PV auf Nord- und Südseite bei 40° - beide Seiten belegen oder nur Süd?

Moin zusammen,

ich plane gerade eine PV-Anlage bei Frankfurt und bin mir bei der Aufteilung noch nicht ganz sicher.

Das Hauptdach hat auf beiden Seiten ca. 40° Neigung. Sowohl auf der Süd- als auch auf der Nordseite gibt es außerdem jeweils eine Gaube mit ca. 15° Neigung.

Als Module sind AIKO Neostar 3S+ mit 485 W geplant. Auf die jeweilige Hauptdachseite würden 15 Module passen. Auf die Gauben passen aufgrund der Größe jeweils nur 4 Module.

Als Wechselrichter ist ein Fronius Symo GEN24 Plus vorgesehen, allerdings mit nur 2 MPP-Trackern.

Jetzt ist die Frage, wie ich das Ganze am sinnvollsten aufteile.

Ich sehe momentan eigentlich zwei Varianten:

Variante 1: Nur Südseite

  • 15 Module Süd (40°)

  • die 4 Module auf der Süd-Gaube (15°) eventuell auch?

  • Nordseite komplett weglassen

  • Süd dann entsprechend auf die 2 MPP-Tracker aufteilen

Variante 2: Süd + Nord

  • 15 Module Süd (40°)

  • 15 Module Nord (40°)

  • die Gauben komplett weglassen, da dort jeweils sowieso nur 4 Module passen

  • dann Süd/Nord auf die 2 MPP-Tracker

Ich bin mir vor allem bei der Nordseite unsicher. Bei 40° ist der Ertrag natürlich deutlich schlechter als auf Süd, aber dafür bekommt man nochmal ordentlich zusätzliche Fläche.

Die Gauben machen die Sache wegen der 15° und der begrenzten Anzahl Module meiner Meinung nach nochmal etwas komplizierter und mit nur 2 MPP-Trackern möchte ich auch nicht irgendeine ungünstige Verschaltung bauen.

Was würdet ihr machen: nur Süd möglichst optimal auf die 2 MPP-Tracker verteilen oder Süd + Nord und dafür die Gauben komplett weglassen?

Falls jemand eine ähnliche Konstellation mit Nord 40° hat, würden mich reale Ertragswerte sehr interessieren.

Ich würde nur die Südseite belegen und die Gaube dort mit einbinden. 2 Strings aus 9 + 10 Modulen.

Wenn der WR 15 Module in Serie verkraftet (max. Spannung bei -20 Grad), kannst Du auch 15 Module Hauptdach in einen String und 4 Module auf Gaube in den 2. String.

Hängt aber etwas von eurem Grundverbrauch ab, ob man die Nordseite mitbelegen sollte? Die wird nur ca. 20% (oder weniger) des Ertrags von der Südseite bringen, von daher lohnt es kaum. Ich würde Nord und Süd auch nicht in einem String kombinieren - die Nordseite bremst dann den Strom aus, wenn sie verschattet ist.

Oder anderen WR mit wenigstens 3 oder 4 MPPT Trackern.

Bei 40 Grad kann man auch nicht soweit aufständern, dass die Nordseite wieder Sinn machen würde - also eher weglassen, denke ich.

Ich würde Variante 2+ machen.

30 Module wie geplant an den Fronius.

2x4 an andere/n WR der rein AC einspeist. Wenn die Daten sauber erfasst werden sollen, kleiner Fronius Primo/Symo.

Probier das PV-Tool hier aus dem Forum aus: PVTool Rechner - Akkudoktor Forum

Du wirst sehen, dass Du im Sommer auch guten Ertrag hast. Ideal, um auch per Split-Klimas zu kühlen. Oder Elektroauto zu laden. Sobald die Sonne aber niedrig steht, hast Du wenig Ertrag, aber immerhin kommt da auch etwas.

Auf der Süd-Seite würde ich die Gaube belegen.

Danke euch für die bisherigen Antworten. Ich habe den Hinweis von @wihz aufgegriffen und die verschiedenen Varianten jetzt mit dem PV-Tool hier aus dem Forum durchgerechnet.

Außerdem habe ich inzwischen konkrete Preise, sodass ich nicht mehr nur den möglichen Ertrag, sondern auch die Wirtschaftlichkeit vergleichen kann.

