Nulleinspeisung mit Deye 12K funktioniert nicht / GRID und LOAD spielen verrückt

Hallo zusammen,

ich hoffe, Ihr könnt mir weiterhelfen. Habe schon Youtube leergeschaut (Mr.Mining und viele andere) und finde einfach nicht die richtigen Einstellungen oder die Lösung für mein Problem.

Mein Setup:

  • 2 x 17 450-Wp-Module am DEYE SUN-12KSG01HP3-EU-AM2
  • 11 + 10 450-WP-Module am DEYE SUN-8K-G06P3-EU-AM2 (am GEN-Port angeschlossen)
  • DEYE GB-L 12 (Hochvoltspeicher)
  • CT-Klemmen oberhalb des Stromzählers angeschlossen, mit Pfeilen in Richtung des Wechselrichters, so sollte es ja sein.
  • BMS-Kommunikation zwischen Hochvoltspeicher und Wechselrichter angeschlossen
  • Die Verbraucher sind über einen Umschalter an GRID und LOAD angeschlossen. Im "Normalzustand" steht der Sontheimer-Umschalter auf (Netz, also GRID)

Ich bekomme einfach keine Nulleinspeisung hin. Die brauche ich, so lange der Netzbetreiber noch nicht bei mir war. Außerdem wird andererseits der Akku plötzlich aus dem Netz geladen, obwohl dies gar nicht erwünscht ist. Mir wäre am liebsten, der Ferraris-Zähler würde sich gar nicht mehr drehen. Das Problem ist, er dreht sich nicht nur ein wenig, damit könnte ich leben. Vielmehr dreht er manchmal ganz langsam in die eine oder andere Richtung und plötzlich sind die Werte vor allem bei LOAD bei fast 16 kW (ins Haus). Dann zeigt er 7,5 kW an, die angeblich aus dem GRID gezogen werden und 8,5 kW, die aus der Batterie gezogen werden. In Wahrheit, das sehe ich am Zähler, speist er dann massig ins Netz ein, obwohl das per "Null-Export zu CT" und dem fehlenden Haken bei "Solar Verkauf" eigentlich ausgeschlossen sein sollte.

Oftmals sind aber auch die Werte von GRID und LOAD am Display sehr ähnlich, beispielsweise beide -3,5 kW. Dabei zeigt der Pfeil von GRID in Richtung Netz (als würde eingespeist) und der von LOAD in die Mitte auf "On", als würde das Haus Energie abgegeben. In Wahrheit dreht der Zähler dabei fast gar nicht. Die Batterie macht auch nichts.

Ich füge gleich noch Bilder von den Einstellungen hinzu.

Vielen Dank vorab für Eure Unterstützung!









Hallo Olli
so offensichtlich falsches sehe ich nicht
das hier würde ich wegklicken weil unnötig/belastend

ansonsten kann man nur den Standard Tipp geben

Föntest machen, was Du beschreibst klingt wie das übliche Problem mit den falsch montierten CT-Klemmen.
Wenn alle deine Verbraucher am Load hängen können....
warum tun sie es dann nicht?
mach das doch mal und stell den Deye auf... erst man Englisch, da bekommt man Augenkrebs bei den Deutschen Menues und dann das hier

wenn das funktioniert dann ist es wohl der Beweis für die falsch montierten CT-Klemmen

Hallo Auric,

vielen Dank schon einmal für die Tipps!

Die CT-Klemmen waren wirklich meiner Meinung nach an der falschen Stelle, nämlich direkt nach dem Zähler, also vor dem Klemmbock, an dem L1, L2 und L3 einerseits zum Sontheimer-Umschalter (also Verbrauchsseite) und andererseits zum GRID aufgeteilt wird. Ich habe die CT-Klemmen nun an die GRID-Seite an L1, L2 und L3 montiert, Pfeilrichtung natürlich zum Wechselrichter hin.

Aber leider bringt das keine wirkliche Verbesserung.

Der Versuch von Zero Export to CT auf Zero Export zu Load umzuschalten, lässt immer den RCD Typ B fliegen und der am GEN-Port angeschlossene String-Wechselrichter zeigt den Fehler F48 (AC-Unterfrequenz). Lasse ich den String-Wechselrichter einfach weg, sieht es soweit ganz gut aus. Aber GRID und LOAD zeigen beide nahezu 0 an, obwohl ich testweise größere Verbraucher eingeschaltet habe.

Ist der RCD-Typ B da eigentlich an der richtigen Stelle angeschlossen? Er sitzt im Moment vor einem 3-poligen Leitungsschutzschalter zwischen Klemmbock und GRID. Müsste der nicht zwischen Sontheimer-Umschalter und Verbraucher sitzen?

Erneut bedanke ich mich bereits jetzt für jede Unterstützung!

moooment
die CT-Klemmen sind direkt hinter dem Zähler normalerweise an der richtigen Stelle !
aber sie sind of falsch herum, und noch öfter an der falschen Phase angeklemmt.
(glaubsmir... schon tausendmal vorgekommen)

aber das ist im Moment alles unwichtig
Wenn Du beim umschalten den RCD schmeisst dann hast du ein Problem das wichtiger wäre zu lösen.
Dazu müsste man aber erst einmal wissen was für eine Netzsystem/Netzform Deine Hütte hat.
und dementsprechend den Neutralleiter korrekt anschliesst, dementsprechend den Deye einstellt.diese Einstellung kann dann helfen oder der Auslöser sein wenn im Test-Inselbetrieb ein FI fliegt.

Jetzt im Moment jeden wir noch nicht mal vom Inselbetrieb.

Wie man eine Deye im TN-C Netz einbaut kann man da abschauen, das wichtige sind die blauen (Neutralleiter) !!
ansonsten hast du da einen RCD Typ B verbaut. Soll der die Verteilung preislich aufwerten der ist in den Schema auch drin, aber auch da muss er nicht sein (die FIs gehören ist die Verbraucherstromkreise) und wenn es ums verrecken einer sein soll dann ein 300 mA

CTs richtig am WR angeklemmt?

Nur im Zählerschrank alleine reicht nicht :stuck_out_tongue:

Direkt nach dem Zähler mit Pfeil auf Wechselrichter sollte passen.

Hallo zusammen,

das Problem ist behoben. Die Anzeigen, gerade GRID und LOAD, zeigen jetzt bis auf wenige Watt bis 100 Watt ziemlich genau das an, was wohl wirklich passiert und die Nulleinspeisung funktioniert nun auch bzw. auch ebenso alles andere wie gewünscht.

Ich habe auch die CT-Klemmen wieder zurück direkt hinter den Zähler geklemmt. Hier lag seitens des Elektrikers kein Fehler vor.

Das Problem war das Drehfeld. Dem Elektriker war nach Anschluss des Wechselrichters zwar aufgefallen, dass ein Links-Drehfeld vorliegt, hat aber daraufhin nicht im Wechselrichter das Drehfeld als Links-Drehfeld ausgewiesen, sondern zwischen Klemmbock und LS-Schalter zur GRID-Leitung das Drehfeld mittels Tauschen zweiter Phasenleiter geändert.

Natürlich wussten davon die CT-Klemmen nichts. Und somit konnte das alles nicht sauber funktionieren. Ein befreundeter Elektriker hat den Tausch der Phasen wieder zurück geändert und das Drehfeld nun bereits vor dem Stromzähler von LInks auf Rechts geändert.

Das einzige Problem, das noch besteht und zu dem auch der Elektriker keine Lösung parat hatte, ist der FI Typ B, der häufig auslöst. Dieser befindet sich ja zwischen Klemmbock und LS-Schalter zur GRID-Leitung. Wir nehmen an, dass die Leistung, die über GEN-Port vom String-Wechselrichter kommt neben der Solar-Leistung der Strings des Hybrid-Wechselrichters bei voller Batterie, Nulleinspeisung und geringem Hausverbrauch einfach dazu führt, dass der FI auslöst. Hier kommen ca. 10 bis 15 kW an, die nicht verarbeitet werden können.

