Moin zusammen,
ui, hitzige Diskussion! 
@mafe68, vielen Dank für deinen ausführlichen Beitrag!
Vielleicht nochmal ganz kurz zu ein paar der angesprochenen Punkte der letzten Beiträge.
Wirtschaftlich ist das ganze Vorhaben sowieso nicht, aber das ist unser ganzes Haus in Bosnien eigentlich auch nicht. Wir sind 1-2 Monate im Jahr vor Ort, zukünftig evtl. häufiger, mittel-/langfristiges "Aufenthalts-Ziel" wären so 50% in Deutschland, 50% in Bosnien im Jahr.
Long story short: die Anlage muss sich finanziell nicht amortisieren, sie muss ihren Zweck erfüllen und das ist primär etwas Unabhängigkeit vom anfälligen Stromnetz vor Ort. Das bedeutet allerdings nicht, dass ich eine komplett überdimensionierte Anlage hinstellen möchte. Eher etwas, was solide funktioniert und meine Anforderungen erfüllt und gleichzeitig auch erweiterbar ist, so dass man z.B. in Zukunft die Batteriekapazität erweitern kann.
Der Stufenplan sieht also folgendermaßen aus:
- Grundanlage mit WR, Batterie und Ladung aus dem Netz + 48V Generator (oder Generator + Ladegerät)
- Erweiterung durch PV
- Steigerung Batteriekapazität und zusätzliche PV (nach Bedarf oder Basteldrang ;))
@roterfuchs hat übrigens auch recht - so richtig kenne ich unseren Verbrauch hier (noch) nicht, die Berechnung per LLM ist echt nur eine Grundlage um überhaupt mit der groben Dimensionierung loslegen zu können. Anhand von Erfahrungswerten aus dem Forum kann man das ja trotzdem ganz gut plausibilisieren.
Zu den Ausfällen:
Oben hatte ich ja schon geschrieben wie der letzte Ausfall (letzten Donnerstag) verlaufen ist - das ist so ziemlich das üblichste Ausfallsszenario. Zwichendurch hatten wir jetzt auch mehrere kleinere ausfälle, häufig auch nachts oder in den frühen Morgenstunden, für wenige Minuten. Letztes Jahr hatten wir einen 4-5 stündigen Ausfall, wenn Wartungs- und Reparaturarbeiten am Netz durchgeführt werden, kann auch mal einen halben Tag der Strom weg sein - das sind dann aber eher Ausnahmefälle.
Wenn wir vor Ort sind und ein längerer Ausfall die Batterie leersaugt, dann hätte ich auch kein Problem die ganze Zeit den Generator am Laufen zu halten.
Wenn wir nicht vor Ort sind, dann ist der Verbrauch auch super niedrig (KNX, Anwesenheitssimulation, ggf. die Gas-Heizung für Frostschutz im Winter), da würde eine 10kWh Batterie vermutlich auch sehr lange durchhalten - von einer 15 oder 20kWh ganz zu schweigen.
Was die Herstellerauswahl betrifft: Victron ist nicht komplett vom Tisch, der "All-in-One" Ansatz von Deye wäre nur etwas komfortabler. Mir geht's im Moment aber eher um das Systemdesign.
230V an den GEN-Eingang des WR? Da spricht dagegen, dass die Hausinstallation 3-phasig ausgeführt ist und das, soweit ich das verstanden habe, problematisch ist. 3P Generator könnte man zwar auch machen, aber wird dann nochmal ne Ecke teurer (Schieflast, Pipapo…).
Zum Schluss nochmal vielen Dank für euren Input, super hilfreich, was hier in den letzten paar Tagen an Informationen zusammengetragen wurde! 