Die beiden Varianten sehen aktuell so aus:

Variante A - nur Süd Variante B - Nord + Süd
PV-Leistung 9,885 kWp 16,555 kWp
Anlagenpreis ohne Speicher 12.827 € 18.900 €
Mehrpreis - 6.073 €
zusätzliche PV-Leistung - 6,67 kWp

Mit den PVGIS-Ertragswerten habe ich für die beiden Varianten folgende Belegung im Akkudoktor PV-Tool angesetzt:

Variante A - 9,885 kWp:

  • 7,893 kWp Süd, 40°
  • 1,992 kWp Süd-Gaube, 15°

Variante B - 16,555 kWp:

  • 7,893 kWp Süd, 40°
  • 1,992 kWp Süd-Gaube, 15°
  • 5,675 kWp Nord, 40°
  • 0,995 kWp Nord-Gaube, 15°

Damit wären bei Variante B insgesamt 16,555 kWp auf dem Dach.

Für die Simulation habe ich mit folgenden Werten gerechnet:

  • Strompreis: 27,92 ct/kWh
  • Einspeisevergütung: 7,7 ct/kWh
  • Speicherpreis im Tool: 308 €/kWh
  • aktueller Stromverbrauch: ca. 3.100 kWh/Jahr
  • zusätzlich habe ich 3.800 und 5.500 kWh/Jahr als mögliche zukünftige Verbrauchsszenarien gerechnet

Ergebnis bei aktuellem Verbrauch von 3.100 kWh

A - 9,885 kWp B - 16,555 kWp
ohne Speicher: Ersparnis/Jahr ca. 967 € 1.127,98 €
ohne Speicher: Amortisation 13,26 Jahre 16,76 Jahre
mit 4 kWh Speicher: Ersparnis/Jahr ca. 1.261 € 1.436,53 €
mit 4 kWh Speicher: Autarkie 82,58 % 86,22 %
mit 4 kWh Speicher: Amortisation 11,15 Jahre 14,01 Jahre

Interessant finde ich hier vor allem, dass die zusätzliche Nordbelegung die jährliche Ersparnis zwar erhöht, die Gesamtamortisation durch den Mehrpreis aber deutlich länger wird.

Bei 3.800 kWh/Jahr (+ 2 Daikin Perfera 2000 BTU für die Nachtkühlung)

A - 9,885 kWp B - 16,555 kWp
wirtschaftlich interessanter Speicherbereich ca. 4 kWh ca. 4-6 kWh
Ersparnis/Jahr ca. 1.332 € ca. 1.568 € bei 6 kWh
Autarkie ca. 76,8 % ca. 87,6 % bei 6 kWh
Amortisation Anlage ca. 10,55 Jahre ca. 13,23 Jahre

Bei 5.500 kWh/Jahr (+ Luft-Wasser-Wärmepumpe)

A - 9,885 kWp B - 16,555 kWp
wirtschaftlich interessanter Speicherbereich ca. 4-8 kWh ca. 6-8 kWh
Ersparnis/Jahr bis ca. 1.597 € bei 8 kWh ca. 1.756-1.803 € bei 6-8 kWh
Autarkie ca. 77,1 % bei 8 kWh 77,6-81,9 % bei 6-8 kWh
beste Amortisation in diesem Bereich ca. 9,57 Jahre ca. 11,82 Jahre

Was mich jetzt etwas von der Nordseite wegbringt, ist der Mehrpreis von 6.073 €.

Dafür bekomme ich zwar weitere 6,67 kWp, aber der finanzielle Mehrertrag ist laut Simulation bei meinem Verbrauch relativ klein.

Wenn ich beispielsweise beide Varianten mit 4 kWh Speicher vergleiche:

Verbrauch Ersparnis A Ersparnis B Mehrersparnis B
3.100 kWh ca. 1.261 €/Jahr 1.436,53 €/Jahr ca. +176 €/Jahr
3.800 kWh ca. 1.332 €/Jahr 1.513,74 €/Jahr ca. +182 €/Jahr
5.500 kWh ca. 1.456 €/Jahr 1.658,98 €/Jahr ca. +203 €/Jahr

Wenn ich nur ganz simpel den Mehrpreis der Nordbelegung durch diese zusätzliche jährliche Ersparnis teile, lande ich bei ungefähr 30-35 Jahren, bis sich die zusätzlichen 6.073 € gerechnet hätten.

Damit verstehe ich jetzt auch besser den Einwand von @paddy72 bezüglich der Nordseite.

