Hallo zusammen, hier geht es um Ende Planung eines Balkonkraftwerkes nach VDE 4105.
Vorhanden sind aktuell noch 8 Module Trina Solar mit 425 Watt (U verbaut) und ein Balkonkraftwerk auf dem Dach mit drei Modulen (395 Watt) in Dreier geschalten an einem Growatt 800 Watt Wechselrichter.
Nachdem die Regeln verändert wurden würde ich die vorhandenen Module noch gerne benutzen. Auch soll ein kleiner Speicher verbaut werden hierdurch spielt die Beschränkung auf 800 Watt AC keine Rolle. Nachdem ich die Daten von drei Jahren Nutzung habe kann ich sagen dass sehr viele Stromspitzen nicht vorhanden sind jedoch eine permanente nicht unerhebliche Grundlast. Die neue Regelung bietet sich förmlich an.
Ich habe mir schon verschiedene Systeme angeschaut bin mir aber unschlüssig was gemacht werden soll.
In den Betracht kommen zwei einfache Anlagen, das heißt z.b der neue Anker Solix 4 pro oder das gegenstück von SolarFlow 2400 Pro.
Zur Strommessung ist im Unterverteilungsschrank aktuell ein Shetty 3em verbaut.
Zum Anschluss liegt bereits ein fünfmal 2,5 Quadrat Verlegekabel vom Dach zur Unterverteilung. Für eine vollwertige PV zu wenig, für das “aufgebohrte” Balkonkraftwerk ideal.
Ich hätte gerne eure Meinung dazu, auch könnte ich mir eine Victron Anlage vorstellen mit einem MultiPlus-II 48/3000 und MPPT zum Laden der 48 Volt Batterie.
Dein aktueles BKW mit 3x390W dürfte die Last tagsüber ja schon einfangen. Welches Ziel soll das ganze haben? Welche Ausrichtungen sind möglich? Flachdach, Südwand? Solls erweiterbar sein?
Vermute eine Batterie ca 15kWh ist sinnvoll. Da ist DIY günstiger als Fertiggeräte
Es sind noch acht Module da welche ich gerne verbauen würde. Das alte Balkonkraftwerk würde ich gerne mit einbauen damit es nicht noch eine Anlage mehr gibt auf dem Zähler.
Damit der Strom auch irgendwo ankommt soll ein Speicher dazu.
Mit der späteren Erweiterbarkeit ist es so eine Sache, klar wäre es besser. Aber dann würde die Katze wieder auf die alten Füße zurückfallen. Eigentlich hätte das eine normale PV-Anlage werden sollen. Die nötigen Umbau-Maßnahmen am Zählerschrank machen es nicht rentabel.
Die Ausrichtung auf dem Nebengebäude Dach ist Richtung Süd/Ost. Satteldach 38 Grad. Hier habe ich das Balkonkraftwerk bereits errichtet.
Weiterhin ist auch noch das komplette Montage-Material da bin Profiness.
Um es kurz und bündig auf den Punkt zu bringen, das Material ist da, es ist nicht mein Haus, es würden für eine normale PV-Anlage größere Umbaumaßnahmen nötig. Die Module sollten so sinnvoll wie möglich genutzt werden.
Die Üblichen Verdächtigen von Anker Zendure kannst verwenden und funktionieren mit dem Shelly haben aber alle das Problem relativ teuer Batterien und mal schnell nen Laderegler dran um noch 2 Module einzubinden wie man es von Victron gewöhnt ist geht natürlich nicht.
Wenn der (Nacht)-Verbrauch ehh relativ gering ist wäre das egal, wenn das aber eine "große" PV in billig, weil halt ohne den Anmeldekrams und Zählerschrank neu sein soll, dann wirst du damit nicht super glücklich.
Wenn du "legal" bleiben willst geht der Multiplus natürlich nicht.
Aber sagen wir so du kannst ja hingehen und dein BKW nach VDE4105 anmelden, dann wird niemand hellhörig warum dort so viele Module sind.
Ob dann im Hintergrund ein kleiner ordentlich installierter MP2 noch irgendwo hängt und nicht übertrieben ins Netz einspeist, da kräht, meiner Meinung, kein Hahn nach.
Edit:
OpenDTUonBattery funktioniert auch tadellos.
Ist aber genauso viel "Gebastel" wie nen MP2 hinzuhängen.
Wir (Freunde und Nachbarn) hatten damals zwei Palletten Module und das passende Installationsmaterial gekauft um einen besseren Preis zu bekommen. Die Gemeinde hatte das Projekt gefördert. Es sind so einige Balkonkraftwerke entstanden. Bei mir wurde es dann eine richtige PV-Anlage. Bei dem oben genannten Projekt geht es nicht um meine Anlage sondern die einer Verwandten. Leider kamen hier noch die genannten Unwägbarkeiten hinzu und es wurde nur teilweise etwas. Als ich von der Neureglung hörte, dachte ich mir, dass dies eine gute Möglichkeit ist die Anlage auf diese Weise zu vollenden. Wenn möglichst einfach und da nicht meines legal.
Wem ich jetzt nicht falsch liege braucht man bei 800 Watt und bis zu einer Modulleitung 2.000 Wp nur das Marktdatenstammregister.
Dabei definiert die VDE-AR-N 4105 auch den Spielraum oberhalb klassischer Balkonkraftwerke: Während die vereinfachte Anmeldung bei 2.000 Wp endet, erlaubt die Norm deutlich potentere Systeme bis zu einer Schwelle von 7.000 Wp (7 kWp), ab der dann ein Smart Meter Pflicht wird. Wichtig die 800 Watt bleiben bestehen. Zudem ist über 2000 Wp Modulleitung weiterhin die Anlage beim Netzbetreiber anzumelden.
Es gibt für die neue Regel ein neues Formblatt F1.2
In dem von mir geschilderten Fall ist das Smart Meter wegen dem bereits gemeldeten Balkonkraftwerkes bereits eingebaut worden.
Bei Wechselrichter mit 2 MPPTs oder mehr muss man penibel drauf achten, dass der Widerstand von beiden Zuleitungen gleich ist da man die MPPTs zusammenschaltet an der gleichen Batterie.
Das kann zu Problemen in der Leistungregelung führen.
Gibt im Wiki mehr dazu:
Du kannst eh 2phasig oder 3phasig einspeisen. Hat kaum Leitungsverlust, und wenn einer ausfällt egal reicht immer noch. openDTU oB kannst darauf einstellen.
Dazu: 400er werden etwas weniger warm. Dazu: keine Sorgen wegen Messfehlern bei Belegung von 2 WR-Eingängen bei 600er/800er. Ich hatte den Spass schon, hab meinen 800er auf 2x16mm² umgebaut Mach das niemals! (HM600 getötet) aber so’n steampunk WR zu baun is nich ganz ohne
Genau, aber streich mal im Titel den Begriff Balkonkraftwerk, denn genau davon muss man deine Lösung abgrenzen. Was du bauen willst, ist gerade kein Balkonkraftwerk oder Steckersolargerät, sondern eine Kleinsterzeugungsanlage nach VDE 4105.