Hallo zusammen,
ich verfolge die Diskussionen im Forum seit einiger Zeit und bin soweit, dass ich für unser Heim ebenfalls eine Klimaanlage anschaffen möchte und würde gerne euren Rat einholen bzgl. meiner Auslegung.
Was möchte ich / Was ist mir wichtig
Kühlung der Räume im Sommer während heißer Temperaturperioden
(Zu)Heizen der des Gebäudes in der Übergangszeit und nach Möglichkeit im Winter + Holzofen
An das Gebäude passen maximal 1 - 2 Aussengeräte, eins wäre mir lieber auf dem Balkon platziert im 2.OG
Integration in Home Assistant zur Steuerung und elektrischer Verbrauchsmessung
Dunkle Farbe für Innengeräte - vorzugsweise Daikin Stylish
Eckdaten des Hauses:
Wände: Liapor-Dämmstein mit Wärmedämmputz, U-Wert 0,26 W/(m²K)
Mir kommt die Heizlast recht hoch abgeschätzt vor angesichts des Verbrauchs. Unser RMH mit 3500 kWh/a laut Wärmemengenzähler fürs Heizen kommt maximal mal auf 2.5 kW, die allermeiste Zeit um ein kW herum.
Hallo zusammen und vielen Dank für die Antworten.
Wenn ich davon ausgehe, dass der Energieausweis stimmt und somit die 8200kWh/a stimmen, dann könnte ich doch sowas ähnliches machen wie:
H_t = (8205.15 kWh/a * 1000) / (HDD * 24)
in unserer Region liegen die Heizgradtage HDD bei ~3200 K * d/a
Damit komme ich dann auf einen globalen Transmissionskoeffizienten Ht zu
H_t = 106,8 W/K == ~107 W/K
Bei einer Auslegung auf 20°C innen und -12°C außen (dT=32K) komme ich dann auf
P_h_peak = H_t * dT == 107 W/K * 32K == 3.4kW
als Gesamt-Heizleistung. Beim Kühlen komme ich auf einen analogen Wert bei Annahme von 25W/m2. Wenn das ich das nun für die Räume im Verhältnis zur Gesamtfläche rechne:
Ich hab dasselbe AG mit 2x Perfera 2,0 und 1x Truhe 2,5 und 1x Emura 3,5 kW (2x Kinderzimmer 1x Schlaf im OG und 1x Wohnzimmer im EG) und das klappt gut.
Bei 65m² zu kühlender Fläche und der Wurfweite der Kaltluft wirst Du möglicherweise ein Kälteinsel im Raum produzieren. Wir haben uns im WZ für zwei IGs entschieden und die Entscheidung war für unseren Anwendungsfall goldrichtig.
Hallo zusammen, @win danke für den Tipp mit den Beiträgen bzgl. Probleme mit Quad-Split. Soweit es geht, verstehe ich die Problematik langsam.
Daher werde ich deinem Rat folgen und versuchen zwei Dual-Split Anlagen aufzubauen.
@jogobo danke für die Info bzgl. Wintergarten. ich befürchte das wird bei uns ähnlich aussehen, da der Wintergarten in Summe 3 große Glasflächen hat, die zwar von Innen als auch Außen beschattet sind, jedoch voll nach Süden schauen. Wahrscheinlich wird sich ein IG tatsächlich schwer tun . @jogoboWie groß habt ihr die IGs im Wohnzimmer gewählt?
Falls meine halb-gare Rechnung nur im Ansatz stimmen sollte, so komme ich auf folgende Konfiguration:
Anlage 1 macht mir noch ein wenig Sorgen, da ich denke diese ist eher zu klein gewählt.
Vielleicht wäre ein AG: 2MXM50A9 und für Wohnzimmer ein FTXTA35A und für das Dachgeschoss ein FTXTA25A notwendig um vor allem genügen Kühlleistung im Sommer zu bringen.
Da du auch heizen willst, dringende Empfehlung: Truhe statt Wandgerät.
Oder Wandgerät unten in Kniehöhe montieren. Ist besonders in Schlafzimmern relevant, wenn das IG nachts möglichst leise laufen soll.
Sonst hast du Decke warm und in Betthöhe 2-3 Grad kühler. Außerdem sind die Daikin Truhen eine Spur leiser als die Wandgeräte, jedenfalls bei meinen Perferas
Außerdem geht im Schlafzimmer auch nichts über Single Split, denn das Problem ist die Teillast in der Übergangszeit. Singel Split kommt viel weiter runter mit der Leistung (130 Watt zu 400 gegenüber meiner 2MXM50) - da taktet das IG viel seltener. Habe meine Anlage in den Schlafzimmern extra nochmal auf Single umbauen lassen...
Interessante Grafik. Ist das die Kühlleistung gemäß Daikin in kWh oder der tatsächliche Verbrauch? Wenn ersteres, was ich vermute, wie viel hast Du in kWh tatsächlich verbraucht?
Die Daten sind auf Basis der Eurovent COP- und SEER-Werte anhand des tatsächlichen Stromverbrauchs ermittelt. Deshalb ist die Kühlleistung in kWh auch nicht zu 100% korrekt, lässt aber eine grobe Einschätzung zu.
