passender Hybrid-Wechselrichter gesucht

Hi Leute,

Ich habe mir die Tage 15 Stück 420W-Module aufs Flachdach gebaut (Ausrichtung: Südwest, 20° Neigung, Großraum Karlsruhe)

und wollte eigentlich alles Guerillia-mäßig mit Eigenbau-Batterie und mehreren Modulwechselrichtern selbst zusammenfrickeln. Ganz bin ich davon zwar noch nicht weg, aber ich überlege jetzt doch, das richtig mit Anmeldung und großem Wechselrichter zu machen, sofern ich einen Elektriker finde, der da mitspielt.

Im Moment sind die Module mehrfach parallel an meiner 2,6kWh Eigenbaubatterie und 2 weiteren Modulwechselrichtern angeschlossen und funktionieren so erstmal über den Winter, da ich bis März eh keine direkte Sonne mehr habe (Berg im Weg) und die nächsten Monate nie mehr als 1kW aus den Modulen kommt.

Ich möchte eine größere Batterie (7..15kWh), vermutlich wieder als Eigenbau oder sowas wie Pylontech, anschließen, 8..16LFP-Zellen (24V..48V). Dazu sollte der Wechselrichter ein BMS-Interface habe, welches auch mit DIY-Batterien reden kann. Welches BMS ich da brauche, ist ein anderes Thema und gehört dann in ein anderes Unterforum.

Da ich keine Batterie im Haus möchte, soll sie unter den Modulen auf dem Flachdach platziert werden (wie die alte auch schon). Wenn sie dort abbrennen sollte, dann hält sich der Kollateralschaden in Grenzen.

Wenn die Batterie dort sitzt, dann sollte der Wechselrichter wohl auch ins Freie unter die Module, wobei ich da auch eine wetterfeste Behausung hinstellen würde.

Von den 15 Modulen könnte ich bei Bedarf 2-4 Stück rausnehmen und an mein altes Batteriesystem anschließen, falls das bei der maximalen Stringspannung hilft.

Dass ich die Batterie bei tiefen Temperatur nicht laden darf, weiß ich, das bekomme ich aber gelöst.

Ich wünsche mir einen Wechselrichter, bei dem ich einfach an die ganzen Daten komme, die ich mit weiteren kleinen DIY-Projekten erfassen möchte. Supercool wäre es, wenn ich von außen bei Bedarf Einfluss auf die Einspeisung nehmen könnte, um z.B. zu entscheiden, jetzt alles in die Batterie zu laden statt den Eigenverbrauch zu decken (netzdienliches Verhalten).

Auf dem Bild oben sieht man auch eine Satteldach. Auf die Südseite sollen mittelfristig auch noch 8 Module drauf.

Welche Wechselrichter kommen für so ein System in Frage?

Mein Hintergrund:

E-Technik-Ingenieur und leidenschaftlicher Bastler. Mein aktuelles System besteht aus 8 LFP-Zellen, JK-BMS, ESP32+Arduino als Ansteuerung der Leistungselektronik, welche die Module an die Batterie schaltet und per selbstentwickeltem DCDC einen Modulwechselrichter als Batterieeinspeisewechselrichter betreibt.

Michael

Moin Michael @astirfreak !

Gleich wird dir ein Deye empfohlen werden. Die Dinger sind eigentlich auch recht gut, nur der hohe Eigenverbrauch ist immer so ein Thema. Bei mir hätte ein Deye 24/7 mehr verbraucht als unsere Grundlast im Haus war.

Ich habe mir ein System mit einem gebrauchten (inzwischen 'überholten' und deswegen auch als Neukauf billigen) Victron Multiplus II und SmartSolar MPPT Ladereglern gebaut.

Nachteil: kein direktes PV-Strom zu Netzstrom -> da etwas höhere Umwandlungsverluste

Vorteil: alles andre. Du bist super flexibel und kannst bei Bedarf alles selbst machen, kannst aber auch die eingebaute Nulleinspeisung per ESS Assistent nutzen. Daten hast du auf unterschiedliche Art und Weisen im Überfluss. Etwas doof ist, dass der Multi keinen (nutzbaren) seriellen oder Netzwerkanschluss hat, sondern du so ein MK3 Interface (40eu) brauchst. Für die volle 'Spielwiese' brauchst du einen Multi mit GX Erweiterung (der hat dann gebräuchliche Kommunikationsanschlüsse) oder einen kleinen Raspi (3er reicht) mit Venus OS oder alternativ einen Cerbo.

