Potentialausgleich / Erdung

Der Ringerder leitet dir die Energie direkt ab. Das Potential aller Leiter im Haus ist durch die Verbindung zur PAS und Überspannungsschutz auf ähnlicher Höhe wie der Ringerder. Das wird alles mit wenigstens 16 ausgeführt in der berechtigten Hoffnung, daß das nicht verdampft beim direkten Einschlag.

Potentialausgleich mit 4 oder 6 machst nur innerhalb von Gebäuden oder auf ner gartenhütte, aber nirgends, wo sich bei gewitter Leute aufhalten

@win für Personenschutz reichen 1.5^2 (eigentlich der gleiche Querschnitt, mit den der Kreis an der 'Sicherung' ausgeführt ist - jetzt ist mal die Frage, welche Sicherung - die vom WR? Die ist ja die einzige, die PV und Netz 'verbindet').

@paddy72 irgendsowas erinnere ich auch noch - dass Blitzschutz, also äusserer, nur von einem 'zertifizierten Experten' gemacht werden darf. Deswegen hatte ich ja auch eingangs geschrieben, dass ich da nicht mit anfangen will.

@tageloehner hm... naja, das soll er wohl beim äusseren Blitzschutz. Aber wie eingangs gesagt und auch noch mal von paddy unterstrichen will ich damit nicht anfangen.

Wenn davon auszugehen ist, dass ein Blitz einschlägt, dann muss ein äusserer Biltzschutz komplett hergestellt werden, nicht nur am (niedrigen) Carport. (-> Blitzkugelmodell, Gefährdungspegel)

Das grün-gelbe Kabel am Montagegestell dient (bei mir) folglich NICHT der Ableitung vom Blitzen. (und ich werde auch kein Flachband oder sonstwas dazu anbauen)

Meinem Verständniss entsprechend dient das grün-gelbe Kabel dazu, meine gesamte 'Anlage' möglichst auf einem einheitlichen Potential zu halten, damit nirgends gefährlich hohe Potentialdifferenzen entstehen - gefährlich für Mensch, Tier, 'Geräte' oder 'Sachwerte' (auch Brand). Innerer Blitzschutz eben.

Potentialausgeich wird gewöhnlich gemacht, indem die 'Komponenten' mit 6^2 an die zentrale PAS angeschlossen werden, weil diese das möglichst überall anzunehmende Potential 'darstellt'.

Potentialausgleich wird nicht direkt an den Erder angeschlossen. Klar ist das DC-gemessen das Gleiche und auch mit 16^2 verbunden, aber ein Blitz ist ein Blitz und eben so eine Sache... und so kann auch der Erder bei einem Blitzeinschlag in der Nähe ein signifikant anderes Potential annehmen als dein 'Anlage'.

Bist du (zertifizierter) Blitzschutzexperte oder wodrauf begründen sich deine Aussagen? Ich bin keiner, war aber 15 Jahre technisch und für die elektrische Sicherheit von Windkraftanlagen verantwortlich, und da ist Blitzeinschlag Betriebsfall. In den 15 Jahren hatten wir nur einzelne von Blitzeinschlägen verursachte Schäden. So ein Blitz ist auch immer individuell, es gibt Blitze, da hast du einfach realistisch betrachtet keine Chance, und man macht da auch eine Kosten-Nutzen Rechnung beim Blitzschutz (vergl. @paddy72)... Aber man sollte eben schon wissen, was man tut und warum. Sonst muss man doch einen zertifizierten Experten in's Boot holen, aber der setzt im DLand schon wegen seiner Haftung auf Nummer Sicher, und das wird teuer....

Da kommt es auf die Installationssituation an. Wie du ja geschrieben hast, nimmt man 6mm² für den Potenzialausgleich, ich meine dafür gibts auch irgendwo Normen, die das vorschreiben. Ich habe noch nie eine Erdung einer PV-Anlage mit 1,5mm² gesehen, auch sonst nicht, wenn irgendwo einzelne PE-Leiter verlegt werden. Vermutlich gehts da auch um mechanische Festigkeit.

