Raketenmasseofen braucht ca. 80 bis 90% weniger Heizmaterial im Vergleich zu einem herkömmlichen Holzofen

Der Rocket Mass heater verbindet drei wichtige Konzepte der Holzheizung. Die hohe Verbrennungstemperatur, den Wärmespeicher und die niedriege Rauchgastemperatur.

Alles nichts wirklich Neues. Wärmespeicher und niedrige Rauchgastemperaturen wurden seit Jahrhunderten in verschiedenen Ländern und Kulturen unterschiedlich umgesetzt. (Kachelofen, Grundofen, Specksteinofen, etc.) Diese werden ja in den verlinkten Videos auch angesprochen und als "masonry stuff" (masonary heaters) bezeichnet.

Das eigentlich Neue an dem Rocket Mass Heater ist, bzw war, die hohe Verbrennungstemperatur. Diese war in den traditionellen Bauformen aufgrund der fehlenden Materialien und der fehlenden sekundären Luftzufuhr nur begrenzt möglich.

Es ist schade, dass die Videos von diesen 1/10 Werten sprechen. Das rückt das ganze natürlich in eine zweifelhafte Ecke. Aber die Gründe, die diesbezüglich angeführt werden sind sicher nicht falsch, auch wenn in der Beurteilungen vermutlich nicht so gravierend.

Es gibt ja auch Beispiele, von installierten Wärmepumpen, die völlig fehlgeschlagenen sind. Warum also nicht auch vereinzelte Erfolgsgeschichten über den Rocket Mass Heater. Man muss das Ganze ja auch in dem technichen und soziokulturellen Setting der USA verstehen.

Wir können unser Haus mit Mini-Splits (LLWP), Pelletskamin und Holzöfen heizen. In Vorbereitung auf den Winter 2022 habe ich alle Optionen mal "durchgerechnet". D.h. die Energie und die Wirkungsgrade der einzelnen Quellen in eine Excel-Tabelle getan und dann Preise und Aussen-Temperaturen ermittelt, ab wann welche Heizmethode vorzuziehen ist.

Ich bin zu dem Schluß gekommen: man muss testen. Man muss es wirklich ausprobieren und Erfahrungswerte sammeln. Einfach theoretisch rechnen bringt wenig.

Man heizt das Haus nicht in gleicher Weise mit den unterschiedlichen Methoden. Daher läßt es sicht nicht ausschließlich "energetisch" berechnen.

Was Andreas oben schreibt, kann ich wirklich bestätigen: die Wärmepumpe, bei uns zuhause die Mini-Splits, sind nahezu unschlagbar. Sowohl von den Betriebskosten, als auch ökologisch. Selbst bei einem ungünstigen Strom-Mix.

Wir haben einen dynamischen Stromtarif und es sind bisher in dieser Heizperiode wirklich nicht viele Tage gewesen, wo Pellets konkurrenzkräftig waren. Pellets sind in Schweden deutlich teurer als in Deutschland. Bei Holz kommt es wirklich darauf an. Wir erstellen unser Brennholz selber. Aber umsonst ist es deswegen ja nicht. Es hat einen Wert. Im Zweifel könnte ich es ja verkaufen. Ich setze daher immer einen kalkulatorischen Preis an.

Bisher habe ich fast ausschließlich Holz aus Pflegemassnahmen verbrannt. Z.b. Hasselbüsche, die ich gestutzt habe, da diese die PV Anlage verschattet haben usw. Wenn ich diese nicht selber verwerte, dann gehen diese ins kommunale Fernwärmewerk.

In Schweden haben wir einen grossen Zuwachs an Wald. Gleichzeitig verbessert sich die Qualität des Waldes. Brennholz kommt immer aus "lokalen Quellen", Pellets wird aus Abfällen aus den Sägewerken hergestellt. Keine Importe. Das ist in anderen Ländern wirklich anders. Pelletsimporte aus den USA oder dem Baltikum. In Holland gibt es ein von der EU gefördertes Fernwärmewerk, welches mehr Holz verbrennt, als überhaupt in Holland im gleichen Zeitraum nachwächst. Also in einem Werk.

