RCD (30mA) fliegt zu 80% wenn anderer Stromkreis eingeschaltet wird - Tipps?

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Kannst Du die Verdächtigen nicht einfach an einen anderen Stromkreis anschließen und so ein Ausschlußverfahren durchlaufen?

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Könnte ich - aber dann müsste ich mein Büro umbauen im Prinzip den Schreibtisch in einen anderen Raum verlegen. Puh eher nur also letzte Option, besser erstmal alles im Schrank testen.

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Warum so kompliziert? Versorg die verdächtigen Bürogeräte doch einfach über eine hinreichend lange Verlängerungsleitung, die Du an einen unverdächtigen Stromkreis anklemmst.

Und dann auch nochmal mit dieser langen Verlängerung an der ursprünglichen Steckdose. Denn selbst schon die Verlängerungsschnur kann alles verändern. Da kann es sogar wichtig sein, ob noch aufgerollt oder nicht.

Kannst du mal sagen, wieviele Kreise an der Orange markierten Stelle an den 300er RCD angeschlossen sind ? Und sind beide Betroffenen Kreise da angeschlossen ?

ROFL klar - ich hol mal die Kabeltrommel aus dem Keller :slight_smile: manchmal ist das offensichtliche...

Prinzipiell richtig, nur habe ich es für unwahrscheinlich gehalten das der LS Teil auslöst.

Die beiden Neutralleiter gegeneinander habe ich gerade mal gemessen schwankend im MOhm Bereich laut Multimeter.

Eins habe ich vergessen zu Erwähnen sollte aber nichts zur Ursache beitragen: Alle Kreise laufen über KNX Schaltaktoren mit Strommessung. Von daher kann ich sagen wenn licht im UG aus fließen auch 0mA auf der Phase (laut Aktor). Leider können die nat. keine Einschaltströme etc. messen und N ist auch außen vor.

Im Prinzip sind alle Verbraucher am 300mA RCD. Der hat aber noch nie ausgelöst - außer bei der Installationsmessung. Was vermutest Du?

Bilder (nur zur Illustration, das war während des Aufbaus) helfen ja manchmal. Kabel gehen über Reihenklemmen oben auf den Aktor, dann zum kombi RCD und dann geht es auf die Sammelschiene in der Mitte über den RCD, Zähler... zum Hauptverteiler.

Nichts. Für meinen Denkansatz müssen sie gemeinsam angeschlossen sein, sonst geht es nicht.

Ich kann auch noch eine Anekdote liefern. Bei uns flog auch der FI unvorhersehbar unregelmäßig. Waren 14 LS an einem FI, darunter eine CEE für mobile starke Verbraucher :wink:, zweimal Klimaanlage, Backofen und Kleinkram. Insbesondere die Truhe bereitete da ein wenig Kopfschmerzen bei Urlaubsabwesenheit. Eine Lösung muss her!

Also denkt Tim der Heimwerkerkönig: Zweiter FI bringt die Lösung wegen Aufteilung der potentiell vorhandenen Fehlerströme. Eingebaut und bei der Verdrahtung geflucht wie ein Kesselflicker. Gynäkologenfinger wären hilfreich gewesen. Alles eingeschaltet, klatsch, statt einem fallen beide FI reproduzierbar, wenn die Klima Strom bekommt. Lustigerweise fielen auch beide, wenn nur an einem die Prüftaste gedrückt wurde? Der Fachmann staunt, der Laie wundert sich.

Lösung: Alle Neutralleiter der Verbraucher die über den zweiten FI gingen, lagen noch zusammen geknüselt auf der gleichen Nullschiene, die auch den ersten FI bediente. Selten so ein Schamgefühl gehabt, als mir der Fehler klar wurde.

Nullschiene hab ich nicht. Was theoretisch möglich ist, ist das es in irgendeiner Abzweigdose eine Verbindung gibt. Werde def. mal alle nullleiter gegenseitig messen. Da alles auf Reihenklemmen liegt sollte das ohne astromnomischen Aufwand möglich sein.

Interessanterweise ist der RCBO gerade auch so geflogen und lässt sich jetzt auch nicht mehr einlegen - jetzt wird es komisch :frowning: also ist das Ding doch defekt (neue sind bestellt) oder es ist defekt und es gibt noch etwas anderes (das den Defekt ausgelöst hat) oder irgendwo stinkt es doch gewaltig nach Verkabelungsfehler (eher klemmenfehler). Die Dinger mögen ja manchmal auch nicht mehr halten, wenn die öfters hintereinander ausgelöst wurden...

