Planung PV-Anlage mit Speicher auf Nebengebäude mit mehreren Flachdächern

Wir heizen und aufbereiten Warmwasser mit der Wärmepumpe. Das heißt wir werden im Winter so oder so Strom aus dem Netz nehmen müssen.

Die Aufständerung bleibt so wie beschrieben, da so viel Module wie möglich auf das Flachdach sollen bei minimalen Überstand über die Attika, damit die Windanfälligkeit gering ist.

Und die Hauptverbrauchszeit ist wie bei den meisten am Morgen und am Abend. Daher muss auch ein Speicher eingebunden werden.

Der Batterieanschluss ist beim Gen24 mit einer Eingangsspannung von 160 - 700 V angegeben. Könnte dann nicht auch 4 LifePo4 48 V 100 A Stack in Reihe geschaltet werden? Dann wären das 192 V bei 100 A Strom.

Das wäre dann quasi das hier beschrieben Szenario:

Damit scheinen viele negativen Punkte bei AC-gekoppelten Systeme, wie hier beschrieben PV und Batteriespeicher - besser AC oder DC gekoppelt? - Photovoltaikforum umgegangen zu werden.

Deine Konfiguration klingt auch sehr interessant.

Das System scheint mir einen schlechteren Wirkungsgrad zu besitzen, also ein Fronius Gen24. Dieser ist mit 97-98 % etaEU angegeben, der Multiplus hat eta = 96 % laut Datenblatt und der MPPT charger Wirkungsgrad von 98 %, das wären dann zusammen rund 94 %. Und dabei ist noch kein Akkuspeicher in der Wirkkette.

Dazu kommt, dass mit steigender Anzahl an Geräten, der Standyby-bzw. Eigenverbrauch zu nimmt. Der Standby- (Nacht-) Verbrauch ist bei Fronius mit < 10 W angegeben.

Die Victron MP II 48/5000/70-50 Werden mit 2W in Zero load power in Search mode bis 18 W in Zero load power angegeben und davon werden drei benötigt.

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Normalerweise ist der Fronius nur mit BYD und Fronius Speicher kompatibel - wie das mit anderen Speichern ist weiss ich nicht, denn die Kommunikation muss ja auch stattfinden.

Mit dem Wirkungsgrad kann man unterschiedlich argumentieren, ich plädiere dafür, das gesamte System zu bewerten.

Außerdem ist der WG nicht alles. Z.B. verschenke ich einige hundert Kilowattstunden, weil ich wegen des “Insel”-Betriebs nicht einspeise. Dafür sparere ich den Anmeldestress und den Elektriker.

Aber konkret ist z.B. der Januar wegen der Wärmepumpe der Monat mit dem höchsten Stromverbrauch und dem niedrigsten Solarertrag.

Im Januar 2026 hatte ich einen Strombezug von 866kWh und die drei Victrons haben 786kWh in das Hausnetz eingespeist, der Solarertrag lag bei mageren 90kWh.

Ich kann jetzt zwei Wirkungsgrade berechnen:

Einspeisung in das System 866 + 90 =956kWh

Daraus ergibt sich ein WG von ca. 82%.

Oder ich rechne 786/866 = 90% Wirkungsgrad.

Egal wie ich rechne, am Ende bezahle ich in diesem Januar durch den Wirkverlust von 80kWh ca. 24€ dafür, dass ich ein eigenes, unabhängiges, sehr sicheres Netz mit 100% USV-Funktionalität mit einer Überbrückungskapazität von 24h betreibe, und das im schlechtesten Monat des Jahres.

Geht doch.

P.S. da die WR ständig arbeiten, gibt es keine Standby-Verluste.

Wenn man mit den Victrons ein eigenes Netz aufbaut, können MicroWR natürlich auch bei einem externen Stromausfall weiter arbeiten. Victron Systeme sind sehr flexibel.

Das sind wohl meißt die BMS Mosfets nicht für ausgelegt, da sie eine Spannung von ca 4x48V über den Verbraucher an sich anliegen sehen.

Danke für die Info.

Weiter zum Thema Verschattung.

Ich habe jetzt die Verschattung auf ein Bild gebracht, um eine bessere Übersicht zu erhalten.

Dazu die Verschattung geclustert nach Himmelsrichtung pro Dach:

Die folgenden Module sind meine Wunschmodule.