Wir wissen es nicht genau. Ggf. ist der FI Typ B an dieser Stelle auch überflüssig und ohne ihn gäbe es diese "Probleme" wohl nicht. Aber mein befreudeter Elektriker hält ihn auch für sinnvoll. Zur Sicherheit hat er aber auch noch einmal alle Neutralleiter und PE-Leiter geprüft. Hier ist wohl alles korrekt.

Ich muss nochmal auf den RCD Typ B zurück kommen. Ich habe ein TN-C-S-Netz. Man kann sicher streiten, ob ein RCD Typ B überhaupt notwendig ist. Die einen sagen so, die andere so. Aber wenn er gelegentlich fliegt, dann stimmt doch etwas nicht. Ich will ihn deshalb nicht einfach wegbauen, sondern lieber die Ursache des "Fliegens" beseitigen.

Der Einfachheit halber nenne ich jetzt den am GEN-Port des Hybrid-Wechselrichters angeschlossen String-Wechselrichter DEYE SUN-8K-G06P3-EU-AM2 nun "kleiner Deye" und den Hybrid-Wechselrichter DEYE SUN-12KSG01HP3-EU-AM2 eben "großer Deye"

Die Anlage läuft jetzt nach dem Drehfeldtausch "fast" so wie es sein sollte. Die CT-Klemmen können die Nulleinspeisung jetzt realisieren. Damit der kleine Deye aber nicht einspeist, musste ich den Haken "Netzeinspeis. d. MI aus" auf der Seite "Gen Port Use" anhaken.

Aber immer wenn ich den kleinen Deye mit laufen lasse, läuft so lange alles stabil, so lange die Batterie noch nicht voll ist. Ist sie voll geladen, fliegt entweder der RCD-Typ B und der große Deye geht auf Off-Grid, der kleine Deye geht auf Störung F48 (AC-Unterfrequenz) oder aber - und das passiert häufiger - der große Deye schaltet nur ein Relais und der kleine Deye geht auf Störung F45 (AC-Leitung U,V Überspannung). Wenn ich im ersten Fall den RCD wieder aktiviere, schaltet erst der große Deye von Off-Grid auf Netzparallel und zudem ein Relais wieder frei und danach geht der kleine Deye nach seinem 120-sekündigen Selbsttest wieder in Betrieb. Im zweiten Fall passiert alles von selbst, der große Deye schaltet nur das Relais wieder frei und danach geht der kleine Deye nach seinem 120-sekündigen Selbsttest wieder in Betrieb.

Aber sobald am kleinen Deye wieder mehr als 1000 Watt ca. erreicht werden, geht das ganze von vorne los. Ganz selten fliegt der RCD auch einfach so wenn nur der große DEYE läuft.

Nehme ich den Haken "Netzeinspeis. d. MI aus" auf der Seite "Gen Port Use" raus, läuft alles normal, aber ich darf noch nicht einspeisen und so sollte es eben auch einfach nicht sein.

Die AC-Leitungen sind mehr als ausreichend dimensioniert mit 10 mm². Beide Wechselrichter sind auf VDE4105 eingestellt mit unveränderten "Untereinstellungen". Kann das was mit PE und Neutralleiter zu tun haben? Es gibt Schaltbilder, auf denen ist der PE am GEN-Port nicht angeschlossen. Auf dem Schaltbild von Auric vom 21.08. ist kein PE-Leiter vom LOAD-Port zu sehen. Bei mir sind sowohl beide Wechselrichter am Gehäuse mit einem PE-Leiter auf die Sammelschiene versehen, als auch alle PE- und Leitralleiter der AC-Leitungen angeschlossen.

Vielen Dank schon mal für Eure Vorschläge!

Es wäre toll, wenn sich noch jemand meldet. Oder wäre es sinnvoller einen neuen Beitrag zu erstellen?

Du schreibst immer nur vom “Typ B” aber welcher? (mA)

Sorry, 30 mA

Weder Auric noch Handbuch gelesen?

