Nordseitenmodule fürs BKW. Wünsche mir Panels mit kleiner Peakleistung!

Frag mich, ob die uralten Dünnschichtmodule in die Richtung gehen. Für ne größere PV witzlos, weil immer schlechter als moderne Module (bezogen auf die Fläche), aber wenn Fläche keine Rolle spielt, sondern nur die 2 kWp Grenze, könnten die bei Schwachlicht ggf dann Vorteile haben? Brauchen aber wohl auch spezielle WR?

Das ist wohl ein technisches Missverständnis. Das modul limitiert nichts, sondern es sammelt Ladung. Das hat mit dem Innenwiderstand garnichts zu tun.

Der Versuch, die Ladung zu nutzen hat minimal etwas mit dem innenwiderstand zu tun: un da ist niedriger Innenwiderstand der beste. Denn das ist auch bei niedriger Einstrahlung vorteilhaft.

PS: der Wirkungsgrad normaler Module ist doch auf der Nordseite eh schon höher als sonst.

Der einzig richtige Satz in deinem Beitrag.

Man kann doch ein Modul mit einer Elektronik ausstatten, die einfach bei z.B. 100W limitiert, obwohl das Modul gerade 400W bringen würde.

Der Gesetzgeber ist in Deutschland sehr langsam. Beispiel: Jede Menge Leute, die einen 1600W WR fürs BKW nehmen und den drosseln. Bis heute gibt es keine klare Aussage vom Gesetzgeber, ob das nun rechtens ist oder nicht.

Daneben müsste es ja auch einen Grund geben, warum solche gedrosselten Module nicht erlaubt sind. Ich sehe keinen technischen Grund, warum die nicht erlaubt sein sollten.

Ein Restrisiko bleibt bei sowas natürlich immer für den Hersteller. Ein großer Hersteller könnte das aber auch vorab mit dem Gesetzgeber abklären, ob diese Möglichkeit genutzt werden darf.

dann wären wir ja wieder da wo wir schon mal waren, Modulfläche egal nur WR Leistung zählt. :+1::innocent:

Das merkt man bei PV und bei den BKW ganz besonders, die Entwicklung der letzten Jahre war ziemlich flott, was Speicher, Wechselrichter und deren Kombination angeht. Steckerfertige Akkus "fluten" quasi den Markt und sind in der deutschen Gesetzgeber überhaupt nicht berücksichtigt.
Deutsche Gesetzgebung kennt nur 800W WR / 2Kwp Module.

Es würde generell reichen, wenn der Gesetzgeber die Schnittstelle spezifiziert. Dann wäre es egal ob sich jemand 2 Module oder 100 aufs Dach legt.

Den Widerstand der Verbindungen zwischen den Zellen erhöhen.
Momentan ist man ja darauf bedacht den niedrig zu halten um eine höhere
Peakleistung zu erreichen. Dafür wird durchaus Aufwand getrieben, der kostet.

Brauchts auch nicht. Der Gesetzgeber definiert nicht, was erlaubt ist, sondern was der Netzbetreiber zu tolerieren hat. Denn erst einmal hat er die Hoheit über sein Netz. Es ist sein Netz, nicht nur der Verwalter. Weil über öffentlichen Grund, muß er sich vom Gesetzgeber reinreden lassen.

Oder aus Sicht des Kunden: auf bis 800 VA/2000 Wp hat er einen Rechtsanspruch, gedrosselte WR werden von manchen geduldet, von anderen nicht.

Der Grund wäre nicht technischer, sondern administrativer Natur, nähmlich die Umgehung der 2000 Wp-Grenze. Abgesehen davon, für BKW gibt es die Ausnahmeregelung der vereinfachten Anmeldung. Solaranlagen, die einspeisen bzw. ans Netz angeschlossen sind, müssen generell angemeldet werden.

Es braucht auch kein neues Gesetz - es reicht, wenn Gerichte die vorhandene 2000 Wp-Grenze dahingehend definieren, was der Gesetzgeber mit der Ausnahme gemeint hat.

Kein Gesetzgeber wird den Herstellern einen Bestandsschutz für deren Innovation bescheinigen - eine neue Regierung kann sowas schnell kippen. Zur Not zahlt letztendlich der Bürger eine Entschädigung bei Bruch von vertraglichen Zusagen. Finde einen deutschen Hersteller - die Chinesen werden das sicher nicht machen.

Das ist es ja gerade nicht. Die Module haben dann weiterhin 2000 Wp durch die Drosselung. Im Grunde genauso, wie ein 1600W WR auf 800W gedrosselt wird und damit die gesetzlichen Vorgaben einhält.

