Hallo Leute,
ich bräuchte mal dringend eine Fachauskunft: kann mir jemand sagen und am besten mit einer technischen Dokumentation unterlegen, für welche Dauerlast dieser Zähler ausgelegt ist?
Bitte aber keine Vermutungen, ich brauche wirklich nur harte Fakten.
Habe schon sooo viel Sachen gehört und alle widersprechen sich.
Hallo Oliver,
danke für deine Antwort, aber so weit war ich schon. Da steht "Maximalstrom", was mir sagen würde als Laie, dass das die dauerhafte Belastungsgrenze wäre. Ich frage hier deshalb nach, weil ich mir eben nicht sicher bin, ob es sich dabei um die Dauerlast handelt.
Von efr hab ich tatsächlich ne dämliche Antwort bekommen... sie können als Hersteller keine technischen Auskünfte geben... ich soll mich an meinen Messstellenbetreiber wenden.
Damit drehe ich mich im Kreis - du verstehst meinen Frust?
Ich könnte in jede Ecke brechen..
Frag' dich beim Hersteller nach dem "Produktmanager" durch, weil Du eine technische Frage hast. Das ist der einzige, der sich mit dem Teil erschöpfend auskennt (oder auskennen sollte). Wenn Kundenfragen an ihn nicht weitergeleitet werden, hat man verloren.
Das habe ich schon das eine oder andere mal erfolgreich gemacht.
Hi,
so wie im Datenblatt steht, Imax, der Maximale Strom bzw. Stromgrenze des Gerätes. Ergo sogenannter max. Dauerstrom. Je nach Ausführung 60A oder 100A.
Da gehts auch darum wie man den Zähler absichert mit entsprechenden Sicherungen vor Thermischer Zerstörung.
Die Last läuft da über Lastkontakte und die Messeinrichtung ist parallel geschaltet. Daher auch die Angaben Stromausführungen.
Bei höheren Strömen baut der Energieversorger sogenannter Messwandler ein. Nach gleichem Prinzip wie oben. Deshalb auch der Hinweis vom Hersteller, an Messstellenbetreiber wenden.
kurz: Dauerstrom sind maximal 60A bzw. 100A je nach Ausführung!
Dauerhaft mit Imax zu betreiben ist sicherlich nicht zu empfehlen und technisch Aufgrund der zu verwendenden Vorsicherung gar nicht möglich.
das hilft mir schon mal weiter - Danke!
Noch besser wäre, wenn ich das irgendwo schwar auf weiß hätte...
Eine Wndlermessung wollte ich nicht aus Kostengründen. Auf etwas längere Sicht käme ich mit dem Direktzähler sehr gut aus.
Hintergrund bei mir: mein Hausanschluss wurde erneuert (250A). Dem Elektriker habe ich für den neuen Anschluss (Zählerschrank) die Vorgabe gemacht, dass die Anlage so zu bauen ist, dass ich möglichst die gesamten 100A bei Bedarf realisieren kann.
Als ich mir die Arbeit angeschaut habe, finde ich einen 50A SLS vor dem Hauptzähler... Absprache mit dem Netzbetreiber für mehr Ampere gibt es....
Bin deshalb sauer, weil die weiteren Komponenten wohl scheinbar auch nur auf die reduzierte Leistung abgestimmt sind...
Bitte bei Anfragen immer auch im ersten Post den Hintergrund erklären, sonst wird das Rätselraten. Zumal deine Situation sehr außergewöhnlich ist. Wer zieht schon 100A aus dem Netzanschluss?
Hast du einen Gewerbebetrieb, oder wie kommt es zu so hohen Strömen?
@oliver
ja, das hilft. Auf der Seite war ich schon. Wäre mir lieber gewesen, wenn ich direkt etwas über meinen Zählertyp erfahren würde.
@win
Genau deshalb hab ich im ersten Post nichts über den eigentlichen Hintergrund gepostet, weil ich das schon kenn... zuerst will man mir erklären, dass das alles nicht nötig ist und warum ich solche Stromstärken brauche... ja, Gewerbegrundstück, aber eigentlich auch egal. Ich will ja nur was über den Zähler wissen...
Hallo Leute,
nachfolgend die Antwort, die ich heute von efr auf nochmalige Nachfrage erhalten haben:
Guten Tag,
bitte haben Sie dafür Verständnis, dass wir aus haftungsrechtlichen Gründen keine Beratungsleistung für Dritte erbringen können.
Wir empfehlen grundsätzlich die Einhaltung der geltenden Regeln der Technik, insbesondere (jedoch nicht ausschließlich) die der VDE-AR-N 4101 und E DIN VDE 0603-2-2.
Es gilt hier für den Errichter der Anlage klar zu unterscheiden, ob Sie den Zähler mit einem Maximalstrom als Aussetz- oder Dauerbetrieb beaufschlagen.
So sind beim Dauerbetrieb deutlich niedrigere Maximalströme in der direkten Messung zulässig.
Sicherheitshinweis: Die Angabe des Maximalstroms auf unseren Datenblättern bedeutet n i c h t , dass das Gerät dauerhaft damit beaufschlagt werden darf.
Wir empfehlen sich bei einem fachkundigen Installationsbetrieb oder Ingenieurbüro zur Bemessung von elektrischen Anlagen beraten zu lassen.
Diese Angaben sind unverbindlich und haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit. Beachten Sie in jedem Fall unsere Installationsanleitung.
Mit freundlichen Grüßen
EFR GmbH
Ihr könnt nun vielleicht nachvollziehen, warum ich frage.
Kann doch eigentlich nicht wahr sein, dass der Hersteller mir gegenüber keine konkreten Angaben zur Dauerstrombelastung machen will und mich an Installationsbetriebe verweist. Auch müssen ja mit mit konkreten Angaben rechnen können. Wie sonst will ich denn eine Anlage bestimmen können.
Ich muss über diesen Anschluss mein gesamtes Gewerbegelände versorgen. Im Moment ist es eher unwahrscheinlich, aber es könnte schon vorkommen, dass mal über 1-3h ordentlich gezogen wird. Wieviel kann ich nicht sagen, aber nehmen wir einfach mal 100A an. Unser Netzbetreiber hat uns einen neuen HA mit 250A hergestellt, weil der alte nicht mehr den Erfordernissen entsprach... eigentlich eher, weil eine 25kWp PV-Anlage ans Netz gehen soll - aber egal.
Der Elektriker, der einen neuen Zählerschrank installieren sollte, hat mir einen 50A SLS vor den Zähler gesetzt, obwohl er von mir die Vorgabe hatte, den höchst möglichen und dauerhaften Stromfluss zu realisieren.
M.M.n. hat der von vorn bis hinten Schei... gebaut und deshalb liege ich mit dem jetzt über Kreuz. Jetzt muss ich als Laie mir in mühevoller Kleinarbeit selber alles erarbeiten, damit der mir kein X vors U machen kann.
Ich sag mal vorsichtig, irgendwo leicht jenseits der 60A beginnt doch der Bereich der Wandlermessungen. Damit ist der Zähler für einen 250A-Anschluss doch eh obsolet.
Nein, nur weil 250A möglich wären, muss nicht automatisch eine Wandlermessung eingebaut werden. Ist momentan nicht nötig und kostet auch mehr als Direktmessung. Ich hab nen 100A-Zähler und will den einfach nur entsprechend der Herstellervorgabe "ausreizen" ohne zu überlasten. Wenn mir der Hersteller sagen würde: "Dauerlast bis 80A möglich", dann wäre ich schon glücklich und zufrieden. Aber was soll ich mit solchen Aussagen anfangen?
Und dementsprechend müssen die anderen Komponenten ausgelegt sein. Ich will ja keine Heizung im Zählerschrank und nicht jedes Mal 150 Meter in den HAR laufen müssen, weil der (50A) SLS rausfliegt, nur weil noch ein Kompressor angesprungen ist.
Ich kann mir eigentlich nur vorstellen, dass das Dauerlast ist. Schau mal hier bei einem anderen Zähler, da ist der angegebene Strom direkt mit "Dauerstrom" im Datenblatt benannt auf Seite 54:
Schau auch mal hier:
Da steht in einem Beitrag ein Verweis zu Wikipedia: "Diese direktmessenden Stromzähler sind für die Nennspannung 230 V (entsprechend 400 V zwischen den Außenleitern) ausgelegt. Hinter der Nennstromstärke wird in Klammern die Maximal- oder Grenzstromstärke in Ampere angegeben, die der Zähler dauernd aushalten kann, ohne beschädigt zu werden."
Wobei das heute so nicht mehr in der Wikipedia steht.
Du hast also einen 60A Zähler, an einem 250A Anschluß, ziehst vermutlich für einige Zeit täglich 100A oder mehr, weißt aber nicht, wieviel?
Wenn das so ist, liegt der Eli mit seinem 55ASLS erst einmal nicht ganz daneben. Der SLS fliegt ja auch nicht gleich bei 56A raus.
Die Maximalbelastung ist hier durch die verwendeten Leitungen vorgegeben. Der Zähler lässt sich mit maximal 25mm² verdrahten. 25mm² dürfen mit maximal 80A abgesichert werden.