Andererseits verstehe ich auch den Ansatz von @PV757 , möglichst viel Dachfläche zu nutzen. Wenn der Stromverbrauch zukünftig beispielsweise durch E-Auto, Klima, Wärmepumpe etc. deutlich steigt, könnte die zusätzliche Erzeugung natürlich interessanter werden.

Was mich dabei aber noch beschäftigt, sind die Opportunitätskosten der Nordbelegung. Variante B kostet 6.073 € mehr. Laut PV-Tool bringt sie gegenüber Variante A, bei vergleichbarer Speichergröße, je nach Verbrauch aktuell nur etwa 176 bis 203 € zusätzliche Ersparnis pro Jahr.

Bezogen auf die 6.073 € Mehrinvestition sind das zunächst nur ungefähr 2,9 bis 3,3 % pro Jahr.

Wenn ich die Nordseite nicht belege und die gesparten 6.073 € stattdessen langfristig investiere, sieht die andere Seite der Rechnung beispielsweise so aus:

Angenommene Rendite 6.073 € nach 20 Jahren
5 % p.a. ca. 16.100 €
7 % p.a. ca. 23.500 €
8 % p.a. ca. 28.300 €

Mir ist natürlich klar, dass eine Rendite am Aktienmarkt nicht garantiert ist und das kein direkter 1:1-Vergleich ist. Die PV liefert dagegen relativ gut kalkulierbare Stromerträge, Eigenverbrauch und Einspeisevergütung.

Eigentlich müsste man für einen sauberen Vergleich deshalb die zusätzlichen Cashflows der Nordseite über 20 Jahre betrachten und diese der alternativen Anlage der 6.073 € gegenüberstellen. Also insbesondere Einspeisevergütung, zusätzlichen Eigenverbrauch, mögliche Strompreissteigerungen, Moduldegradation und eventuelle zusätzliche Kosten über die Laufzeit.

Beim Speicher finde ich die Ergebnisse ebenfalls interessant. Bei meinen aktuellen 3.100 kWh scheint etwa 4 kWh der wirtschaftliche Sweet Spot zu sein. Bei 3.800 kWh eher 4 bis 6 kWh, und bei 5.500 kWh wird 6 bis 8 kWh interessant. Darüber steigt die Autarkie zwar weiter, die zusätzliche finanzielle Ersparnis wird aber zunehmend klein.

Nach der Rechnung bin ich daher momentan nicht mehr sicher, ob "Dach vollmachen" automatisch die wirtschaftlich beste Entscheidung ist. Technisch kann ich den Ansatz gut nachvollziehen, finanziell sieht die zusätzliche Nordbelegung bei 6.073 € Mehrpreis für mich momentan aber eher schwach aus.

Daher wären meine Fragen an euch:

  1. Ist meine Betrachtung der Nordseite über die 6.073 € Mehrinvestition und deren zusätzliche jährliche Ersparnis grundsätzlich richtig, oder übersehe ich dabei etwas?
  2. Würdet ihr die Nordseite zu diesem Preis trotzdem belegen? Falls ja, was wäre für euch der ausschlaggebende Grund?
  3. Wie würdet ihr die 20 Jahre Einspeisevergütung gegenüber den Opportunitätskosten der 6.073 € sinnvoll vergleichen?
  4. Würdet ihr bei aktuell ca. 3.100 kWh/Jahr direkt einen Speicher einbauen? Wenn ja, erscheint euch anhand der Simulation ca. 4 kWh ebenfalls sinnvoll?
  5. Gibt es bei meiner Verwendung des PV-Tools bzw. der PVGIS-Werte noch einen Denkfehler?

Mein Ziel ist nicht maximale Autarkie, sondern die wirtschaftlich sinnvollste Lösung über einen Zeitraum von etwa 20 Jahren. Wenn die Nordseite wirtschaftlich sinnvoll ist, würde ich sie natürlich jetzt direkt mitmachen. Wenn die zusätzlichen 6.073 € aber langfristig anders deutlich besser eingesetzt wären, würde ich lieber bei Süd inklusive Süd-Gaube bleiben.

Bin gespannt, wie ihr die Zahlen und insbesondere den Vergleich Nordbelegung vs. alternative Anlage der 6.073 € einschätzt.

Was Du am Aktien-/ oder Kapitalmarkt erzielen kannst hängt von deinem goldenen Händchen ab - das kann dir hier niemand sagen. Mit Glück hast Du da die 10...100-fache Rendite gegenüber jeder PV, mit Pech verlierst Du alles. Nimm Dir 3 große Fonds und vergleiche die Rendite über die letzten 5 Jahre, mittle das und Du landest bei 4...7%.

