Pufferspeicher bei Wärmepumpe sinnvoll oder nicht? Je nachdem

Geht rechtlich nicht, wenn vermietet. Da hat der Mieter ein Anrecht auf ERR.

So ist es.

Noch schlimmer bei einem großen MFH mit Eigentumswohnungen, die nur teilweise vermietet sind.

Hab so einen Fall im Bekanntenkreis und die sind am kotzen wegen der ganz miesen JAZ und den hohen Heizkosten. Die Eigentümer verstehen das Problem, die Mieter hingegen sagen “für die hohe Miete will ich den Raum auch mal schnell hochheizen können”.

Deshalb kommt, aus heutiger Sicht, in keines meiner Miethäuser eine Wärmepumpen rein.

Das sehe ich anders. Jeder ne Eigene. Das geht in nem Hochhaus natürlich nicht oder je nachdem wie weit der Weg ist, aber wenn beispielsweise die Hydraulik im Keller zusammenkommt wäre das eine Möglichkeit. Und dann muss eben jener, der so hoch heizen will, am meisten zahlen.

Unfair/ungerecht wird es in einem Mehrparteienhaus generell immer sein. Wenn einer zwischen zwei beheizten Wohnungen wohnt und gar nicht heizt beispielsweise. Das kann man nicht umgehen.

Häuser mit Einzelführung vom Keller zu jeder Wohnung dürften extrem selten sein. Und 12 WP bei einem 12 WE? Dürfte kaum ein Vermieter machen.

Nein, zumindest in DE gibt es dafür eine Pauschalaufteilung der Heizkosten von um die 40% die JEDER Mieter zahlt auch wenn seine Wärmemengenzähler null anzeigen sollten. Das gleicht schon ziemlich viel an ungerechtigkeit aus.

40% von was? Wenn jeder der 12 Mieter je eine eigene WP hätte (utopisch, aber nehmen wir an), welche 40% setzt du dann an?

Nunja, du KANNST die Monoblöcke auch an die Fassade hängen. Da hinter gibt es bestimmt irgendwo Heizungsrohre in der Wohnung an denen angebunden werden kann. Dann hängt außen keine Klimasplit, dann hängt draußen ne Monoblock.

Runde 40% der Gesamtheizkosten eines MFH, ist der IST Zustand in DE bei Millionen MFH und selbstverständlich nicht, wie du selber feststellst, die “utopische” Variante mit jeder Mieter eine WP.

12 Monoblöcke an der Fassade? Vielleicht in Bangkok aber sicher nicht in Deutschland. Und zur Reparatur holen wir dann eine Feuerwehrleiter? :joy:

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Kannst doch von oben abseilen. Nu stell dich nicht so an. Oder das Monogerät aufn Balkon. Ist sicher auch schön leise.

Langsam wird das lächerlich. Zur jählichen Wartung “abseilen” und einen Monoblock auf einem Balkon wird diesen sicherlich “aufwerten” :roll_eyes:

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Wer hat denn mit der Feuerwehrleiter angefangen? Wie du schon geschrieben hast, es gibt doch durchaus andere Länder in denen sowieso an der Fassade die Klimasplits hängen. Ne Monoblock-WP ist zwar nen richtiger Brocken, man hat also schon was vom Gewicht her mit ner vernünftigen Halterung zu schaffen, aber ich würde behaupten, dass es dafür Lösungen gibt.

Was wartest du bei ner Monoblock-Wärmepumpe? Das Sieb?

Da werden die Herren der Schornsteinfegerinnung sich schon noch was einfallen lassen. Irgendwie müssen sie ja den Verdienstausfall wegen entfallener Gas- oder Ölheizungen kompensieren. Dieses Gewerk kommt sicher nicht von alleine auf die Idee, dass wenn der Bedarf an Schornsteinfegerpersonal wg. Wärmepumpen sinkt, es weniger Schornsteinfeger braucht - nee, nee, die lassen sich dann andere Dinge einfallen.

Möglich, aber momentan ist dem nicht so. Ich bin auch gespannt was dann mit den R32 Anlagen passiert. Ob man da eine Lösung findet das auszutauschen.

Um fundierte Basisinformationen zum Titel zu liefern:


Nutzt den Vortrag von Werner Schenk von der Hochschule München

Parallelpuffer nur in absolut exotischen Situationen, kleiner Reihenpuffer reicht
Die energetischen Vor und Nachteile der gelb markierten Vorlauftemperaturen sollten einleuchten
Das Video startet beim Kapitel Hydraulikschema Wärmepumpe
der davor liegende Teil bezüglich Warmwassererzeugung bietet aber auch noch einmal viele Anregungen für die Planung


Das was mit dem effektiv arbeitenden Schichtenspeicher geht (nur sinnvoll bei Warmwassererzeugung über WP) hat Kanal "Bonotos" bereits bis ins Kleinste aufgezeigt.

Aber man muss sich auch im Klaren darüber sein, dass nicht jeder Schichtenspeicher sein teures Geld wert ist.
Testing – Speicherschichtung am SPF Institut für Solartechnik | OST

Und falls doch (Heizungs-) Pufferspeicher benötigt wird , ........big is (not always) beautiful......
Kam auch bei dieser Vergleichssitzung als Ergebnis.

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Und falls doch (Heizungs-) Pufferspeicher benötigt wird , ........big is (not always) beautiful......
Kam auch bei dieser Vergleichssitzung als Ergebnis.

Du benötigst bei der Trennung von Wärmepumpe und Heizung einen sehr großen Wärmetauscher. Das erreichst du dann eben nicht mit einem kleinen Heizungspufferspeicher. Entweder volle Kanüle, oder gar nicht. Kann man machen mit gar nicht, dann nimmt man den Plattenwärmetauscher. Und muss das Takten der Wärmepumpe ggf. in Kauf nehmen.

Und in dem Video wird der Puffer für Heizung und Warmwasser genutzt. Hier war aber nur die Diskussion eines Pufferspeichers für den Heizkreis. Und das bei sehr niedriger Temperatur.

Das ist auch alles richtig so

Bei Bonotos betonen Sie nur (so ab 27.30min) im Fazit:
(Schichten) Speicher "nicht zu groß" wählen,
Aber das hängt ja schließlich alles vom Objekt ab.

Ich selber mache da bei EFH lieber tabula rasa ,( aber Kunde ist natürlich König)

Sobald der Platz und die Schüttleistung einer BWWP ausreicht empfehle ich immer:
getrennt WW und Heizung, auch wenn es zunächst scheinbar nen 1000er mehr Material kostet.

befreit von jeglichen Kopfschmerzen wg Bestands-Hydraulik , solange der Durchfluss für die abzugebende Wärmemenge aureichend eingehalten werden kann.

Und manchmal kann man dann nicht nur den Kombi- oder Schichtenspeicher sparen , sondern direkt die WP eine Nummer kleiner wählen , da Warmwasser doch einen erheblichen Anteil am Gesamtverbrauch haben kann.
10 - 20% sind ja eher die Regel als die Ausnahme.

Das muss gar nicht so realisiert werden. Es reicht vollkommen die Heizung und WW zu trennen, will heißen die Wärmepumpe heizt einmal den Heizkreis und schaltet dann mit 3-Wege-Ventil zum Warmwasser um das zu heizen. Da geht dann auch eine “Wassertonne” weil das Wasser dort im Idealfall nicht während der Aufwärmphase entnommen wird.

sondern direkt die WP eine Nummer kleiner wählen , da Warmwasser doch einen erheblichen Anteil am Gesamtverbrauch haben kann.

Und nimmt einen schlechteren COP wegen geringerer Wärmetauscherfläche in Kauf und mehr Abtauungen bei Vereisung und öfter ein höherer Frequenzbereich des Kompressors.

Was m.u. der Zweck dieses Themas war.

Wir sind da mehr oder minder einer Meinung.

Das ist wohl richtig. Dagegen hülfe aber eine bessere Aufklärung der Mieter über die Verbrauchsvorteile beim Durchheizen mit WP.

Oder eben, dass ein "schnelles Hochheizen" wegen der verbrauchsgünstig niedrigen VLT einfach nicht funktioniert. KI: Ein Zeitraum von 2 bis 3 Stunden ist bei einem hocheffizienten, niedertemperaturbasierten System wie einer Wärmepumpe leider im Bereich des rechtlich Akzeptablen, sofern die Endtemperatur stimmt.

Was in diesen Fällen nicht gegen miese JAZ hilft, ist einen großen Parallelpuffer statt eines kleinen Überströmventils einzubauen.

Ich dreh die Heizung ab, die Bude wird 15°C warm, ich dreh die Heizkörper bei ner Wärmepumpe und 30°C VL auf, in 2-3 Stunden wird es nicht warm. Folge: VL wird hochgedreht.

Und die Anderen zahlen dann dafür mit.

Das Problem ist ja, dass es kleine LWWPs mit z.B. 2kW nicht gibt. Welche LWWP soll man dann für eine 60m2 Wohnung nehmen?

2KW bei was? Bei 10°C außen? Da reicht dann auch ne Split-Klima. Bei NAT? Auch da reicht ne kleine Split-Klima, man muss dann aber die Wärme in alle Räume bringen können.

Was ich mir wünschen würde, wäre sowas wie meine Daikin Perfera 2.5 kW, nur mit Wasser statt Luft innen. Alles hinter dem Wärmetauscher könnte ich mir auch selber basteln ...