Panasonic Klima untere Modulationsgrenze wird nicht erreicht

Die scheint bei dir recht häufig zu takten, das kostet nach meinen Messungen einiges an Effizienz. So 2-3 Takte die Stunde sind nicht tragisch, bei mehr würde ich den Sensor umbauen, also nach außen ziehen und dämmen.

Das sind 48h und das Takten passiert, wenn die Temperatur relativ niedrig eingestellt ist. Stelle ich 1-2° höher ein, läuft die ganz gut durch. Aber gut, dass ist ja zu erwarten. Man könnte das auch einfach lösen, indem man den ir (Fernbedienung) über einen raspi steuert und dann entsprechend anpassen. Aber das erscheint mir völlig überzogen im Bezug auf den benefit.

@win Sensor dämmen ist auch eine Idee, oder etwas thermische Trägheit dran. Gibt es eine Anleitung? Keine Ahnung wo der entsprechende platziert ist.

"Aufwand" ist relativ. Softwaremäßig lassen sich mit Home-Assistant relativ simpel merkliche Verbesserungen realisieren. Konkret gibt es zwei verschiedene Ansätze das Takten in den Griff zu bekommen.

Ich persönlich habe mich für eine "Taktsperre" entschieden. Wird ein Takt beendet, wird die Soll-Temperatur für 15 Minuten auf 16 Grad abgesenkt und danach wieder auf die vorherige Temperatur gesetzt.

Zweite Option wäre, dass die Soll-Temperatur automatisch mit der gemessenen Ist-Temperatur mit hochgezogen wird. Das verhindert ebenfalls das Abschalten. Funktioniert natürlich nur bis zu einer gewissen Grenze, weil dann eine Überheizung der Umgebung droht.

Bei meiner Variante benötigst du auf jeden Fall ein Messgerät für die aktuelle Leistungsaufnahme der Klima. Das funktioniert entweder über einen Shelly (mir persönlich zu unsicher), oder über einen kompatible Steckdose (Fritz, TP-Link, etc. ...).

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Also ich habe bei meiner VZ9 noch nie einen Abtauprozess mitbekommen :slight_smile:

Das mit dem Takten in Abhängigkeit zur eingestellten Temperatur kann ich bestätigen - trotz nach außen gelegtem Sensor.
Je geringer die eingestellte Temperatur, desto mehr wird getaktet.
Ich denke das ist völlig normal, denn die Anlagen können ihre Leistung nicht stufenlos verstellen, sondern immer nur in Schritten.
Ist man dann schon in der niedrigsten Stufe kann man weniger Wärmeabgabe nur noch durch Takten erreichen.

Aber ich sehe darin auch kein wirkliches Problem.
Mit Takten braucht meine Anlage aktuell 350Wh bei 5° Außentemperatur und 24,5° Raumtemperatur
Ob die 350Wh dabei durch kontinuierliche 350 Watt oder mit Takten erreicht werden ist mir doch Schnuppe, das Ergebnis zählt und das finde ich grandios.

Grüße Jochen

Da weiß @arsmachina genauer Bescheid, wenn du auch die VZ9 hast. Ich glaub, das war relativ einfach, also auch Sensor, der im Gerät schon mit Kabel angebunden ist.

Das bekommt man auch nur weg, wenn der Sensor zusätztlich noch recht gut gedämmt ist. Ich habe den bei der MHI-Anlage mittlerweile in einer Styrodurbox aus 20mm Styrodur und neben dem Sensor liegen da auch noch ein paar Glaskugeln mit drin, um es träger zu machen. Früher hat die Anlage 8 mal die Stunde getaktet, jetzt nur 2-3 mal die Stunde. Innenmaße der Styrodurbox etwa 60x40x30 mm.

Sehe ich ähnlich, am Ende könntest du nur die Toleranz der soll-ist Temperatur vergrößern. Also die Takte weiter auseinander legen. Natürlich mit Komfort Einbußen. Und das alles spielt sich im niedrigsten Leistungsbereich ab und da ist es von nur niedriger Bedeutung. Aber ich verstehe den Wunsch alles raus zuholen😊 Eine ferngesteuerte ir könnte da eine gute Lösung sein. Besonders in Kombi mit Energieoptimierung

Per ir oder hast du eine Klima mit Wlan?
Die Heatcharge ist ein relativ altes Modell, daher leider keine smarten Funktionen. Da fällt mir nur ein raspi / ir "Hack" ein

Hallo Ralph,
ich hab bzw. hatte hier das selbe Problem. Die Panasonic kommt im Heizbetrieb nicht unter ca. 400W und fägt dann das Takten an. Da meine erst 1 Jahr alt ist wollte ich die nicht aufschrauben und den Temperaturfühler anders verlegen.
Hab mir über den ioBroker dem Cloud Adapter und einem Blockly Skript eine Logik über legt wie ich die Pana Steuern könnte. Im Prinzp ist dabei eine Hysteresen Steuerung heraus gekommen:
Einschalten bei unter 21°C mit 23°C Solltemperatur.
Ausschalten bei 22,6°C bzw. nach Beendigung des Taktes
Hartes Ausschalten bei über 23,2°C um extreme über Temperatur zu vermeiden.

