Planung meiner Garten-PV-Anlage

Hallo zusammen,

gestartet mit einem Balkonkraftwerk (30° SW) bestehend aus

  • 4x Ja Solar 500W Bifazial Glas-Glas Full Black JAM60D41 LB
  • APsystems EZ1-M 800W
  • Marstek Saturn B2500-D 2,24 kWh
  • Shelly Pro 3EM

habe ich schnell Spaß am Thema PV gefunden und würde gerne auf eine "richtige" Anlage erweitern; die Hauselektrik wurde 2025 bei der Kernsanierung bereits komplett erneuert und dort ist bereits im Zählerschrank eine kommende PV-Anlage berücksichtigt worden.

Diese wurde noch nicht verbaut, da die restliche Lebensdauer des Dach Zweifel hat aufkommen lassen.

Warmwasser wird durch Strom erzeugt, perspektivisch kommen E-Auto und Wärmepumpe noch als Großverbraucher dazu. Aktuell 2 Personen primär im Homeoffice tätig.

Long story short: Auf dem Bild seht ihr einen Teil des seitlichen Vorgartens, der aktuell außer mit Rasen und den zwei kleineren Büschen nicht genutzt wird. Das Gelände ist im südlichen Teil eben, steigt Richtung Haus dann aber um ca. 1m an.

Die Fläche ist, zumindest laut Schattensimulationen, von März bis Oktober schattenfrei, Dezember bis Januar allerdings schattig durch das Nachbargebäude im Süden. Dazwischen teilverschattet. Reale Erfahrungen dazu habe ich noch nicht.

In diesem Setup käme ich auf 8kWp, welche sich auch preiswert bodennah selbst installieren lassen. So unlogisch es klingt, aber auf Grund der leichten Hanglage wäre die Boden-Montageart, die die man aus dem Haus heraus und mit Blick aus dem eigentlichen Garten dann gar nicht sehen würde. Kommen die Module höher, als Pavillon/Carport etc. wären sie aus beiden Bereichen sichtbar.

Es gibt noch einen ca. 500m2 großen, erschlossenen Garten westlich von Haus. Straße verläuft parallel im Osten. Der genannte seitliche Gartenstreifen wird wie gesagt nicht genutzt abseits von Rasen.

Hardwareseitig bin ich am überlegen ob ich mittels dreier Mikowechselrichter (einer pro Phase) AC-Seitig in den Keller gehe und dort dann zusammen mit dem BKW einen AC-Speicher nutze oder ob ich die 2kWp des BKW als String nutze und den neuen 6kWp-Part als zweiten String und im Keller beide mit einem "großen" WR zusammenführe und DC-seitig speichere.

Theoretisch stünde noch ein Carport zur Verfügung, welches zukünftig ebenfalls belegt werden könnte. Hier ist aber die Statik ein Thema, weshalb ich das erstmal außen vor lassen würde. Das wären dann nochmal ~3kWp.

Vielen Dank fürs Lesen!

Gibt es Anmerkungen, Kritik oder Empfehlungen?

Für den Sommer hilfts. Für den Winter: kannst was auf die Südwand schrauben, möglichst schattenfrei? Oder: Ist der Zaun schattenfrei? Eine Reihe Panels nach S auf 60° Neigung baun? Mit abgesetzter PV am Zaun kannst mit paar dreiphasigen HM2000 arbeiten oder ziehst halt nur die 2 Leitungen fürn String ins Haus.

Direkt am/neben Haus hab ich das Gefühl, mim grossen Akku und paar Ladereglern fährst ganz gut. String bei alles Sonne, HM2000 wenns teilverschattet wird. Jedenfalls die Leitungen für einen grossen WR schon mal einziehn. Ob da später paar Hoymiles, Victron oder n Deye dranhängt kannst später entscheiden. Der größte Brocken ist Batterie. Sinnvoll ist kWh = 5 x kWp, denk an erweiterbar wg. Auto und WP

An die Südwand selbst kann ich auf Grund der Fenster nichts sinnvoll montieren, einen Zaun gibt es zu der Seite nicht, nur eine kleine Mauer zur Straße und zum Nachbarn.

Die Neigung der Module auf dem Boden könnte ich frei gestalten, das wäre kein Problem. Ich dachte mit der Ost-West-Ausrichtung, welche dazu leicht nach Süden gewinkelt werden fahre ich in Summe ganzjährig am Besten.

Sofern ich mich für 3x HMS2000 entscheide, sollte ich diese also nicht direkt an den Modulen verbauen und mit 3x AC ins Haus gehen sondern von der Modulen erst in den Keller und dort die Wechselrichter montieren? Dann bräuchte ich ja pro Modul zwei Kabel = 24 Leitungen?

Zum Thema Speicher: Du meinst also 8kWp x 5 = 40kWh? Das wäre wahrscheinlich finanziell schwierig, für einen Akku-DIY traue ich mir meine Kompetenzen noch nicht zu. Dachte eher so an 1-2kWp zu 1 kWh.

