Nur heiß oder extrem? - Hitzewelle 2026 in Europa

hitzepanik :grin:

hach, good old germany !

bin mittlerweile 59 und lebe seit meiner geburt in diesem wunderbaren land.

als kind, ursprünglich aus hessen, hatten wir im winter jedes jahr schnee. jeder hatte einen schlitten. oft fiel die grundschule tagelang aus, weil man mit dem räumen der straßen nicht hinterherkam und die busse deshalb nicht fahren konnten.

heute kennt dort kaum noch ein kind einen schlitten. meine eltern wohnen immer noch dort und haben in den letzten xx jahren praktisch keinen schnee mehr erlebt. wenn überhaupt, dann mal 1 cm oder bisschen mehr für kurze zeit. aber von den schneemassen aus den 70er- und 80er-jahren ist nichts mehr übrig.

meinen ersten diesel musste ich im winter noch mit zusätzen versorgen, weil der kraftstoff sonst ausgeflockt ist. ich weiß nicht mehr genau, ab welchen temperaturen das war, aber so um die -15 °c oder sogar noch kälter und das oft wochenlang.

hier in nrw hatten wir in den letzten vier jahren (gemessen) nur ein paar kurze phasen mit -5 bis -8 °c. in der regel kann man im dezember noch mit einer dünnen jacke raus, manchmal sind sogar 15 bis 20 °c drin. erst ende januar oder im februar wird es kühler, und selbst dann sind -8 °c schon eher die ausnahme. normalerweise sehe ich hier kaum noch richtige minusgrade, d.h. -1 bis -2grad sind die regel.

so sehr hat sich das wetter bzw. klima in den letzten 40 bis 50 jahren verändert.

ich finde das schon krass in so kurzer zeit. wenn man das selbst miterlebt hat, macht einem diese entwicklung durchaus sorgen insbesondere wenn ich sehe, dass diese entwicklung anscheinend exponentiell verläuft, dass durchaus macht: panik :face_with_peeking_eye:

insbesonde dann wenn man aus der landeshauptstadt dinge wie "CO2 das Wachstum von Pflanzen fördert" hört. also, für mich hört sich das logisch an, dass hört sich gesund an.

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War diesen Winter nicht besser.
Wir haben hier mehrmals ca. -18°C erreicht.
Wer da keinen Winterdiesel im Tank hat …

Schnee gabs allerdings quasi keinen. Niederschläge sind hier seit Monaten viel zu gering.

Überlege mal noch weiter.

Du gehörst zu ersten Generation die nicht mehr mit der Hand auf dem Feld schuften musste (die Sommerferien sind zeitlich in Deutschland regional so gelegt, dass die Kinder zur Ernte daheim sind!) und zur ersten Generation die mit Kühlschrank, Gefriertruhe und Fernseher aufgewachsen ist.

Kühlschränke gabs in deutschen Privathaushalten erst in der Nachkriegszeit mit dem Wirtschaftswunder. Gefriertruhen gabs flächendeckend erst später, da wurden aus preislichen Gründen erstmal Gefriergemeinschaften gegründet.

Bei den Temperaturen war früher die Feldarbeit zu erledigen und mangels erschwinglicher Technik großteils/komplett mit der Hand. Als Selbstversorger hatte man da auch keine Wahl, was da geerntet wurde, musste bis zur nächsten Ernte reichen.

In dem Sinne haben wir es heute erheblich besser. 30°C in der Wohnung sind mit Ventilator und Eis erträglich, aber bei >30°C schwer körperlich ohne technische Unterstützung zu schuften ist eine andere Hausnummer.

Wenn ich die Überschrift lese, erwarte ich zuerst eine dieskussion uber die Bewertung des Unterschieds zwischen heiss und extrem.

Bisher habe ich diesbezüglich keinen Beitag gesehen, der nicht OT wäre.

Zwar heisst das Unterverzeichnis Offtopic.... Aber so ist das eigentlich nicht gemeint.

Bevor es hier weitergeht: über was wollt ihr eigentlich diskutieren?