Du könntest sogar mit Mudulwechselrichtern arbeiten und der Multi läd dann den Akku 'mit dem was übrig' ist. Du kannst das auch mit SmartSolars oder sonstwelchen Ladereglern mischen.

Grüsse!

Phil

ps. ich hab ein Balkonkraftwerk angemeldet, damit einen Zähler auch für Einspeisung bekommen, und fertig. Wenn jemand fragt, warum ich so viele Module habe, dann ist der Rest für el.Warmwasser (ist er auch, die 'Trennung' erfolgt aber softwaremässig). Den Akku besser nicht in's Stammdatenregister schreiben, dann gibt es auch keinen Grund (Berechtigung) dass möglicherweise irgendwer was angucken will. Meine Stadtwerke waren aber sehr 'entgegenkommend' in jeder Beziehung. Sie haben mir gleich eine Bestätigung über 4kW installierte Leistung geschickt und der ungeschickterweise eingetragene DIY Speicher war 'von Geisterhand' über Nacht grün im Register geworden..

War klar dass nun wieder die 2-3 "Deye-hater" - User das total verzerrt darstellen.

Er braucht ja ssooooviel mehr als andere ( verschweigen aber dass es garnicht sooo viel mehr ist und der Deye VIEL
mehr kann und dafür auch etwas Leistung abruft, und dieser Umstand auch eigentlich nur interessant ist, in den 2-4 dunkleren Monaten
wenn man nen Akku hat.

Witzig wird es dann wenn GEBRAUCHT Preise als Vergleich hergenommen werden,
DENN dass der Deye als 3P VIEL VIEL günstiger zu kaufen ist ( wenn man NEU-Preise bei beiden vergleicht )
weiss ja nun auch gjeder der mal 5 min googelt.
Da kann man auch mal 10-15 Jahre 2 Monate im Jahr 30 Watt mehr verbrauchen, bevor sich das rechnet ...
(und dann hat man noch immer nicht die Funktionalitäten die vergleichbar wären.)

Das einige 30 Watt x 24h Grundlast haben ist der nächste witzige Punkt, dann braucht man auch keine 12K Deye Anlage,
dann ist schon vorher was schief gelaufen in der Planung.

Das ist als wenn jemand sagt:

Ich würde mir keinen Kombi-PKW kaufen, der braucht 15 ltr auf Hundert,
( ich hatte selber zwar nie einen und habe das auch nie selber gemessen ... aber das denke ich halt, weil .... hab ich so im Netz gelesen )
und ich transportiere auch immer nur ne Kiste Wasser, der grosse Wagen wäre für alle schei**e.
Ausserdem wohne ich direkt neben Lidl, und fahre in der Woche ja auch nur insgesamt 5km
ALSO kauft alle keinen Kombi sondern kauft ein Mopped in Kohlefaser-Bauweise.

Dabei wird dann der NeuKaufpreis des "handmade CFK- Mopped" mit einem günstigeren Gebrauchtpreis von 25.000 (von 60.000 Neupreis)
(ohne irgendwelcher Anbauen) in Höhe eines Neu-Preises Kombis mit Vollaustattung von 35.000 verglichen
Natürlich wird verschwiegen dass man damit eben nicht die Familie transportieren kann (man ist ja single), man nass wird bei Regen und man 2 Tage braucht für ne
Strecke die man mit dem Kombi in 3 Stunden macht.
Dann wird natürlich noch ausgerechnet wieviel Sprit man verbrauchen würde in 15 Jahren, wenn die Kiste echt 15 ltr brauchen würde.

