte über eine schnellere Regelung mit anderen Zählern.

Das in dem Video wäre aber extrem schnell.

Der Fronius Smartmeter hat auch nur einen Wert pro Sekunde. Über http lässt er sich schnell abfragen, über Modbus ist es deutlich langsamer. An sich sollten 250ms drin sein, aber die Modbus Verbindung bei Fronius ist dermaßen langsam, dass es am Ende bis zu 500ms braucht. Also würde ich den Fronius Smartmeter gleichsetzen mit EM24. Habe das jetzt schon eine Weile so laufen und ja, es ist ab und an etwas hinten dran, ist aber nicht so schlimm. Selbst bei wechselhaften Solarerzeugung kommen nur 0.1-0.2kWh aus dem Netz. Ein erhöhter Aufwand hier um das schneller zu kriegen ist also eigentlich nicht nötig.

Läuft es denn wesentlich zügiger als mit dem EM24?

Wäre interessant, die gleiche Konstellation und gleiche Lasten einmal mit EM24 und einmal mit EM540 zu zeigen. Dann könnte man was dazu sagen.

Ein link auf ein YouTube Video ist da als Vergleich nicht geeignet. Ist ja auch nicht deine Anlage, oder?

Außerdem geht es ja um die Lasten im Hausnetz, nicht an AC-out. Im Video werden nur Lasten an AC-out geschaltet. Da haben wir das Problem mit der Regelverzögerung ja nicht, oder kaum.

Vielleicht könntest du dazu ein kurzes Video machen, also z.B. Wasserkocher an AC-in ein paar Sekunden ein- und wieder ausschalten? Dann könnte man sehen, ob es einen deutlichen Unterschied zum EM24 gibt.

Ich denke halt, dass es keine große Rolle spielt, ob das SmartMeter mit 1Hz oder 10Hz die Daten liefert. Nach einer Sekunde müsste ausgeregelt sein, wenn es daran liegen würde.

@stromsparer99 Ich denke das mit dem Vorgaben im GridCode ist sowieso nicht so durchdacht.

Wenn ich nun einen Wasserkocher anschalte, habe ich von jetzt auf gleich 2kW geschaltet, mit einer deutlich höheren Rate als 400W/s. Wenn ich den Wasserkocher wieder abschalte, passiert das gleiche nur mit anderen Vorzeichen. Warum sollte also der Batteriewechselrichter nicht ebenso schnell arbeiten dürfen.

Guckt man sich das Verhalten an (mal vereinfacht skizziert):

Langsame Regelung

Gegenüber der Schnellen Regelung

Die Energie, die das Netz für die Verbraucher bereitstellen, bzw Aufnehmen muss ist, bei der langsamen Regelung größer. Der Kurze Leistungspeak ist aber dennoch sichtbar, weil der Victron dennoch eine Verzögerung in der Regelung aufweist. Aus meiner Sicht ist die Schnelle Regelung sogar besser aus energietechnischer Sicht.

Die Peaks sind zwar noch dar, müssen durch die Trägheit des Netzes aufgefangen werden, die Energie hinter den Peaks wurde aber reduziert.

Mit Freundliche Grüßen, ihr Sessel-Energieexperte

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Ich habe das heute bei mir auch getestet, den 2,4KW Wasserkocher bekomme ich innerhalb 2 Sekunden auf ca. 400 Watt ausgeregelt, danach nochmal 2-3 Sekunden bis ca. 0

Hier ist die erwähnte höhere Regelgeschwindigkeit in den Release Notes für das Beta-Venus OS. Die Tatsache daß das ein MK3 Update voraussetzt deutet darauf hin daß die Kommunikationsgeschwindigkeit von Venus -> Multiplus zu langsam war. Na mal sehen wieviel es bei mir bringt, mein Smartmeter ist ein IR Lesekopf mit Tasmota auf dem ich das MQTT delay deaktiviert habe, dadurch updated es sekündlich.

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? Das klingt doch mal sehr vielversprechend!

Hier mal ein Vergleich der Grafana - Daten:

Langsame Regelung mit Cerbo v2.92:

Und Schnelle Regelung mit Cerbo v3.00

Die beiden Zeitausschnitte sind vielleicht nicht unbedingt vergleichbar. Dennoch ist meiner Meinung nach ersichtlich, dass mit der neuen Leistungsregelung das Ausregeln von plötzlichen Störgrößen (a.k.a. Verbrauchern) deutlich fixer geht.

Also ich sehe da gar nichts... Stell das mal in der gleichen Skalierung dar...

@niun

vielleicht sieht mans hier besser:
Regelung nach V3.00

Regelung nach V2.92

Hier hab ich mal bewusst nach Ereignissen gesucht, wo große Verbraucher zugeschaltet werden. Ich denke man sieht nun deutlicher den Unterschied. Mit der V2.92-Regelung hat es knapp 30s gedauert den Verbraucher zu kompensieren. Mit der V3.0 Regelung nicht mal 10s.

Video vom Zuschalten:

Video vom Abschalten

Und die Grafana Aufzeichnung dazu:

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Ui, das ist definitiv fix. Danke für die Info! Das ist der aktuelle RC, oder?

So, vielen Dank, @NordArne!

Sieht so aus, als könnten wir unsere bisherigen Erkenntnisse ("liegt nur am GridCode, kann man nicht ändern") über Bord werfen... {pear}:happy:

@niun korrekt

@saugnapf korrekt

So siehts bei mir aus mit EM24 RS485

Nach dem Urlaub würde ich auch mal in Bezug auf VenusOS V3.0 und dem shm-et340 Faker schlau machen und für die Allgemeinheit testen.

Im Changelog stehen mehr Informationen zu dem Thema:

[quote]

ESS: increase control speed of systems using todays supported meters (ET112, ET330, EM24, and also the ABB ones) a little. But, for faster meters, such as the EM540 which is not available yet, increase it very significantly. Requires updating the built-in MK3-chip, see next bullet.[/quote]

https://community.victronenergy.com/questions/164781/venus-os-v3004-available-for-testing.html
Wenn die Version stabil ist, kuck ich mal, ob es auch mit dem über die Fronius API angebundenem Smartmeter schneller funktioniert.