Du solltest bemängeln, dass die Bude nicht warm wird.
Hallo zusammen und frohes neues Jahr!
Ich habe selber die Panasonic Aquarea L mit 9kW (Monosplit, alles im Außengerät, R290, Innengerät nur mit 2 Wasserleitungen, Vor- und Rücklauf plus Strom angeschlossen).
Das Innengerät hat zusätzlich auch noch einen eingebauten 180l-Brauchwasserspeicher.
Haus (225 qm) hat ausschließlich Fußbodenheizung, Brauchwasser läuft bei unter 15 Grad allerdings dann über einen Durchlauferhitzer.
Ich habe jetzt in den letzten Tagen bei -5 bis -7 Grad Aussentemperatur die Heizkurve um 5 Grad erhöht, da es nicht mehr gleichmäßig im ganzen Haus warm wurde (Beste Ehefrau von allen hat so eine Wohlfühltemperatur von 23 Grad…)
Könnte man auch ohne Heizkurvenänderung direkt am Bedienteil um bis zu 5 Grad rauf- oder herunterstellen. Durchflussrate wurde hydraulisch angepasst, Heizstab ist immer aus und thermische Regelung so gut wie nicht notwendig (außer im Gästezimmer und im Büro, da werde die ansonsten immer offenen Ventile dann schon mal etwas zugedreht).
Kann mich ansonsten den Aussagen zu der (vermutlich falsch gedachten) fehlerhaften Regelung über Homematic nur anschließen.
Grüße
Tristan
Also mal dumm formuliert:
Es ist draußen unter 0 Grad, die LT9 liefert maximal 7,6 KW wie im Datenblatt beschrieben.
Wenn man den Vorlauf jetzt mit viel Volumenstrom über einen Eisblock laufen lässt, ist der Rücklauf zu kalt um ihn mit 7,6KW wieder auf Soll-Temperatur zu bringen.
Das ist aber ganz egal. Die WP liefert die 7,6 KW, ob sie die Vorlauftemperatur erreicht oder nicht hat nichts mit der Leistung zu tun. Das muss man mal verstehen. Natürlich kann man den Durchfluss senken und sie erreicht die Soll Temperatur, aber es bringt einem keinen Vorteil. Sogar einen Nachteil, weil dann die Vorlauftemperatur ja höher wäre und jede kwh teurer würde, also mehr Strom braucht.
Man muss sich mal von dem Kontrukt verabschieden, dass man die Energiemenge über die (Soll) Vorlauftemperatur regelt. Das war zu Öl oder Gaszeiten so, als man viel mehr Leistung als nötig im Wärmeerzeuger hatte.
Es geht nur um Energieübertragung nicht um die Vorlauftemperatur. Die Energie ist bei der WP unter 0 Grad wie im Datenblatt angegeben begrenzt auf ca. 7,6 KW. Lässt man das Wasser langsamer fließen erreicht man höhere Vorlauftemperaturen, lässt man es schneller laufen kann es sein, das man diese nicht mehr erreicht. Jedoch macht das nichts, denn es kommt nur auf die Leistung an.
Leistung = c x V x dT
da die Leistung begrenzt ist und c von Wasser fest ist, kann man nur V ändern um dT zu erhöhen.
Aber wie gesagt es bringt einem nichts. Wird es auch nach 2-3 Tagen (je nachdem wie ausgekühlt die Hütte ist) nicht warm genug, dann ist die WP zu klein. So einfach ist das.
Meine WP kann schön in den dicken Rohren viel Wasser transportieren. Bei mir geht die eigentlich schon unter ca. 5 Grad Außentemperatur nicht mehr über ca. 35 Vorlauf. Gut so.
Zum Warmwassermachen geht sie trotzdem irgendwann auf 55 Grad, da im Boiler ja kaum Energie verloren geht und sich die Wärme ansammelt. Außer man duscht es gleichzeitig weg….
Abtauen hat nur was mit der Luftfeuchtigkeit und Leistungsanforderung zu tun. Wenn es halt feucht ist und man die volle Leistung zieht, dann geht das schon mal auf über eine Abtauung pro Stunde…. hatte ich die ersten 2 Jahre auch nicht, aber dieses Jahr….
Man kann sich auch folgende Analogie vorstellen:
Das Haus ist eine Regentonne, die Wärmepumpe eine Wasserpumpe, die immer Wasser in die Tonne pumpt. Leider hat die Tonne ein paar Löcher, das sind die Fenster, die Wärme verlieren. Oder auch die Wände, die ja nicht zu 100% isoliert sind. Wenn jetzt die Pumpe voll Pulle pumpt und unten in der Tonne die Löcher so groß sind, dass der Wasserstand sich nicht mehr ändert, dann ist die Temperatur im Haus konstant. Steigt sie, dann sind zu wenig Löcher im Haus. Macht man ein Fenster auf, dann sinkt die Temperatur, auch wenn die Pumpe schon Volldampf pumpt. Mit anderen Worten der Zufluss ist die Wärmerzeugung, der Abfluss der Wärmeverlust. Die Temperatur ist der Wasserstand. Man versucht nun den Wasserstand konstant zu halten. Steigt der Wasserstand über den Rand der Tonne, dann ist die Soll-Temperatur erreicht und die Pumpe schaltet ab. Würde man die Soll-Temperatur weiter erhöhen, verhält es sich so, als wenn man den Rand der Tonne immer höher ziehen würde. Irgendwann ist der Druck so hoch, dann die Pumpe nicht mehr höher Pumpen kann, dann kann man nur noch den Abfluss verringern um den Wasserstand zu erhöhen, was beim Haus eine Verbesserung der Isolierung wäre. Irgendwann kann die Pumpe aber auch nicht mehr höher pumpen, dann ist die Leistunggrenze erreicht. Bei der LT ist das diese ca 60 Grad….. usw.
Wenn man nun also im Winter feststellt, dass die WP zu klein ist und nicht alles warm bekommt, dann muss man halt einige Räume abhängen. Also wie ein Zug, der ein paar Wagen abhängt, um die maximale Geschwindigkeit zu erreichen. Sprich du lässt einige Räume komplett auskühlen => Thermostat auf 0, damit wenigstens der Rest warm genug wird. Das kann natürlich schief gehen, weil die Innenwände ja gar nicht isoliert sind, also wiederum wie Löcher in der Tonne wirken, wenn die Räume dahinter kalt sind. Aber man kann es versuchen. Es hängt davon ab wie viel Fläche die Innenwände haben…….=> Also möglichst zusammenhängende Flächen beheizen bzw. abhängen…. Viel Erfolg.
Naja oder halt Heizlüfter, Heizstab …..
Die Kombination. Innenwand und Luftraum dahinter (=kühler Raum) und dann erst Außenwand wirkt in Kombination immer deutlich mehr wärmedämmend, also die Außenwand alleine. Das funktioniert sehr gut, man muss natürlich die Türen schließen.
Das ist ähnlich wie Thermoglas: 2 Scheiben, die beide für sich kaum dämmen, funktionieren in Kombination mit Luftschicht dazwischen schon recht gut.
Das ist nicht ganz richtig. Bei Doppel Glas wirkt die stehende luftschicht. Die funktioniert aber nur gut wenn die Scheiben eng genug stehen. Also so ab 3cm Abstand wird es wieder schlechter.
Das liegt an der Konvention die ordentlich Wärme abtransportiert.
Habs gerade mit Ubakus mal ausprobiert: Wird über 30mm nicht besser, aber auch nicht wieder schlechter. Bleibt bei Glas - Luft - Glas bei etwa 2,774.
Spielt aber auch erstmal keine Rolle. Der Effekt ist grundsätzlich recht groß, wenn man zwischen Außenwand und beheiztem Zimmer noch ein unbeheiztes Zimmer als Puffer hat.
Sag ich ja. Er braucht aber nicht volle Leistung. Eigentlich müsste er versuchen die Leistung beim nach dem auftauen zu reduzieren, weil sie versucht auszugleichen ballert sie volle Möhre rein. Was wieder zu mehr Vereisung führt. Würde sie moderat mit weniger Leistung anspringen reichen vielleicht auch nur 6KW oder 5KW. Aber da zuviel angesenkt ist wird geballert. Also vereist wieder….
Das bedeutet aber nicht, dass die WP zu klein dimensioniert wurde. Die macht einfach stumpf was man ihr einprogrammiert hat.
Deswegen sind: Wärmepumpe niedriger auslegen, kein Pufferspeicher, Warmwasser auf hohe Temperaturen, Außentemperaturen bei -2 bis +3°C mit hoher Luftfeuchtigkeit … schwierig. Das wird immer geraten, vor allem im HTD-Forum. Das kann dann aber auch schief gehen. Vor allem bei Heizkörpern, die haben zu wenig Masse.