Im photovoltaikforum gabs dazu mal eine lange Diskussion, ob 6mm² oder 10mm². Hab mal auf die Schnelle geschaut und ein paar Threads gefunden:

@win nagut, wenn es ein einzelner Leiter ist, braucht es aus 'mechanischen Gründen' wohl 2.5^2 zum Personenschutz (hier hat ja jemand die Normen ausgegraben). Man könnte ihn ja als 'Bestandteil eines Kabels oder einer Leitung' mit 1.5^2 ausführen... :laughing: Von einem erhöhten Schutzleiterstrom ist wohl nicht auszugehen, es gibt keine Heizelemente oder Filter oder sowas, die irgendwas auf mein Montaggestell abführen. Eigentlich sind die 80VDC bei Reihenschaltung von je 2 PV Elementen ja noch Kleinspannung, die nichtmal gegen Brührung gesichert werden muss. Problematisch könnte es bei einem Fehler im WR werden, wenn der die 230VAC auf die Batterieseite durchgibt und dann auch noch die Laderegler 'durchschlagen'...

Aber geht es hier da drum?

Mir ist unwohl dabei, wenn jemand mit 1,5 oder 2,5 einen Pfad für Überspannung (mit heftigen Strömen schon bei einem Gewitter in der Nähe) direkt in die eigene Verteilung legt.

Ich hatte einen Fall, ca. 50m 5x6 in der Erde zu einer Garage, Dort digitale Subzähler. Über Kopf ein Blitz in den Wolken, alle 6 Subzähler sind krachen gegangen. Bei allen ist der eingebaute MOV explodiert. 14K275. Alle Subzähler hatten LS C10 davor, alle ausgelöst. Ich stand vielleicht 20m weg davon.

@tageloehner jetz hast du was völlig falsch verstanden.

a) das grün-gelbe Kabel ist NICHT dazu gedacht, Blitze abzuleiten. Nochmal: ein äusserer Blitzschutz ist NICHT geplant. (Gründe und Begründung ca. 3 Beiträge zurück.)

b) Niemand spricht davon, das grün-gelbe Kabel als Personenschutz anzusehen und auszulegen. Das war sozusagen eine off-topic Diskussion.

ich weiss, auch das beruhigt dich nicht, aber ich werde das Kabel als Potentialausgleich im Rahmen des inneren Blitzschutzen ansehen, so auslegen und auch so anschiessen. Das heisst es wird an die PAS gehen. 6mm^2 Cu sind dafür regelkonform, vielleicht werde ich auch 10^2 nehmen.

Nochmal: Wenn man mit äusserem Blitzschutz anfängt, dann nicht beim Carport, und das 2-Etagen+Spitzdach-Haus direkt daneben nicht einbeziehen, und das Ganze nicht ohne eine echte Fachkraft. Aber das kostet halt, und es gibt Regelwerke, die sagen, in welchen Fällen man sowas machen tut. Meiner gehört nicht dazu (habe ich beschlossen :wink: und offensichtlich bin ich damit nicht allein, weil der alte halbgare Blitzableiter irgendwann vor meiner (Eigentümer-) Zeit mal entfernt wurde).

Wie gesagt - Blitze und der Aufwand für den Schutz haben was mit Wahrscheinlichkeit zu tun. Nicht umsonst gibt es dieses Sprichwort...

So sehen das auch die Versicherungen und dafür hab ich ja eine.

Ein wichtiges, wie interessantes, Thema. Aus aktuellem Anlass bin ich auch gerade dabei den "richtigen" Überspannungsschutz auszuwählen und stoße da irgendwie an meine Verständnisgrenzen. Mir sind da die Unterschiede zwischen Blitzschutz und Überspannungsschutz durchaus klar, aber:

Wir setzen als MPPT Lader einen Victron RS450/200 ein der im ersten Schritt drei Strings von der insgesamt 30m Leitungslänge entfernten Garage einsammeln soll. Nun entspricht der RS450/200 der Überspannungskategorie II also bis max. 2500V. Ich finde aber partout keine Überspannungsschutzeinrichtungen deren Up entsprechend niedrig sind - oder sie sind unglaublich teuer.

