Heute ist mal wieder so ein Tag mit negativem Strompreis, im Peak -30ct/kWh! Und das trotz hoher Basiskosten (Netzgebühr usw.) von etwa 20ct an meiner Adresse.
Als Sparfuchs möchte ich diese Phasen nutzen und versuche einen möglichst hohen Stromverbrauch zu erreichen. Nebenbei ist dies ein netzdienliches Verhalten. Dafür möchte ich das E-Auto laden, den 10kWh Hausspeicher vorher entladen und in der Minusphase wieder laden, Spül- und Waschmaschine möglichst in die Minusphase legen. So absurd es klingt, müsste ich die Dach-PV abregeln oder abschalten, was mein Sungrow Wechselrichter jedoch nicht unterstützt. Die PV-Stränge händisch zu unterbrechen, indem ich die PV-Stecker in der Mittagssonne abziehe, dürfte ziemlich unschön enden, weil sich dabei ein Lichtbogen bilden müsste.
Deshalb meine Überlegung: Trennung der PV-Leitung(en) über entsprechend ausgelegte MOSFETs oder gibt es fertige Produkte für so eine Anwendung?
Doch, der Wechselrichter hat einen DC Switch. Habe ich jetzt ausgeschaltet und die PV Einspeisung damit unterbrochen. Danke für den Tipp! Ich war der irrigen Meinung, mit dem Schalter würde der WR auch runter fahren.
Also manuell geht es, nur für die angestrebte automatische Funktion wäre weiter ein Halbleiterschalter notwendig.
Ich würde gar nicht auf die Idee kommen mich Netzdienlich zuverhalten, den mein versorger macht das ja auch nicht, und es ist ja nicht mein Problem wenn der Versorger Minus fährt das mag egoistisch sein aber nur so funktioniert die Wirtschaft es geht ums Geld und jedes Watt das ich einspeise möchte ich auch vergütet haben, sonst würde sich die PV auf die jahre gesehen nicht rechnen. Aber wenn man Home assistant zb hat kann man die WR schon steuern um diese gezelt runter zufahren mit der Leistung.
Was anderes wäre es wenn ich dafür dann Zahlen müsste wenn ich bei Negativen Preisen Strom einspeise dann würde ich auch Abregeln, odr eben eine grossen Speicher mir Anschaffen um den dann eben zunutzen um meine Unkosten damit zudecken.
Ich sehe es schon als gut für uns alle an, wenn ich mich netzdienlich verhalte, weil das unser Stromnetz stabil hält.
Aber auch aus egoistischer Motivation macht das Sinn. Sobald der Betrag des negativen Strompreises höher ist als der Betrag meiner Einspeisevergütung macht es auch finanziell Sinn die PV-Anlage abzuregeln.
Bei meinem WR steht explizit im Handbuch, dass man immer erst AC trennen soll, dann DC. Unter voller Last würde ich persönlich aber beides vermeiden, wenn möglich. Beim Einschalten wiederum ist Vorgabe erst DC ein, dann AC ein.
Und ich verhalte mich heute Mittag vorbildlich, NULL Einspeisung
Mit den geplanten Bestrafungen beim Netzentgelt (auf heise+ gibts wohl eine gute Zusammenfassung, hab aktuell kein Abo) ist meine Bereitschaft jetzt auf Einspeisevergütung zu verzichten (Verluste in Kauf zu nehmen, indem ich nachts aus dem Akku einspeise), nicht wirklich vorhanden ...
Es ist noch schlimmer. Die fossilen laufen ja dennoch weiter. Es wird ansich regelbarer Strom aus Bio-Anlagen weiter erzeugt anstatt den dann zu speichern und später abzugeben. All das geht, aber wenn es “zuviel” PV-Strom gibt, dann ist DER schuld an der Misere und man soll nun die Einspeisung abschalten und dann auch noch beziehen…..
Eigentlich zeigt das genau das Problem auf. Es fehlt an allem, und das schon seit Jahrzehnten, aber keiner hat was getan, und jetzt muss irgendwer schuld sein. Also schuld sind die PV-Anlagen, der Rest darf sich ausruhen. Und während die nun Speicher kaufen sollen, laufen die fossilen Kraftwerke weiter und weiter….. Grundlast.
Die Argumentation hatte ich nun in einem anderen Forum. Das würde bedeuten, dass man, wenn der Strom gerade teuer ist und wenig verfügbar, man soll doch bitte mit dem Verbrenner fahren, damit die Strombezieher nicht soviel bezahlen müssen…. Oder man soll doch im Winter bitte wieder mit Gas heizen, weil der Strom sonst zu teuer wird bei einer “Flaute”.