Das ist bei meiner Jeisha so, aber überhaupt kein Problem. Beim Abtauen nimmt sie, bei Bedarf, für ca. 0,5 bis 2 Minuten den 3 kW Heizstab dazu. Das macht im Jahr nicht viel aus, und ich muß nur beim Inselwechselrichter aufpassen, das da genügend Leistung vorhanden ist und nicht gleichzeitig ein anderer “Großverbraucher” anspringt.
S.o. bitte Gesamtkontext. Die Jeisha soll heizen, sie soll WW machen, es ist draußen feucht, man hat Heizkörper.
Die Jeisha macht aus 2 Gründen nach dem Abtauen höhere Leistung.
1 Versucht sie die verlorene Zeit bzw eingebrachte Energiemenge wieder aufzuholen.
2 die Vereisung ist nach dem Abtauen eine zeitlang trotz hoher Leistung geringer. Das liegt an den Kristallisationseigenschaften von Wasser.
Wenn die Veisung das Problem ist, braucht man dauerhaft geringe VLT. Besser einen größeren Verdampfer. Es gibt ja die 9 kw LT und die Tcap die hätte das.
Aber ich dachte hier war eigentlich die Frage danach wieso das Gerät die soll VLT nicht erreicht…..
P. S Wenn man Räume abhängt verliert man nicht nur isolierte Wand, sondern auch Heizfläche.
Eben, sie will es aufholen. Und vereist dann wieder weil sie mit höherer Leistung fährt als sie bräuchte.
Ja, hier wäre die T-CAP sicher besser, hat aber auch eine doppelt so hohe niedrige Modulationsgrenze. Liefert also mindestens 4KW Wärme, die muss man erst einmal loswerden bei außen 10°C.
Wie soll die geringere VL gegen Vereisung helfen?
Vereisung ist ein Problem der Leistung, ob ich die bei 35 oder 45 entnehme ist egal. Bzw. Bei 45 evtl. Sogar noch besser, weil der COP da geringer ist, also weniger Wärme der Luft entzogen wird.
Richtig weniger Leistung nicht VLT!
Das wäre jetzt eine These, die man erstmal überprüfen müsste. Also die Frage, in welcher Betriebsart man die größte Energiemenge pro Zeit in den Raum bekommt:
- mit Maximalleistung der Anlage, wo sie schneller vereist
- mit eingeschränkter Leistung, wo sie nicht so schnell vereist
Und dann auch die Frage, wo das Optimum liegt, also bei welcher Leistungsbeschränkung.
Meine Vermutung: Trotz schnellerer Vereisung und mehr Abtauzyklen ist sie bei Maximalleistung auch in ihrem Maximum der Wärmemenge, die sie ins Haus einbringt.
Wobei es auf die Außentemperatur ankommt. Gesetzt den Fall, dass sie bei Maximalleistung verreift und bei etwas weniger Leistung nicht mehr verreift, dann wäre es wohl ziemlich klar, dass etwas weniger Leistung günstiger wäre. Also bei z.B. 3 Grad Außentemperatur, wo der Wärmetauscher noch nicht unter 0 geht, wenn man z.B. nur mit 3/4 Leistung fährt.
Hallo @maxal_97
kannst Du uns Neues zu deinen Vorlaufproblemen mit der Pana berichten ?
….oder sollten wir in Anbetracht der letzten Kältetage besser das THW schicken, um Euch aus dem Eis zu befreien?
Das heißt NAT -12..16°C. Wurde diesen Winter ja auch mal ansatzweise wieder erreicht.
Naja, ca. 5kW ist mal nur die Hälfte von den berechneten 10kW. Reicht also wohl ziemlich sicher nicht mehr wenn die Heizlastberechnung nicht total daneben ist. Ist ja sogar mit dem Heizstab auf Dauerbetrieb rechnerisch zu wenig.
Schmerzhaft teuere Bauchlandung mit unterirdischem WAF würd ich sagen.
Bestärkt mich zumindest mal in der Entscheidung bei mir dann lieber doch die WH-MXC09J3E8 statt der WH-MDC09J3E5 zu nehmen auch wenn die theoretisch knapp langen würde.