Wirtschaftlich gesehen wird sich die Belegung der N-Seite nicht rechnen, in keinem Szenario. Wenn es Dir auf größtmögliche Autarkie und Zukunftssicherheit ankommt: großer Speicher + Nordseite. Was nützen Dir die zusätzlichen kWp auf der N-Seite, wenn die Module im Schatten liegen?

Wenn man fast alles in DIY machen kann, kann man die N-Seite auch belegen, aber wenn man - wie Du - hier einen Installateur beauftragt, lohnt es schon gar nicht.

Ich würde eher den Speicher eine Nr. größer wählen, auf NV-WR setzen und eine viel günstigere NV-Batterie in Betracht ziehen. Da bekommst Du fix-fertig für 1600 Eur 16 kWh-Speicher! So ganz langsam werden die HV-Speicher aber auch günstiger, werden aber wohl nie den Preis von NV-Speichern erreichen.

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Danke für den Hinweis zum NV-Speicher. Ich hatte bisher Fronius Symo GEN24 10.0 Plus SC + BYD HVS+ 5.1 bzw. 7.7 geplant (Preisunterschied zwischen 5.1 und 7.7 ca. 640 €).

Bei der Speichergröße bin ich aber noch unsicher. Laut PV-Tool komme ich ungefähr auf:

  • 3.100 kWh Verbrauch: ca. 4 kWh Speicher

  • 3.800 kWh: ca. 4-6 kWh

  • 5.500 kWh: ca. 6-8 kWh

Darüber steigt die Autarkie zwar weiter, die zusätzliche Ersparnis aber nur noch relativ wenig.

Siehst Du bei meiner Rechnung einen Denkfehler bzw. warum würdest Du bei meinem Verbrauch eher 16 kWh nehmen?

Und welchen konkreten NV-Speicher + Wechselrichter für die genannten ca. 1.600 € hattest Du im Kopf?

Du brauchst mehr Verbrauch :wink:

E-Auto?

Heizen im Herbst Winter Frühling?
Da gibt es weniger Licht und man braucht Strom.
Das mal seperat zu betrachten ist interessant.
Da ist Energie richtig wertvoll :slight_smile:

Ich baue gerade Module für "Winter"-Verbrauch zu.

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Noch eine andere Betrachtungsweise: Viele der kleineren Speicher lassen nur eine Entladung mit 0,5C zu, das heißt ein 4kWh Speicher liefert üblicherweise maximal 2 kW. Sobald ein Verbraucher nachts auch nur kurz mehr Leistung zieht, kommt der Rest aus dem Netz. Ist nicht besonders tragisch, aber doch frustrierend wenn nachts ein nennenswerter Netzbezug dazukommt, und der Speicher morgens noch teilweise gefüllt ist

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Wir haben einen ähnlichen Jahresverbrauch, vielleicht 3500 - 4000 kWh. Es kommen aber noch WP und später wohl auch mal E-Auto oder E-Roller hinzu. Wir nutzen einen 16kWh-Speicher von Nkon - ESS Eco - 1600 Eur mit Lieferung knappe 1800. Das sind 100 Eur/kWh - vergleiche das mal mit einem HV-Speicher.

Im Winter hast Du viele dunkle Tage - schon ab Okt./Nov. - da ist es gut wenn man mal 2 Tage aus dem Speicher überbrücken kann. Dann hast Du einen sonnigen Nachmittag, könntest mit dem WR mit 15kW laden, dein kleiner Speicher lässt aber nur 2 - 3 kW zu - verschenkst also Energie.

Aber Du hast Recht, rein wirtschaftlich betrachtet, amortiesiert sich ein kleiner Speicher schneller, weil Du mehr Zyklen pro Zeit hast. Irgendwann rechnet sich ein größerer Speicher nicht mehr, weil er im Winter praktisch nie voll wird und Du eh nur 30% seiner Kapa nutzen kannst. Wir haben 14,4 kWp und haben seit April den Speicher jeden Tag voll bekommen - meist schon am Vormittag. Gestern war der erste Tag wo er abends dann nur 90% hatte.

Ein 4kWh-Speicher wäre natürlich viel schneller voll, aber auch viel schneller wieder leer. D.h. er wird besser genutzt, aber PV-Energie wird öfter 'verschenkt'. 16 kWh ist aus meiner Sicht eine gute Größe für einen 4...5 Pers.-Haushalt und eine übliche Größenordnung im NV-Batteriebereich.