Anreize schaffen. Strom am Tag 0ct, nachts 10ct, schon überlegt man ob man nen Akku kauft. Oder nachts eingespeister Strom kann 1/3 im Winter wieder auf eine Art “Stromkonto” gehen. Was man dann nicht verbraucht, das kann an Verwandte gehen oder verfällt.
Aber man will keine Anreize, wir sollen alle bezahlen. Egal was wir tun.
Denn eigentlich reicht es nicht, nichts einzuspeisen. Wir müssten alle die PV-Anlagen abschalten und Strom aus dem Netz beziehen. Das schlaue ist nur: Für den zahle ich 30ct. Für den von meinem Dach zahle ich nur die bisherigen Anschaffungskosten durch die Anzahl der ersetzten kWh….
Ja, hast Recht. Im Handbuch meines WR steht das so ähnlich, ist auch verständlich. Dann könnte der angedachte Halbleiterschalter im PV-Strang durch sein hartes Ein- und Ausschalten den WR beschädigen.
Und genau das ist es meine PV ist bezahlt seit Januar endlich Schuldenfrei, und nun wirft sie dank alt Vertrag auch im Monat Ordentlich Geld ab, ich habe aber die Letzten 13 jahre jeden Monat 45 € dazu gezahlt, in 2,5 Jahren habe ich dann meine wirklichen unkosten von der PV raus und bekomme dann wirklich einen netten Betrag im Monat.
Der uns dann auc entlastet wie das dann 2033 ist wenn meine Einspeisevergütung wegfllt wird sich Zeigen, aber eines ist geplant ein grosser Pool wo ich im Sommer genug Enrgie rein stckn kann, und bis dahin sind 2 E-Autos gplant nichts neues aber gut gebrauchtes, somit wchst dann auch unser Mobiler Speicher für wirklich schlechte Tage wenn dazu absehbar nicht immer ein Fahrzeug gebraucht wird da ich meist im Home Office arbeiten kann. Ich hoffe ja das bis dahin der Strommarkt sich soweit umgekrempelt hat das man dann auch an den Nachbarn seinen Strom vertreiben darf.
Bzw das endlic die Smartmeter dann auch flächendeckend vorhanden sind um dynamische Strompreise zunutzen.
Verbraucher einschalten zum Geld verdienen will ich ja auch machen. Shelly soll nach epex-Daten schalten ist doch krass daß die Briefmarke da drin so viel Rechenleistung hat wie ein PC vor 20 Jahren. Da passt was rein. Jetzt muss ich mich aber um die Rettung meines WR kümmern
WR müssen sich von außen beeinflussen lassen. Es muss wenigstens ein “EVU Signal” geben
fast 5€ durch Nutzung des negativen Strompreises heute verdient und auf max. 1,80€ an Einspeisevergütung verzichtet (22kWh x 8,2ct, Tageseinspeisung der vorigen Tage).
Edit: Und zusätzlich Hausspeicher und Auto geladen, Spül- und Waschmaschine und Eisbad-Chiller laufen gelassen.
Den DC Switch werde ich zur Schonung des WR erst heute Abend wieder einschalten, wie es im Handbuch steht.
Ein externer DC Switch, der z.B. von Home Assistant gesteuert wird, würde eine automatische Steuerung ermöglichen. Um das “harte” Schalten, das den WR schädigt, zu verhindern, wäre ein Schalter mit Ramping Funktion denkbar. Der Schalter müsste also seinen Widerstand von 0 auf unendlich verändern können. Und die entsprechende Verlustleistung abgeben können. Schönes Bastelprojekt!
Das kannst du ganz einfach realisieren, entweder die Hz zahl hoch dann regelt der W weg oder die Spannung hoch dann regelt er auch weg zudem gibt es genug schnittstellen um hier einfluss zunehmen.
Hat dein WR wirklich keine Export Steuerung über Modbus o.ä.?
Bei meinem kann man die Einspeisung beliebig regeln, als Watt Zahl von Unlimited - 0, oder prozentual. Wenn man tatsächlich mal unter Last neu startet, macht er "Soft Start", kann man aber auch abschalten.
Lies die Doku von deinem WR. Es gibt sicher Einflussmöglichkeiten. Sonst wäre der in EU nicht zugelassen. Dein Spezialexperiment klingt mir zu gefährlich.
Export Settings habe ich, das bezieht sich wohl auf den Ausgang des WR und nicht um die Einspeisung. Sollte also verwendbar sein. Ist aber die Frage, ob der WR den Speicher aus dem Netz laden kann, wenn man Export Power auf Null setzt. Werde ich mal ausprobieren.
“Wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, sieht in jedem Problem einen Nagel.”
Wäre mir natürlich lieber, wenn sich die Anforderung über die Funktionen des WR erfüllen lassen würde. Werde ich morgen mal testen, wenn die PV-Module wieder eingeschaltet sind.