Das Beobachtete ist gut nachzuvollzihen, wenn man in die Datenblätter schaut.
Die Victron MPPTs haben als Startspannung die Batteriespannung, der Fronius WR hat eine festgelegte Startspannung vorher macht der nix.
Bei Diffuslicht im Winter wird diese Startspannung später erreicht und dann kommt noch der Eigenverbrauch des WR, der die Einspeisung verzögert.
Ich habe ein Feld mit einem großen Hybrid WR und zwei Strings, die eine unterschiedliche Anzahl von Modulen aufweisen.
Da kann ich schon sehen, wie es mit der Spannung aussieht, und das der eine String schon produziert, während der andere noch bei 0 Leistung liegt, bei identischer Ausrichtung.
Ich habe zusätzlich noch ein Feld mit Mikro-WR (ein MPPT pro Panel) bestückt. Die Startspannung des Mikro WR ist extrem gering (12V), dieses Feld produziert ca. 10-15 min früher Strom bei Diffuslicht und Sonnenaufgang als das große Feld. Bei winterlichem Schwachlicht kann es auch schonmal ne halbe Stunde mehr sein, bis der große WR zu produzieren anfängt.
Weiterhin habe ich bei dem Feld mit Mikro WR darauf geachtet, dass ich Module mit 144Zellen nutze statt der gängigen 108Zeller hier ist die Spannung grundsätzlich höher als bei den 108ern.
(Auch das wäre bei dem oben beschriebenen Vergleich zu berücksichtigen)
Das ganze hab ich auch mal mit einem kleinen 600W String-WR im Verglcieh zu den Mikro-WR getestet, auch hier das gleiche Bild, der String WR hat deutlich später produziert als der Mikro WR. Hier war es sehr deutlich das der Eigenverbrauch des WR von 15W erst von den Panels geliefert werden musste, bevor er die Produktion begann.
Die gewählten Komponenten bestimmen hier das beobachtete Verhalten, in für mich sehr gut nachvollziehbarer Weise.
Herzliche Grüße
Eclipse