PV Erweiterung

Hallo,

wir haben bereits eine PV Anlage mit einem Gen24 10KV, einem 14kWh byd Hochvoltspiecher, einem Wattpilot + Smart Meter.
Zusätzlich hab ich auf dem Schuppendach ein 2kWp Balkonkraftwerk installiert.

Wir würden gerne unsere Anlage erweitern um weitere 10kWp (20 Module). Hierfür benötige ich noch einen WR. Ursprünglich hatte ich an einen Fronius Symo gedacht, weil wir dann alles aus einem Haus hätten.
Mir kam jetzt aber auch der Gedanke, dass man einen WR nimmt, der 48 Volt LFP Niedervolt akkus laden kann. Die 14kWh NVAkkus gibt es ja schon fertig für 1500 Euro.

Die Anlage kommt hinter einen neuen Stromkasten im Anbau, bleibt aber im gleichen Hausnetz. Brauche ich da einen weiteren Smart Meter oder irgendwas, um die Kommunikation des Speichers/WR mit dem bestehenden System zu regeln?

Kann mir hier hier jemand weiterhelfen?

VG und ein schönes Wochenende,

Sebastian

Das funktioniert auch wenn der Gen24 nicht mit dem zusätzlichen WR kommuniziert.

Er sollte nur laden von AC erlaubt haben. Wobei das ja in deiner jetzigen Situation auch schon Sinn macht.

Die Datenerfassung stimmt nicht, der Gesamtverbrauch im Solarweb ist um die Erzeugung der anderen WR reduziert. Evtl. bekommst du sogar negativen Verbrauch angezeigt.

Wenn du einen LV-WR mit interner Messung nimmst und die Unterverteilung durchschleifst, brauchst du nicht mal einen zweiten Smartmeter.

Danke für die Info.

Kann man das denn in SolarWeb irgendwie auch richtig anzeigen lassen oder brauche ich dann eine alternative Softwarelösung?

Ich hätte hier noch einen proxmox-Server mit Home Assistant VM, falls man da was mit machen kann.

Welche WR kommen denn für das Vorhaben in Frage?

Mit Homeassistant kannst du Fronius gut auswerten.

3-phasige Deye LV sollten alles können was du brauchst.

Überschuss des Gen24 könntest du auch mit Homeassistant in den 48V Speicher laden.

An den Gen 24, 10 kW hängt zurzeit nur die 2 kWp? Dann kannst Du die 20 Module auch daran anschließen. Achte nur auf die String-Spannung oder teile es auf. Oder liegen die anderen Module völlig woanders?

Ich habe vergessen zu schreiben, dass an dem Gen 24 11,7 kWp hängen.

Die 2 kWp haben ihren eigenen 800Watt WR.

Für die weiteren 10kWp würde ich dann mal sowas in Betracht ziehen. Deye Hybrid Wechselrichter | 10kW | LowVoltage | SUN-10K-SG05LP3-EU-SM2 | dreiphasig

OK und was machst Du mit der BYD Hochvolt-Batterie? verkaufen?

(nein... zwei unterschiedliche Hybrid-WR in der gleichen Hausverteilung willst Du nicht)

Ich hatte naiverweise gedacht, dass der GEn 24 die Hochvoltbatterie speist und entlädt und der zweite WR nimmt die neuen PV Strings und lädt und entlädt die NV Batterie, wenn es gebraucht wird.

ja das sieht nur auf den ersten Blick einfach aus,
Dein Gen24 hat einen Smartmeter und je nach dem wie viel Strom in welche Richtung durch ihn durch fliesst arbeitet der GEN24 um diese Strom zu minimieren .

Und jetzt kommt ein zweiter Hybrid mit seinem Smartmeter und der bekommt welche Info ? bekommt er sie eine Millisekunde früher als der GEN24 oder eine Millisekunde später? arbeitet er mit dem was der GEN24 übrig gelassen hat oder wird er genau den gleichen Befehl vom Smartmeter bekommen und seine Reaktion wird zusätzlich zur Reaktion des GEN24 ausgeführt

Das wir Regelungstechnisch das totale Chaos

Stell Dir vor ein Tandem mit zwei Radlern und jeder bekommt eine Lenkstange und ein Überlagerungsgetriebe schwenkt das Vorderrad, jeder der Radler kann alleine das Tandem vor dem Umfallen bewahren, aber wenn beide unabhängig voneinander das gleichzeitig versuchen kommen die keine 2 Meter weit.

Verstehe. Dann wäre ich ja fast wieder eher bei einem Fronius Symo WR für die weiteren 10kWp und würde dann eher den BYD vergrößern, wenn das sonst so problematisch ist.
Das wären dann derzeit für ca. 8 kWh 2100 Euro.

Falls es da sonst keine andere Lösung für gibt.

In einem Ökosystem bleiben, wenn das erweiterbar ist, eine Batterie im gleichen Kaliber vom gleichen Hersteller parallel dazu hängen, sofern das unterstützt wird, ist nicht unbedingt eine günstige Lösung, aber eine die (eben wenn vom Hersteller unterstützt) funktionieren wird, da kann man die Funktionalität auch einklagen.

Wenn in Polen der Diesel vom Staat weniger besteuert wird ist das schön, bringt mir als Fahrer eines Benziners aber herzlich wenig.

Da schaukelt sich gar nichts auf.

Der Fronius weiß nichts vom zweiten Speicher.

Er versorgt alles bis auf die "Unterverteilung" mit dem zweiten WR. Es ist kein Parallelbetrieb. Das würde sich aufschaukeln.