Der tatsächliche Stromverbrauch wird über einen separaten Zähler ermittelt und sieht so aus:
Das ist eine Aussage für Kunden, die mit Fragen nerven.
Technisch gesehen natürlich Unsinn. Der Inverter hat einen Arbeitsbereich und eine unterste Modulationsgrenze und man hat irgendwo Sprünge. Es gibt also größere Geräte, die haben noch eine ähnlich niedrige Modulationsgrenze und andere, da springt die Modulationsgrenze stark nach oben. Und das kann dann relevant werden für den Alltag, weil die Anlage dann deutlich mehr taktet.
Konkret musst du dir das über Eurovent Daten genauer anschauen. Dazu brauchst du auch die genaue Gerätebezeichnung.
Danke @win,
Falls ich Eurovent richtig begreife, steht da für eine 2MXM40A9 eine Untere Grenze zu 1.06 kW (Pc PL CondD), während die 2MXM50A9 auf minimal 1.91 kW (Pc PL CondD) moduliert? Die Gerätekonfiguration habe in der Datenbank so ähnlich gewählt, wie es halt geht.
da sind ~850W dazwischen
Laut Datenblatt der MXM-A9 Serie kann das 2MXM40A9 eine max. abschließbare Innengeräteleistung von 6kW.
Das entspräche den vom Fachmann vorgeschlagenen 3.5kW im Wohnzimmer + Wintergarten, als auch den 2.5kW im Dach, jedoch an einem deutlich kleineren AG.
Die Frage, der Fragen:
Innengeräte nach meiner obigen möglicherweise laienhaften Rechnung dimensionieren, oder nach dem Auge des Installateurs (er hat nix gerechnet)?
Das kleinere oder größere Aussengerät nehmen bei 2.5kW und 3.5kW Geräten und somit die max. Leistung ausschöpfen?
Sind zu groß gewählte Innengeräte bei kleinem Aussengerät wirklich ein Problem?
Wir brauchen keine Kühlschranktemperaturen daheim, sondern lediglich eine angenehme Abkühlung im Sommer und im Winter eine Möglichkeit die Verwendung der Gasheizung soweit wie möglich zu reduzieren und stattdessen elektrisch zum Holzofen dazu zu heizen.
(ich möchte euch nicht weiter nerven in diesem Thread, bin jedoch sehr dankbar für euren Input)
VG
Ich kann dir nur aus eigener Erfahrung berichten, dass wir bei unseren Kindernzimmern (auch ca. 15 m2 jeweils) (Dachschräge Südseite) eine 2 kW Perfera und eine 2,5 kW Perfera-Truhe haben. Das reicht locker aus um das auf 20 Grad auch bei heißen Außentemperaturen (kürzlich 36 Grad) runterzukühlen (tiefer habe ich noch nicht ausprobiert). Ich habe es natürlich jetzt noch nicht ausprobiert, was ist, wenn ich die Verschattung der Dachflächenfenster und der regulären Bodentiefenfenster aufmache, dann könnte es ggf. natürlich schwierig werden, aber das halte ich auch für Quatsch.
Von daher würde ich hier sagen, dass ein 2 kW Gerät auch ausreicht.
Aber es kann auch sein, dass die 2 kW und die 2,5 kW-Geräte sich mit "nach unten hin" nicht großartig unterscheiden, das können andere hier besser beurteilen.
Ansonsten finde ich, dass man einem Installateur auch seine Erfahrung zurechnen muss (wo du sagst, er hat nicht gerechnet). In meinem Job "weiß" ich manche Sachen halt auch einfach, wo Berufsanfänger oder Jobfremde irgendwo nachgucken müssen.
Wenn die Werte so stimmen, siehst du schon den großen Unterschied, wie weit die runter modulieren. Insofern gilt: Wenn die 4kW reicht, dann hat das große Vorteile.
Das AG limitiert dann die Leistung. Und dran denken, dass die bei niedrigen Temperaturen deutlich weniger Leistung hat. Kannst du ja auch am TOL lt. Eurovent sehen. Da musst du nachrechnen, ob das reicht.
Grundsätzlich gilt: Je genauer du rechnest, um so besser kannst du das passende Gerät auswählen. Deine Berechnungen scheinen ja schon ganz brauchbar. Mit U-Wert von 0,26 für die Wände hast du ja schon ein recht gut gedämmtes Haus.
Gibt noch einen anderen Daumenwert: Bei 0 Grad sollten die IGs so im Bereich 1000-1500 W Heizleistung bringen müssen, um effizient zu sein. Kannst ja mal checken, ob das reicht bei deine Auslegung.
Hallo Leute, ich bin wieder einen Schritt weiter und stehe vor der Frage der Leitungsführung der Kältemittelleitungen im Haus.
Ich hatte mir gedacht die Leitungen in einem Schlitz durch den Putz zu legen und oben drüber ein Akustikpanel zu legen. Sieht schick aus, aber irgendwie habe ich ein schlechtes Bauchgefühl bzgl. Kondensatbildung.
Dabei denke ich einen Denkfehler zu haben bzw. mir zu viele Sorgen zu machen.
Folgende Parameter:
Saugleitung 3/8” hat aussendurchmesser r1 = 4.76mm