Erreichte Extremwerte und alte Hitzerekorde wäre vielleicht interessant.

Ich guck mal ob eine Seite das gut aufbereitet hat.

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Naja man Zeichnetseit ca 150 Jahren Wetter auf wer weis schon wie es davor war auch hier gab es schon wetter extreme siehe 1300 Jahruhundert mit der kleinen Eiszeit.

ist das ein witz ?

hier mal für berlin:

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Sogar in “Wirtschaft vor acht” am Donnerstag letzter Woche wurden die Klimaanlagen indirekt verteufelt. Die Darstellung der Moderatorin, dass weltweit bereits 20% der elektr. Energie für Klimaanlagen verbraucht würde war recht negativ behaftet. Mit keinem Wort wurde erwähnt, dass gerade im Sommer der PV Überschuss prima für Klimatisierung genutzt werden kann.

Wenn ich den Strombedarf unserer aktuellen Anlagen ansehe, dann kann das derzeit sogar ein Balkonkraftwerk locker stemmen. Nachts sind die Anlagen bei uns aus.

Hmm, ich bin der Meinung die Mainstream-Medien und der ÖRR pushen das ungemein. Soziale Medien agieren ja nicht von sich aus, also erstellen keine Posts. Sie teilen und verbreiten das was Mainstream und ÖRR Posten. Die Frage die ich mir dabei stelle ist, warum die Medien bei der Panikmache mitmachen.

Jetzt geistern auch von recht populären Gestalten solche Schreckensmeldungen, ich würde sie eher schon Fake News und Panikmache nennen, herum dass Eiweiß bereits ab 42°C gerinnen würde. Der Hirschhausen hat das mit unserem Gehirn versucht darzustellen. Er hat aber nicht erklärt, warum das in der Sauna bei 90°C und mehr nicht passiert. Fragt man dazu z.B. Gemini, beginnt die Denaturierung erst bei 62- 67°C. Was soll der Beitrag vom Hirschausen also bringen?

Wenn es um die Körpertemperatur geht (extremes Fieber oder extreme äußere Bedingungen über längere Zeit) stimmen die 42 Grad. Das ist natürlich was anderes als die umgebendene Temperatur, so lange der Körper ausreichend durch Verdunstung kühlen kann, was je nach Temperatur und Feuchtigkeit seine Grenzen hat.

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Gemini spielt wohl auf die Temperatur an, bei der Eiweiß verklumpt, die verschieden ist und der Wert vermutlich für Hühnereier hinkommt. Würde aber mal vermuten, daß da auch kein Küken mehr schlüpft, wenn die ne Weile bei 50 Grad lagern ...

Was soll ein Witz sein?

Auch in Deutschland wirds manchmal kalt:

(06.01.26)

Deine Mittelwerte zeigen nur die Tendenz. Es gibt einen langjährigen Trend, sowohl durch Klimawandel als auch durch Flächenversiegelung getrieben, aber das ist nur die halbe Wahrheit.

Es verändert sich auch die Dauer von Wetterlagen. Früher gabs bei der aktuellen Hitze abends regelmäßig Hitzegewitter, die deutlich abgekühlt haben. Heute heizt sich alles über Tage auf und vertrocknet dabei auch noch alles.

Früher gabs regelmäßig Regen, heute ist erstmal Land unter und danach vertrocknet alles. Über die Jahre gesehen passt es dann aber wieder im Durchschnitt. Schau dir die Hochwasser 2021 und 2024 an, da gabs einen größeren Teil eines normalen Jahreniederschlages innerhalb von 24h.

Oder meinst du mit “Witz” den Strukturwandel?
Die Lebensbedinungen in Deutschland haben sich in den letzten ~70 Jahren massiv verbessert. Davor war im Sommer Handarbeit auf dem Feld angesagt, auch für die Kinder. Auto, Kühlschrank, etc hatte der normale Haushalt damals noch nicht. Die haben bei 30°C draußen arbeiten müssen und wir jammern schon bei 30°C in der Wohnung, die erträglich sind, wenn man baulich entsprechend mitdenkt (Verschattung, Lüftung, Deckenventilatoren, Klimaanlagen, …)

Das ist m.E. ein guter Punkt. Das Mitdenken haben leider viele in der Vollkaskogesellschaft verlernt. Aber es ist wie immer mit Wohlstand und Verbesserungen der (Lebens)Umstände: Man gewöhnt sich schnell dran.