Diese Modulen haben aktuell die höchsten Wirkungsgrade. Am Ende kommt es auf die Lieferbarkeit und den Preis an.

Gibt es technische Einwände normale und größere Module zu ein String zu verschalten?

Aufgrund der Basis kann eine mgl. Verschaltung erarbeitet werden.

z.B.

NO: 11 Module unter 15 % (~5,5 kWp, Vmp ~370 V) und 3 Module über 15 % (~1,5 kWp, Vmp ~100 V),

SW: 11 Module unter 15 % (~5,6 kWp, Vmp ~370 V) und 6 Module über 15 % (~3 kWp, Vmp ~200 V),

SO: 3 Module <= 16 % (~1,5 kWp, Vmp ~100 V) und 3 Module >16 % (~1,5 kWp, Vmp ~100 V).

Hier fehlt mir aber die Erfahrung, ab welcher Schattenhäufigkeit Module vom Primärstring ausgeschlossen werden sollten.

Ein mögliches Beispiel, wenn ich an Fronius festhalten will:

  • Die Fronius Symo GEN24 Plus SC ab 6.0 haben 2 MPPT und der erste hat zwei DC-Anschlüsse.
  • Damit könnte der NO- und der SW-String parallel an den MPPT1 und die sechs Module SW an MPPT2 angeschlossen werden.
  • Die anderen drei Strings a 3 Module müssten dann an einen Separaten Mikrowechselrichter mit 3/4 MPPTs angeschlossen werden.
  • Was mir aber ein Dorn im Auge ist, dass ich schon gerne in Richtung 10 KW bzw. 12 KW WR gehen würde, da unsere alte WP einiges an Strom braucht und ich dann nicht auf Netzbezug zurückfallen will, weil der WR die Leistung nicht kann.
  • Das würde am Ende auf solch eine Konfiguration https://www.fronius.com/~/downloads/Solar%20Energy/Solution%20Sheets/SE_SOLS_Microgrid_DE.pdf hinauslaufen.

Soweit ich weiß, bestimmt in der Reihenschaltung das Modul mit dem geringsten Strom den Gesamtstrom.

Die 2m Module sind unhandlicher und (glaube ich) instabiler.

Dann heißt es die JA Solar nicht mit den anderen mischen.
Und voraussichtlich sollte ich bei der geringen Anzahl an Modulen eher die mit höherer Spannung wählen.

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Ich habe die Planung aktuell noch einmal überarbeitet und noch einen zweiten Baum eingezeichnet, der mir erst nicht notwendig vorkam und zusätzlich noch ein Haus im Norden.


Dadurch hat sich die Verschattungshäufigkeit auch nochmal einmal verschlechtert.

Durch die Verteilung der Schattenhäufigkeit rücke ich etwas von der Nutzung von einem großen WR ab und lieb äugele mit Victron. @vogelgarten38 hat mich etwas angefixt und ich bin da mal tiefer abgetaucht.

Es wären dann zwar etwas mehr Geräte, aber hoffentlich eine höhere Effizienz.

Die Flexibilität mit mehreren MPPTs geht nur zusammen mit einem deutlich höheren Verkabelungsaufwand. Je zwei, vier oder maximal sechs Module könne an einen MPPT 150xx angeschlossen werden, wegen der hohen Ströme z.B. bei sechs Modulen können bis zu 40A bei ca.80V fließen, deshalb sollten auch nur 6mm² Kabel verwenden werden. Und man sollte die maximal zulässige Spannung des MPPTs nicht ausreizen, darunter leidet der Wirkungsgrad erheblich. Dann kann schon Mal ein ganzes Bündel an Solarkabeln vom Dach kommen.

Grüße

Die Idee ist eher pro 3 Module ein BlueSolar MPPT 150/35 zu nehmen oder pro 5/6 Module ein BlueSolar MPPT 250/70. Da reichen laut Querschnittsrechner je nach Leitungslänge sogar nur 2,5 qmm oder 4 qmm.

Die Vier BlueSolar MPPT 250/70 könnten auch durch ein SmartSolar MPPT RS 400/200 ersetzt werden.

