Ölheizung (1300-1400 l/Jahr) durch Wärmepumpe ersetzen - Split oder Monoblock?

Hallo zusammen,

ich plane im Sommer nächsten Jahres meine Ölheizung gegen eine Wärmepumpe auszutauschen und würde mich über eure Erfahrungen freuen.

Zu meinem Haus:

  • Einfamilienhaus
  • Aktuell ca. 1300-1400 Liter Heizöl pro Jahr inklusive Warmwasser
  • Viessmann Niedertemperaturkessel Baujahr 2002
  • Außenwand mit 14 cm Dämmung versehen
  • Fenster innerhalb der letzten 5 Jahre erneuert
  • Oberste Geschossdecke mit ca. 30 cm Isoflock gedämmt
  • Etwa 10 Heizkörper im Haus
  • Bei -10 °C Außentemperatur fährt die Heizung aktuell ca. 55 °C Vorlauf

Verschiedene Heizlastrechner kommen auf etwa 6 kW Heizleistung für die Wärmepumpe, was für mich auch plausibel erscheint.

Die Außeneinheit würde ich gerne neben der Garage auf einem Betonsockel aufstellen. Um in den Heizungsraum zu gelangen, müssten die Leitungen durch die Garage geführt werden (ca. 5Meter Leitungslänge), vermutlich unter der Decke entlang.

Nun stellen sich mir mehrere Fragen:

Split oder Monoblock?

Ursprünglich tendiere ich zu einer Split-Wärmepumpe, da die Leitungen durch die Garage geführt werden sollen und die Rohre dadurch etwas schlanker ausfallen würden.

Für die Inbetriebnahme hätte ich jemanden mit Kälteschein und entsprechendem Gewerbe an der Hand, sodass das kein Problem darstellen sollte. Die restlichen Arbeiten würde ich größtenteils in Eigenleistung ausführen.

Mich würden eure Erfahrungen interessieren:

  • Welche Technik würdet ihr bevorzugen?
  • Gibt es Vor- oder Nachteile, die man im Alltag wirklich merkt?
  • Würdet ihr bei dieser Aufstellung eher Split oder Monoblock wählen?

Pufferspeicher nötig oder nicht?

Ich habe bereits mit der Software GeoT*SOL gerechnet.

Dort wird ein Heizungs-Pufferspeicher vorgeschlagen, wenn keine Fußbodenheizung sondern nur normale Heizkörper vorhadnen sind. Ich lese allerdings oft, dass moderne Wärmepumpen möglichst ohne oder nur mit einem sehr kleinen Pufferspeicher betrieben werden sollten.

Wie sind eure Erfahrungen?

  • Ca. 10 Heizkörper vorhanden

  • Reicht das Wasservolumen vermutlich aus?

  • Ist ein Pufferspeicher erforderlich oder eher kontraproduktiv?

  • Wie wird das ganze genau berechnet ?

Warmwasser

Geplant ist ein 200-Liter-Trinkwasserspeicher.

Wir sind ein 2-Personen-Haushalt und tagsüber meistens außer Haus. Der Warmwasserverbrauch ist eher gering.

Sollten 200 Liter ausreichend sein oder würdet ihr etwas anderes empfehlen?

Wärmepumpen-Empfehlungen

Habt ihr konkrete Empfehlungen für eine Wärmepumpe im Bereich um 6 kW?

Wichtig wären mir:

  • gute Effizienz
  • möglichst leiser Betrieb
  • vernünftiger Preis
  • möglichst wenig Probleme im Alltag

Gerne auch Erfahrungen mit Geräten von Panasonic, LG, Daikin, Samsung, Vaillant, Buderus oder anderen Herstellern.

Förderung würde ich natürlich mitnehmen. Nach meinem bisherigen Stand würde ich dafür einen Energieberater einbinden, der die notwendigen Unterlagen erstellt.

Vielen Dank für eure Erfahrungen und Tipps!

Ich hab mich letztlich für LLWP entschieden, aber fand dieses Video sehr gut als Einführung zur Hydraulik https://www.youtube.com/watch?v=4zAttQNeL5w&t=1195s

Split systeme sind im Moment alle mit R32 Kältemittel. Diese Anlagen dürfen ab 2027 nicht mehr in den Verkehr gebracht werden. Wenn das eine Option sein soll dann müsstest du schnell handeln. Im Sommer nächstes Jahr werden die vermutlich nicht mehr zu haben sein

Alternativ soll eine neue Panasonic Aquarera N kommen da weiss man aber nichts genaues. Die soll als Split dann R454 verwenden.

