22 m² sind sicher nicht zu groß für die Anlage, sie taut auch bei geringer Leistungsaufnahme viel zu oft unnötig ab, wenn der Mond entsprechend steht. Ob sich die anderen Geräte nicht so sehr nach dem Mondstand richten, kann ich schwer beurteilen. Es fehlt der direkte Vergleich.
Ich will die Anlage nicht schlechtreden aber im Gegensatz zu meiner Panasonic Nordic HZ25XKE ist sie einfach eine Lachnummer was Leistung bei niedrigeren Temperaturen angeht. Wirklich nichts anderes als eine Lachnummer. Das unnötige Abtauen ist da noch das kleinere Übel.
Das Regelverhalten ist ansonsten absolut in Ordnung, auch die Leistung bis um die 0°C ist super. Das Problem mit der Abtauerei bin ich noch nicht angegangen. Wenn ich bemerke, dass sie unnötig abtauen will, schalte ich schnell per Fernbedienung aus und wieder an. Läuft dann nach 3-4 Minuten wieder weiter und spart sich die Placebo-Abtauerei. Wenn man zu spät abschalter, läuft der Abtauzyklus auch bei abgeschaltetem Gerät. So einen Blödsinn leistet sich meine Panasonic auch nicht. Manchmal ist sie wirklich vereist wenn sie abtaut aber das ist eher Zufall. Der Economy-Modus kann das Abtauen deutlich reduzieren aber das ist klar, weil die Leistung dann auch geringer ist. Und der Raum muss dann schon warm sein, sonst friert man lange, weil die Anlage sonst aus einem Wechsel zwischen Abtauzyklus und danach wieder Hochheizen nicht mehr so schnell rauskommt. Man merkt schlicht und einfach: mein Exemplar ist nicht ernsthaft zum Heizen gemacht. Das mag in der Rheinebene anders sein.
Ob ich ein Montagsgerät mit einem Fehler habe, kann ich nicht beurteilen. Es gibt zu diesem Gerät praktisch keinerlei verlässliche Informationen. Falls doch, dann bin ich daran interessiert. Meine Empfehlung hat sie zum Heizen nur dann, wenn eine weitere Heizung einspringen kann. Bei mir der Holzofen.
Das ist schon außergewöhnlich, wa du da berichtest. Die meisten scheinen mit der Anlage gut zurecht zu kommen, was das Heizen angeht. Das Außengerät soll identisch mit der Perfera sein und die ist sehr stark verbreitet in Deutschland und viele heizen damit hinreichend gut.
Ich hab ja die viel günstigere ATXF, selbst die funktioniert bei uns absolut erstklassig beim Heizen.
Auch die merkwürdige Steuerung bei dir mit den Abtauzyklen kann ich bei meiner ATXF nicht nachvollziehen. Vielleicht kann da jemand mit ATXD was zu schreiben. Wäre schon gut, auch die Probleme oder Einschränkungen der ATXD besser zu kennen.
Mit einer Panasonic Nordic kannst du die natürlich nicht vergleichen. Die hat natürlich deutlich höhere Heizleistung besonders bei sehr niedrigen Temperaturen. Das Ding ist nur: Viele brauchen überhaupt keine hohe Heizleistung.
Die ATXD25 sollte bei -10 Grad noch 2,4 kW Heizleistung haben. Deine Panasonic Nordic hat bei -10 Grad 3 kW.
Problem: diese Information ist nicht gesichert. [quote data-userid="8074" data-postid="171617"]
Ich hab ja die viel günstigere ATXF, selbst die funktioniert bei uns absolut erstklassig beim Heizen.
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Die billigere oder "schlechtere" Anlage muss ja nicht unbedingt schlechter sein. Was auch wichtig ist: du bist was die Innentemperatur angeht echt ne harte Sau und ich finde das beeindruckend und cool aber es ist leider nicht meine Präferenz. Ich habe nämlich viel lieber 21°C aufwärts, wenn ich in der Bude bin. Bei nicht zu tiefen Außentemperaturen kein Problem:
Gestern z.b. ab 8:30 morgens von 14°C Innentemperatur losgeheizt, wurde schnell warm, dann den ganzen Tag bis ca. 22 Uhr auf ca. 21-23°C gehalten. Die 22m² sind mit vielen billigen 3-fach Fenstern, 3 billigen Kunststofftüren (2 davon nach außen!, 1 in unbeheizte Werkstatt) und 12cm Holzständerbau, der nur in den Zwischenräumen mit Steinwolle gedämmt ist, Flachdach ist sehr gut gedämmt. Insgesamt nicht schlecht aber ich habe da einen gewissen Heizbedarf. Verbrauch gestern über den Tag: ca. 3,2kWh. Finde ich absolut in Ordnung. Mit dem Holzofen müsste ich da "takten", d.h. wieder anfeuern und das wäre nervig.
Ich kenne bisher noch nicht viele Erfahrungswerte für die ATXD. Hier in diesem Thema wirds auch erst ab Seite ~12 interessant, weil es davor nie kalt war. Und allzu gut sind die Erfahrungen eigentlich nicht, außer dass die Regelung immer wieder gelobt wird. Mit dieser bin ich auch zufrieden, die Anlage fährt schön auf niedrige Aufnahmeleistung runter statt zu takten.
Das ist meine Hauptbotschaft: wenn ernsthaft geheizt werden soll und das mit den typischen Vorzügen einer LLWP (= u.a. schnelles Aufheizen bei Bedarf), dann lieber eine Anlage, die dafür gemacht ist. Die "Cold Region" von Daikin sind sicher auch gute Geräte, die das können. Meine Panasonic gibts im Ausland auch ab ~1300€ (siehe Post von Hafenlotse im entsprechenden Beitrag zur Panasonic Nordic). Es ist gut möglich, dass mir die Panasonic beim Beheizen des Wohnbereichs auf den Sack gehen würde, weil vielleicht die Regelung blöd ist, leider fehlt mir da (noch) die Erfahrung, sie ist bisher wenig gelaufen aber das kommt noch.
@Photovoltmike Kannst du deine Anlagen mal in die Signatur schreiben? Ich rätsel mal wieder, was du für Anlagen hast. Wäre gut, das immer präsent zu haben.
Ja, wir brauchen mehr Erfahrungsberichte zur ATXD. Das wäre sehr hilfreich, um diese günstien Anlagen besser einschätzen zu können.
Ich erinnere mich, dass hier mal jemand geschrieben hatte, dass die Teilenummer der Außeneinheit Perfera und ATXD gleich sein soll. Wird vermutlich irgendwo hier im Thread stehen. Wenn man dafür nochmal Quellen hätte, käme man vielleicht mit dieser Frage weiter.
Wenn du schreibst, dass die nicht so viel Wärme macht, könnte es auch an der Regelung liegen. Als ich vor ein paar Monaten mal eine ATXD im Erstbetrieb erlebt habe, haben wir Soll voll hochgestellt auf 30 Grad, obwohl es nur 10 Grad im Raum war. Die Anlage fuhr aber gar nicht sonderlich hoch, zog nur 500-700 Watt. Da hat der Regler gemeint, die Anlage gar nicht auf volle Nennleistung hochzufahren. Das erkennt man aber gut an der Stromaufnahme. Es gibt ja auch die Power-Heiz-Taste, wo die Anlage eigentlich mit voller Power 15 min heizen sollte. Hast du das schonmal ausprobiert?
Wenn man in den nordischen Ländern in Foren schaut, ist natürlich auch die klare Meinung: Wer ordentlich Wärme braucht, sollte unbedingt eine Nordic-Anlage kaufen. Standard-Geräte reichen bei den tiefen Temperaturen dort oft nicht aus.
Ich hatte mal geschreiben, dass die Außengeräte RXM-R (Perfera) und ARXM (Siesta) in einer Konformitätserklärung genannt sind und daher baugleich sein sollten.
Aber bei dem Daikin-Modellbezeichnungsirrsinn bin ich nicht ganz sicher, ob das die reichtige Bezeichnung für die Siesta ist/war. Bei einem Anbieter war damals soweit ich mich erinnere die Kombination ATXD/ARXM erhältlich als Siesta.