Das ist aber sehr ungünstig, weil du da die Leistung wirklich verbraten musst. Wenn man also 400Wp eigentliche Modulleistung hast und willst nur 100Wp, dann musst du über die Widrstände 300W vebraten. Das wird schnell zu einem thermischen Problemfall. Besser ist, die Leistung gar nicht abzunehmen durch eine kleine Elektronik.

Nein, das ist normal. Das Modul verbrät dabei genau so viel wie wenn Du den Wechselrichter auf 100Wp stellst.

Die Module haben weiterhin 2000 Wp, identifizieren sich aber als 400 Wp-Modul?

Noch einmal; Warum sollte ein Hersteller sowas bauen wollen? Der deutsche Markt für BKW-Module ist weltweit gesehen winzig.

Und warum sollte ich mir als Kunde sowas antun? 10 kWp aufs Dach, 2 kWp erhalten. Soll man die dann freischalten/entdrosseln können, wenn ich eine richtige PV will oder tausche ich dann alle Module aus?

Das ist doch ein Krampf.

Ich baue doch auch serienmäßig keinen Rennwagen, wo alle Komponenten auf Spitzenleistung ausgelegt sind, um dann den Motor auf 50, 40, 25 oder 6 km/h zu begrenzen, um jeweils einen kleinen Kundenstamm zu bedienen.

Und wie auch schon weiter oben geschrieben: gedrosselte 1600 VA halten mitnichten die gesetzlichen Vorgaben ein - sie werden geduldet, ja. So mag es auch hier sein. Aber: der 1600 WR hat eine eigene Daseinsberechtigung weltweit, ein gedrosseltes Modul eher nicht. Wie viele Länder mit BKW-Regelung gibt es?

Und wie willst du Module drosseln, per Software? Einen Hardwaredongle auf den MC4?

Völlig undurchdacht!

Ich meine: Irgendwann ist sowas wirklich usus. Da lohnt sich der ganze Aufwand nicht, die Kosten auch nicht. Da kann man wirklich lieber über eine Insel nachdenken.

Egal wieviele Panels draufkloppen, Wechselrichter mit 48V Akku, Kiste hinstellen die die 48V mit was auch immer umwandeln kann (Leistungstechnisch in KW).

Ergo: Normales BKW anmelden mit 48V Speicher.

Und dann zusätzlich ne Insel bauen mit 48V Lader. Akku laden. Akku abstecken, ans BKW anstecken (hust, ne, also so nicht!) und fertig.

PS: Direkt einen 20kWh Akku anmelden mit dem BKW. Dann is a Ruhe. Weil 0,8*24h = 19,2kWh. Ich wüsste um keine Beschränkung für den Akku. Den Akku switcht man hin und her.

PS: Es gibt doch Panel-Optimierer. Vielleicht gibt es auch Panel-Begrenzer? Die eben den “Überschuss” einfach in Wärme wegregeln können. Selbe Panels, andere Leistung am Ende.

Ja, gibt es. Nennt sich Widerstand.

Der erkennt dann, aha! Alles über 50W kommt bei mir rein.

Ja, so ungefähr kann man das laienhaft sagen.

über sowas hatte ich am Anfang auch nachgedacht, aber das ist doch alles Irrsinn, dann kann ich auch gleich eine große Anlage anmelden, dann komme ich zwar nicht um den Elektriker rum, habe aber auch die Möglichkeit mehr als 800W zu verbraten.

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Du schreibst Du könntest das und dann wieder, dass Du das nicht kannst und das jemand für Dich machen muss.

Soweit mir bekannt bekommst Du bei der PV einen extra Zähler und bekommst
das, was Du einspeist, vergütet. Mit einem kleineren Betrag als der für den Du
Energie einkaufst. Korrekt?

Mh, lass es mich anders formulieren. Wenn du jetzt ne BKW angemeldet hast, und nen Speicher. Danach kannst du schrauben und basteln wie du ulkig bist, weil selbst auf Fotos von deinem Dach oder wenn jemand vorbeigeht oder wenn der Netzbetreiber “sieht” dass du da auch nachts mal 20W einspeist. Alles wurscht, weil 800W sind angemeldet, Speicher ist angemeldet. Punkt. Ab da an können die dich in Ruhe lassen, ist alles angemeldet was angemeldet werden muss (oder irgendwo erfasst) und der Rest ist deine Privatanlage die mit dem Stromnetz nichts zu tun hat , Bitte-Danke.

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