Im Augenblick scheint mir ein Monoblock die bessere Wahl.

Kannst ja mal mit dem Wärmepumpenrecher unter "unsere Tools" in der Menüleiste oben spielen

Ich würde in Richtung Panasonic oder Valiant schauen. Monoblock mit R290

Hallo zusammen , hallo Zepo

55 Grad Vorlauf ist nicht gerade effizient bei einer WP . Besser wäre ein Vorlauf mit 45 Grad und weniger . Jedes Grad weniger spart 2,5 % .

Das wäre nur mit größeren Heizkörper zu erreichen.
Auch ist die Frage wie groß sind die Rohrleitungen im Haus . Kleine Rohrdurchmesser und zu kleine Heizkörper sind ungünstig für einer WP .

Hydraulik ist hier der Begriff , da ist eine Informationsquelle genannt worden .

Wenn man sich die Installationsanleitung von WP mit 6 KW anschaut , haben diese in der Regel Anschlüsse mit 1 Zoll , sprich 35 mm Kupferrohr .
Einfach Mal so eine Anleitung aus dem WWW runter laden . Dann weiß man wie viel Platz man braucht , Größe der Wasseranschlüsse , Stromanschluss usw.

Von Midea gibt es zum Beispiel eine Thermal mit 6,2 kW. Bei 55 Grad Vorlauf A++ , bei 45 Grad A+++ .
Ist ein R290 Gerät wenn ein Umweltfreundliches Kühlmittel verwendet werden soll .

Wäre es möglich vom Gebäude ein Grundriss einzustellen ? Dann könnten man die Möglichkeit von Splittgeräten besser beurteilen .
Wäre eine Kombination von WP und Splitt auch möglich ? Frage wegen Kühlung im Sommer und in den Übergangszeit als Heizung .

Gruß Eckard

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Das ist eher unwahrscheinlich. wichtig ist halt eine WP, die bei 55 Grad noch einigermaßen effizient ist. Das sind aktuell dann doch eher die R290-Monoblocks.

Oliver

Danke für die Antworten. Es wird wohl doch eher dann in die Richtung R290 Monoblock gehen wenn ich die Antworten hier sehe.

Grundriss könnte ich einstellen, müsste nochmal genau schauen ob die Heizungsrohre 1 Zoll oder 3/4 Zoll waren. Die 55 Grad Vorlauf bei -10 Grad sind eventuell auch noch weiter absenkbar, das ist jetzt erstmal das womit das System funktioniert.

Klimaanlage ist in der oberen Etage im Haus schon vorhanden die auf dem Flur sitzt und so die ganze Etage beheizen kann und auch in der Übergangszeit momentan genutzt wird.

Eine weitere Klimaanlage für den unteren Bereich ist in 2028 mit dem Anbau an das Wohnhaus (25m²) geplant.

Das verlinkte Video habe ich mir angesehen, war sehr Interessant.

Es wäre wahrscheinlich am sinnvollsten zu schauen ob die Räume wo die Heizung immer laufen das Volumen aufbringen welches die WP mindestens benötigt um so den Pufferspeicher komplett weg zu lassen. Die Alternative ist sonst nur der Rücklauf Pufferspeicher was aber eine um ca. 5°C erhöhte Vorlauf Temperatur bedeutet, das würde die Strommengen der WP gleich mal um min. 10% erhöhen.

Ich sehe schon das ich hier noch viel Messen und Rechnen muss damit die Auswahl der WP dann auch voll ins schwarze trifft.

Grundriss werde ich die Tage anfertigen, inkl. der vorhanden Heizkörper und der benötigten Heizlast für den Raum.

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R290 split werd ich hoffentlich im Herbst eine einbauen. Pana mono äuft gut. Grosser Wärmespeicher spart grosse Batterie, kannst bei Überschuss einfach das Ding aufheizen. 80kWh Wärme kosten dich nen Tausender da kommt keine Batterie hinterher

Verstehe nicht ganz was du damit sagen möchtest.

Ein Wärmespeicher bringt mir nicht wirklich was, wenn du damit auf PV Überschuß raus möchtest?!?