Die volle Leistung kommt frühestens nach drei Minunten. Das ist kein Fehler und kann je nach Situation auch noch länger dauern. Das soll verhindern, dass kalte Luft aus dem Innengerät geblasen wird. Unser Klimafachbetrieb hat das bei der Installation der Comfora explizit gesagt: "Beim Heizen dauert es etwas, bis warme Luft kommt. Das ist kein fehler sondern gehört so"
Als ich zum ersten Mal gelesen hatte, dass die Siesta Essence sich nur dadurch von der Perfera unterscheiden würde, dass sie zwei billige Luxusfunktionen nicht hätte, und dass sie dafür mal eben 30% billiger wäre, hatte ich meine Zweifel ob das alles so richtig sein könnte.
Zwischenzeitlich habe ich dann aber irgendwo gelesen, dass sich die Innen und Ausseneinheit und auch die technischen Daten nicht voneinander unterscheiden würden. Was due technischen Daten betrifft, scheinen aber weder Eurovent, noch die Händler, noch der Hersteller Daikin konsistente Daten zu liefern.
Jetzt kommt noch dazu, dass es mindestens einen Besitzer (Gullideggl) einer Essence gibt, der mit der Anlage unzufrieden ist. Was die Heizleistung betrifft, wäre es vielleicht noch erklärbar, wie man an den letzten Beiträgen sieht, aber das Abtauverhalten ist bei Gullideggl auch noch ein echtes KO Kriterium, falls es serienmäßig so sein sollte.
Ist also alles ziemlich unklar.
Ich lese mir jetzt noch mal die Threads zur Perfera und den Nordic Anlagen durch.
ich brauche zwar selbst bei NAT geschätzt unter 1000 W Heizleistung, aber ich spiele ja mit dem Gedanken, meinen Holzofen rauszuwerfen oder zumindest abzumelden. Da wäre es schon gut, wenn ich notfalls auch bei -22 Grad noch 1,5 kW Heizleistung hätte mit COP >= 2. Die -22 Grad Marke ist das kälteste, was wir in meinem Leben hier im Ort jemals hatten.
Wenns wirklich mal so kommt, kannst du auch einfach mal einen Heizlüfter mit 2kW anwerfen als zusätzliche Quelle. Die 2-3 Tage wird man so überstehen.
Da wäre es wirklich gut, noch andere Erfahrungen zu hören. Aber vielleicht kommen da erst Erfahrungswerte, wenn es mal etwas kälter wird.
Wenn Daikin eigentlich sehr gute Abtau-Algorithmen hat, die selbst bei meiner billigen ATXF gut laufen, könnte es ja nur eine absichtliche Verschlechterung der Algorithmen aus Marketinggründen sein. Ich hoffe, wir haben da bald weitere Erfahrungsberichte.
Wir nutzen zwei Daikin ATXD35A ARXD35A-Geräte zur Beheizung von etwa 150 m². Das Innengerät im Wohnzimmer hat eine SOLL-Temperatur von 22,5°C, gemessen wurden jedoch 23-24°C. Das zweite Gerät in der Küche/Galerie hat eine SOLL-Temperatur von 22°C, wurde aber mit 21,5-22°C gemessen. Die Anlage läuft rund um die Uhr ohne nächtliche Absenkung.
Da wir erst den zweiten Winter im Haus sind, haben wir keine genauen Daten zum historischen Heizwärmebedarf. Das Haus ist etwa 150 m² groß, teilweise unterkellert, mit einer einfach gedämmten Galerie und 30 cm dicken Außenwänden, davon ca.4 cm Polystyrol. Der berechnete Heizwärmebedarf liegt bei etwa 100-150 kWh/m²a bei einer Normaußentemperatur von -13,6°C.
Im Winter 22/23 haben wir etwa 8m³ Hartholz und ca. 500 Liter Heizöl (Vorlauftemperatur auf 50°C begrenzt) verbraucht, trotzdem war es nicht ausreichend warm. Einige Zimmer hatten nur 16°C, die Küche maximal 20°C.
Der Gesamtverbrauch der Klimageräte beträgt aktuell 1010 kWh.
Abtauungen traten ab 3°C auf, manchmal sogar ohne Eis auf dem Außengerät. Trotz aktivem Mitlesen habe ich nicht den Eindruck, dass die ATXD ungewöhnlich viele Abtauungen hat.
Das ist jetzt eher allgemein, da es in den letzten Tage viele Diagramme, Messungen und Rückschlüsse dazu gab:
Auf die Genauigkeit von den Messungen der Thermometer sollte man sich nicht verlassen, auch nicht innerhalb einer Bau- oder Modellreihe.
Als ich vor ca 11 Jahren versucht habe den Wärmebedarf zu ermitteln bzw. einen (hydraulischen-) und thermischen Abgleich im Haus zu machen, war durch testen schnell klar, dass die Funk-Thermometer eine "gewisse" Toleranz haben. Damals gab es wenig Möglichkeiten und fast nichts bezahlbares für 7 Räume zum mitloggen. Also einen NanoCul433 zusammengelötet und Fhem auf einem Raspi irgendwie zum Laufen gebracht.
Die Funk-Thermometer hatten eine Abweichung untereinadner von ca 2K (alle 7 im gleichen Raum auf gleicher Höhe nebeneinander). Konnte man in Fhem kallibrieren, im Original-Ablesegerät nicht...)
Vielleicht ist der "Spielraum" heute etwas geringer, aber man sollte nicht das Thermometer am andere Ende des Raumes und den Sensor und dessen Werte irgendwo im Innengerät als Maßstab nehmen, ohne diese vorher an- oder abzugleichen. "Wer misst, misst Mist"
Funfact: Meine Frau friert, sobald die Heizungssteuerung im Wohnzimmer weniger als 22,5°C (RT=Standardanzeige) im Display anzeigt. Anstelle der Heizkurve habe ich das Thermometer kallibriert. Funktioniert!
Grüße
Mathias
Ab Mitte Oktober. Ein paar einzelne Tage habe ich mit Holz dazugeheizt, da wars aber draussen unter 0C, da reichen die 7kw einfach nicht für das ganze Haus. Deshalb werde ich nächste Jahr nochmal eine/zwei Klima nachrüsten.
So meine ATXD 35 wurde gestern auch angeschlossen und schließe mich mal den Testenden an. Die Heizleistung ist schonmal Top. Ich nehme an bei dem feuchten Wetter um die 2°C wird die öfters mal abtauen. Kann man das irgendwie erkennen, die OnectaApp zeigt einem das soweit ich das sehe nicht wirklich an oder? Im Moment könnt ich höchstens durch verbrauchsspitzen herleiten die ich im Monitoring vom PV Wechselrichter sehe.
Bin mir jetzt noch nicht sicher wie ich den Heizplan/Nachtabsenkung gestalte, werde da wohl mal rumprobieren und bin für Vorschläge offen.
Setting: ca. 25m² ungedämmtes Lehmhauszimmer, vor allem Abends/Nachts benutzt am ersten Tag ca 9,XX kWh mit 23°Cvon 11 bis 23:30 und den Rest auf 18°C abgesenkt. Dauerbetrieb im Eco Modus.
Wenn man nicht gleich Anfangs extrem sparen will, würde ich so vorgehen:
Lüfterstufe Auto
Econo Modus an
24/7 heizen
Nachtabsenkung 16 Grad
Bei dir mit 23 Grad Zieltemperatur macht dann wohl 18 Grad Absenkung Sinn. Und dann kommt es drauf an, was man will. Wenn man Energie sparen will, dann soweit es geht in bedarfsweises Heizen gehen. Also Nachts ausschalten. Das kostet natürlich Komfort, weil ausgekühlte Räume sehr lange brauchen, um wieder komplett auf Temperatur zu sein. Da liegt dann der Kompromiss, denn jeder für sich finden muss.
Später kann man auch mit der Bedarfssteuerung rumspielen und damit optimieren. Die Bedarfssteuerung ist allerdings an einigen Stellen verwirrend. Wäre gut, wenn da jemand mal einen Wiki-Artikel hier schreibt.
hier noch Verlauf Luftauswurf + Kältemittel + Raumtemperatur in 1m Höhe nicht direkt im Luftstrom
(Achtung hier nicht mit auf dem Screenshot, wurde per Fernbedienung Vormittag am 22.12. aus gemacht und irgendwann gegen 15:15 wieder per Fernbedienung Soll 21,5°C an)