Warum wunderst du dich?

@wdomi Das von Auric hatte ich natürlich gelesen. Aber sowohl in allen Schaltplänen im Handbuch von DEYE als auch in der VDE wird ein RCD Typ B empfohlen: DIN VDE 0100-712:2016 (HD 60364-7-712:2016): “Wenn eine Fehlerstrom-Schutzeinrichtung für den Schutz des PV-Wechselstrom-Kreises verwendet wird, muss diese vom Typ B sein. Eine Ausnahme von dieser Forderung besteht, wenn der Hersteller des Wechselrichters die Freigabe für andere RCD-Typen erteilt.

Tatsächlich stand in meinem Handbuch, welches ich von einem Händler heruntergeladen hatte, der von Dir zitierte Abschnitt nicht drin. Ich habe mal geschaut (Ver: 2.2, 2022-09-22). In dem, was ich tatsächlich in Papier geliefert bekommen habe, steht es drin, so wie Du es aufgeführt hast (V2.2.1, 2024-08-06). Das erklärt wohl einiges…

Aber ein “eingebauter Fehlerstrom-Schutzschalter” ist es sicherlich nicht, eher eine Fehlerstrom-Überwachungseinheit (RCMU).

Ich denke, ich werde den 30mA FI Typ B in den nächsten Tagen mal ausbauen. Ich melde mich, sollte es dann noch immer zu Problemen kommen.

Vielen Dank schon einmal! Der Hinweis mit dem Handbuch was Gold wert!

seltsam die Variante ist mir unbekannt. ich kenns nur ohne den “HD” Teil
und das Hauptproblem wird bei den 30 statt 300mA liegen

Es hat mir keine Ruhe gelassen. Ich war gerade schon im Keller und habe den FI ausgebaut und bislang ist hier ist noch nichts abgebrannt. :rofl:

Also die Handbücher werden laufend aktualisiert, am besten immer nochmals Online nach der neuesten Variante schauen. Mir ist das beim Batteriekable aufgefallen 2021 war da mal beim 12K noch ein 75mm² empfohlen. Inzwischen sind des 120mm².

Also ich habe FI Typ B mit 300mA und kein Problem.

Das klingt nach einem Niedervolt-Speicher, solche Durchmesser habe ich nicht. Bei mir reichen da 10 mm². Aber klar, da sollte man auch die aktuellen Handbücher lesen. Es wurden ja vielleicht nicht nur die Handbücher, sondern vielleicht auch Konfigurationen oder Komponenten im Wechselrichter geändert.

Hast Du nur den einen FI oder gar mehrere verbaut? An welcher/wechen Stelle(n) genau hast Du denn den/die FI sitzen? Vielleicht überlege ich mir ja noch sicherheitshalber einen oder mehrere neue FI Typ B mit 300 mA zu kaufen. Aber die sind leider schweineteuer.

Mal ne andere Idee: hast Du eine Batterieseite evtl. geerdet oder PV-Minus geerdet? Das könnte evtl. auch zu solchen ‘Fehlern’ führen. Weder die Batteriepole noch irgendeine PV-Leitung dürfen geerdet werden. Nur das PV-Gestell gehört geerdet und natürlich der PE-Anschluss am WR.

Was meinst Du mit “eine Batterieseite” oder “PV-Minus“? Ich habe die Pole natürlich nicht auf die PE-Schiene geführt, sondern nur an die jeweiligen Anschlüsse zum Wechselrichter. Batteriegehäuse, Wechselrichter-Gehäuse, Modul-Gestelle und natürlich die PE-Leitungen der insgesamt 4 GAKs liegen auf der PE-Schiene, sowie natürlich alle anderen grün-gelben Leiter.

Na, dann scheint da alles o.k. Es gibt wohl Leute, die meinen der Minuspol der Batterie gehört geerdet - oder gar die Minusleitung des PV-Strings. Deye mag m.W. solche Sachen überhaupt nicht…

Da kann ich Deye gut verstehen. :wink: Auch wenn es das sicherlich nicht ist, danke für den Hinweis!