Entweder baust Modul-WR draussen hin und im Keller einen AC-Speicher, also grossen WR der die Batterie bearbeitet.

Oder ziehst strings rein zum WR und ggf. zusätzlich Laderegler direkt an die Batterie. Mit den Victron MPPTs kannst strings bis ca 400V machen, ein Deye WR kann bis ca 600V verarbeiten.

Das kannste auch mischen: 2 Strings reinziehn, paar Modul-WR für teilverschattung.

Die Grösse des WR und der Batterie orientiert sich auch an der Last, die du betreiben willst. Um nich doppelt Geld rauszuwerfen würde ich den WR auf zukünftige Maximallast auslegen. Notfalls kannst ja mit ner 15er Batterie anfangen und drosseln. die kann 8kW schon fast ab. Wenn das sein Geld eingespielt hat (oder Lottogewinn) stellst noch mehr Batterie dazu

Mauer zum Nachbarn is doch super. Panels bissel schräg drauf 60-75° wenn die in der Sonne ist und der winter ist gerettet

Hi, wenn Du die Module an den MicroWR zB den genannten HMS2k, dann würde ich diese immer bei den Modulen montieren und die AC Leitung in den Keller legen. Zum Einen brauchst Du dann viel weniger Löcher bzw. kleinere Löcher in der Wand, zum Anderen hast Du so weniger Verluste und insbesondere sparst Du massig Geld, bei 6mm2 Solarflex bist Du mit ca 1 EUR pro Meter dabei. Das Ganze dann mal 2 pro Modul..

Speicher ist im Wesentlichen davon abhängig ob Du Netzparallel, wie die Meisten arbeiten möchtest. Also Nulleinspeisung.

Da würde ich kWP x 1 - 1,5 empfehlen. also 10-15 kWh Akku. Damit kommst Du idR gut über die Nacht. Sollten dann die genannten Großverbraucher wie WP, Auto dazu kommen, kannst Du genau das was diese benötigen als Akkukapazität erweitern. Also von vornherein ein System, welches erweiterbar ist einplanen.

Sollten es die 8 kWP bleiben, dann bringt auch ein größerer Akku wenig, weil Du den im Winterhalbjahr meist nicht voll bekommst. Ab Mitte Nov produziert Deine 8kWP Anlage dann 3-4 kWh pro Tag, eher weniger wenn die Sonne nicht scheint. Was willst Du dann damit anfangen? Damit kannst Du gerade Deine Anlage im Betrieb halten plus ein paar Kühlgeräte versorgen.

Mein Tipp ist: mit den 8kWP beginnen, so wie Du gedacht hast vieles selbst machen. Aber die Anlage so wählen, dass Du später noch erweitern kannst. Zum Beispiel das Dach vollmachen, usw. Da ist Victron sehr flexibel. Da kaufst Du einfach einen MPPT Laderegler für den/die neuen Strings und klemmst den an die Sammelschiene.

Eine regulär angemeldete PV ist durch die Anmeldung unflexibel. Jede Änderung ist "kompliziert " - unabhängig vom WR.

Module flach auf den Boden und dann in unterschiedlicher Neigung - ist auch "kompliziert".

In 45° und im Idealfall ohne Fenster in der Fassade wird aus 8 kW dann 8 x sqr(2) ca. 11...12kW

Die Ausrichtung verbessert sich, der Ertrag wird höher, im Winter lassen sich die Module leicht von Schnee befreien und die Selbstreinigung ist auch besser.

Das sind dann 2...3 Strings. Damit an einem Hybrid WR - das hat die höchste Effizienz.

Mit eher nicht zu kleinem Akku überbrückt man dann auch ein paar Tage länger. Mit meiner Erweiterung um +32kWh ist es nun endlich entspannt. Egal wann wie wo was - es muss auf keine Tageszeit geachtet werden und gerade im Winter werden die wenigen Sonnentage "gestreckt" oder eingelagert. Meine Erweiterung konnte damit im Januar + Ferbruar einige Wochen!!! mehr Autarkie ermöglichen.

Garage/Carpot als weiteren String mit einbeziehen usw. Das wird dann in der Summe, eine gute PV mit der das BEV zuverlässig betrieben werden kann und aktuell zB mit WP ware die Bude beheizt...

Die WP könnte zB unter den aufgeständerten Modulen vor Regen geschützt stehen usw ..

Von Micro WR und BKW Komponenten würde ich Abstand halten. AC Speicher sind alle, bis auf eine einzige Ausnahme nicht effizient, mit geringem Wirkungsgrad. Damit verpufft Geld für nix.

Ich habe Spaß, sehe ich Sonne auf den Modulen. Schlimmer als sich die anzusehen sind Strom/Gasrechnungen :joy: