Danke Dir. Heißt durch ein Softwareupdate, wo das Ventil besser angesteuert wird, ist das Thema erledigt. Leider für so etwas wenig Erfolgschancen durch Daikin zu erwarten.
Sind dir Details bekannt wie die Oszillation aussieht und was "normal" wäre? Dann könnte man ja darüber nachdenken dort eine Art Puffer/Signal-dämper/anpassung zwischen zu bauen.
Die Oszillation sieht man im COP. Da wird das Ventil langsam zugemacht und wieder geöffnet.
Ich kenne ein besseres verhalten von meinem Panasonic. Es stabilisiert die Temperatur (COP max.) innerhalb von 5-10 min. Der ATXD braucht dafür 1/2 h, und wenn COP maximum erreicht ist, wird abgetaut. Ein Trauerspiel!
Man könnte die komplette EEV Steuerung umgehen und selber einen Schrittmotortreiber basteln. Wie die Teile funktionieren lernt man hier:
Danke. Sehr interessant. Dann hatte ich etwas missverstanden. Ok, die ATXD ist von mir aus lahmarschig mit ihren 30 minuten eh sie den optimalen COP gefunden hat, aber das Abtauen wird dadurch ja nicht als Grund ausgelöst.
Nach dem lahmarschigen COP Optimieren wird das Ventil also eher nicht weit genug geöffnet und es folgt der Abtauvorgang. Nur jetzt die optimale COP-Findung also das Oszilieren zu eleminieren, würde dann nichts nutzen da trotzdem abgetaut wird.
Mein Verständnis ist, dass die Anlage das Ventil immer weiter zudreht um den optimalen Betriebspunkt zu finden. Leider geht das etwas zu weit, und es kommt zu dem Temperatureinbruch. Wenn es nicht zum abtauen kommt, fängt sie irgendwann wieder an das Ventil zu öffnen. Das sehen wir dann als langsame Oszillationen in der Temperatur.
Ich habe auch gesehen, dass wenn kurz vor dem Temperatureinbruch die Leistung erhöht wird, die Anlage weiterlaufen kann. Die Temperatur im Verdampfer steigt und das EEV regelt weiter bis es später doch zu einem Temperatureinbruch kommt. Also, ob es zu einem Abtauvorgang kommt, ist von dem Betriebspunkt stark abhängig. Eine Leistungsveränderung bedeutet gleichzeitig, dass der COP für eine lange Zeit schlechter wird.
Rein als Idee. Könnte das eine Folge des optimierten COP (A+++) bei Einsatz gleicher Technik bei der ATXD sein? Nur für das "tolle" Label wird weiter am COP optimiert und kauft sich dabei diese Überoptimierung dabei ein, die zu verfrühten Abtauvorgangängen führt, aber nicht auf dem COP Energielabel auftaucht, dass sich jeder vor dem Kauf anguckt?
Bleibt für mich nur als Lösungsansatz, den Temperatureinbruch zu detektieren und das Ventil wieder weiter zu öffnen. Dabei wird es wohl oder übel zum schlechteren COP kommen, aber der Abtauvorgang wird verhindert und es rechnet sich.
Wenn man die komplette EEV Steuerung übernimmt, könnte man auch den COP schneller optimieren. Man könnte als Grundlage die Motorschritte vom Daikinregler auslesen um zu sehen was er will. Danach kann man entscheiden ob man sie weiter an das EEV gibt.
Wo sitzt der Sensor eigentlich original? Sitzt am Eingang des Wärmetauschers, also kurz nach dem EEV?
Interessant auf jeden Fall, wie tatsächlich die Temperatur am Wärmetauscher runter geht, obwohl keine Vereisung stattfindet. Das spricht dafür, dass auf der Niederdruckseite der Druck sinkt, was wohl hauptsächlich über eine Drosselung des EEV passieren sollte. Der Kompressor fährt ja Anfangs sogar noch etwas höher, was man an der Leistungskurve sieht. Da sinkt die Temperatur zuerst und Leistung geht hoch. Erst so bei -5 Grad wird dann auch die Leistung recht schnell zurückgefahren bis auf 0 und die Temperatur sinkt dann noch weiter bis auf -6 Grad.
Statt Bug könnte man auch durchaus in die Richtung denken, dass Daikin das absichtlich eingebaut hat. Entweder um häufigere Abtauzyklen bewusst zu provozieren. Denn die ganze Abtausache ist nicht trivial. es gibt viele Situationen, wo die Anlage nur partiell vereist und man es nicht über Leistungsabfall erkennen kann. Auch andere Daikins scheinen öfters mal abzutauen, da gabs hier letztens auch eine Nepura, die öfters mit trockenem Wärmetauscher abgetaut hat. Oder man will ganz bewusst die ATXD etwas schlechter laufen lassen, damit die nicht aus Italien reimportiert nach Deutschland kommt.
