ich habe hier zwei Batterieprojekte, a) 42 kwh, b 28 kwh. Seplos Original Boxen. Jeweils Neey 4.0 Balancer. 3 x MP2 und MPPT, sowie 23 kwp auf dem Dach, eine selbstgebastelte Busbar.
Folgendes Problem habe ich: Nachdem die Batterien aufgeladen sind, fällt die Spannung, siehe Abbildung, doch dann "plötzlich" gibt es eine Stromspitze, dafür habe ich keine Erklärung. Es gibt zu dem Zeitpunkt keine Erklärung. Kein Gerät schaltet ein, keine Wolke verzieht sich. Zunächst habe ich gedacht die MP2 laden in die Batterie, kann aber nicht sein, da sie zum Laden abgeschaltet sind, jedenfalls sagt das der "Elektriker".
Der Elektriker meint, dass es ein Problem mit einem Übergangswiderstand gibt. Da ist natürlich alles denkbar, aber mir erschließt sich daraus nicht, weshalb die Spannung (und Strom) so stark ansteigen. Fakt ist scheinbar auch, dass ein Block (BMS) wegen Überspannung abschaltet. Das wäre auch eine Erklärung, der Spannugsdifferenz der beiden Blöcke. BMS Seplos 2.0 ist auf Auslieferungszustand (Einstellungen). Es ist mit den kleinen Kippschaltern eingerichtet, dass Victron alles erkennt und die Blöcke entsprechend zusammenarbeiten.
Hat jemad eine Idee? Ein Freund meinte noch, dass die MP2 zu hoch eingestellt sind, evtl muss man den Strom begrenzen, weiß aber gerade nicht, denn die Ladung scheint ja ausgeschlatet zu sein - Es landen ausschließlich die MPPT´s.
@drescher-2 Ja, tatsächlich gibt es auch eine Stromspitze, ich will mal sehen ob ich die Stromspitze auch einstellen kann. ABer Danke für die Richtigstellung, gemeint ist eine Spannungsspitze.
schaut Euch das mal an, wie ist das zu erklären, durch Übergangswiderstände?
@stromsparer99
Nach dem Neey und BMS sind alle Zellen pro Einheit/Block gut gebalanced, durch Überspannung schaltet dann ein Block ab und der andere geht hoch, oder umgekehrt. Die Frage ist nur, wie kommt es zu der Spannungsspitze? Oder welchen Ansatz müssen wir gehen. Ein Freund meinte, die Victrons runterzustellen, weil sie die Spannungspitze steuern. Zum Beispiel nur bis 3,45V hochzuladen.
Der Elektriker meinte, es gibt ein Übergangswiderstand. Das glaube ich jedoch nicht wirklich.
steuerndes BMS. = Automatische Auswahl
Systemsetup Battereiwächter = Automatic. (autom. ausgewählt: CAN-SMARTBMS-BAT on CAN-bus)
es würde ja nichts schaden, wenn ich das SEPLOS BMS manuell einrichte / einstelle oder?
OK, ich habe es auf manuell eingestellt, und den Automatikmodus rausgenommen,
Ich bin bei Begutachtung bei der gleichen Aussage. Da gehen über 80A Ladestrom in die schon ziemlich vollen Packs. Dann schnellt, wie zu erwarten, die Batteriespannung nach oben, dann löst im BMS die Overvoltageprotection aus und der Ladestrom geht auf 0A da die MOSFETs für den Ladestrang abgeschaltet werden. Dadurch sinkt natürlich auch die Batterie-Gesamtspannung wieder und wenn sie einen im BMS eingestellten Schwellwert unterschritten hat wird der OVP Alarm zurück genommen und das Prozedere startet von vorn. Nur, da der Akku einfach mal mehr als randvoll ist, wird die OVP gleich wieder erreicht usw.
Ich würde empfehlen, die Ladeschlussspannung im BMS (ich meine die Konfig muss auf alle (!) BMSse eingespielt werden) mal auf 3,45V runter setzen. Die ist, zumindest bei unseren drei SEPLOS V3 nämlich ab Werk viel zu hoch. Dann den CellOverVoltageAlarm (nicht zu verwechseln mit CellOverVoltageProtection) auf 3,43V -und den BatteryOverVoltageAlarm auf 16xCellOverVoltageAlarm setzen. Ist der CellOverVoltageAlarm und/oder BatteryOverVoltageAlarm beim Laden erreicht, -jetzt bin ich mir nicht sicher ob das V2 das auch so macht- wird der max. Ladestrom vom BMS aus auf 10A pro Pack herab gesetzt und dem MPPT-Lader mitgeteilt. Durch die vorher eingestellte Ladeschlussspannung von 3,45V/Zelle wird der Ladestrom immer weiter sinken, die Neeys haben Zeit zum Ausgleichen und alles sollte gut sein.
Übrigens, die Neeys sind ab Werk auch katastrophal parametriert. Sie fangen ab Werk viel zu früh an zu balancen und meines erachtens sind 4A auch nicht unbedingt nötig bzw. ich hab sie eine Weile bei 4A gelassen und dann auf 2A herabgesetzt. Ich denke die folgenden Einstellungen sind recht brauchbar:
42kWh lässt mich auf eine ungerade Anzahl (3) Packs schließen. Da wäre jetzt die Verdrahtung mal interessant um schon unterschiedliche Spannungsfälle auf den Leitungen zu den Packs ausschließen zu können.
Leute, macht die bitte die Startdifferenz des Balancers nicht zu klein. Beim Entladen, mit moderatem Strom, aber noch oberhalb der Startspannung ist die Differenz das einzige, wasbden balancer davon abhalten kann in dieser Zeit Unsinn zu machen. Ich benutze 20mV , habe zwischen 15 und 25 rumprobiert und einmal sogar 50. Sobald 0,5 % SOC raus sind sieht man nichts mehr von 50 mV Differenz.
@hf_spsler
Hallo Carolus, ja, das hört sich gut an. Ich habe, ich weiß nihct mehr ob ichs oben erwähnt habe, die BMS auf werkseinstellung gelassen. Ich kann mit der iPhone App einfach nur bedingt zugreifen. Ich sehe sie wohl, kann auch "Victron" einstellen, aber das wars dann auch schon. Habe keinen Windowsrechner mit dem ich via Lan zugreifen kann. Muss ja auch ein Laptop sein, da das System runterfahren muss, wenn ich auf die Blöcke zugreifen will, oder kann ich nach und nach einen nach dem anderen abschalten und vom "Netz" nehmen, nachdem ich das BMS verändert habe, glaube, das ging nicht, da beim zusammenschalten die Einstellungen sofort überschrieben wurden (vom Master).
Ja ich habe 3 Blöcke, alles gut gecrimpt, Kabellängen sind zwar nicht identisch aber nur 20 cm länger (50mm2, (jeweils pro Block), jeder Block ist einzeln an Bus-Bar angeschlossen.
Interessant ist übrigens, das die Fehler bei beiden PV-Anlagen identisch auftreten, also würde ich einen Übergangswiederstand ausschließen. Ich tippe dann auch mal auf die BMS.
Das ist vollkommen ausreichend, eigentlich schon unnütz genau. Ich erinnere daran, dass das balancieren dazu dient, die Zellen, "gleich voll" zu halten.
Der Spannungsbereich von 3,45 V bis 3,55 V sind 0,1% SOC. Und das ist jawoll gleich genug, schon im Übermaß.
Verkleinerte Differenz ist nichts anderes als Verschlimmbesserung von .... Nichtfachleuten.
Und die Verkleinerung führt z.b. dazu, dass der balancer bei entladen durch Strom-induzierte Differenz anlaufen kann. Was die mühsam gemachte Balancierung wieder zerstört. Vor allem dann, wenn die balancerstartgrenze unter 3,4 V liegt.
ich hatte zunächst die Balancer NEEY-Kabel zusammen mit den BMS Kabel auf einem Schraubkontakt, nach dem Hinweis zu dem Übergangswiderstand habe ich die beiden Kabelk jeweils einzeln angeschraubt. Kabel sind 50mm2 mit großer Krimpzange richtigen Kabelschuhen von Klocke (?) angekrimpt. BZW. die Speziellen Kabelverbinder von Seplos.
@carolus Aus aktuellem Anlass und weil das Wetter gestern so gut war und unsere 43kWh mal wieder voll wurden hab ich den Prozess des Balancing an allen drei Packs mal länger beobachtet.
Dabei ist mir jetzt aufgefallen, dass der NEEY den Parameter "StartupDifVol" nur für den Start berücksichtigt. Das heißt, selbst wenn die Differenz nach einer Weile unter den eingestellten 15mV liegt, balanciert er fröhlich weiter bis hin zuletzt auf eine Differenz von 5mV an jedem Pack. Er stellt das Balancieren erst dann ein wenn die Absorptionszeit rum ist und CVL von 55,2- auf 53,9V sinkt. Könnte dies am Ende auch kontraproduktiv sein?