Ja, das hört man immer so und Bosch gibt nur 6 Jahre auf seine ebike-Akkus. Meiner hat die 6 Jahre schon rum und bisher kaum spürbar nachgelassen. Komme immer noch 150km mit 625 Wh, wobei kaum 500 davon genutzt werden. Aber jeder wie er kann (oder will)
Habe auch uralte Zellen aus alten Laptop-Akkus von LiCoMn oder reine LiCoO - die dürften gute 20 Jahre auf dem Buckel haben und haben immer noch recht kleinen Ri und 70...80% ihrer Kapazität. Selbstentladung nur wenige mV/Jahr. Dann gibt es andere, die verlieren 50mV in der Woche und können in die Tonne.
Diese Sonnenbatt. Module sind tlw. schon 10 Jahre gelaufen und sind noch bei 90...95% ihrer Kapazität! Ri praktisch neuwertig
Hier musst du doch nur die defekten heraus trennen. Schneiden (Dremel o.ä.) geht auch, man muss nicht "rupfen". (Um die alten Zellen meines Bike Akkus zu verwerten, habe ich vorsichtig mit der Zange nachgeholfen, Punkt für Punkt. Die Zellen haben gehalten, es bliebt ein kleiner Zapfen vom Band hängen).
Es wird schon klappen, mit Vorsicht, gutem Licht und passenden Werkzeugen.
Ich habe schon über 1000 Zellen aus alten Laptopakkus und auch etwa 150 aus ebike-Akkus geerntet, fast alle ohne Probleme. Die kleinen Ni-Bandreste bekommt man mit einer kleinen Zange ganz gut weg und den Rest habe ich oft noch gedremelt.
Manche größere Akkus sind aber so fest gepunktet, dass man schnell den Boden mit einreißt. Ja - könnte ich versuchen, mit einem gewissen Restrisiko. Dann muß man wieder Bänder darüber punkten usw. - man verschlimmbessert manchmal mehr. Die Module sind ja alle schon alt, zwischen 10 und 5 Jahren. Ein paar Jahre werden sie sicher halten und ich werde die ersten Wochen und Monate sicherlich öfter nachsehen.
Hatte auch schon einzelne Zellen in einem alten ebike-Akku getauscht, aber die ganze Gruppe war so schlecht, dass in kurzer Zeit die neue, gute Zelle auch defekt war. In wenigen Tagen leergesaugt, ohne das Last dranhing. Hätte die ganze Gruppe tauschen müssen, die anderen Gruppen waren noch recht gut. Aber das war eh nur ein Experimentierteil - einfach um auch Erfahrung zu sammeln.
Ich werde es wohl einmal drauf ankommen lassen, wohlwissend das es Probleme geben kann.
So, es gibt ein Update: die große Batterie mit 2 x 5 Modulen a 1kWh ist weitgehend fertig. War ein ziemlicher Fummelkram, da ich alle Zellengruppen zum Balancing verbinden mußte. Je Modul 9 Kabel + 1 Balancerkabel, also 100 Leitungen zusammenlöten und die passenden miteinander verbinden. Wenn man nicht sehr sorgfältig arbeitet, verliert man schnell den Überblick, vor allem beim finalen Zusammenbau, wenn der Platz in der Kiste immer kleiner wird. Habe schließlich alles über Lüsterklemmen der Reihe nach verbunden. Zwischendurch hat es 2 Mal ordentlich gefunkt , war aber nicht so wild, weil ich die Module ziemlich weit entladen hatte.
Verbaut ist ein JK-BMS mit 80A (100A Peak) und 600mA-Balancerstrom - hoffe, das reicht. Aber die Module und Zellengruppen waren schon recht gut balanciert.
Anbei ein paar Fotos vom Aufbau und in der finalen Zusammenstellung:
Jetzt muß ich noch die Spannung zur großen Nkon-Batterie angleichen und dann werde ich sie über den Deye-WR parallel schalten. Die 'dünneren' (16mm2)-Kabel die rechts nach oben abgehen, sind Ladekabel für die separate Ladung über Buckconverter (XY125-22) über unsere kleine Garten-PV.
Die Verbindung mit dem WR erfolgt dann über 50mm2. Die einzelnen Module sind in 2 Gruppen a 24V (5p) aufgeteilt, die über Messingschienen (25x1mm) verbunden sind. An krit. Stellen mehrere dieser Schienen übereinander (bis zu 3 Stk.). Max. Lade- und Entladestrom wird aber vermutlich um 60A liegen, in der Spitze vielleicht mal 70. Die Querschnitte sind also eher reichlich überdimensioniert. Werde natürlich die ersten Volladungen genau beobachten, insbes. das Balancing. Leider gibt es nur 2 Thermo-fühler am BMS, das ist für die vielen Zellen etwas dürftig.