Also ...wenn Du also echt nur 50 Watt Grundlast HÄTTEST .. Du kein schwarz / Notstrom willst, Du nur eine Phase haben willst ... kein Gen-Input ...
und man z.B. auch nur 8 PV-Module verbauen will und keinen Akku ... Dir der Neu-Kaufpreis egal ist, dann rate ich auch ab von z.B. nem 12K Deye :slight_smile: /p>

@higgy öhm, bleib mal ruhig. erstens hab ich gesagt dass die Deye "eigentlich auch recht gut" sind. Zweitens wusste ich nicht, dass du dich offensichtlich persönlich angegriffen fühlst, wenn ich sage, dass ich den Victron Kram für ziemlich gelungen und für Michaels Ambitionen gut geeignet halte. Drittens habe ich keinerlei Preise verglichen und es liegt mir fern zu behaupten, dass ein niederländisches System billiger wäre als ein chinesisches. Viertens halte ich gerade im Bezug auf die dunklen Monaten und in Anbetracht dessen, dass "bis März eh keine direkte Sonne mehr habe (Berg im Weg) und die nächsten Monate nie mehr als 1kW aus den Modulen kommt" den erhöhten Eigenverbrauch für durchaus erwähnenswert. Und ich muss mir auch keinen kaufen um die gleiche Erfahrung zu machen, wenn genügend Leute, die sich einen gekauft haben, erschrocken von dem hohen Eigen- bzw. Nulllastverbrauch berichten, weil der ja vorsichtshalber in den Datenblättern nicht angegeben wird (im Gegensatz zu Victron).

ich frage mich, was so ein Deye denn so viel mehr kann als ein Victron System (wo man auch noch andre Fabrikate oder Eigenbauten reinkombinieren kann)?!

Ist dir aufgefallen, dass du wirklich keinerlei Information von dir gegeben hast? (ausser den impliziten Falschinformationen, dass ein MultiPlus keinen 'Notstrom' könnte, keinen Generator, damit kein 3~ möglich wäre und nur 8 Module...)

apropos Information... ein MultiPlus ist mit IP22 nicht für die draussen-Montage geeignet, ein Deye mit IP65 lt Datenblatt schon.

@philippoo Was sollen solche Unterstellungen in meine Richtung ? Warum bellst Du so laut ? Getroffen ?

  • Weshalb unterstellst Du mir, ich bliebe nicht ruhig ? Wo sind meine (Kraft?) Ausdrücke die das belegen würden ?

  • Wie bemerkst Du, dass ich angeblich persönlich angegriffen wäre ? Ich habe lediglich meine ECHTEN und SELBSTGEMACHTEN Erfahrungen mitgeteilt
    ( und nicht irgendwo gelesene oder mal gehört von jemanden, der mal jemanden kannte, der... )
    Persönlich bin ich bisher kein Stück geworden. Wo genau ist das für Dich offensichtlich in meiner Antwort ?

  • Klar nennst Du Zahlen in Deinen Empfehlungen und Bewertungen ... liest Du nicht was Du schreibst ?
    Und ein Beginner / Fragender hier, sieht solche Zahlen (die man nicht vergleichen kann / sollte ) wohl selten vollumfassend und klar und kann sie sogleich richtig bewerten.

Wenn man SELBER keinerlei Erfahrungen zu Geräten gemacht hat, aber dann andere hier BERATEN will ... sollte man zumindest
nennen woher die "eigene Meinung" ursprünglich kommt !

Unterlässt man dieses, sieht es (nicht nur für mich) zuerst einmal schnell danach aus, als wenn das echte selbstgemachte Messungen / Erfahrungen seien.
ODER ob das eben nicht der Fall ist (dass man nur das Geplappere von 2 anderen "Deye-bashern" hier im forum wiederholt) ... gelle ?

( Und Leute, die die Gepflogenheiten (und die beiden User hier) (noch) nicht kennen, könnten meinen diese genannten Werte / Bewertungen seien eben VON DIR.
( Weshalb genau, bewertest und nennst Du eigentlich Daten von Geräten (ohne die Herkunft dieser angeblichen Erfahrungen / Werte dieser zu nennen)
die Du selber überhaupt nicht gemacht hast ? Kommt mir alles SEHR seltsam vor, mit einem gewissen Gschmäckle` :frowning:

Guten Morgen,

wie hoch ist der Eigenverbrauch so eines Deye-Inverters denn?
Welcher genau käme da in Frage? Da kommt ja jetzt eine neue Generation. Hat die vielleicht einen niedrigeren Eigenverbrauch?