Oder habe ich da einen Denkfehler? Jetzt bin ich bei Phoenix Contact gelandet und habe Schutzeinsätze mit einer Up < 1,9kV was ja an sich eigentlich reichen müsste. Dennoch ist der Ganze "Sockel" in der Überspannungskategrorie III bis 4kV zu finden. Bloß, warum? Ich werde daraus nicht ganz schlau.

Aufgrund der Tatsache, dass die Stringleitungen 30m einfache Strecke lang sein werden, werde ich einen GAK direkt am Generator platzieren sowie im Keller, indem auch MPPT und WR montiert sind, jeden String über zusätzliche Überspannungsschutzeinrichtungen laufen lassen und dort auch die DC Trennschalter zum Freischalten vorsehen, da möchte ich keine Kompromisse machen. Aber die Überspannungsschutzeinrichtungen sollen ja sinnvoll sein.

Über ein paar hilfreiche Tipps an der Stelle würde ich mich freuen.

Hi Leute, einfach mal als Randnotitz und weil es zum Thema passt:

Ich habe als Zweitwechselrichter den ECO II 6.2kW PLUS Baugleich mit dem VICTOR NM-ECO, oder besser, gefertigt von VICTOR.

Folgende Konfiguration hat nicht funktioniert:
L an L; N an N und PE an die Klemme am Gehäuse.

Alle angeschlossenen Geräte liefen, aber mein ZOE hat das Laden verweigert (Erdungsfehler) und die RCDs haben nicht ausgelöst.

Grund: N und PE sind in dem WR, der bei mir als komplette Insel ohne Zugang zum öffentlichen Netz läuft, intern NICHT zusammengeführt.

In der Anleitung zum Gerät wird das Thema Erdung nicht behandelt.:worried:
Einige Leute haben davor gewarnt, bei China - Billig WR N und PE zu brücken und so eine TN-S Netzform aufzubauen.
Der Händler meint: Erde am Gehäuse reicht! Sehr hilfreich…

Heute war mir das zu doof und ich habe mich einfach getraut.
Brücke zwischen N und PE vor dem RCD…

Und - der Knall blieb aus.
Auto sagt: Netz gut und lädt! : ))
..und der RCD löst natürlich auch aus.

TN-S scheint also mit diesem sehr einfachen WR zu funktionieren.

Nur fürs Protokoll…

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Ja is des gleiche bei allen Insel-WR. N-PE muss im “HAK-ERsatz” also üblicherweise im Sicherungskasten zamgeführt werden

OK, das war mir neu.
Davor hatte ich einen PIP MAX E 11k Twin.
Der macht das bereits im Wechselrichter.

Ich hänge das hier mal an, vielleicht lohnt auch ein extra Faden?

Wir hatten eine äußere Blitzschutzanlage auf dem Dach, die wir für PV zurückgebaut haben - können dann deutlich mehr Dachfläche nutzen. Jetzt bin ich davon ausgegangen, dass die Blitzerde irgendwo mit dem Ringerder, der dann an die PAS/HES angeschlossen ist, verbunden ist. Das Haus ist von 1973 und aus dem gleichen Jahr ist die Erdung (vermutlich Fundamentringerder) und der Blitzschutz. Die Blitzerde geht an 2 diagonalen Ecken des Hauses in die Erde - und sollte nach meinem Verständnis - mit der HES verbunden sein. Ansonsten würde es zwischen Blitzerde und HES u.U. ein gewaltiges Potential bei einem Einschlag geben.

Jetzt habe ich bei einer Widerstandsmessung zwischen PE und der Blitzerde aber 20 Ohm gemessen (wiederholt mit verschiedenen DMM und auch direkt über die HES). Da ist offenbar keine direkte Verbindung zwischen der alten Blitzerde und der HES. Habe aber sowohl Blitzerde als auch über eine 10mm2 Cu-Leitung die PV-Schienen geerdet - offenbar mit schlechtem Kontakt zu den Schienen.

Sollte ich die Blitzerde zusätzlich mit der HES verbinden? M.E. ist das sinnvoll (Gemini rät auch dazu)…

ringerder aus 1973 kann schon weggerostet sein. hatte ich letztes jahr bei einem bau von ca 1985 da war kaum noch was übrig. damals war stahl vezinkt der standard

Stahl verzinkt sollte aber doch nicht rosten - deswegen ist er ja verzinkt :thinking: Kann natürlich irgendwo schadhaft sein, falsch montiert worden sein etc. Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass man damals den Blitzschutz nicht mit der PAS/HES verbunden hat, um sich nicht ‘den Blitz ins Haus zu holen’. Heute würde man das wohl anders sehen: es muß gleiches Potential sein, damit es eben keine bösen Überschläge etc. gibt.

Hab ich auch schon gesehen, dass Blitzschutz separate Erder bekommen hat, ohne mit PAS verbunden zu sein. Die 20 Ohm sprechen dafür. Wenn du mal bei feuchtem und trockenem Wetter misst und der Widerstand sich ändert, spricht das dafür.

Auch verzinkter Stahl rostet irgendwann weg. Ewig hält nichts.

Wie denn genau? Daran kann man evtl. erkennen, wie das gemacht wurde.

Die Stangen gehen einfach senkrecht, ca. 3 cm von der Hauswand, in die Erde an etwas verdickten Stäben. Wie das darunter weitergeht weiß ich nicht. Offenbar ist es nicht mit dem Fundamenterder verbunden. Evtl. hatte man früher andere Vorstellungen vom Blitzschutz als heute. Ich meine, heute wird das alles verbunden - bin da aber auch nicht sicher. Gemini meinte, man müsse es verbinden.

so sieht es bei mir auch aus. Haus Bj 59 Blitzableiter von 62 die beiden Stangen sind nur mit einem dicken, verzinkten Stahldraht miteinander verbunden und mit vielleicht 30cm Abstand zur Hauswand in geringer Tiefe, nur halb herum, nicht als Ring. Damals gabs noch keine extra Erder, geerdet wurde über die Wasserleitung. Als der Dachständer durch Bodeneinführung ersetzt wurde ist ein einfacher Erder gesetzt worden und wurde mit dem Blitzableiter verbunden.

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Hört sich jetzt nicht so an, als würden da separate Erder gesetzt, die haben deutlich mehr Abstand zur Hauswand. Kann aber sein, dass die Stangen tiefer dann doch weiter weg von der Hauswand gehen und dort dann z.B. Tiefenerder gesetzt wurden.

Ich würde mal den Widerstand beobachten, wenn der schwankt bei trockenem und feuchtem Boden, ist wohl keine Verbindung zur PAS vorhanden.

Ich habe mal um den Blitzerder herum eine Gießkanne mit Salzwasser (ca. 2 Esslöffel) verteilt und nach ca. 10min. nochmal gemessen. Hat absolut keinen Unterschied gemacht. Vielleicht war der Effekt aber zu lokal. Ich hatte beim Umbau den einen Blitzerder auch mal ausgegraben. Das ging dann in ein ca. 10mm Moniereisen über das waagerecht in den Boden abbog. Wie weit das dann noch ging habe ich nicht überprüft, aber ca. 1,5 - 2 m hatte ich freigelegt. Bin davon ausgangen, dass das zu einem Ringerder oder Fundamenterder gehört? Vielleicht werde ich einfach ein paar Erdungsstangen einschlagen um die Erdung zu verbessern.

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wiewas? schwarz rund? davon war noch was da?

eig müsste das wenigstens flacheisen vz gewesen sein und wenn der elektrische damals alles richtig gemacht hat ist das mim potentialausgleich verbunden

Flacheisen verzinkt haben wir direkt 2 Stk. an der HES/PAS im Keller. An der Erdungsstange ging im Erdreich ein Rundstahl (Moniereisen) mit ca. 10 (max. 12mm DM) ab. Das war natürlich rostig, aber als solches noch gut zu erkennen. Nicht schwarz, eher rostbraun würde ich sagen. Das liegt aber in einem eher trockenen Bereich unter einem Balkon und geht dann irgendwie weiter.