Hallo zusammen,
in ein paar Monaten ist es endlich so weit – ich kann meine neue PV-Anlage aufbauen. Ich habe bereits vieles gelesen und plane, die Anlage mit Komponenten von Victron zu realisieren. Einige Dinge sind mir jedoch noch nicht ganz klar, daher möchte ich hier gern einmal die geplante Anlage beschreiben und anschließend meine Fragen stellen.
Ich habe insgesamt fünf Dachflächen, die mit Solarmodulen bestückt werden sollen. Als Module habe ich die Trina Solar Vertex S+ 505W ausgewählt. Die Flächen verteilen sich wie folgt:
Dachflächen des Hauses mit einer Neigung von 25°:
5 Module Südseite
2 Module Ostseite
5 Module Nordseite
2 Module Westseite
Dachfläche der Garage:
10 Module in südlicher Ausrichtung, mit einer Neigung von 30°.
Für die Laderegler plane ich mehrere Victron MPPT Geräte, die ich dann nach den Modulspannungen und -leistungen auswählen werde.
Die Wechselrichter sollen drei Victron MultiPlus-II 48/3000 sein.
Als Batteriespeicher plane ich die Pylontech US5000, die genaue Anzahl an Batterien ist noch offen.
Zur Steuerung der gesamten Anlage möchte ich das Victron Cerbo GX MK2 und ein Victron VM-3P75CT Energy Meter einsetzen.
Zu unserem Stromverbrauch:
Wir haben recht viel Netzwerktechnik, die kontinuierlich etwa 250 W nimmt.
Ich bin an vier Tagen der Woche im Homeoffice und meine Frau arbeitet in Schichten und ist Tagsüber auch oft zuhause.
Die Heizung und Warmwasserbereitung erfolgen zentral über eine Wärmepumpe.
Das Haus wird derzeit noch gebaut und ist entsprechend gut gedämmt.
Wir haben bereits ein Elektroauto und planen, in den nächsten Jahren ein weiteres zu kaufen.
Meine Fragen:
Macht das System generell so Sinn oder habe ich da Grundlegende Denkfehler?
Ich plane, die gegenüberliegenden Dachflächen (Nord/Süd und Ost/West) jeweils mit nur einem Laderegler zu betreiben. Bei den Wechselrichtern scheint das gut zu funktionieren und nach meinem Verständniss sollte das bei den Ladereglern das gleiche sein oder liege ich da falsch?
Macht es Sinn, die beiden kleinen Dachflächen auf dem Haus (jeweils 2 Module Ost/West) direkt mit einem kleinen Wechselrichter auf AC zu setzen, anstatt sie an das Victron-System anzuschließen? Das müsste ja den Wirkungsgrad für die Grundlast verbessern oder?
Welche Speicherkapazität wäre für meine Situation sinnvoll? Ich denke an 10 bis 15 kWh, bin mir aber unsicher, wie viel wirklich nötig ist. Welche Erfahrungswerte habt ihr dazu?
Kann ich Verbraucher direkt an das 48V-Netz des Victron-Systems anschließen? Ich nutze in vielen Räumen Einbaustrahler, die mit 24V betrieben werden. Ich würde in diesem Fall ein Netzteil wie das Meanwell DDR-480C-24 verwenden. Dies wäre viel effizienter, als die 24V über ein externes Netzteil zu beziehen. Ich frage mich nur, ob dieses Setup vom MultiPlus-II unterstützt wird und ob er den Verbrauch ausgleicht, falls die Batterien mal leer sind.
Falls das funktioniert, brauche ich dann einen „Wächter“, der abschaltet, wenn die Akkus leer sind und keine Netzspannung mehr zur Verfügung steht? Oder kann ich dieses Szenario einfach ignorieren, da es sehr unwahrscheinlich ist und das BMS der Batterien sowieso abschaltet, bevor sie Schaden nehmen würden?
Ich freue mich auf eure Antworten und Hinweise!