Den hier habe ich mal gefunden:
SUN-6K-SG03LP1-EU
Der ist für einen 8er-String aus 108-Zell-Modulen aber schon ein wenig knapp, insbesondere bei Teilverschattung.
Ansonsten erschlägt mich die Auswahl bei Deye ein wenig. Rausgefunden habe ich inzwischen, dass die wichtigste Info in dem "LP1" steckt.
L = Niedervolt-Batterie
1 = Einphasig
3 = Dreiphasig
gibts irgendwo ne parametrische Auswahlliste, was die vielen Typen sonst noch unterscheidet?

Gebraucht kaufen kommt für mich nicht in Frage. Aufgrund des relativen niedrigen Jahresertrags pro kWp (hier aus Erfahrung der Balkonsolar der letzten Jahre ca. 700kWh) ist der return of invest auch ein kritischeres Thema. Ich möchte also nicht unnötig teuer kaufen.

Zum Thema selbst basteln und konfigurieren schlagen in mir inzwischen zwei Herzen:

  1. Ich mache das nach wie vor gerne und gerade der Selbstbau der Batterie ist noch nicht vom Tisch

  2. Man wird älter und hat nicht mehr die Energie, nach Feierabend 5 weitere Stunden an privater Elektronik rumzufrickeln und rumzukonfigurieren. Am meisten nervt es, wenn es 3 Jahre gelaufen ist und plötzlich Probleme auftauchen. Dann muss man sich wieder tief reindenken und hat vergessen, was man sich 3 Jahr zuvor dabei gedacht hat.
    Raspberry-PI-System brauchen immer wieder Pflege und Update. Gerade die Updates nerven, weil man immer mal wieder auf eine neue Linux-Generation wechseln muss und das oft mit erheblichem Aufwand verbunden ist.

-> Ein System, das im Notfall mit einer Standard-Config auch gut und stabil läuft würde ich also heute bevorzugen.

Diese Victron-Systeme habe ich mir auch immer mal wieder angeschaut, bisher aber nicht wirklich verstanden, was das genau ist und wie die verschaltet werden müssen. Gibts da ein einfach verständliches Blockschaltbild, auf dem man das sehen kann?

Michael

P.S.: Habe jetzt auch die Berechtigung für Bilder. Habe das Bild im ersten Beitrag nun eingefügt. Ein echtes Foto steht noch aus.

So ähnlich läufts bei mir im Moment auch und so wollte ich das zuerst auch weiterhin machen. Aber wenn der Netzbetreiber da von Wind bekommt und man an den falschen Mitarbeiter kommt, der da überhaupt kein Verständnis hat, dann siehste blöd aus. Deshalb will ich jetzt eine offizielle Anlage draus machen, sofern ich einen Elektriker finde, der mir das anmeldet, auch wenn ich fast nichts bei ihm einkaufe.

Mein System sah bis vor 3 Wochen so aus:

  • 2,6kWh-Batterie mit 8 LFP-Zellen
  • JK-BMS
  • Selbsgebaute Leistungselektronik zum Anschluss von zwei 400W-Modulen. Laderegelung (ohne MPPT) über ESP32 und Arduino.
  • Netzeinspeistung aus der Batterie über einen 300W DCDC, der dem Hoymiles 300W-Wechselrichter ein Solarmodul vorgaukelt.

Screenshot von heute morgen:

Ich habe halt bisher fast alles komplett zu Fuß gemacht, bis auf den Transistor runter. Macht immer noch Spaß, ist aber ein erheblicher Aufwand.

Auch das Webinterface ist Bare HTML, JavaScript und PHP.

Im Moment hängen 10 Module oben an den beiden Anschlüssen dran. Da es keine direkte Sonne mehr hier gibt, kann ich das bis Ende Februar so lassen. Bis dahin muss ich eine Lösung haben.

Michael

Als Deye- UND Victronnutzer finde ich für Deinen Zweck (keine Insel) einen Deye passend.

Wenn im Kernwinter mal nichts kommt, is das bei dir ja nicht weiter wild.

Alternativ könntest Du auch den Deye in der ganz miesen Zeit abschalten und den wenigen Strom der da kommt, per MPPT (Victron oder Studer) direkt in den Akku speisen.

Die Auswahl des MPPT entscheidet sich natürlich über die Stringspannung.