Der zweite Wechselrichter weiß nichts vom Fronius. Er verhält sich als wäre er direkt am Netz angeschlossen.

Was von ihm erzeugt wird, geht in den Verbrauch dahinter. Dann in den Speicher und dann erst als Einspeisung ins restliche Hausnetz.

Das erkennt der Fronius an seinem Smartmeter wenn mehr kommt als das Haus verbraucht. Und läd damit auch den Akku. Genau das Verhalten wie wenn da ein reiner String WR ohne Speicher angeschlossen wäre.

Ist hier ja sogar schon der Fall durch den kleinen WR.

Falls die Module des zweiten nichts mehr erzeugen bzw. der LV-Akku leer ist würde er den Strom vom Hausnetz ziehen. Also über den Fronius bis der BYD leer ist, dann aus dem Netz

Einzige Nachteile, der zweite WR kann bei vollem BYD den Überschuss des Fronius nicht direkt erkennen und Wegspeichern. Das restliche Haus kann nicht direkt aus dem LV Akku versorgt werden da der zweite WR diesen nicht erkennt.

Das wäre aber Beides mit HA zu realisieren.

Er versorgt alles bis auf die "Unterverteilung" mit dem zweiten WR. Es ist kein Parallelbetrieb. Das würde sich aufschaukeln.

Wir haben schon einen Anbau an das Haupthaus mit einer zweiten Unterverteilung. Die wird aber bisher schön mitversorgt. Der Plan war es, dass der zweite Anbau mit weiterer Unterverteilung natürlich auch mitversorgt wird vom Gen24/Byd-Batterie. Im Fall von Stromausfall würde ja den GEn24 auf 53hz schalten und die anderen WR würden einfach aufhören wenn ich das richtig in Erinnerung hatte. Aber dann müsste unser neuer Anbau auch mit der BYD-Batterie versorgt werden.

Wenn das mit HA zu realisieren geht, dann wäre das ja wieder besser. Ich hatte mal die Entitäten/Punkte von Fronius eingebunden. Da sind schon eine Menge Punkte verfügbar:

Von Ersatzstrom war bisher nicht die Rede.

Was da der Deye macht kann ich nicht sagen.

Bei Netzausfall versorgt er sein Internes Netz mit Ersatzstrom. Ob er die 53Hz als Netzausfall erkennt hab ich noch nicht probiert, müsste er aber.

Wenn du eine umschaltung mit Schütze hast, lass die Versorgung vom Deye weg wenn er die 53Hz nicht verarbeitet.

Ja wir hatten damals eine Enwitec Umschaltbox mit einbauen lassen. Ich hatte dann gelesen, dass die WR bei 53 hz dann das Signal haben, aus zu bleiben. Ob der Deye das macht weiß ich nicht. Aber ich wüsste jetzt auch nicht, wie ich den Deye davon abhalten kann. Der hängt ja in der neuen Unterverteilung und die hängt ja an der Hauptverteilung. Full Backup geht ja dann auf alle 3 Phasen.

ChatGPT sagt, der Deye hätte im Betrieb 45-55hz. Daher kann es sein, dass er das Signal des Gen24 nicht bekommt und dann einfach parallel im Netz rumspukt.

Es wird hier schnell kompliziert :slight_smile:

Die Box kenne ich nicht. Hab den Ersatzstrom mit Einzelteilen verbaut. Sollte aber nicht anders funktionieren.

Nach dem VNB-Zähler kommt das Fronius Smartmeter, dann das Schütze das bei Stromausfall trennt.

Wenn du dort auch deine Unterverteilung mit dem zweiten WR anschließt hast du das Problem nicht, sondern zwei getrennte Ersatzstrom kreise.

Bei mir ist das auch so ähnlich. Ich habe den Ersatzstrom nicht für Alles. CEE-Dosen und Heizstab sind weg, also auch zwischen Fronius-Smartmeter und Schütz angeschlossen.

Also

  1. VNB
  2. Smartmeter
    3a. Enwitec -> gen24
    3b. UV ->deye

?

Wie realisiert der Deye den Stromausfall? Muss da dann nicht auch ein Schütz/Enwitec hin?

Die Box kenne ich nicht. Hab den Ersatzstrom mit Einzelteilen verbaut. Sollte aber nicht anders funktionieren.

Ich glaube, dass ist das gleiche was du auch gemacht hast nur in teuer :wink:

Die Envitec braucht es jetzt nicht mehr, Fronius hat nun einen eigenen Notstomumschalter im Programm.

Für DE braucht es dann wohl die allpolige Trennung:

Der Gen24 hängt ja schon hinter der Enwitec Box. jetzt bräuchte ich dann eine ähnliche Abschaltung zwischen Netz und der neuen UV, damit der Deye dann den Neubau bei Stromausfall versorgt, wenn ich das richtig verstanden habe.

Einfacher wäre es natürlich etwas mehr Geld in die Tasche zu nehmen und den BYD-Akku zu erweitern und den Neubau mit einem Symo zu versorgen. Hätte natürlich den Nachteil, dass im Falle eines Stromausfalls die weiteren 10kWp gar nicht mehr genutzt werden weil der symo bei 53 Hz ja einfach aus geht.

Na wenn die Envitec schon da ist, dann hab ich mich verlesen.

Ich habe den Gen24 mit BYD Speicher und Envitec Box, den Symo mit Solarwatt Speicher und noch einen Venus E, aber ich habe noch nie ausprobiert ob der Symo unter Notstrom wieder anläuft.

Edit: Die Frequenz des Gen24 bei Notbetrieb lässt sich in den Einstellungen ändern.