Wenn viel Heizleistung benötigt wird produziert die PV Anlage nicht viel somit fällt das aus.

Wenn was anderes gemeint ist bitte um Aufklärung, Danke

Du kannst jetzt auch im Winter mal versuchen die Heizkurve weiter zu senken und dann schauen welche Räume nicht mehr warm werden.

Bei Selbsteinbau ist wohl ein kleiner Serienspeicher im Rücklauf beliebt. Mein Verständnis ist das dieser, anders als ein parallelspeicher, keine höhere VL Temp braucht und auch nicht zu stark auf die Effizienz geht

Ich würde noch schnell dieses Jahr eine Split mit R32 kaufen. Split hat den großen Vorteil, dass du die im Winter tagelang auslassen kannst, ohne das dir was einfriert und das Gerät zerstört. Ein Monoblock muss im Winter 24/7 laufen und bei Stromausfall musst du sehr schnell eingreifen.

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Ich habe die heizkurve gestern schon abgesenkt zum Testen, werde aber nochmal genauer Berechnungen für heizlast machen.

Ich hatte sowas schonmal gemacht vor ein paar Jahren um über die Heimeier Software einen hydraulischen Abgleich zu machen. (Einstellen der Heizkörper Ventile).

Inzwischen sind aber noch ein paar Fenster getauscht worden, und die Dachgaube wurde dieses Jahr gedämmt, ich werde die Berechnungen also nochmal neu machen.

Zum Thema Split: es gibt wohl Ventile die in die Leitung kommen welche selbständig den Strang entleeren welcher Frost gefährdet ist, funktioniert rein mechanisch kosten für vor und Rücklauf zusammen 150€, daran würde ich nicht sparen.

Eine gute Planung und die Förderung spricht eher gegen eine Split Lösung dieses Jahr noch. Durch die R290 gibt es auch zusätzlich 5% Förderung. Die Leitungslänge mit 5m sehe ich als unproblematisch an, wird schon irgendwie durch die Garage passen, ich schaue mir das mal genau an.

Ich werde mir auch noch ein Angebot von einer Firma geben lassen, eventuell bin ich ja positiv überrascht und lasse es komplett oder zum Teil durch eine Firma erledigen.

Ich werde mir auch noch ein Angebot von einer Firma geben lassen, eventuell bin ich ja positiv überrascht und lasse es komplett oder zum Teil durch eine Firma erledigen.

Ich prophezeie mal Voraus das genau das Gegenteil der Fall sein wird :grinning_face:

Zum Thema: Ich würde an deiner Stelle einen Pufferspeicher mit einplanen. Nach dem Ausbau der Ölheizung müsste ja grundsätzlich erstmal genug Platz im Heizungsraum vorhanden sein. Die kommende Heizsaison würde ich nutzen um zu prüfen, wie weit runter man mit der Vorlauftemperatur gehen kann (Heizkurve) und wo ggf. neue, größere Heizkörper verbaut werden müssten.

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Das mit dem Absenken der Vorlauftemperatur werde ich auf jeden Fall den Winter über prüfen. Zusätzlich werde ich die Tage eine Heizlastberechnung durchführen, das wird auch schon etwas Klarheit schaffen. Ich hatte damals für den Hydraulischen Abgleich ein kostenloses Programm von Heimaier genutzt, dort konnte ich auch genau sehen welche Heizkörper zu klein sind und wie weit ich die Vorlauftemperatur absenken kann das es noch ausreichend warm wird, dieses Programm werde ich nochmal reaktivieren.

Zum Thema DIY, da bin ich noch am Forschen wie ich das am besten gestalte um auch die Förderung zu bekommen

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Hallo

Von der Installation her ist eine Split WP unproblematischer. Dazu kommt noch die Frostsicherheit.

Meine Euphorie für R290 Monoblock Geräte ist nach den Schäden dieses Jahr in Berlin mittlerweile verflogen.

Hier läuft eine Panasonic Split Serie K mit einem 100L Serienspeicher. Ebenfalls im Altbau nur mit groß dimensionierten Heizkörpern. Die ist leise und sparsam.

Auf irgendwelche Klimmzüge nur um eine ungewisse Förderung zu erreichen habe ich verzichtet. Das sind doch Nullsummen Projekte, die nur meine Zeit und meine Nerven kosten.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas

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Danke für deine Antwort zu dem Thema, Split Wärmepumpen wird es nächstes Jahr auch noch begrenzt zu kaufen geben.