Aber Holzöfen haben ein Partikelproblem, das muss man im Hinterkopf behalten.

Mit der 1979er Genfer Luftreinhalteabkommen (LRTAP) ist die Weltgemeinschaft wirklich einen grossen Schritt nach vorne gekommen. Man konnte Wirtschaftswachstum von Umweltverschmutzung entkoppeln.

Wäre schön, wenn die Energiewende ein Erfolg wird. Dieses Forum und die Mitglieder sind ja ein positiver Beitrag dazu.

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Es ist immer noch die Frage mit was man vergleicht.
90% Wirkungsgrad kann ja durchaus sein.
Auch ein Lagerfeuer fällt unter die Kategorie Holz Verbrennung - Ofen
Da würde ich 1/10 Verbrauch sogar abnehmen.

Vielleicht ist das ganze auch ein Übersetzungsfehler über mehrere Stufen.

KI ist super, ein schneller Assistent, aber die Aussage muß man immer selbst prüfen wieviel Wahrheitsgehalt in der Aussage steckt.
Die KI müsste sich selbst anhand von techn. Grundlagen nochmals überprüfen.

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bei der "geförderten Holzvernichtungsanlage" sind aber bestimmt Filter eingebaut, der böse Feinstaub wird abgefangen. Ändert aber nix an der Tatsache, dass Wärmepumpen und Split Klimaanlagen , die mit Strom von PV Anlagen und Windräder versorgt werden, besser wären.

Mag sein, dass sich in Schweden die Qualität des Waldes verbessert. In Deutschland und den weiter südlichen EU Ländern ist durch Klimawandel + Schädlingsbefall das Ende des bisherigen Waldes/Baumarten absehbar. Wenn der Mensch nicht eingreift und hier Bäume pflanzt, die das warme Klima vertragen, dann verschwindet der Wald. Und mittels Waldbränden werden enorme Mengen Feinstaub in die Luft abgegeben. Weil man das Holz ja nicht mehr im Ofen verbrennen darf. Da das Schadholz nicht für Möbel und Bauholz verwendet werden kann, muss es im Wald bleiben, bis es dort verbrennt.

Ok, wenn man einen neuen Ofen kauft, der am ende nicht weniger Feinstaub in die Luft bläst, darf man weiterhin Holz im eigenen Ofen verbrennen.

In Regionen wie Allgäu wird viel mit Holz geheizt. Gibt es dort keine Wälder mehr ? Oder viel mehr tote durch Staublungen ?
Für mich gibt es keinen Grund, die Öfen dort zu verbieten.

P.s. neue Öfen haben auch keine Filter...
Wichtig ist ein heißes Feuer und ein hoher Brennraum, das bietet der Raketenofen :wink:

Das meiste Feuerholz kommt von Plantagen, die aufgrund ihres Alters von Idealisten als Wald bezeichnet werden
(z.B. die Fichten Monokulturen auf dem Brocken)
Leider wird jedoch auch illegal aus anderen Wäldern Holz geschlagen (Buche, Eiche, etc.)
Pellets sind eine Gute möglich Nadelholz, das der normale Ofenheizer nicht benutzen will, zu verwerten. (Ich heize fast ausschließlich Fichte, da ich die aus meinem mini Wald komplett raus haben will)

Mein Vorschlag wäre für alle die nachhaltig mit Holz heizen wollen, gründet eine "Energiegenossenschaft" kauft schlechte Ackerstandorte und pflanzt Kurzumtriebsplantagen.
Hackschnitzelheizungen gibt's für diesen Zweck am Markt. Hier im Norden ist Holzheizen derzeit die einzig wirtschaftliche Möglichkeit die "Sommersonne" in den Winter zu retten.

Bei Interesse, was zum lesen
https://www.3-n.info/media/4_Downloads/pdf_enrgNtz_Hlz_KUPBroschuere_101004.pdf

Oder ein paar Infos als Video

https://m.youtube.com/watch?v=0vAYPkqPeYM&pp=ygUWS3VyenVtdHJpZWJzcGxhbnRhZ2VuIA%3D%3D

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