Ja das stimmt. Gemini nimmt je nach Fragestellung (“Wann gerinnt Eiweiß”) erstmal ein Hühnerei als Referenz. Frage ich warum das menschliche Gehirn in der Sauna nicht gerinnt beginnt die Denaturierung hier bereits bei 42°C und das körpereigene Abkühlsystem wird erläutert. Trotzdem halte ich Hirschhausens Videobeitrag dazu für absolute Panikmache. Wie überleben das Agypter, Inder, Mittelafrikaner usw. bloß. Und sein Videobeitrag wird an der aktuellen Wettersituation auch nichts ändern.

Er hätte ja auch genauso gut dazu aufrufen können z.B. für Pflegeheime, Krankenhäuser und Schulen eine gesetzliche Klimaanlagenpflicht zur Stärkung der Gesellschaft im Bezug zu steigenden Temperaturen einzuführen. Aber nein, er bedient die Panik- und Angstschiene. Was könnte das Bildungssystem effizienter sein wenn es kein Hitzefrei mehr geben müsste.

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Die Grünen reden nicht so oft über konkrete Maßnahmen bei Hitzeschutz, aber vereinzelt kann man da schon Klimaanlagen lesen.

Und auch im Parlament wurden entsprechend Anträge eingebracht (hier ist von “Kühlsystem” die Rede):

Mehr hab ich jetzt auf die Schnelle nicht gefunden, reicht aber

By the way, außer einem Artikel von ‘92 habe ich nichts gefunden, wo die Grünen sich mal aktiv gegen Klimaanlagen ausgesprochen hätten. Sie ziehen andere Maßnahmen nur vor (was meines Erachtens völlig legitim ist)

Wir haben drei Tage in Folge neue Temperaturhöchstwerte erreicht. Das entspricht eindeutig der Definition “extrem”. Aber selbstverständlich wird diese Realität von interessierter Seite in Frage gestellt.

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Was, bzw. welche Gruppe siehst du als “interessierte Seite” an?

Ist schon interessant. Beim Temperaturverlauf über einen Zeitraum X soll die Entwicklung “extrem” sein. Beim Preisanstieg über mehrere Jahre ist es Gewöhnung und niemand spricht darüber dass heute etwas “extrem” teuer im Vergleich zu damals ist.

Da der Klimawandel perse schon seit jahrtausenden stattfindet und es beim Wetter schon immer teils massive Ausreißer nach oben und unten gegeben hat könnte man doch auch hier einfach von einem gewöhnlichen Verhalten sprechen.

Extrem empfinde ich die Wetterlage nicht. Ist halt ein Ausreißer nach oben.

Aber das Tempo des durch unsere Emissionen verursachten Wandels ist ein ganz anderes und die Häufigkeit und Dauer von Extremwetterlagen nimmt ganz klar zu.

Innerhalb von 50 Jahren hat sich der Vegetationszeitraum in unserer Gegend um 1 Monat verlagert. Ist das extrem? Da hängt extrem von der Bildung des Urteilenden ab :wink:

Das habe ich bewusst unscharf gelassen, denn die Gruppe ist nicht homogen. Eine großer Teil davon sind sicher Leute, die sich mal festgelegt haben und sich schwertun ihre Meinung zu ändern. Besonders wenn das Ändern der Meinung auch noch unbequeme Änderungen im Lebensstil nach sich ziehen müsste. Dann gibt es welche, die Fakten zum Klimawandel als politische Äußerung missverstehen. Die Merkbefreiten, aber die können nichts dafür. Die Profiteure von populistischen Aussagen. Die leicht Manipulierbaren u.s.w..