Ich finde die Split Anlage auch durchaus interessant wenn der COP vergleichbar ist mit monoblock Geräten, habe dahin gehend aber noch nicht geschaut.

Förderung würde ich schon mitnehmen wenn ich kann, hast du es komplett ohne Förderung gemacht?

Klar Vorteil ohne Förderung ist das ich es bauen kann wie ich möchte und keinem darüber Rechenschaft ablegen muss, andererseits sind die Förderung auch mal schnell 3000-4000€ bei so einem Projekt. Heizlast.de (ich möchte keine Werbung machen, habe auch keine Erfahrung mit der Firma) erstellen die benötigten Unterlagen wenn man eine heizlastberechung bereits hat für 500€.

Heizlastberechung inkl. Wärmepumpen Berechnung ect. Bieten sie für 150€ an, klingt eigentlich interessant für mein Projekt. Die Summe ist förderfähig und das ganze Material dazu, lohnt sich

Wie habt ihr es gemacht? Förderung mitgenommen wenn ja wie? Oder Förderung links liegen lassen und einfach umgesetzt.

Kommt viel darauf an, ob du was selber machen willst. Wer einiges selber macht, kommt so günstig bei weg, dass der andere Weg mit Förderung gar kein Sinn macht. Da ist man dann vielleicht bei 10.000 Euro. Wer hingegen alles von einem Betrieb machen lassen will, hat derzeit irre hohe Preise 30.000 Euro aufwärts, da macht die Förderung dann total Sinn.

Gibt natürlich auch beliebige Zwischenwege mit Beauftragung einiger Gewerke für die Dinge, die man nicht selbst machen kann oder will.

Ein Monoblock wird im Haus sicher leiser sein, da dort kein Lüfter vorhanden ist. Ob die vorhandenen Heizkörper reichen ist zu prüfen. Das kannst du selber: genaue Maße/Typen in Tabellen nachschlagen und die Leistung bei 55 Grad Vorlauf ablesen. Wenn das in Summe die erforderliche NAT ergibt, wird’s gehen.

Da du damit schon Erfahrung sammeln konntest:

Das Haus nach und nach mit LLWP (=Split Klima´s) "aufzurüsten" ist keine Option?

Ich frage deshalb:

Bei einem ganzen Haus und 2 Bewohnern gehe ich erstmal davon aus, dass hier nicht alle Räume vom Haus dauerhaft genutzt werden. Wenn dann noch beide arbeitstätig sind und somit wochentags tagsüber ohnehin in Arbeit, ist die "durchschnittliche Nutzung" der Räume nat. entsprechend noch geringer.

Eine "Wasserwärmepumpe" - in dem Fall kommt vermutlich eh nur eine "Luft Wasser Wärmepumpe" in Betracht - ist natürlich genial, weil man das "hydraulische Zentralheizsystem" weiternutzt.

Dieser Vorteil hat aber dann leider gleichzeitig den Nachteil, dass man den vorhandenen - somit kostenlosen und bezahlten:

(i.d.R.) entfernen und entsorgen muss. Was angesichts der enormen Preissteigerungen bei Heizöl verständlich ist, aber dennoch schade. Auch wenn er alt ist...

Wie alt ist das Haus denn? Ebenso 2002 wie die Heizung, oder älter?

Die Hydraulik bei einer Zentralheizung ist nicht so simpel, wie man es ev. meinen würde... Das war sie eigentlich noch nie, aber "früher" war das im Grunde kein Problem, weil die eingesetzten Heizungen (wie hier eben die Ölheizung) gewöhnlich extrem überdimensioniert waren und somit auch gewöhnlich nicht optimale oder gar fehlerhafte Auslegungen, Einstellungen usw. mit der "schieren Leistung" problemlos ausgeglichen werden konnten;)

Ich gehe davon aus, die vorhandene Ölheizung hat ein Vielfaches davon? So um die 18 oder gar 24 kW würden mich nicht wundern :wink:

Das machte sich bei der Ölheizung ev. durch (zu viel?) takten bemerkbar - oder gibt es einen Pufferspeicher?

Also somit auch + / - 10 Räume? Die Frage ist dann nicht (nur) die Anzahl und Größe der Heizkörper. Es geht auch um die "Anbindung" dieser und vor Allem auch um die "Heizgewohnheiten".

Eine Wärmepumpe "lebt" - anders als die Ölheizung - vor Allem von maximalem Volumenstrom bei minimaler Spreizung und kleinstmöglichem Temperaturhub.

Bekanntlich sind möglichst große Wärmetauscherflächen deshalb - aufgrund der idealerweise niedrigen Vorlauftemperatur - sehr vorteilhaft. (Flächenheizungen wie FBH zb.)

Wenn aber nun "nur Heizkörper" vorhanden sind, kommt es auch noch darauf an, wie die an das Heizsystem angebunden sind. Also einerseits die schon angesprochenen Rohrdurchmesser, andererseits aber auch ob Einrohrsystem (deshalb die Frage wie alt das Haus ist) oder Zweirohrsystem. Da an der Heizung in beiden Fällen (natürlich) jeweils Vorlauf und Rücklauf (oder mehrere davon) ankommen, ist der Unterschied oft nicht einfach zu finden.

Idealer wäre natürlich Zweirohr :wink:

Es ist also jetzt ganz individuell.

Als nächstes kommt noch die Nutzung.

Wenn ein Haus "ausgelastet" ist also quasi "voll belegt" mit Bewohnern, dann werden auch i.d.R. alle Räume (wo man sich aufhält) durchgeheizt. Und zwar auf einer Temperatur, bei der man sich gerne aufhält. (Also i.d.R. - es gibt Ausnahmen, auch hier im Forum @win :grinning_face_with_smiling_eyes: )

Also es ist wirklich extrem individuell.

Wenn man also nun - möglicherweise - "bedarfsweise heizt", ist das für eine wasserführende Wärmepumpe eine ganz schlechte Idee.

In mehrerlei Hinsicht. Man verkleinert damit die vorhandenen Wärmetauscherflächen noch zusätzlich - obwohl die im Prinzip eh schon zu klein sind.

Außerdem ist ein "hochheizen" von einzelnen Räumen mit der (gewöhnlich angestrebten) niedrigen Vorlauftemperatur einer WP dann "kein Spass" :wink:

Somit wird das hydraulischer System der Zentralheizung bei WP idealerweise möglichst optimal "eingeregelt" und dann nicht mehr angegriffen. Also kein "an den Heizkörpern drehen".

Möglich ist nat. immer alles, auch eine WP kann hohe VL Temperatur. Notfalls mit Heizstab. Aber die Effizienz ist halt dahin.

Wobei halt auch die Spreizung interessant wäre. Denn die Vorlauftemperatur alleine sagt ja noch nicht so viel aus.

Sehe ich auch so.

Man kommt halt schnell in eine "wo fängt man an - wo hört man auf" Situation.

Das wäre für Splitklima´s ja eine ideale Voraussetzung.

Die Dinger haben halt im Vergleich zur LWWP schon viele Vorteile, die man einfach nicht von der Hand weisen kann:

  • vergleichsweise "günstige" Einzelanlagen (möglich), somit redundant und bei Bedarf günstig ersetzbar
  • Bei zunehmender Klimaerwärmung willkommene - perfekte - Raumkühlung
  • Sehr effektive Luftentfeuchtung im Kühlbetrieb
  • perfekt abgestimmtes, "rundes" Gesamtsystem mit passenden WT Flächen
  • Sehr schnelle Aufheizung / Abkühlung möglich (Abhängig von der Auslegung...)
  • Bedarfsweise heizen damit perfekt möglich
  • Einzelne Bereiche problemlos - auch Timergesteuert - unterschiedlich temperierbar
  • Effizienz übertrifft i.d.R. eine LWWP spielend

Bei einer LWWP denkt man ev. auch über größere HK nach oder montiert Lüfter, um damit gut klar zu kommen...

Genial ist aus meiner Sicht auch, dass man die vorhandene - vermutlich perfekt funktionierende - Zentralheizung nicht anfasst und diese für den Fall der Fälle jederzeit voll betriebsbereit ist. Bei Bedarf dann auch um im tiefsten Winter schnell Wärme ins Haus zu bekommen...

Wenn man dann LLWP einbaut, hat man am Ende 2 voneinander unabhängige, redundante Heizsysteme. (und zusätzlich ein voll klimatisiertes Haus).

Was die Kosten betrifft, wird man mit einer LWWP auch in den seltensten Fällen günstiger wegkommen können bei DIY.

Also ich will dir sicher nichts einreden, die Nutzung der Zentralheizung mittels LWWP hat zweifellos auch Vorteile. Aber für mich persönlich ist es vorteilhafter, wenn man eine funktionierende Anlage in diesem Zustand belässt und die Vorteile von LLWP wie aufgezählt "mitnimmt".

Insbesondere, wenn man es "selber in der Hand hat".

Oft geht es ja aus allerlei Gründen nicht (kann ja auch hier der Fall sein).

Die Effizienz bei LWWP ist ein riesengroßer "Graubereich" von - bis wo beinahe alles möglich ist :wink:

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Hi redhot,

danke für dein ausführliches Feedback und die vielen Denkanstöße! Da sind einige sehr gute Punkte dabei. Zu den Fragen und Details bezüglich unseres Hauses und unserer Gewohnheiten hier kurz die Fakten:

  • Zum Haus & zur Hydraulik: Das Haus ist Baujahr 1956. Es ist ein Zweirohrsystem verbaut, was die Voraussetzungen für den hydraulischen Abgleich und den Volumenstrom bei einer Wärmepumpe im Vergleich zu einer Einrohrheizung deutlich erleichtert.

  • Zur Nutzung / Anwesenheit: Da hatte ich mich anfangs vermutlich etwas unklar ausgedrückt: Wir sind zwar ein 2-Personen-Haushalt, aber eben nicht beide tagsüber außer Haus. Eine Person ist überwiegend durchgehend zu Hause. Das Haus ist also den ganzen Tag über bewohnt und aktiv.

  • Zu den Raumtemperaturen: Wir heizen nicht bedarfsweise hin und her, sondern fahren ein klares Temperaturniveau:

    • 2 Räume werden überschlagen mit ca. 18 °C temperiert.

    • Die primären Wohnräume sollen durchgehend gemütliche 22 °C haben.

    • Das Badezimmer soll noch 1–2 °C wärmer sein (also ca. 23–24 °C).

  • Zur Klimaanlage (LLWP) vs. Zentralheizung: Die Split-Klima im Obergeschoss ist eine super Ergänzung für die Übergangszeit. Als alleinige Heizung für das ganze Haus (insbesondere bezüglich Badkomfort, geschlossener Zimmertüren und Geräuschentwicklung) kommt eine reine Luft-Luft-Lösung für uns aber nicht infrage. Wir mögen beide die Heizkörper als Heizung lieber.

  • Zur Vorlauftemperatur: Die 55 °C Vorlauf bei -10 °C Außentemperatur sind aktuell der Stand der alten Ölheizung. Für die LWWP ist das Ziel, die Vorlauftemperatur auf unter 50 °C zu senken. Dazu werden wir gezielt einzelne Heizkörper gegen größere Modelle tauschen oder mit Lüftern optimieren. Der alte Kessel (Baujahr 2002) fliegt dafür im Sommer definitiv raus.

Daher bleibt der Plan, die bestehende Zentralheizung auf eine Luft-Wasser-Wärmepumpe umzurüsten, um den Wohnkomfort im gesamten Haus gleichmäßig zu halten.

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TOP :+1:

Du hast dir offenbar schon viele Gedanken darüber gemacht, da steht der erfolgreichen Umsetzung nichts mehr im Weg :wink:

Ich hatte (bzw. habe noch ein klein wenig) bisher immer den "Eindruck", als wäre eine LLWP bzw. Split Klima keine "richtige Wärmepumpe"...

Im Laufe der Zeit und um so genauer ich mich damit beschäftigt habe hat sich dieser Eindruck immer mehr verringert und mittlerweile fast "in Luft aufgelöst". :upside_down_face:

Die Voraussetzungen bei dir sind ja (abgesehen von den HK) mit dem angepeilten "ganzes Haus immer durchgehend beheizen" sehr gut für LWWP geeignet, wenn dann auch noch die HK - wo nötig angeasst bzw. "gepimpt" werden - optimal :+1:

Geschlossene Zimmertüren, Badkomfort, Wohnkomfort im ganzen Haus und - entsprechende Geräte vorausgesetzt - keine größere Geräuschentwicklung als mit Lüftern bei HK gibt es aber natürlich auch mittels LLWP.

Halt uns am Laufenden :wink: