Ich möchte eine Solaranlage selbst bauen, da die Preise für die Module, Wechselrichter, Akkus jetzt sehr billig sind, die Installationskosten für den Solarteur/Elektriker aber sehr hoch sind.
Also legal sind 2kWPeak Module, 800W Netzeinspeisung. Das ist herzlich wenig.
Es gibt z.B. einen Balkonkraftwerkakku Marstek Venus, der kann einfach von 800W auf 2.500W (lokale) Einspeiseleistung umgestellt werden. Das ist nicht legal aber sehr verlockend und sehr einfach. Da brauche ich aber noch zusätzlich MPPT Mikrowechselrichter für die Module.
Es gibt das System Anker Solix, da ist alles in einem Gerät wie bei einem echten Hybridwechselrichter. Max. 800W Einspeiseleistung, aber das System wird mit bis zu 8Stück 500WPeak Modulen angeboten (Je 2 Module über Y-Adapter an einem Eingang). Also immerhin 4kWPeak Module. Auch nicht legal aber auch sehr verlockend.
Es gibt Selbstbauanleitungen im Ladereglern, Wechselrichtern, die mit Zusatzmodulen geregelt werden bis max. 2kW Wechselrichterleistung. Sehr umständlich und die Nulleinspeisung funktioniert nur solange wie alle Einzelkomponenten funktionieren und die WLAN Vernetzung nicht unterbrochen wird.
Meine Idee für ein nicht ganz legales Balkonkraftwerk:
Ein 3-phasiger Hybridwechselrichter wie in richtigen Solaranlagen (nicht Balkonkraftwerk). Der kann alles was ich brauche: MPPT für die Module, Akku laden, Wechselrichter für’s Einspeisen.
z.B. einen Deye SG05LP3-EU für Niedervoltakkus
Wenn ich die maximale lokale Einspeiseleistung auf 800W begrenzen kann, halte ich diese Regel schon mal ein.
Solange ich nicht mehr als 2kWPeak Module anschließe halte ich auch diese Regel ein.
OK, 3-phasig an einer Drehstromsteckdose mit 3x16A abgesichert ist zwar einfach zu machen aber entspricht nicht den Regeln für Balkonkraftwerk. Würde ich mich vielleicht trauen.
Einen Niedervoltakku kann ich damit direkt betreiben (laden, entladen). Niedervolt würde ich wählen weil die ab ca. 100EUR/kWh viel billiger sind als Hochvoltakkus.
Wenn der Hybridwechselrichter Nulleinspeisung kann, könnte ich die lokale Einspeiseleistung auch höher als 800W einstellen und das öffentliche Netz würde zumindest in der Summe der Phasenströme nix von der Einspeiseleistung sehen.
Ich kann mehr als 2kWPeak Module anschließen. Das Dach hat Platz für ca. 12kWPeak, und der Preis für die Module ist so billig, daß der Preis bedeutungslos ist. Ja … ist nicht legal … aber das öffentliche Netz merkt nicht wieviel kWPeak ich intern installiert habe.
Später, wenn ich doch irgend wann einen Elektriker finde, der die Selbstbauanlage anmeldet, könnte ich einfach mehr Module anschließen und die Einspeiseleistungsbegrenzung rausnehmen. Dann wäre alles einfach weiterverwendbar. Alle Elektriker, die ich bisher gefragt habe lehenen die Anmeldung und den Anschluß am Sicherungskasten einer selbst installierten Solaranlage ab. Das kann ich zwar verstehen, frustriert mich aber sehr.
Kennt Ihr einen Beitrag irgendwo mit einem ähnlichen Aufbau mit einem Hybridwechselrichter?
Kann man bei einem Hybridwechselrichter Nulleinspeisung ins öffentliche Netz konfigurieren? Idealerweise auf jeder Phase Nulleinspeisung. Dann braucht der saldierende Hauszähler nichtmal was merken und das externe Netz wird nicht unsymetrisch belastet.
Kann man bei einem Hybridwechselrichter eine maximale lokale Einspeiseleistung einstellen?
Ich fände den Anlagenaufbau einfach und professioneller als viele DIY Lösungen. Und die Leistungsgrenzen für Module, Einspeiseleistung, Akku sind nicht eng begrenzt. z.B 12kWpeak, 12kW Einspeisung, 15kWh Akku, zusammen für vielleicht 6.000EUR zu haben.
Ich bin dankbar über Antworten, Ideen, Bemerkungen wenn ich was übersehen habe.