Passivhaus Wasser-Wasserwärmepumpe

Nichts davon ergibt als Wärmepumpe wirklich Sinn. Wie Win schon schreibt, bei so einem Heizbedarf, 1KW, da macht keine wassergeführte Heizung Sinn. Es sind dann auch nur 1KW auf alle Räume.

Bei Passivhäuser benutzt man meist sowas wie einen Bayernlüfter, also eine Lüftung mit Wärmerückgewinnung weil man Fensterlüftung wegen den hohen Verlusten nicht nutzen will.

Da würde ich ansetzen. Ich würde also stattdessen eine Klimasplit benutzen. Und weil es um Frischluft geht:

Damit tauscht man die Luft aus und kann kühlen/heizen. In jeder Etage ein Gerät.

Und es gibt Klimasplits mit der Möglichkeit mit Warmwasser.

Daikin hat für beides ein Gerät, leider leider nicht in EINEM Gerät. Das wäre das Nonplus-Ultra meiner Meinung nach. Die Daikin Ururu Sarara kann Frischluft. Und das Daikin Multi+ kann Warmwasser.

Da sind wir dann beim Realismus. Nehmen wir an, es wäre meine Wohnung und die gesamte Wohnung benötigt nur 1KW, das ist so dermaßen wenig, dass das über offene Türen verteilt werden kann. Und das bedeutet, dass es keinen Sinn ergibt, wenn man 2 verschiedene Splitsysteme einbaut. Für mich würde es bedeuten einen Warmwassertank ins Bad zu integrieren. Eine 120l BWWP kostet um die 1500€. Die kommt ins Bad und die Verluste gehen sofort ins Bad. Im Winter egal. Und ebenfalls ins Bad kommt das Innengerät Sarara. Der Vorteil: Läuft die BWWP und entzieht dem Bad Wärme kann die Sarara wieder Wärme liefern. Die liefert auch die 1KW für die Wohnung. Ein Lüfter kommt vom Bad in den Flur, dann kann die Wärme in den Gang geblasen werden, also Frischluft verteilt und Wärme. Effizienz?
Split-Klima mit ungefähr COP4 sind 1kWh el. rein, 4kWh raus. Die BWWP bei 20°C bei ca. COP3 sind 1kWh el. rein, 2kWh Wärme rein, 3kWh Warmwasser. Bedeutet letztlich:
1,5kWh el. = 3kWh Warmwasser (wird dem Raum wieder entzogen) COP2. Durchgängig COP2. Das ist besser als Durchlauferhitzer oder Boiler. Und preislich besser als 2 verschiedene Split-Systeme.

Ergo: Frischluft, kühlen/heizen zentral im Bad mit Splitklima (im Bad wird es leicht wärmer sein im Winter, leicht kühler im Sommer [aber das ist meist sowieso so gewollt]) BWWP zentral im Bad und damit kurze Leitungswege, wenig Verluste durch das Rohrnetz. Waschbecken mit Untertischboiler, die können auch mit PV-Strom versorgt werden wenn er da ist.

Im Sommer wird gekühlt, die BWWP sorgt für Abkühlung weil das WW bereitet wird. So bekommt man bei den vollen 120l von 20°C auf 60°C = ca. 6kWh Wärme = 2kWh Strom +4kWh Wärmeentzug. Spart man im Sommer nochmal 1kWh Strom fürs kühlen bei angenommenen 1kWh Kälteleistung.

Im Winter muss die Klimasplit die 4kWh Wärme erzeugen die dem Raum entzogen wird, das macht sie mit 1kWh Strom. Wie oben beschrieben ergibt das einen COP von 2 fürs Brauchwasser.

Im Winter ergibt das bei Max. 1KW Heizleistung benötigt = 24h = 24kWh + 4kWh = 28kWh/COP4=7kWh Strom. Im Kernwinter 7kWh/24= 291W el. Und das klingt mir sehr nach der untersten Modulationsgrenze eines einzelnen Splizgerätes.