In aller Regel hast du keine Kondenswasserprobleme, wenn die Leitungen in der Standard-Rohrdämmung liegen. Die sind doch genau dafür gemacht, dass man die problemlos verlegen kann, ohne sich um Kondensat keine Gedanken machen zu müssen.
Ja, zwischen Dämmung und Rohr mache ich mir ja auch keinen Kopf. Das Problem ist die Außenseite der Dämmung. Diese kühlt im Sommer unter den Taupunkt und damit auch der Bereich der Wand.
Das macht mir die Sorgenfalten! im Kabelkanal aufputz hast du noch Luft zwischen den Rohren und der Wand als guten Isolator.
Ich meinte es schon so, dass das alles so ausgelegt ist, dass es in aller Regel kein Problem gibt. Es ist doch völlig normal, dass Kälteleitungen überall langgelegt werden: In Kanäle, hinter Rigips, hinter Dämmungen und auch verputzt. Da macht kein Fachbetrieb irgndwelche zusätzlichen Dämmmaßnahmen.
Selbst wenn da bei 25 Grad es mal leicht feucht werden sollte, ist das im Sommer ganz schnell wieder weggetrocknet.
Ich habs mal mit Ubakus berechnet, da könnte es in der Tat schon passieren. Wobei die 5 Grad auch schon recht niedrig sind.
Kannst dem noch etwas entgegenwirken: Auf den Putz nochmal 5mm Schaum, den man sonst hinter Heizkörper klemmt. Da ist auch eine Folie drauf als Dampfsperre. Darauf dann deine Akustikpanele. Vielleicht kannst du es auch erstmal beobachten.
Wie gesagt ich bin „ein wenig“ ratlos.
Ich achte penibel bei meinen Projekten darauf, dass es langfristig gut wird und nicht mir unfreiwillige Projekte beschert.
Die Wand ist nur 11.5cm stark und auf der Rückseite ist das Bad. Falls meine Befürchtungen stimmen würden, wäre das eine schwierige Situation ![]()
kein Plan wie ich das lösen soll.
Und die willst du schlitzen?
Wenn es oberflächeneben versenkt sein soll, muss der Schlitz mindestens 30 mm tief sein, d.h. nicht nur Putz, sondern auch den Stein. Die Kondensatleitung + zusätzliche Dämmung dürfte noch ein wenig mehr Platz beanspruchen.
11,5er Wände sollten gar nicht geschlitzt werden -> https://mauerwerk.online/wp-content/uploads/2020/03/ZDB_Schlitze-und-Aussparungen.pdf
Das reicht nicht. 3/8 Rohr inkl. Isolierung ist schon 27 mm und es braucht mindestens 10mm Putz darüber. Da ist man dann schon bei 37-40mm.
Ich glaub, du musst hier eine Besonderheit berücksichtigen: Du hast eine relativ dünne Kälteleitung, die sich von allen Seiten rundherum Wärme holen kann. Das verändert die Situation deutlich. Wie hast du denn deinen Taupunkt berechnet?
Ich bin mir recht sicher, dass es sich um ein Scheinproblem handelt, was sich auflöst, wenn du es korrekt durchrechnest.
Wo ich allerdings aufpassen würde: Eine hochwertige Qualität von Kälteleitungen zu nehmen, wo die Dämmung wirklich rundherum gleichmäßig ist. Bei meine Armacell-Leitungen, die ja eigentilch auch schon bessere Qualität sind, war das nicht der Fall, da war die Dämmung teils einseitig stark eingedrückt.