Victron bis 450V und Studer bis 600/900V.

@uschi

könntest du hier drauf eine 'unvoreingenommene' :wink: Antwort geben?!

Das ist eine gute Frage, die sich mangels Angaben in den Datenblättern (alt und neu) erst wieder beantworten lassen wird, wenn die ersten Käufer davon berichtet haben werden ('coming soon'...). Aber wenn es nach Higgy geht, musst du dir eh beide Modelle kaufen und es selber messen :sunglasses:

Und weil ausgerechnet diese Zahlen bei all den von mir genannten fehlen, hier als Nachtrag die meines 3000er zur Orientierung.

grafik.png

Ein 3000er MPII ist natürlich kein 12kW Gerät, und 'objektiver Weise' müsste man auch noch die Nulllastverbräuche der MPPTs dazurechnen. ich weiss ja nicht, wieviel Last du abdecken möchtest, bei mir reicht der in Verbindung mit meinem Balkon-WR, einem 800er Lumentree. Und wenn mein Akku gegen 30% geht, schalte ich den MultiPlus auch ab und kompensiere nur noch Grundlast bis 300W mit dem Lumentree, dessen Nulllastverbrauch noch geringer ist.

mein Zähler ist natürlich nicht online und das wird er nach Aussagen des Netzmeisters auch niemals gehen (soweit sowas vorhersagbar ist). Zudem begrenze ich die Einspeisung schon einigermassen 'balkonkraftwerkskonform'. Und seit dem mir (Akku Forum sei Dank) die Problematik bewusst geworden ist, sehe ich auch zu, nicht in der Mittagszeit einzuspeisen.

Natürlich ist es unbestritten besser, die Anlage ganz 'sauber' zu haben, aber die rund 1.000€ dafür waren mir in Anbetracht der geplanten 5.000€ Investition die Sache nicht wert.

Nullast ist bedeutungslos bei geplanten Anlage.

Ansonsten liegt mein 5kW 1-phasig Deye wohl etwa bei 50W in der Nacht.

Victron gibt 18W für den MP2-5k plus etwas für Cerbo und MPPT an, also knapp die Hälfte des Deye in der Nacht.

Halte ich eben, für die geplante Nutzung, für in Ordnung.

Bei einer echten Insel wäre mir beides zuviel, also dann alternativlos Studer.

@uschi danke erstmal.

wie meinst du das? gerade wenn über Monate nur wenig PV Leistung zur Verfügung steht, muss ja schon recht gut damit 'gehaushaltet' werden. Natürlich ist hier der Nulllast-/Eigenverbrauch nicht der einzige Aspekt, aber ich würde ihn auch nicht als bedeutungslos einordnen?

Nullast ist nur dann von Bedeutung, wenn es längere Zeiten gibt, in denen absolut kein Strom verbraucht wird.

Und normale Häusern haben immer eine Grundlast von um die 50 - 300W.

Also ist er für "normale" Häuser bedeutungslos.

Na das sind doch mal Werte mit denen man rechnen kann ( und zwar nur wenn A: der Akku leer ... und B es dunkel ist
( nicht soviel Sonne reinkommt wie man selber grad verbraucht. ) Den wenn die Sonne eh alles übernimmt,
sollten einem PV`ler die z.B. 20 oder 40 Watt eh nicht auffallen/stören.
Das kann man sich dann mal ausrechnen ( habe ich hier ja des öfteren gemacht ) und sieht dann dass man
( wenn man A: einen vernünftig dimensionierten Akku hat und B: genug Module verbaut hat ) dass das nur ( auch wie schon oft geschrieben)
nur 2-4 Monate und dann nur da in den schlechten Tagen wo tagelang die Sonne nicht rauskommt und man kaum Strombedarf hat
( denn wenn man eh dauernd 1500 bis 5000 W zieht ...was jucken dann in den paar Stunden im Jahr die 30 Watt MEHR ?
Auch da habe ich ja schon Zahlen geliefert.

