sehr spannender Thread. Ich plane selbst derzeit eine Balkon-/ Gartenanlage und bin daher auf diesen thread aufmerksam geworden.
Eine Frage stellt sich mir jedoch (sorry falls sie schon behandelt wurde): Wird bei einer Nulleinspeisung unter gewissen Umständen nicht rein technisch dennoch eingespeist?
Nehmen wir an ich habe auf einer Phase L1 einen Verbrauch von 1kW. Mein etwas überdimensioniertes Balkonkraftwerk hängt an einer anderen Phase L2 und wird nun durch die Nulleinspeisesteuerung (z.B. Smart Micro Solar und OpenDTU) auf 1kW Einspeisung geregelt.
Das bedeutet nun wir haben auf einer Phase einen Netzbezug von 1kW und auf der anderen Phase eine Einspeisung von 1kW. Unserem 2-Richtungszähler Zähler ist das egal. Dieser rechnet saldierend und schaut nur auf die Summe aller Phasen. Diese ergibt 0.
Ist die Frage ob der Netzbetreiber (Westnetz in meinem Fall) überhaupt die einzelnen Phasen eines einzelnen Haushalts Monitoren kann und tut. Ich vermute ja sie haben besseres zu tun.
ich denke mal 400W mehr oder nicht interessiert kein Netz/betreiber. In den OBIS Kennzahlen hab ich gard nix Phasen-Bezogenes gefunden. Im schlimmsten Fall gibt's halt ne Abmahnung und dass du das 'in Ordnung' bringen sollst. Hauptsache du hast die Papiere, dass das Ding sicher am Netz betrieben werden kann (inkl. NA Schutz und so...). Seit dem ich die 'Brücke' vom EWE gesehen hab, überleg ich auch, ob es unbedingt nötig war, mich an der Balkon-KW Grenze zu orientieren...
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Is die Frage ob der Netzbetreiber ........... eines einzelnen Haushalts Monitoren kann und tut. Ich vermute ja sie haben besseres zu tun.[/quote]
Mit Smartmetering kann der Netzbetreiber monitoren; diverse algorythmen teilen dem Netzbetreiber mit, wenn zu viel eingespeist wird.
So angeblich in Österreich. Netz war überlastet, wegen zu viel Einspeisung - dann Trafo auf Notabschaltung.
Netzbetreiber schaltete hunderte Anlagen einfach ab; dh. kein Netzbezug mehr.
Analog: neue Abnahme, evtl. Optimierung oder Rückbau
Wenn digital-Zähler keine Smartmeterfunktion, dann wohl eher weniger Kontrollen. Maximal, wenn der Trafo auf
Störung geht, dann wird nachgeforscht und stillgelegt
Ich frage mich, was das mit der nulleinspeisung soll. Was ist der Sinn. Ich habe jedenfalls nichts dagegen ein paar Watt zu "verschenken" immerhin müssen die paar Watt nicht von fossilen Kraftwerken kommen.
Kann ich so nicht bestätigen.
Man braucht sicherlich viel mehr Solarmodulleistung (Wp) als Wechselrichterleistung (VA).
Auf die Lebensverhältnisse und das Verbrauchprofil möglichst gut angepasst verschenkt man bei sehr viel längerer Nutzung wesentlich weniger, bis garkein Geld.
Das hat leider Fallstricke, so dass auch kommerzielle Produkte oft mehr als das halbe Jahr nichts Gescheites machen.
Ich weiß, was ich einspeise (max. 800W, Wp ~ 850Wp) gar nicht so selten zwischen 25 und 50 Wh, selbst bei 10facher Modulfläche wären das dann 500Wh. Im ganzen dezember 23 hab ich z.b. etwa 13 kWh geerntet
Nachts ernte ich oft Null Watt.
Wenn du einen Dauerverbrauch von 800W hast kann nichts für einen Speicher übrig sein.
Wenn du weniger als 800w verbrauchst geht vieles aus dem Haus.
Das Grundproblem, dass Verbrauch und Erzeugung zeitlich nicht zusammenpassen hat man mit einem Speicher nicht.
@solarheini mag ja sein, aber macht sich der Akku bezahlt? Im Winterhalbjahr doch kaum. Selbst Im Sommerhalbjahr geht nicht sehr viel ins Netz zurück. Etwas braucht der Haushalt immer, auch wenn keiner da ist. hast du mal den Grundverbrauch überschlagen,im Sommerhaushalt? Kühlschrank usw. braucht immer was, dann sind da noch die Netzteile, Rechner, Telefon...Ich seh ja wenn sich mein Analoger Zähler ganz langsam rückwärts dreht. Ich verschene allenfalls strom für wenige Cent. soweit ich es in erinnerung habe liegen die Verluste durch den Akku bei 30% (einspeisen / entnehmen)
Du bist kein Beispiel. Mit einem Ferraris Zähler bist du völlig außen vor. Du hast den größten denkbaren "Akku". Jemand der 24/365 >= 800Watt Verbrauch hat den muss man suchen.
Mit Wechselrichterleistung ~ Solarmodulleistung lohnt das eh nicht.
Die Akkudiskussion läuft irgendwie schräg.
Mit Akku kann man doppelt solange Eigenverbrauch abdecken.
Der Vergleich von erzeugter Energie mit selbst verbrauchter Energie hinkt.
Ohne Akku wird viel Strom nicht erzeugt und viel Strom nicht selbst verbraucht.
Einen Akku füllt man nicht tagsüber, um ihn nachts zu leeren.
Da gehört die Energie hinein, die man zu gegebener Zeit nicht selbst verbrauchen kann.
Auch mehr als ein Zyklus pro Tag ist möglich.
Es geht doch ums BKW. Das kann maximal, unter den absolut günstigsten Bedingungen 800W (VA) liefern. Das ist nicht viel Strom, im Winter kannste oft nicht mal den Verbrauch der Beleuchtung abdecken.
@don-caron
Genaugenommen kann man z.Zt. 600VA in das Hausnetz einspeisen.
Manche dürfen z.Zt. beliebig viele Module betreiben, geplant war eine Begrenzung auf 2000Wp.
Du kannst theoretisch viel mehr Strom erzeugen als du einspeisen darfst oder verbrauchen kannst.
Da hilft nur den sinnlosen Strom für später, wenn es dann passt aufzuheben.
Eventuell hast du deine Solarmodule aber im Keller hängen?
Du musst unterscheiden zwischen Modulleistung (derzeit unbegrenzt) und WR Leistung in DE auf 600VA beschränkt (AT 800VA).
Ja im Dezember/Januar (Tal der Tränen) ist nicht viel zu holen. Wenn dann mal die Sonne scheint kann ich dennoch einiges im Akku speichern und in der Nacht nutzen.
Mit 4kWp kann ich meinen Grundbedarf aber seit mitte Februar ganz gut decken. Natürlich gibt es auch hier noch Tage an denen es nicht über Nacht reicht.
Bzgl Akku muss jeder schauen was für seinen Verbrauch rentabel ist. Ich brauche keine Autarkie über mehrere Tage, aber möchte zumindest mit vollem Akku die Nacht einigermaßen decken können.
Vermutlich muss man @don_caron auch nicht überzeugen.
Ohne Verwendung für einen Akku (Ferraris Zähler) und ohne unnützen Strom (800Wp & 800W 24/365) wird das nicht fruchten.
Auch im Januar kann man 1-2h lang 2000W speichern und dann über 10-20h lang 200W in das Haus einspeisen.
@cleanbrix du musst einfach mal ein paar Tage lang zur gleichen Zeit deinen Zählerstand notieren. Oder du nimmt deinen Jahresverbrauch (Stromrechnung) und teilst den durch 365. Im Winter ist es ein wenig mehr, im Sommer gewöhnlich etwas unterm Durchschnitt. Dein 'Tagesdurchschnitt' hängt z.B. entscheidend davon ab, ob du einen E-Herd oder einen Gasherd hast, wieviel Kochwäsche oder 40° du wäschst, ... Wir haben mit Gasherd und wenig Kochwäsche ca. 3,5kWh pro Tag (gut 1.200kWh Strom-Jahresrechnung), aber das ist sehr wenig.
Und das, was du kompensierst, während die Sonne scheint, braucht ja der Akku nicht puffern. Es kommt also auch drauf an, ob du kurz nach Sonnenuntergang in's Bett gehst oder die ganze Nacht über Kaffee kochst, den Fernseher laufen und Licht in der Wohnung an hast; ob du tagsüber die WaMa laufen hast oder im Winter am schon dunklen Feierabend.
Zu beachten ist natürlich auch, dass du um einen E-Herd zu kompensieren schon einen dicken Wechselrichter brauchst. So eine Platte hat schnell mal 2kW. Zwei davon gleichzeitig und noch die Waschmaschine an...
ich habe einen 14kWh Akku bestellt (16 280AH Zellen a ~70eu), weil die kleineren Zellen nicht annähernd proportional billiger werden. Es 'lohnt' also kaum, einen kleineren Akku zu kaufen. Eigentlich würde ich den Akku so dimensionieren, dass man damit 1-2 Nächte (Dunkelzeiten) kompensieren kann, weil ja die Selbstentladung und alle sowas (auch die Müll-Last) mit der Akku-Größe ansteigt.
Ein Akku um damit autonom über den Winter zu kommen müsste unglaublich groß sein und würde sich von daher niemals amortisieren.