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Für ne genauere Berechnung ist vielleicht noch https://solarrechner.wisp.place/ hilfreich. Die Berechnung zur Batterieamortisation ist zwar reltativ ernüchternd meistens wenn man den "bestpunkt" sieht, allerdings kann man im Graphen auch sehen, dass mehr meistens kaum schlechter ist bis es irgendwann absackt. Die Berechnung für Direktvermarktung nutzt natürlich nur historische Daten, ggf. sieht es hier in Zukunft auch noch optimistischer aus - das weiß man halt nicht sicher.

Der Anlagenpreis ist nicht aufgeschlüsselt nach Baugruppen.

Man kann auch die 2 x 4 möglichen Panels auf den Gauben integrieren, sind halt 2 kleine Strings und 2 kleine String-WR oder kostensparend die 2 x 4 Panels parallel auf einen WR. MIC2000 reicht, ab ca. 300€. Der wird hauptsächlich gebraucht bei Bewölkung.

Für die grossen Flächen einen WR, der 51V-Batterien kann. Stringspannungen beachten beim Panels aussuchen. Preise ungefähr: WR < 2500, Batterie 15-16kWh <2000, oder 1 x 32k#Wh 2500-3000. Grösse des WR und der Batterie richtet sich (auch) nach Spitzenlast die aufgefangen werden soll.

Die 5.500 kWh, die ich prognostiziert habe, beinhalten schon eine Wärmepumpe fürs Heizen. In meinem Fall zieht das Argument mit der Nord-Kapazität für den Winter irgendwie nicht. Wenn man sich die Über- und Unterproduktion anschaut (nur Süden vs. Süden und Norden), ist es für mich unterm Strich günstiger, den Rest aus dem Netz dazuzukaufen, als das Geld vorab zu investieren. Ich schätze mal, der 40-Grad-Winkel auf der Südseite ist für den Winter sowieso schon ziemlich optimal. Aber so ganz sicher bin ich mir ehrlich gesagt auch nicht.

Jetzt an Wochenende hatten wir reichlich bedeckten Himmel. Es laufen bei uns Strings mit 4,5° Neigung nach Süden (12,3kWp Garage), 12° Neigung nach Süden (2,4kWp Gartenhaus), 52° Neigung nach Süden (8kWp Hauptdach Süd) und 33° Neigung nach Süden (2,82kWp Gaube).

Der mit Abstand größte Ertrag kam durch die 4,5° Garagenanlage.

Will damit sagen, für die Zeit in der es wochenlang grau am Himmel ist, würde ich deine Gauben beide belegen da sie "schön" flach sind.

Unsere Nordseite mit 52° soll noch voll belegt werden, der Dackdecker war aber zu langsam und wir brauchten das Gerüst. Die 22 Module sind schon da....

Ich würde, angesichts des steigenden Verbrauchs alles voll machen was geht.

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Das mit den flachen Gauben ist ein guter Punkt. Vielleicht wäre bei mir tatsächlich noch eine dritte Variante interessant: Süd komplett inkl. Gaube und auf Nord nur die flache Gaube. Das sollte ich mal separat simulieren.

Mein Problem mit „alles vollmachen“ ist aktuell vor allem der Preis. Die komplette Nordbelegung kostet mich zusätzlich 6.073 €. Natürlich produziert sie mehr Strom, aber einen großen Teil davon kann ich selbst nicht verbrauchen und speise ihn dann für 7,7 ct/kWh ein.

Deshalb bin ich mir nicht sicher, ob „mehr Verbrauch in Zukunft“ für mich allein ein Argument für die Nordseite ist. E-Auto, Wärmepumpe usw. erhöhen zwar den Eigenverbrauch, kosten aber selbst auch Geld. Bei mir sind die 5.500 kWh z.B. schon inklusive Wärmepumpe gerechnet.

Ich versuche daher eher andersherum zu rechnen: Welchen Verbrauch werde ich sowieso haben und lohnt sich dafür die zusätzliche Investition von 6.073 €? Statt zusätzlichen Verbrauch zu suchen, damit sich mehr PV besser rechnet. :grinning_face_with_smiling_eyes:

Aber die Nordgaube separat zu rechnen nehme ich auf jeden Fall mal mit. Gerade weil sie nur 15° hat, könnte das tatsächlich interessanter sein als das komplette 40°-Norddach.