Wer also eine Grundlast von lediglich 30-60 Watt HÄTTE und man nur 7 alte Module auf dem Dach liegen hat,
man keine USV und keine 3 Phasen benötigt... wäre es unpassend jemanden eine 12K Deye zu empfehlen. Da gehe ich mit.
Dann kommt hinzu: ist es egal was die Geräte beim Neukauf kosten ? ( und hier meine ich das Gesamt-Paket, von Akku den man möchte,
den Funktionalitäten die man gerne nutzen will ( MW Eingang, Gen Eingang, Schwarz / Notstrom ( USV ),
passende gute + ggfls. erweiterbare + günstige Akkupacks, Steuerungen die man gerne hätte (SA , HA, irgendwas anderes ) ( oder eben auch nicht)
Eine Wall-Box die mit den Geräten vernünftig spricht ( ohne dass man selber Programmierer wird )...
wenn in ein paar Jahren das E-Auto automatisch mit PV Überschuss laden will z.B.
UND ob man jemanden greifbar hat der es anschliessen UND legal anmelden kann.

Nach diesen Infos kann man verwertbare Infos liefern (die nicht nur auf Spekulationen und Hörensagen beruhen.)

ich geh jetzt einfach mal davon aus, dass der Nulllastverbrauch nicht verschwindet, sobald ein Wechselrichter wechselrichtet, sondern dass er praktisch als Offset zwischen raus und rein bleibt.

24 Stunden mal 50 Watt 'Eigenverbrauch' -> 1,2 kWh pro Tag. (zum Eigenverbrauch zählen ja auch noch die Verluste beim Wechselrichten, aber die meine ich jetzt nicht)

Bei "bis März eh keine direkte Sonne mehr habe (Berg im Weg) und die nächsten Monate nie mehr als 1kW aus den Modulen kommt" gehe ich jetzt mal davon aus, dass die 1kW dann nicht von Sonnenauf- bis -untergang da sind. Da sind 1,2kWh dann schon auch ein nennenswerter Anteil.

Bitte nicht falsch verstehen, einfach nur im Zusammenhang 'bedeutungslos'.

Naja, aber man kann eben ( wenn man HWR vergleicht nicht die 50 Watt hochrechnen, denn es gibt m.W. keine Alternative
die im Betrieb 0 Watt benötigt (nachts mit leeren Akku) wenn man sie nichts ausschaltet / vom Netz trennt.

Also muss man schauen, was kann Gerät A ... was kann Gerät B wieviele Unterschiede sind da ( Preise, Verbrauch, Dinge die ich gerne hätte etc )
das mit den eigenen Bedingungen vor Ort abstimmen, und DANN kann man Dinge gegenüberstellen.

Für mich war der Weg vor 3 Jahren bei der Planung folgender Leitfaden, den ich mir gestrickt habe :

Ich habe voraussichtlich den Bedarf X an Strom
Ich möchte alles vollbauen was geht, alle Dächer und Flächen etc. die Sinn machen
Ich lege Wert auf Funktion A, B, C
Es soll alles legal angemeldet werden (lassen) (Bin zwar aus dem E- und EDV- Branche, habe aber keine PV-Konzession )
Es soll ein offenes System sein( also keinen Herstellerzwang nach dem Motto:
Das Gerät ist von X dann MUSS auch z.B. der Akku und auch die (kostenpflichtige?!) Software zwingend von X sein ! ) (Für mich absolutes AUSSCHLUSSKRITERIUM !)
Vernünftige Regelung / Möglichkeiten z.B. PV-Überschuss an einer (offenen) WB etc. Weitere Optminierungs Möglichkiten / Erweiterungen (MWE) etc

Ich möchte möglichst viel selber machen (aus Spass an der Freud und sparen ist auch nie schlecht )
Ich möchte möglichst günstig kaufen
Ich möchte alles monitoren und steuern können
Es sollte alles per LAN (ohne (optionale) Cloud draussen) laufen
Also habe ich mir passende Hardware und Software als Wunsch auserkoren und einen Konzessionierten gesucht,
der mir das so macht / mir hilft / legal anmeldet. ( das war nach einigen Wochen wo ich fast aufgegeben hatte (zu der Zeit eh schwierig )
aber dann nur 40 min Autofahrt entfernt ... dann doch auf einmal rel. schnell gefunden. :slight_smile: /p>

Das ist ein Weg den ich jedem empfehlen würde, wieviel / OB man diy macht bei der Planung und beim Aufbau ...
und wie die Bedingungen sind MUSS jeder für sich selber herausfinden da kann kein Forum helfen ...