Es wäre rein theoretisch auch möglich immer drei Module mit einem BlueSolar MPPT 150/35 zu verbinden. Die kleinen 150/35 kosten knapp ein Drittel von den 250/70. Damit könnte da auch noch etwas gespart werden. Würde aber bedeuten, dass 13 Leitungspaare vom Flachdach einen Raum tiefer verlegt werden.

Die MPPTs von Victron sterben wegen zu hoher Spannung, nicht wegen eines zu hohem Stroms. Drei Panels liefern unter Umständen mehr als die zulässigen 150V, das ist auch deshalb kritisch, weil es für diesen Spannungsbereich keinen wirksamen Überspannungsschutz gibt.

Grüße

Bei den Modulen in der Liste oben besteht die Gefahr eher nicht. Die liegen alle deutlich unter 40V Nennspannung, da ist noch genug Platz bis 50V.

Ich habe 8 Strings mit je drei Modulen an 8 MPPT 150/35 im Einsatz, allerdings kleinere 380 W Module. Läuft völlig problemlos. Da habe ich allerdings auch eine 500m Trommel Solarkabel verbraucht :slight_smile:

Hast du deine Anlage irgendwo vorgestellt? Ich würde mir gerne den Aufbau anschauen.

So richtig vorgestellt habe ich die hier nicht. Ein paar Bilder gibt es im Victron-Forum. Die MPPTs sitzen hier auf einer Epoxydharz gebundenen Platte, die Stringkabel kommen von oben und der Lynx Bus ist unterhalb. Da dran hängen dann die 3x Multiplus 2-48-5000 und mittlerweile ca. 81 kWh Akkus.

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Das sieht gut aus, aber auch nach einer Menge Verdrahtungsaufwand im Vergleich zu einem "Standard"-PV-Aufbau.

DIe MPPTs und die MULTIPLUSe sind klar. Für was brauchst du die anderen Victron Geräte auf der unteren Platte?

Welche Akkus nutzt du und wie groß ist deine PV-Generatorleistung, dass diese Akkukapazität notwendig ist? Oder nutzt du die Kapazität ebenfalls um bei günstigen Strompreisen die Akkus zu laden?

Der lange Balken ist der Victron Lynx Busbar, inklusive Lynx Shunt. Das andere ist noch ein weiterer MPPT (oben war kein Platz mehr). Der Sicherungskasten links ist für die CEE16 Notstromsteckdose, der rechte enthält Sicherungen zum Freischalten der drei braunen Akkublöcke. Das Regal rechts besteht aus 8x Pylontech US 5000, die drei braunen Blöcke sind Eigenbau 15s MB31 bzw. REPT 324 Ah.

Die Kapazität reicht mittlerweile für vier Tage. Die ist genauso wie die installierte Solarleistung (ca. 20 kWp) im Sommer viel zu groß und im Winter nur halb so groß, wie sie sein müßte.

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Das stimmt so nicht, man muss die Leerlaufspannung hernehmen und noch den Temperaturkoeffizienten multipliziert mit 45 (für -20°C) draufaddieren. Es ergeben sich Spannungen bis 55 V. Also bitte nicht bedenkenlos drei Module in Reihe an MPPT 150/35 anschließen!

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Stimmt, die Leerlaufspannungen sind höher, das geht aber aus der Tabelle nicht hervor. Wenn da 55V dabei herauskommen, gehen nur zwei Module in Reihe. Davon kann man dann aber nochmal zwei parallel nehmen und mit einem 150/35 oder 150/45 verwenden.

Die Busbar dient als Sammelschiene für die MPPTs und gehen dann auf die Akkus, korrekt?

Da muss ich mich noch einlesen.

Das verstehe ich noch nicht ganz. Warum im Sommer viel zu groß und für den Wintern nur halb so groß wie notwendig. Wird im Winter jemals die volle Kapazität genutzt?

Welches Modul hast du als Referenz für deine Rechnung genommen? Das AIKO NEOSTAR 3P+60 AIKO-A530-550-MCE60Dw? Das hat eine Leerlaufspannung von 45,8 V und einen Temperaturkoeffizienten Uoc von -0,22%/°C. Bei -40 K zur STC Auslegetemperatur erhöht sich die Leerlaufspannung um 8,8 % und damit sind es 49,83 V. Wenn noch die Leistungstoleranz von 3 % oben drauf kommt, dann komme ich auf 51,325 V. Wo ist mein Rechenfehler?