Hab mal die KI gefragt, die meint, bei 25 Grad und 65% Luftfeuchte liegt der Taupunkt bei 18 Grad, aber die Wand ist schätzungsweise 22-23 Grad warm, also auf der Seite, wo z.B. Gipsputz drauf ist. Die andere Seite wäre ja noch deutlich wärmer. Berechnet mit 5 Grad Temperatur der 1/4 Zoll Kälteleitung (Flüssigleitung, die ja deutlich kälter ist, als die dickere Sauggasleitung).
import math
def berechne_taupunkt(T_luft, rF_luft):
"""Berechnet den Taupunkt nach der Magnus-Formel."""
a = 17.27
b = 237.7
# Berechnung des Hilfswerts alpha
alpha = ((a * T_luft) / (b + T_luft)) + math.log(rF_luft / 100.0)
return (b * alpha) / (a - alpha)
def plausibilisierung_klimaleitung():
# --- Randbedingungen Kühlen (Sommer) ---
T_raum_sommer = 25.0 # °C
rF_raum_sommer = 60.0 # %
T_fluid_kalt = 5.0 # °C (Kältemittel Vorlauf)
# --- Randbedingungen Heizen (Winter) ---
T_raum_winter = 20.0 # °C
rF_raum_winter = 50.0 # %
T_fluid_warm = 45.0 # °C (Kältemittel Heißgas)
# --- Geometrie und Material (1/4" Rohr mit 9mm PE-Schaum) ---
d_rohr_aussen = 6.35 / 1000 # 6,35 mm in m
r_innen = d_rohr_aussen / 2.0
d_daemmung = 9.0 / 1000 # 9 mm Dämmstärke in m
r_aussen = r_innen + d_daemmung
lambda_daemmung = 0.040 # W/(m*K) für PE-Schaum
# Zylindrischer Wärmedurchlasswiderstand (bezogen auf 1m Länge)
R_daemmung = math.log(r_aussen / r_innen) / (2 * math.pi * lambda_daemmung)
# Vereinfachter Wärmedurchlasswiderstand des Akustikpaneels
# Annahme: R-Wert ca. 0.5 m²K/W, linearisiert auf Einflussbreite 0.1m
R_paneel = 5.0 # mK/W (Grobannahme für 1D-Ersatzmodell)
# --- Berechnung Kühlen ---
tp_kuehlen = berechne_taupunkt(T_raum_sommer, rF_raum_sommer)
q_kuehlen = (T_raum_sommer - T_fluid_kalt) / (R_daemmung + R_paneel)
T_oberflaeche_kuehlen = T_fluid_kalt + q_kuehlen * R_daemmung
# --- Berechnung Heizen ---
tp_heizen = berechne_taupunkt(T_raum_winter, rF_raum_winter)
q_heizen = (T_fluid_warm - T_raum_winter) / (R_daemmung + R_paneel)
T_oberflaeche_heizen = T_fluid_warm - q_heizen * R_daemmung
# --- Ausgabe ---
print("=== BETRIEB KÜHLEN ===")
print(f"Taupunkt Raumluft: {tp_kuehlen:.1f} °C")
print(f"Oberflächentemperatur Dämmung: {T_oberflaeche_kuehlen:.1f} °C")
if T_oberflaeche_kuehlen < tp_kuehlen:
print("-> ACHTUNG: Tauwasserfalle! Oberflächentemperatur liegt UNTER dem Taupunkt.")
print("\n=== BETRIEB HEIZEN ===")
print(f"Taupunkt Raumluft: {tp_heizen:.1f} °C")
print(f"Oberflächentemperatur Dämmung: {T_oberflaeche_heizen:.1f} °C")
if T_oberflaeche_heizen < tp_heizen:
print("-> ACHTUNG: Tauwasserfalle!")
if __name__ == "__main__":
plausibilisierung_klimaleitung()
Der TE wollte mit Akustikpanelen abdecken, d.h. die Rohrleitungen müssen nur oberflächenbündig in der Wand verschwinden.
Trotzdem bleibt das, inklusive der Taupunktproblematik alles sehr theoretisch. Beim Verlegen der Leitungen stellt man dann fest, dass sich schon mal ungewollte "Beulen" bilden -> entweder alle 15 cm ein Stück Montagelochband drüberdübeln, um das Rohr in sein Bett zu zwingen, oder den Schlitz entsprechend tiefer anlegen.
Taupunkt kann man rechnen, aber wie groß ist ein möglicher Feuchteausfall dann wirklich? Es geht um Luftfeuchtigkeit, die kondensieren kann und nicht um eimerweise an die Wand geschüttetes Wasser. Beim entsprechenden Raumklima im gesunden Bereich verdunsten solche geringen Mengen problemlos in die Raumluft.
Ich sehe die Schwierigkeit in dem "Schlitzen" der 11,5er Wand - je nach Bauart und Position können Schlitze da ungünstig für die Standfestigkeit sein, siehe Link oben.
Was mir nicht in den Kopf will:
Wenn man das ästhetische Problem mit Kabelkanälen oder Abkastungen hat, warum nicht eine dünne Vorsatzschale vor die gesamte Wand? Bei einer Wandlänge von angenommen 3,50 m und einem Aufbau von 5,5 cm - 40 mm Lattung oder Schienen + 1,25 cm Gipskarton - verliert man ~ 0,2 m². Das sollte einem die Optik wert sein.
Außerdem kann man in dem "Hohlraum" fast beliebig die Leitungen verlegen, Bögen und Schleifen für die Lieblings-Anschlussposition sind machbar und eine Dampfbremse über die gesamte Konstruktion wäre auch denkbar.
Großen Dank euch für eure Rückmeldungen und dass ihr mir hierbei helft.
Ich habe eure Ratschläge aufgegriffen.
So schaut’s nun aus. In Grün ist die besagte Wand, in Rot die Leitungsführung.
Von der Seite würde die Konstruktion dann ungefähr so aussehen:
Ich habe auch mal die “allwissende” KI befragt mit folgender Antwort:
Empfohlene fachgerechte Lösung
Das Zusammenpressen und Umwickeln werkseitig gedämmter Leitungen ("Bastellösung") entspricht nicht den anerkannten Regeln der Technik.
Werksdämmung entfernen: Das Tubolit muss von den Kupferrohren komplett entfernt werden, da PE-Schaum für diesen Einsatzbereich unter Innendämmungen bauphysikalisch ungeeignet ist.
Einzeldämmung (Kälteschläuche): Beide Kupferrohre (1/4" und 3/8") müssen einzeln in diffusionsdichte, nahtlose Kältedämm-Schläuche (z.B. AF/Armaflex AF-2 oder AF-3, mind. 13 mm Dämmdicke) eingeschoben werden.
Keine gemeinsame Bündelung: Die Leitungen dürfen nicht mit Klebeband zusammengepresst werden, um Lufteinschlüsse (Zwickel) zu vermeiden.
Platzbedarf: Ein fachgerecht gedämmtes 1/4" Rohr mit 13 mm Armaflex benötigt ca. 32 mm Tiefe. Ein 3/8" Rohr benötigt ca. 35 mm Tiefe. Nebeneinander benötigen sie spannungsfrei ca. 70 mm Breite und 35 mm Tiefe.
Die Stoßkanten der Schläuche sind mit dem systemzugehörigen Spezialkleber (z.B. Armaflex 520) vollflächig und dampfdicht zu verkleben.
Falls das alles so stimmen sollte, da dürfte man ja gar keine Klimaleitungen Unterputz verlegen. Irgendwie kommt mir das alles mittlerweile Banane vor.
Der Apparat empfiehlt ausdrücklich die Verlegung in einem Kabelkanal auf der “warmen Seite” des Raums. Ein Kabelkanal an die Wand schrauben, dort die Leitungen verlegen und unten Bündig die Akustikpanele anschrauben.
Eine Kondensatpumpe werde ich wohl auch noch brauchen bei der Länge, da ich das Gefälle nicht sicherstellen kann.
Wie ich oben schon geschrieben hatte, ist glaube ich deine Berechnung nicht stimmig. Vermutlich hast du in der Logik von Flächen gerechnet, eine Leitung verhält sich anders. Da hast du einen Wärmefluss in alle Richtungen, also 360 Grad und nicht nur in eine Richtung, wie bei Flächen.