Die Stromaufnahme wird über einen ShellyPro 1PM sehr genau aufgenommen. Das Ende eines Taktes wird ab unter 20W erkannt und dann über den Cloudadapter ausgeschalten.
Das Dachgeschoss quasi neu und sehr gut gedämmt, somit ergeben sich 2-3 Zyklen / Takte am Tag. Siehe Grafik von gestern.
Vielleicht übertrieben das ganze aber es Funktioniert und das ohne was an der Anlage zu verändern. :man_shrugging:

OK, und wo genau ist nun der Benefit wenn Du Dein script takten lässt anstatt dass die Anlage von selbst taktet?

Ganz davon abgesehen, dass ich bezweifle, dass das harte Ausschalten während dem Betrieb der Anlage gut tut...

Wirklich interessant ist doch nur der Stromverbrauch über den gleichen Zeitraum bei gleichen Innen wie Außentemperaturen.

So lange der Stromverbrauch über den Tag gering ist interessiert es mich nicht die Bohne ob und wie oft die Anlage taktet.

Und senken kann man den Stromverbrauch am Besten, indem man den Arbeitspunkt mit einem Vorwiderstand verschiebt und die Anlage immer auf 16° stellt.
Das reduziert nämlich die Anlaufströme und das merkt man über den Tag am Stromverbrauch deutlich.

Grüße Jochen

Wenn eine Anlage zu häufig taktet, geht die Effizienz stark zurück. Das ist ungefähr so, als ob man mit dem Auto immer nur 100m fährt, dann Motor für 3min aus und dann wieder startet. Jeder Startvorgang kostet Energie, die nicht für Wärme sorgt.

Ich hatte es bei meiner Anlage mal überprüft: Wenn die in ihrem 8x pro Stunde Takt war, ist die Effizienz auf etwa die Hälfte eingebrochen. Also ein Situation, die man unbedingt vermeiden sollte.

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Win, die Effizienz sehe ich doch, wenn ich den Stromverbrauch an zwei temperaturmässig identischen Tagen vergleiche.

Nur das ist doch wirklich interessant und nicht wie dieser Stromverbrauch zustande kommt und wie oft dabei getaktet wird.
Ist der Stromverbrauch geringer ist die Effizienz höher.

Jochen

Ja klar, aber wenn deine Anlage alle paar Minuten taktet, dann wirst du über den Tag auch den größeren Stromverbrauch haben. Geht doch physikalisch gar nicht anders. Jeder Start verbrät einiges an Energie, die du nicht in Form von Wärme in den Raum bekommst.

Gar keine Frage, das ist so.

Wenn man aber ein unmodifizierte Anlage und eine mit Vorwiderstand und auf 16° eingestellte Anlage vergleicht sieht es schon wieder anders aus.

Die Anlage mit Vorwiderstand hat einen deutlich niedrigeren Anlaufstrom und kann so trotz mehr Takten doch weniger Strom für die selbe Wärmeerzeugung verbrauchen.

Meine Anlage zieht aktuell beim Neustart beim Takten für 3-5 Minuten 400 Watt um dann auf 350 Watt runterzugehen.
Für mich ist das kein Grund mir übers Takten wirklich Gedanken zu machen.

Grüße Jochen

Ja aber ein Ein- Und Ausschalten ist bei mir "teurer" (zumindest optisch, ich habe es noch nicht gemessen), als das Takten der Anlagen während des Betriebs.
Ein hartes Ausschalten, könnte zu zusätzlichen Prozessen führen (Ölrückführung, erstmal einschwingen usw.) und damit noch inneffizienter sein.
Vorschlag: Nutzt die IR, ihr könnt die IR Fernbednung "lernen" und dann über Arduino oder Raspi steuern. Damit ließe sich die Temperatur dynamisch regeln und das Takt Problem so verbessern.
Ich bitte aer auch zu bedenken: Wenn die taktet, dann ist die im untersten Niveau = Anlage noch etwas überdimensioniert / zu warm draußen. Das ist natürlich für die Übergangszeit ein Thema / aber insgesamt nicht wirklich von Bedeutung