Im Bild sieht man die leere Hülse wo der Thermistor normalerweise sitzt. Ich würde sagen etwa nach 1/3 des WT. Das KM wird unten eingespritzt und läuft bis zur Mitte. Ein zweiter paralleler Kreis beginnt in der Mitte und läuft bis nach oben.
Wäre es nun nicht am einfachsten eine Mischung Deiner Lösung zu verwenden? Du probierst die Temperaturmessung im Ort der Messung zu verändern, was für den Start des Abtauens funktioniert aber nicht für das Ende.
Eine komplette Übernahme der EEV Regelung erscheint mir sehr komplex und schwierig da viele Unwägbarkeiten und Unbekannte von der Steuerung sein können.
Warum dann nicht eine kleine Mogelschaltung zwischen Steuerung und Thermistor einbauen? Ich denke da Richtung Steuerung an ein 100K digitales Poti dass der Steuerung den Thermistor vorgaukelt.
Den Wert des dgitalen Potis bestimmt man aus tatsächlicher Messung des Thermistors reduziert um den ungewünschten Teil. So lassen sich aber entscheidende Abbruchkriterien noch definieren und ans digitale Poti weiterleisten.
Da du eh Adruino verwendet wäre ein MCP41100 da ein möglicher Kandidat.
Bist du dir sicher dass das Verhalten mit Temperatursensor nach Verdampfer nicht auftritt?
Wegen dem Sammler vor dem Kompressor sollte das Kältemittel keinen überhitzen Zustand haben. Dementsprechend sollte die Temperatur im ganzen Verdampfer die gleiche oder am Austritt etwas geringer (wegen Druckabfall). Wenn das Kältemittel überhitzt ist dann könnte das auch ein Anzeichen für Kältemittelmangel sein oder wie du schon sagst fehlerhaftes Expansionsventil sein.
Ist über die Zeit zwischen 7:10 und 7:20 die Lüfterdrehzahl runtergegangen? Bei abnehmender Lüfterdrehzahl fällt ebenfalls der Saugdruck (und damit die Temperatur).
Doch, Kältemittel geht immer im überhitzten Zustand in den Kompressor, schon als Kompressorschutz, weil flüssiges Kältemittel den Kompressor schädigen würde.
Das ist leider nur bedingt richtig. Der Akkumulator/Sammler vor dem Kompressor dient als Phasentrenner. Das Kältemittel tritt also gerade so gasförmig in den Kompressor ein.
Falls Kältemittel im Verdampfer überhitzt wäre das an einer ungleichmäßigen Vereisung am Verdampfer sichtbar und könnte darauf hindeuten dass zu wenig Kältemittel im System ist.
Hier mal ein Zitat: "Dabei ist es jedoch sehr wichtig, dass der Kältemitteldampf vor Verlassen des Verdampfers über seine Verdampfungstemperatur hinaus erhitzt wird (Überhitzung bzw. Sauggasüberhitzung), damit kein flüssiges Kältemittel in den Verdichter gelangen kann. Andernfalls könnten sogenannte Flüssigkeitsschläge den Verdichter beschädigen. "
(Quelle: Verdampfer in der Wärmepumpen-Technik)
So in etwa findet man das in diversen Lehrbüchern zu Kältemaschinen. Schau dir dazu auch mal die log-p Diagramme an, da ist die Überhitzung immer eingezeichnet.
Der Kältekreislauf muss auch so geregelt werden, damit das Kältemittel im Verdampfer auch vollständig verdampfen kann. Ein Kreislaufprozess, wo immer etwas mehr Kältemittel in flüssiger Form übrig bliebe, wäre undenkbar, das muss ausgeglichen sein.
Das Kältemittel verdampft im Verdampfer ja ein paar Grad unterhalb der Außentemperatur. Es kann dann bis auf Außentemperatur überhitzen. Im Sammler hast du auch Außentemperatur (oder etwas mehr durch Abwärme vom Verdichter). Dort bist du also auch in der Überhitzung, weil der Druck auf Niederdruckseite durch die Verdampfungstemperatur am Verdampfer festgelegt ist, die ja ein paar Grad unter Außentemperatur liegt.
Ich glaub, das ist nicht stimmig. Wird weniger Kältemittel eingespritzt und würde gleichzeitig der Wärmetauscher kälter werden, würde die Leistung des Wärmetauschers ansteigen. Der würde also mehr Wärme aus der Umgebung aufnehmen. Das widerspricht der Situation, dass weniger Kältemittel durch den Wärmetauscher geht.
Die Temperatur sinkt am Anfang des WT, bleibt am Ausgang aber weitgehend konstant. Es gibt also eine starke Überhitzung, bei etwa gleichbleibender Wärmeaufnahme.
Ich werde noch zusätzliche Temperatursensoren montieren um das eindeutig zu zeigen. Ich habe es nur mit einem Digitalthermometer überprüft.
Ich könnte auch die Temperatur nach dem Verdichter loggen. Dafür gibt es einen Thermistor, der auf meinem kleinen Adapterboard leicht zugänglich ist.