Verfolge dass ja auch schon was länger und im Rheinland hatten wir durchaus bisher andere Temperaturen als hier beschrieben bei den Extremfällen. Das lässt sich nicht vergleichen.
Bin ich aber auch froh, da mir so das Thema der Vereisung der Abtauwanne hoffentlich erspart bleibt.
Hab gestern mal ordentlich aufgeheizt, da viel PV Überschuss vorhanden. Prompt nachdem automatischen Abschalten des Powerful-Modus ging die Anlage in den Abtauvorgang.
Danach durch Bedarf, Sollwert und ohne Econo etwas heftiger betrieben und es gab weitere Abtauvorgänge.
Also ein Bezug zur Leistung sollte es geben. Fahre normal eher konstant im Econo-Modus um 500-600W und dort sehe ich kaum Abtauvorgänge.
Ja, der ist sogar recht linear: Doppelte Leistung = doppelte Temperaturdifferenz Wärmetauscher zur Außentemperatur. Insofern der Lüfter des AG gleich schnell läuft.
Die meisten Anlagen drehen aber den Lüfter hoch bei höheren Leistungen.
Im Bereich 200-500 Watt kann ich es bei uns schön beobachten, da dreht der Lüfter gleich schnell. Bei 200W friert die Anlage etwa bei 1,5 Grad ein, bei 500 Watt bereits bei 3-4 Grad.
Natürlich hängt es auch noch am Taupunkt, ob überhaupt so viel Wasser in der Luft ist, dass sich Wasser am Wärmetauscher absetzen kann. Deshalb hat man mitunter bei -10 Grad überhaupt keine Vereisung, weil dort die Luft oft recht trocken ist. Am schlimmsten ist es meist so um den Gefrierpunkt.
Hier die Abtauungen der letzten 2 Tage. Zweimal konnte kontrolieren und beides mal war Eis am Verdampfer. Heute morgen lag ein wenig Schnee und danach nasskaltes Tauwettter. Bis jetzt also alles in Ordnung mit der ATXD35.
Standardgeräte haben in aller Regel keine beheizte Bodenwanne. Also auch nicht die besseren Geräte wie Perfera und Stylish. Und auch bei den meisten anderen Marken gibt es sowas nicht.
Da ich gestern leider noch richtig bettlägerig war, hatte ich die 2,5kW Anlage vorsichtigshalber abgeschaltet. Gestern hatten wir zwischen -8°C und -3,5°C. Den Lösungsanasatz mit Armaflex und Kabelheizung finde ich sehr gut. Mit W-LAN Steckdose dann steuern.
Ja, abschalten ohne Abtauen kommt auch vor und das ist auch Ok und nicht das Problem. Wenn nur abgeschaltet wird, dann schaut die Stromaufnahme in der Grafik anders aus - siehe Screenshot 05.01.2025 11:00 Uhr.
Das Problem ist, dass bei tieferen Temperaturen nicht normal abgeschaltet wird, sonder beim abschalten wird auch abgetaut obwohl nicht notwendig.
Ja, bin mir sicher.
In dieser kurze Zeit ist das Abtauen unnötig. Als vergleich kannst du die anderen Kurven ansehen. Die ATXD35 mit 600Watt Leistung taut einmal in 1-2h ab. Das ist dann aber auch dringend notwendig - siehe Bild.
Interessant ist das Wohnzimmer an diesem Tag. Das Taut laut der Grafik vom 04.01.2024 bis 05:30Uhr Morgens 1x Pro Stunde ab und ab 05:30Uhr (da wird lt. Zeitplan die Innentemperatur auf 22C° gestellt) ist der Abtau Intervall auf einmal länger.
Schönes video. Nicht viele können nen sachverhalt so gut erklären. Der macht das sehr gut.
Meine siesta Anlagen arbeiten gut. Abgetaut wird nur wenn die aussentemperatur bei null grad liegt. Man sollte das auch nicht in frage stellen. Daikin ist keine wald- und wiesenfirma. Wir haben was ordentliches gekauft, das ist erprobt und funktioniert auch gut. Es gilt, die parameter so einzustellen, dass die Anlage möglichst effizient läuft. Das ist ja von der umgebung abhängig, wie gross der raum ist, der beheizt werden muss, wie gut die wärmedämmung ist. Das kann daikin nicht automatisieren, das man man selbst einstellen. Da hilft es, wenn wir unsere gegebenheiten und einstellungen posten.
Ich warte noch , bis ich da was poste. Ich hab im augenblick auch wichtigere sachen zu tun. Seit 2 Tagen laufen die Anlagen mir 200 W. Es ist aber auch "warm" draussen. Ich hab faikin automatik laufen mit ble temperatursensor. Demand control auf 40 , ecomodus ist aktiv.
Was mich hier wundert: Warum taut die erst ab, wenn der Wärmetauscher < -2,7 Grad ist? Bei -1 Grad ist doch genauso schon Reif zu erwarten.
Im Video bei 5:47 ist auch ein Fehler. 38 Grad Celsius am Wärmetauscher, um das Ende der Abtauung zu erkennen. Das wäre ja Irrsinn. Es ist ein Übersetzungsfehler, da steht 38 Grad Fahrenheit, was falsch in Celsius übersetzt wurde. 38 Grad Fahrenheit wären 3,3 Grad, das passt. Sehe es gerade auch in den Kommentaren.
Daikin muss die programmierung so machen, dass möglichst alle gegebenheiten gut abgedeckt sind. Wenn z.b. starker wind hinzu kommt. Wobei davon auszugehen ist, dass die aussengeräte geschützt stehen. Wenn die so viele jahre ihre Anlagen verkaufen, dann sind genug erfahrungen vom feld vorhanden, also rückmeldungen wenns wo hakt. Dann wird dies und das verbessert. Die dinger sind ausgereift (meine meinung) die regelung sollte in den meisten fällen gut funktionieren. Wenn man die Anlage völlig unsinnig einstellt, kann es auch zu fehlern kommen. Damit rechnet niemend, muss auch nicht. Eine firma wird da auch nix grob falsch einstellen. Wir diy leute stellen gerne mal alles um, experimentieren viel. Was am ende auch zu optimalen einstellungen führt. Zwischendurch kann das aber auch in die hose gehen, wenn man in die falsche richtung einstellt.
Ob das Daikin wirklich so macht, dazu kann ich nächstes Jahr mehr sagen. Dann werde ich mit der Nepura (FTXTM30S) heizen und mitbekommen, ob da die Abtauzyklen sinnvoller sind als bei der ATXD35A.
Jedenfalls ergeben stündliche (oder gar alle 40min) Abtauzyklen bei FURZTROCKENEM Wärmetauscher keinen Sinn. Noch weniger, wenn die Anlage davor stundenlang auf niedriger Leistung (~200W) lief und sobald es abends kälter wird, fängt der Abtau-Schwachsinn an. Das ist auch nicht mit einer extra-Vorsichtsmaßnahme zu rechtfertigen, wenn dabei nicht einmal ein Ansatz von abgetautem Kondenswasser am Ablaufloch der Bodenwanne zu sehen ist.
Die Siesta-Modelle sind hald Italienerinnen. Ist bei denen hald so, die rechnen einfach nicht ernsthaft mit Kälte.
Das kommt auf die Betrachtungsweise an. Sie machen keinen Sinn, weil es nichts aufzutauen gibt. Auf der anderen Seite ist die Anlage nur begrenzt in der Lage, Vereisung zu erkennen. Und von dieser Perspektive kann es sinnvoll sein, lieber öfter mal abzutauen, als das die Anlage irgendwann völlig vereist und nicht mehr funktioniert.
Beispiel: Es gibt durchaus Wetterlagen, da verreift der Wärmetauscher wenig, aber es bildet sich die unteren 4cm am Wärmetauscher starkes Eis. Dieses Eis muss regelmäßig weg. Aber dieses Eis kann die Anlage nicht detektieren.
Die Frage ist da eher: Gibt es nicht schlauere Strategien, als einfach stumpf alle 45min abzutauen? Ich denke schon. Beispiel: Wenn die Anlage nach 45min abtaut und damit ja gut erkennen kann, dass der Wärmetauscher frei war (schnelle Temperaturerhöhung im unteren Bereich), dann braucht sie nach 45min nicht schon wieder abzutauen, sondern sie kann die Zyklen Schritt für Schritt verlängern.
Bleibt auch noch die These: Daikin könnte es besser, macht es aber absichtlich nicht besser bei der Siesta-Serie. Dagegen spricht dann aber wieder, das meine ATXF aus der Siesta-Serie, die ja noch viel billiger als die ATXD ist, bisher keine Auffälligkeiten beim Abtauen zeigt.
In diese richtung wird es gehen. Die gesamte regelung incl. Abtauautomatik muss auch anders sein als bei Anlagen die bei viel niedrigeren temperaturen betrieben werden. Bei den siesta Anlagen liegt der fokus wahrscheinlich beim kühlen, nicht beim heizen.
Es ist auch kein "PC" innenleben verbaut. Die programmierung und der Speicher dieser elektroniken sind begrenzt.
Wenn mit timern und merkern gearbeitet wird, fängt das ding das abtauen an. Weils kälter draussen wird. Und es wird angenommen, dass es immer kälter wird. Es wird abgetaut, bevor die Anlage vereist ist. Ein bremsassistent bremst auch, bevor es rummst. Um den rumms zu verhindern.
Meine überlegungen sind stochern im nebel, das kommt von einschlägiger erfahrung im programmieren von ähnlich "schwachen" elektroniken.
Was stört denn an paar abtauvorgängen,, die im grunde nicht nötig sind ? Dafür war die siesta Anlage auch nicht teuer. Ich bin damit zufrieden.
In so fällen hab ich auch schon mal gesagt: klar könnte man ne bessere programmierung machen, bessere hardware einbauen. Aber das wollen die kunden nicht bezahlen.