PV Anlage aus Förderzeitraum raus. Was nun?

Hi zusammen,

hoffentlich bin ich hier richtig :slight_smile:

Bei meinen Eltern ist die 5kWp Anlage aus der Förderung ausgelaufen. Erträge sind noch unauffällig gut, meine Mutter hat weder Wärmepumpe noch E-Auto, als Volleinspeiseanlage erhält sie im Moment gefühlt nichts und netzdienlich ist es auch nicht. Ihr Eigenverbrauch liegt bei 2.500kWh.

Der Wechselrichter ist erneuert vor einigen Jahren, ist ein Fronius Primo 4.6-1, kann also keinen Akku bedienen und hängt unter dem Dach auf dem Speicher (Platz wäre da, falls da was hinsollte). Drei Strings kommen rein von den Modulen. Vom Wechselrichter geht es über ein Leerrohr in den Keller zum Zählerschrank, zum Volleinspeisezähler.

Eine größere Installation möchte meine Mutter nicht machen. Das Ummelden von Volleinspeiseanlage auf Überschuss würde wohl z.B. einen Erdspieß erfordern, der damals keine Pflicht war und damit weitere Kosten.

Had jemand eine Idee? Investitionen von wenigen Tausend Euro wären ok, aber das erste Angebot waren 12.000€ für neuen Wechselrichter, 6kWh Speicher und sonstige Arbeiten. Das war heftig..,

Nahezu verschenken fühlt sich auch falsch an…

Vielen Dank im Voraus für Ideen. Fragt gerne, falls ich was vergessen habe.

Teileinspeisung, entweder ohne oder mit Akku.

Such dir einen Elektriker, der dir sagen kann, was wirklich erforderlich ist.

Da wir’s wohl Zeit für eine zweite Meinung.

Oliver

Ich bin nicht ganz auf Stand, aber wer bekommt die Nase dran, wenn Du einen Speicher installierst und somit den Überschuss verkleinerst und die Eigennutzung erhöhst?

Mein erster Gedanke war:
Ein Victron Multiplus 2, passende Victron MPPTs, einen 16 kWh Akku… und los geht’s ^^

Betrachte das pragmatisch, Bestand nutzen und einen einfachen AC-Gekoppelten Speicher der Plug&Play Variante integrieren.

Die Volleinspeiseanlage wird einen eigenen Zähler haben, der unabhängig vom Hausverbrauch zählt. Da kann man keinen Strom für den Eigenbedarf abzweigen.

Oliver

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Na dann wird die PV zum “Balkonkraftwerk” umgerüstet … Die Peakleistung ist ja nicht so interresant und mit gutem Management ist das immer noch effektiver als ein Neubau.

Mit einem aufgeschlossenem Elektriker lässt sich vieles realisieren.

Vielleicht mal in Richtung "Formular F1.2" recherchieren. Der Held der VDE Bürokratie ist hier im Forum auch aktiv und hat ein neues Video zu dem Thema: https://www.youtube.com/watch?v=yF9QCsVN4-g

Dann würde man ein System aufbauen, was mit maximal 800 Watt ins Hausnetz einspeist, aber die vorhandenen Module nutzen kann. Das darf man dann auch selber dem Netzbetreiber melden und ggf. kann man damit um die kostspielige Erneuerung des Verteilerschranks herum kommen.
Die alte Anlage würde dann halt ggf. einfach bleiben um keine wsentliche Änderung durchzuführen, nur daß halt keine Module mehr an dem alten, ausgeschalteten WR dran hängen ...

Das ganze ist ziemlich neu, kann gut sein, daß das Elektriker und örtlicher NB noch nicht kennen.

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Eine Erdung war auch schon vor 20 Jahren gefordert und isicherlich auch vorhanden. Also erst mal schlau machen was vorhanden ist. Allgemein, eine ordentliche Erdung der Hauselektrik unabhängig ob Solar oder nicht ist sinnig.

Mein Ansatz wäre (Erdung in Ordnung voraus gesetzt) Volleinspeiser abmelden und Anlage auf Haushaltzähler umklemmen einschließllich dem was beim Volleinspeiser vor dem Zähler verbaut war. Nächster Schritt ist die Anlage als Teileinspeiser wieder anmelden.

Nach meiner Meinung darf das max. 1500 Eur kosten. Kommt ein neuer Erder dazu (sollte dann aber eh gemacht werden) muss man nochmal mit 1500 Eur rechnen.

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M.E. muss man nichts wieder anmelden, sondern nur auf Eigenverbrauch/Teileinspeisung ummelden.

Aber ansonsten sehe ich das genauso: auf den Hauszähler umklemmen, und fertig.

Oliver

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Ja, kann man sicher auch so machen. Mit dem abmelden des Volleinspeiser und dem neuen anmelden als Teileinspeiser ist es eine “neue Anlage” die wieder ein paar Cent für das Einspeisen bekommt.

Wirklich? Kann ich mir nicht so recht vorstellen, daß man da nochmal EEG Förderung bekommt.

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Sicher? Das klingt etwas zu schön, um wahr zu sein.

Oliver

Man kann natürlich eine neue Anlage anmelden, für die es dann wieder 20 Jahre Förderung gibt.

Die muss dann aber auch neu sein, was wohl zumindest neue Module bedeutet.

Oliver

Im alten Antrag war ein anderer Wechselrichter, der ist zwischenzeitlich getauscht worden. Damit ist es beim neuen Antrag zum Netz hin eine “neue Anlage” und auch eine neue Anlage kann man mit gebrauchten Modulen aufbauen. Einen Versuch wär es Wert.

Nun ja, träumen kann man ja mal. Real ist eine PV-Anlage per Gesetz ein Modul. Jedes einzelne. Und wenn das ausgefördert ist, ist das ausgefördert, selbst wenn es auf ein anderes Dach in eine andere Anlage wandern würde.

Oliver

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