Was die KI schreibt, erscheint mir nicht stimmig, wobei ich nicht weiß, was du überhaupt gefragt hast. Natürlich darfst du die Dämmung nicht stark pressen, weil du damit ja die Dämmwirkung verlierst. Aber umwickeln bedeutet ja noch nicht pressen. Wie kommt da das Thema "zusammenpressen" überhaupt her? Hattest du das irgendwie vor?
Umwickeln mit PVC Band, wie auch in der Daikin Anleitung steht. Habe das als Kontext mitgeben.
Danke @win , da ist tatsächlich ein massiver Denkfehler drin. Ich habe tatsächlich als “Fläche” gerechnet. Jetzt komme ich bei der Wand (Sommer, 28°C Raum, T_Rohr=7°C) auf:
| Bauteil | Min. Temperatur | Kondensat ab |
|---|---|---|
| Rohr-Außenfläche (Turbosplit) | 20,2°C | ≥ 75% rF |
| Wand-Oberfläche (Kanalseite) | 24,1°C | ≥ 79% rF |
| Panel-Rückseite (Filz/MDF) | 26,2°C | ≥ 90% rF |
Solange die Rohrdämmung intakt ist und ggf. zusätzlich die Seiten des Kabelkanals abgedichtet sind, passiert da nix.
Mal wieder viel Wind um nix.
Danke euch für die Ratschläge mit der zusätzlichen Installationsebene, der Thematik bzgl. Schlitz in dünner Wand und alle weiteren Tipps. Das hat mir sehr geholfen!
Ich werde berichten, sobald es weitergeht!
P.S. Auf diese Kondensatpumpe habe ich jetzt schon keine Lust ![]()
Keine Chance, das Kondensat zum Bad hin in eine vorhandene Abwasserleitung abzuführen? Wäre wenn der kurze Weg und erspart dir eventuell die Pumpe.
Da hat die KI falsch interpretiert. PVC Band umwickeln ist völlig normal und komprimiert die Leitungen auch so gut wie nicht, wenn man es richtig macht. Also nicht zu stramm. Eher wie eine Binde um den Arm.
Dann muss man hier aber irgendeinen Siphon haben sonst wird es stinkig.
Ich habe mal so aspen silent+ mini angeschaut. Falls nur die Hälfte der Werbeversprechen stimmt, wäre das eine Option mit 16dB. Mal schauen, kostet aber 20% vom innengerät ![]()
![]()
Entweder den Kondensatschlauch mit "Wassersack" verlegen oder etwas aus dem Campingbedarf -> https://www.campingwagner.de/de/p/33627?utm_campaign=froogle_33627&utm_source=froogle&utm_medium=CPC&utm_content=textanzeige&campaign=froogle&gad_source=1&gad_campaignid=22591353833&gclid=CjwKCAiAzZ_NBhAEEiwAMtqKyy6DN6Xn5S4SuXuMKdINtbfFHHsLUsO6p_RbJS-HO5NsaI4ptr_NVxoCHI0QAvD_BwE
Hatte ich auch auf dem Schirm, ging glücklicherweise ohne. Nachteil vom "Flüstergerät": Die sind gegenüber normalen Lebens- und Wohngeräuschen so leise, dass man nicht hört, wenn sie mal ausfallen -> man sieht es erst dann, wenn die Kondensatwanne überläuft und die Brühe die Wand runter suppt.
(2 Stück beim Nachbarn haben versagt, Gipskartonwand und Laminat fanden es erfrischend
)
Wird im Winter im Heizbetrieb aber gammeln oder trocken fallen (=> stinkt wieder).
Aus dem Kondensatschlauch mache ich dir einen Siphon, der in 2 Jahren nicht trocken fällt. Einfach eine tiefere Schleife legen, bei Bedarf mit dem Heißluftgerät besser formbar machen.
Frage wäre, und da wirds dann wieder arg theoretisch, wieviel Wasser über eine definierte Oberfläche ohne Luftbewegung in welcher Zeit verdunstet. Kann man ausrechnen, für eine Heizperiode aufaddieren und den Wassersack entsprechend groß/tief auslegen. Die üblichen Siphons dürften weniger Sperrflüssigkeit beinhalten.

