Ich bin in der Planung einer PV-Anlage, vorher will ich mich schlaumachen über alles mögliche.
So einiges hat mir Google und CO geholfen ,aber hier komme ich nicht weiter.
Eine Paneele gibt 465 Wp seine Leistung an, aber wie sieht es real aus. ich komme von der Nähe Flensburg und somit wird die doch die Leistung gar nicht erbringen können, sind das Laborwerte oder?
Wenn 19 Paneele in Reihe geschaltet werden, so kommt bis 760 Volt zusammen, der Wechselrichter >Felicity Solar IVGM15KLP3G1< soll bis 88 Volt klar kommen,,, liege ich damit richtig?
Oder hat doch KI recht?? Nein, damit liegen Sie leider falsch und riskieren die Zerstörung Ihres Geräts. Der Hybrid-Wechselrichter Felicity Solar IVGM15KLP3G1 hat eine maximale PV-Eingangsspannung von 800 Volt (nicht 88 Volt) und einen MPPT-Spannungsbereich von 160 bis 650 Volt. [1, 2, 3]
Ihre geplante Verschaltung von 19 Modulen in Reihe ist aus zwei Gründen kritisch:
Warum 760 Volt gefährlich sind
Außerhalb des MPPT-Bereichs: Mit 760 V liegt die Stringspannung weit über dem maximalen Regelbereich von 650 V. Der Wechselrichter kann so nicht effizient arbeiten.
Ich befürchte KI hat recht, aber öfters sind die Antworten nicht korrekt, darum frage ich lieber hier bei den Experten nach.
I.d.R. werden die 465W nicht erreicht werden, weder in Flensburg noch in München oder Stuttgart und auch nicht auf der Zugspitze
Diese Wp-Angaben sind Laborwerte unter Idealbedingungen (klarer Himmel, kein Dunst etc. und senkrechte Sonne - 1000W/m2 ) - dann kommen 465W - oder sogar mal ein paar mehr heraus.
An super Sonnentagen kannst Du sicher mit 400 - 450W rechnen, wenn Du die Module im richtigen Winkel und nach Süden ausgerichtet aufstellst. Weichst Du irgendwo ab, dann wird das sofort weniger. Es gibt reichlich PV-Kalkulatoren für jede Region im Web - einfach mal suchen.
An bedeckten und dunklen Tagen geht das dann von 1W - 200... 300W etc. etc.
Die Maximalspannung solltest Du in jedem Fall einhalten - an kalten, klaren Tagen ist die Spannung sogar noch deutlich höher und würde den WR vermutlich zerstören oder zumindest die OVP aktivieren.
Wie viele Module sollen es denn werden? Denn wenn es nur 19 werden sollen, dann 2 Stings und schon passt es.
Lt. Beschreibung hat der WR ja sogar 3 MPPT.
Die ist erstmal irrelevant. Die Leistung kann der MPPT regeln / begrenzen.
Die maximale Spannung der Module nicht - und die grillt deinen MPPT.
Das sehe ich anders.. siehe hier
Aber ja, bei guter Lage zur Sonne, niedrigeren Temperaturen, sauberen Modulen etc...
Daher sicherlich nicht die Regel, aber ganz sicher auch keine Ausnahme - passiert bei mir schon öfter...
das ist so, da habe ich kurzfristig schon 20% bis 30% über Nennleistung gesehen, das gilt aber nur für sehr kurze Zeit, da sich die Module schnell erwärmen.
Bis jetzt war noch keine Firma da, aber das was ich so ausgerechnet hab , passen 54 Module drauf.
Schon die erste Reihe wären es 17 , bei der zweiten 18 und dritte Reihe 19
Plan ist eigentlich es in LV aufzubauen , da alles günstiger und auch von der Spannung her, etwas sicherer.
Deye SUN-15K-SG05LP3-EU 3-Phasen Hybridwechselrichter - LV, oder
Felicity Solar IVGM15KLP3G1/IVGM20KLP3G1 i
Da kann ich es von den String verteilen wie ich will, für ein Wechselrichter passt es nicht, also braucht es noch ein ( kleineren ) 2. Wechselrichter, dann ein 30 kWh Akku
Alternativ ich mache e doch auf HV dann wäre zum Beispiel der >Good We ESA seine erlaubten Voltzahl ist höher, hat 4 MPPT und somit wären die 54 Module sauber machbar. Das System ist zwar 2000,-€ teurer, aber überschaubar.
wie ist die Ausrichtung der Einzelnen Module oder Reihen?
der kann auf einem MPPT 36 Ampere verarbeiten, je nach Modulen und Ausrichtung wären vielleicht 3 Stränge zu je 9 Modulen pro MPPT möglich. Ich würde immer Niedervoltakkus bevorzugen, Dort ist es relativ leicht auch später noch selbst zu erweitern
Was haben denn die Module für eine Leerlaufspannung?
Diese mit der Anzahl Module im String multipliert + 25% - das muß dann unterhalb der Maximalspannung für den WR sein und im idealfall auch unterhalb der MPPT-Arbeitsspannung.
Ansonsten machst Du die Strings etwas kürzer und schaltest beim Deye 2 oder 3 Strings parallel - das verkraftet der MPPT1 beim Deye (bis 36A). Der Rest dann auf den 2. Eingang (dürfen auch 2 Strings parallel sein, wenn der Strom nicht zu hoch wird, glaube max. 18A - aber das schadet dem Deye auch nicht, der nimmt sich nur soviel, wie er verarbeiten kann.
Und bei der angestrebten PV-Größe würde ich gleich den 20 kW-Deye nehmen, dann hast Du Reserven und das Ding läuft nicht so oft auf 100% - was die Elektronik und Lüfter doch stark belastet.
Mußt halt gucken dass das mit max. Spannung, max. Strom pro MPPT-Eingang und optimaler Belegung des Daches alles gut zusammenpasst. Und entweder dann den optimal passenden WR dafür oder die Module und Strings passend zum WR auswählen.
Ist eine 'multidimensionale' Aufgabe - oder ein klassisches Optimierungsproblem aus dem Operations Research. Gibt für alles geeignete Methoden Aber man muß da auch keine Wissenschaft draus machen - viele Wege führen nach Rom!
die wichtigste Regel: Schritt für Schritt, als erstes (sofern Dach vorhanden) Dachbelegung mit Ausrichtung, danach Modulformat, erst dann die Elektrik. Mit den MPPTs zu beginnen ist so ziemlich die ungünstigste Methode