Hab so gar keine Lust neu zu verkabeln - immerhin wäre es halbwegs machbar, da Flur und Verteilerschrank direkt nebeneinander liegen und man nicht durch mehrere Stockwerke muss - ich seh die Sauerei schon vor meinem Auge :frowning: . Aber erstmal gilt es die Quelle zu lokalisieren - evtl. doch noch etwas triviales. Ich schäme mich dann gerne wenn es hilft.

Ich würde mich auch nicht wundern wenn das eine sehr sehr spät Folge von einem Wasserschaden ist. Uns ist vor Jahren mal Wasser im EG aus einem kleinen Loch in der Leitung in die Wand getropft. Es hat sich dann ua. in einer Unterputzdose im UG gesammelt. Dort dann einen Verbraucher gebildet. Ich habs nur gemerkt weil die Wand gebrummt hat und an der Stelle warm war. 50% Chance das ein FI da geholfen hätte - 100% Glück gehabt das nicht mehr passiert ist.

Zum einen, du sollst nicht die Nullleiter gegeneinader Messen, sondern jeweils Nulleiter zu Schutzerde.

Zum anderen - sagtest du nicht, dass der Kreis, der abschaltet, nur ein paar Lampen hat - LED ?

Update. Gerade nochmal die Eingangspost gelesen. Löst aus, wenn die Lampen AUS sind. Löst nicht aus, wenn die Lampen an sind.

Das ist böse.....

Grübel......

Ah ich hatte das so verstanden, ich solle prüfen ob nicht die zwei Nulleiter eine Verbindung zueinander haben. Messung kann ich nachholen.
Aber ist N zu PE nicht (Teil der) die RISO Messung die überall OK war?

Ja hab ich, aber stimmt da ist noch eine Steckdose dran (nichts angesteckt, daher nicht erwähnt) und ein 230V Rauchmelder - den hab ich tatsächlich vergessen, hat mich aber gerade dran erinnert weil der Akku leer gemeckert hat.

RCDA oder rcdb?

Du meinst den Ring Christlich Demokratischer Akademiker? :slight_smile:

oder Auslösecharaktieristik? Die ist B16.

Anmerkung: Jetzt hat der RCBO (muss mir angewöhnen nicht mehr nur RCD zu schreiben) wieder gehalten. Nicht das am Ende doch der Rauchmelder mit reinspielt ... (der liegt gerade piepsend im Gartenhaus).

@endurance Carolus meint FI A oder B, kann der "nur" Wechselstrom Typ A, oder machen ihn Gleichstromanteile nicht nutzlos Typ B.

Ah nur Typ A - B habe ich an der Wallbox, die ist aber komplett getrennt angeschlossen.

N- PE nochmals gecheckt: wechselt zwischen >14MOhm und nicht messbar.

Ich würde da mit einem modifizierter Stecker und schaltbarem Leistungswiderstand 5 W Phase gegen Erde spazieren gehen. 22kOhm ergeben etwa 10 Miliampere, 10 KOhm 23 mA . Vermutlich fliegt der Schalter in jedem Fall da vorbelastet. Bei Unsymetrie Fehlern im RCD fliegt er auch bei hohen Schaltspitzen, elektronische Schaltnetzteile anstecken z.B.

Ich habe einen meiner drei Wünsche an eine gute Fee geopfert, die sagt: Sternpunktverschiebung durch offenen Nulleiter.

Keine Ahnung, was das bedeutet.

@hopfen Um zu sehen wo evtl. schon permanente Fehlerströme fließen? Denke ich werde mir dafür eine Leckstrommesszange kaufen.

Ja, gute Idee, mal prüfen, ab wieviel mA Ableitung jeder RCD schaltet. Dann weiß man, ob da nicht einer schon kurz vor dem Kippen ist, weil irgendwo schon die ganze Zeit Ableitströme fließen, die nahe am Schaltpunkt sind. Oder man findet zu früh schaltende RCDs.

Reicht zum Messen des aktuellen Fehlerstroms nicht jede normale Stromzange, durch den Nulleiter UND Phase geführt werden ?

Wenn vorhanden und die hinreichend gut auflöst, sollte das gehen.