Hi
bin aktuell bei Umbauarbeiten meines ESS und habe extrem wenig Platz und möchte darum auf die Kellerwand eine Holzplatte setzen (darunter 5cm Kantholz) um dort auch darunter Leitungen verlegen zu können. Muß natürlich aufpassen dass hier noch eine Durchlüftung gegeben ist.
Zur Frage: Beim Aufbau auf der Holzplatte möchte ich solche NH Trenner verwenden:
Steht das nach Eurer Einschätzung entgegen der VdS Richtlinie 2023 nach der elektrische Anschlüsse und Klemmen auf brennbaren Untergründen nur in Elektroinstallationskästen nach DIN VDE 0606 und DIN EN 60670 verbaut sein dürfen. Der Grund hierfür ist der zur Montagefläche geschlossene Aufbau hinsichtlich Feuerfestigkeit.
Naja, die Trenner haben zur Montagefläche definitiv Schraubverbindungen (Hitzebrücken) was allerdings übliche Elektrokästen auch haben.
Wie seht ihr das? Ich habe wie gesagt keinen Platz und extra für die NH-Trenner Elektrokästen zu "spendieren" passt nicht. Ich könnte sie in Kabelkanäle schrauben, was aber nicht sonderlich gut aussieht und die Schrauben ins Holz bleiben.
Würdet ihr es als sinnvoll oder sogar ausreichend einschätzen, wenn man geeignete Isolationsplatte zwischen die NH-Trenner (Gehäuse aus Plastik) und der Montagewand packt?
Hatte spontan an die gelben Epoxi-Platten aus dem DIY Akkubau gedacht, aber Epoxi ist auch kein wirklicher Hitzeschutz.
Ehrlich? Die Fermacellplatten sind eine "Sauerrei" und die Brösellei nicht wirklich ein Hit. Metallgitterplatten sieht man öfters. Sind recht Preisintensiv gegenüber einer 10€ Holzplatte die ich mir noch im Baumarkt passend sägen lassen kann. Das größte Problem aber hab ich mit der Inflexibilität. Baue ich nochmal etwas um, da sind da Löcher (Kabeldurchführung) im Metall, was einfach schlecht aussieht. Die Holzplatte nutze ich im Kamin als Wärmequelle und hol mir eine Neue
@duester Es gibt etliche Beispiele dafür. Aber ob man es wirklich tun sollte....
Ich mache seit vielen Jahren dünne Fermacelplatten auf Holz wo immer Shelly, Solarzubehör und ähnliches. Die Schraauben gehen natürlich durch bis in Holz. In all den Jahren gab es nicht einmal “Sauerei oder Bröselei”.
Ich habe eine ca 1mm dicke blechtafel auf meine OSB Platten geschraubt. Damit sollten heiße Stellen (die hoffentlich nie auftreten) nicht zum schwelbrand werden und ich kann einfach umbauen…
Danke Euch.
Die Aluverbundplatten waren eine Neuentdeckung für mich und im Netz sehr günstig fertig zugeschnitten zu beziehen. Leider nicht die "FR" Version und somit ist dann bei 80°C Schluß mit dem PE Füllmaterial in der Mitte.
~Gipsfaser etc etc ist wie gesagt nicht meins. Und hab mir nun für ~2€ das Stück 2mm Alubleche fertig geschnitten ( leicht überstehend) bestellt.
Nuja, ich gehe zu 99% davon aus, dass das nach der Abnahme niemals mehr jemanden interessieren wird und solange kein blöder Fehlerfall auftritt wird auch niemals etwas passieren.
Dazu wird das Plastikgehäuse des NH-Trenners auch einen gewissen Schutz bieten.
Aber ich frage ja (so blöd) um auch Sinnvolles zu tun und wenn es ja mal ganz dumm kommt, wird mir das ein Gutachter einer Versicherung sowieso als Fallstrick auslegen, darum sowas besser vermeiden.
Die Platte wird wohl etwas Richtung Leimholz oder OSB-Platte werden.
Ah, man lernt nie aus! Danke Uschi für den Hinweis…
Ich habe jetzt nichts auf die schnelle gefunden, aber ja, bei starker Erhitzung wirds hinter dem Blech schwelen und man kommt nicht direkt hin zum löschen…
Aber das Risiko gehe ich ein.mein Gedanke war, dass eine punktuelle Überhitzung einer Komponente nicht direkt die Holzplatte in Brand setzt und das Blech die Wärme ausreichend verteilt. Eine Fehlfunktion oder Kurzschluss sollte (hoffentlich) durch Sicherungselemente schnell genug abgeschaltet werden, ansonsten wirds eh spannend.
Elemente, die dauerhaft sehr heiß werden könnten, sind eh in einem passendem Gehäuse, z.b. die String Schalter und Sicherungselemente, alleine schon wegen berührschutz.
Besser wäre natürlich was unbrennbares hinter dem Blech zu haben Da fällt mir aber kein guter Werkstoff ein, der leicht bearbeitbar, stabile und einfach verfügbar ist. Bei meinem akku-rack wirds sicherlich eine fermacellwand
Du bekommst grundsätzlich jede Holzwerkstoffplatte als B1.
Am häufigsten als Lagerware verfügbar ist tatsächlich MDF, Fein- und Grobspanplatten.
Man bekommt aber auch z.B. Multiplex als B1 Platte. Natürlich nicht im Baumarkt sondern beim gut sortierten Holzhändler. Der muss sowas auch oft bestellen, ist aber normalerweise kein Problem.
Danke. Mal schauen was lokal gut zu bekommen ist. Vom einfachen Weg zum freundlichen Mitarbeiter an der Baumarktsäge (Restekiste), kann man sich damit wohl verabschieden.
Hab es so verstanden, dass die Brandhemmung oft über Zusatzstoffe im "Leim" realisiert ist. Dafür braucht man dann natürlich eine Platte welche möglichst viel von dem Zeug beinhaltet und Massivholz wohl eher ungeeignet.
Massivholz ist als Brandschutzwand ohnehin völlig ungeeignet.
Das Flammschutzmittel ist auch nicht im Leim. Die Späne und Furniere werden vor dem verpressen mit Flammschutzmittel getränkt.
An deiner Stelle würde ich tatsächlich eine Spanplatte oder wenn es schöner sein soll MDF nehmen. Die sind als B1 allerdings rot bis pink durchgefärbt als Kennzeichnung.
Da ich Online nicht schlauer werde, bin ich dann doch im Feierabend in 2 Baumärkte. Die gucken schon echt blöd wenn man danach fragt und anbieten kann es keiner.