Bei der Planung sollten Modulflächen unterschiedlicher Neigung in separaten Strings ausgeführt sein. Es ist nicht sinnvoll die Südfläche als einen kompletten String inkl. Gaube auszuführen da die Neigung der Flächen zu unterschiedlich sind. Ansonsten könnte die Hauptfläche im späten Frühjar, Sommer und dem frühen Herbst durch die Gaube ausgebremst werden. Die Haupfläche hingegen bremst dann im November die Gauben aus.

Bei je vier Modulen auf den Gauben sollte man dann schauen einen WR mit möglichst geringer Startspannung zu nehmen. Vielleicht, ganz vielleicht passen ja doch sechs Module auf die Gaube(n)?

Ich habe leider noch keine Erfahrung mit relativ steiler Nordseite - also deine 40° oder unsere 52°, werden wir leider auch erst übernächsten Herbst/Winter sammeln können. Aber die Nordseite wird gerade dann interessant wenn es eh dauergrau ist und man den Strom für´s Heizen und/oder BEV braucht.

Klar ist es, für die Meisten, irgendwo wichtig wie und wann sich das Ganze rechnet. Für uns ist das sekundär, es wird vollständige Elektrizitätsautarkie angestrebt. Dafür war es mir in diesem Jahr auch fast egal noch mal ein kleineres Darlehen aufzunehmen. Es spielt ja kaum eine Rolle ob ich das Geld der Bank gebe oder dem Strom/Gasanbieter.

Wenn ich jedoch aktuell sehe, dass meine Holde mit ihrem E-Flitzer 90€ Spritkosten pro Monat (und das mit Spritpreisen von vor dem Iran-Krieg) spart und man das am Ende 12 statt nur 8 Monate und mit zwei statt nur einem BEV hinbekommt wären das, hypothetisch gerechet, schon 2100€ pro Jahr. Ich weiß, Fahrprofile usw. sind immer sehr individuell. Der Spritpreis wäre jetzt allerdings auch bei rund 110-115€ pro Monat. Da wäre man dann schon bei 2600€ Ersparnis pro Jahr nur für die Mobilität. Das würde die 6K Mehrkosten in weniger als 2,5 Jahren wieder reingeholt haben. Wie gesagt, verglichen mit unserem Fahrprofil.

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@isolation_margin

Vielleicht mit Pvgis Simulation nachgucken, was es theoretisch in dem einzelnen Monaten der Heizperiode bringt.

In der dunkelsten Zeit (januar?, Februar?) kann es sehr, sehr wenig sein.., in ein paar der anderen Monaten, deine Heizkosten evtl ersetzen.

Pvgis meinte ich.

@lichtquant Genau das hatte ich auch schon gemacht mit PVGIS. Daraus habe ich diese Tabelle erstellt. Die PV auf der Nordseite hilft definitiv, aber die Differenz ist insgesamt trotzdem noch sehr klein.

PV-Überschuss Nord + Süd PV-Überschuss Süd Delta
Jan -7.49 -10.53 -3.04
Feb 0.68 -3.97 -4.65
Mar 23.52 16.62 -6.9
Apr 49.5 30.7 -18.8
May 60.22 32.36 -27.86
Jun 65.14 32.24 -32.9
Jul 62.15 31.67 -30.48
Aug 51.32 29.39 -21.93
Sep 37.74 25.4 -12.34
Oct 19.03 12.33 -6.7
Nov 2.99 -0.82 -3.81
Dec -10.64 -13.08 -2.44

Ich hatte dann überlegt wieviel kwh Gas mir das ersetzt, da ich alternativ (noch) mit Gas heize.

Bei der Wärmepumpe müßte es doch auch einiges an Strom einsparen?

Aber wenn es sich für dich nicht rechnet und du den Strommix im Winter ok findest, :+1:

Nachtrag:
Hast du deinen realen Wp Verbrauch im winter genommen?

Was ist "Dec -10.64"?
Welche Einheit?
Mit was rechnest du die kwh strom aus dem Netz im Winter?

hier mal die Stringauswertung der letzten Tage meines 43° Dach grob SO / NW Ausrichtung


wenn man sich gestern anschaut dann hat man ein Vorschau darauf wie es von Oktober bis Februar aussehen könnte. Da macht's die reine Fläche, beide Seiten liefern in etwa das gleiche (SO 7 Module in Reihe, NW 6 Module in Reihe)

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