Blöd finde ich es immer wenn man Gerät C kauft und sich dann jahrelang ärgert,
dass es etwas nicht kann was man sooo gerne hätte oder dass man beim Ausbau der Anlage festgelegt auf Teile von C oder Software,
oder es keine Möglichkleiten gibt.

Nicht umsonst sieht man oft Geräte die nach einem oder 2 Jahren gebraucht verkauft werden, weil man sich absolut verkauft hat (oder falsch beraten wurde ).
DFenn viele Firmen schauen nicht was es sonst noch auf dem Markt so gibt, die kennen und verbauen ausschliesslich Geräte von B,
und beraten deswegen teilweise aus Unwissenheit ? oder Margen / Gewinnoptimierung / keine Lust sich mit anderen Geräten weiterzubilden, einfach UNFAIR.

GSD ist der Hype auf dem Markt ja nun so langsam durch ( wo sich Firmen alles erklauben konnten weil die Auftragsbücher
ja auch die nächsten 14 Monate komplett VOLL sind. Nun kommt langsam auch wieder die Verbraucherzeit und man kann sich Solarteure suchen
die ihre Kunden fair beraten ( so man es denn einschätzen kann ). Schwarze Schafe werden hoffentlich dann weniger.

Also mein Fazit: wenn man seine Liste einigermassen abarbeitet, kommt man automatsich auf den richtigen Weg ...
das ist per Forum aus der Ferne ohne ALLE INFORMATIONEN zu haben fast ausgeschlossen.

Fragt man 3 User, bekommt man 5 verschiedene Antworten welches Gerät / welche Anlage die einzig richtige ist.

> man kann eben ... nicht die 50 Watt hochrechnen,

sondern?? durch einen Zaubertrick verschwinden lassen?

Vergiss nicht den Eigenverbrauch vom Victronsytem hochzurechnen.

Das sind es dann rund 0,6 kWh statt 1,2 kWh beim Deye.

Und wie gehabt spielen diese 0,6 kWh Differenz pro 24h nur eine wichtige Rolle bei einer, im Winter, knappen Insel.

Aber es wären schön das hier nicht noch zigfach auszuwalzen, denn das macht es hier sinnlos unübersichtlich.

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Eben ..Vergleichs - "Rechnung" wäre :

Beide HWR können das was ich später brauche BEIDE gleich gut, der eine braucht (bei Dunkelheit und leerem Akku)
diese Leistung, der andere jene ... der eine kostet soviel neu ( mit den gleichen Funktionen) der andere soviel ...
in wievielen Jahren hätte man das wieder raus.

Da das bei JEDEM anders ist, kann man das nicht als Zahl darstellen.

Jeder muss für sich ( übern Daumen reicht ja ) das selber ausrechnen.

Bei mir wären es bei solchen Zahlen z.B. übern Daumen ...nehmen wir mal 60 "dunkle Tage" im Jahr
(wo der Akku nicht vollgenug wird und der PV Strom nicht reicht.)

Nehmen wir ruhig mal 40 Watt mehr als ein vergleichbares 3PH HWR System... Wären im Jahr also 57 kwh = ca 15 Eu

Dann noch die "entgangene" Einspeisungsvergütung mit 8 cent an den hellen Tagen.... (40 x 300Tage x 24h x 0,08 Euro )
sollten nach meiner Rechnung so um die 23 Eu im Jahr sein.) = 38,- "Mehrverbrauch" im Jahr

Also um 38 Eu im Jahr ist dann der "böse saugende Deye" teurer als ggfls andere weniger (könnende?) brauchende.

d.h. bei sagen wir 10 Jahren Lebenszeit ... dürfte das effezientere HWSystem also nicht mehr als 380,- mehr kosten, damit ich nicht Minus mache.

Nimmt man einige User hier für voll, die rechnen sich das dann "schön" indem sie einfach mal so sagen : der HWR braucht z.B. 100W MEHR !

100 +24h x 365 Tage = 876 kwh ! x 35 cent = 306 Eu im Jahr "rausgeschmissen" ...
fast FAKTOR 10 ! FALSCH... mit meist nicht vergleichbarer Funktionalität der Systeme !