Genau, ums Takten kommt man nicht drumherum, wenn die Wärmemenge bei unterster Modulation noch zu hoch ist. Worauf man viel Einfluss hat, ist, wie oft die pro Stunde taktet. Und da neigen viele Anlagen dazu, es stark zu übertreiben. Meine Anlage (Mitusbishi Heavy) schwingt sich normal oft auf 7-8 Takte pro Stunde ein, also 3min Pause und 5min Heizen. Das ist die schnellste Taktfrequenz, die der Kompressorschutz zulässt. Und so ein Verhalten ist totaler Murks. Es liegt bei meiner Anlage an der sehr kleinen Hysterese von etwa nur 0,3 K.

Nach Umbau des Sensors taktet die jetzt nur noch 2-3 mal die Stunde, das ist vollkommen ok, weil es nach meinen Schätzungen und Tests nur 5-10% Effizienz kostet.

Es ist auch eine Frage, ob man 24/7 durchheizt und wie gut gedämmt ist. Bei uns ist beides ungünstig. Die Anlage läuft nur, wenn wir im Raum sind und es ist ungedämmter Altbau. Damit sinkt die Temperatur sehr schnell, wenn die Anlage aus ist (kalte Wände) und das führt dann zu häufigem Takten ohne Umbau.

Ich steuere meine Klima über Home Assistant, der die Zieltemperatur immer an die von der Klima gemessene Ist-Temperatur anpasst. So läuft sie, ohne zu takten, stundenlang durch zw. 280 und 330W. Ich habe testweise die Tage mal die Zieltemperatur 1 Grad niedriger gemacht als die Ist-Temperatur und da lief sie bei 190-210W. Das war mir aber zu wenig, das Haus hat sich nicht mehr aufgeheizt. Also zurück zur alten Regelung.
Ich habe auch Tests gemacht einen "Soft Start" mit Home Assistant zu machen: wenn die Klima angeschaltet wird wurde die Zieltemperatur auf 16 Grad gesetzt, damit die Anlage nicht so viel Startverbrauch hat. Nach knapp 3 Minuten wurde dann die Temperatur wieder auf die Ist-Temp angepasst.
Hat geklappt, der Anlaufstrom war sehr viel weniger, aber die Klima hat sich dann komisch verhalten. Als wenn sie in einem "Notfallmodus" wäre, sie lief nur noch im Quiet-Modus, Lüfterstufe konnte zwar geändert werden aber das hat die Klima nicht gejuckt, der Lüfter ist nur auf Quiet-Geschwindigkeit gelaufen und hat erst nach ca.1 Stunde die Geschwindigkeit geändert. Deshalb lasse ich diesen "Soft-Start" jetzt bleiben.
Da sie bei der jetztigen Regelung bei mir ja nicht taktet, ist mir das eine Mal Hochfahren egal.

Ich habe auch festgestellt dass sie beim mehrmaligen Anschalten pro Tag oft nur 1x diesen hohen Anlaufverbrauch hat, bei den weiteren Starts ist dieser Spike weg:


(Der Verbrauchseinbruch um ca. 9 Uhr war der Test mit 1 Grad weniger als die Ist-Temp)

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Das ist bei mir auch so, beim ersten Start ist der Anlauftstom höher, bei jedem weiteren Takten absolut vernachlässigbar.

Ich habe das bisher damit begründet, dass ich die Anlage ja nachts nicht laufen lasse und am Morgen beim ersten Start sowohl die Innen- als auch die Aussentemperatur am niedrigsten ist, die Anlage also deshalb mehr powert um den Raum möglichst schnell aufzuheizen.

Jochen

Und die bringen wirklich real etwas?

Hat schonmal jemand getestet ob es (anlagenunabhängig) besser ist die Zieltemperatur über IR-Eingabe zu ändern, oder ob man besser dem Innensensor eine andere Raumtemperatur vorgaukelt?

Ja, das klappt sehr gut. Es war eigentlich so herum: Nur Styrodurbox gebaut und gemerkt, dass das noch nicht ausreicht. Anlage war nur so ungefähr 10min aus und startete dann wieder. Also hab ich überlegt, was ich als thermisches Gewicht reinlegen kann und da sah ich die Glaskugeln herumliegen. Danach erhöhten sich die Taktpausen von 10 auf etwa 30 min. Durch die Menge an Glaskugeln kann man das schön abstimmen.