Ich habe gerade Dein Video gesehen und das Tool ausprobiert.
Ich habe eine Pana Jeisha mit 5KW in einem “ganz OK“ isolierten Haus von 1937 mit 160qm beheizter Fläche mit ner Mischung aus Flächen- und konventionellen Heizkörpern.
Ziehe übrigens rund eine halbe kWh pro Enteisung in der COP-Berechnung ab, da dort die Wärme ja aus dem Haus geleitet wird. Halte die Werte deshalb für einigermaßen realistisch, da ich mit externen Messstellen erfasse (WMZ und Shelly 3EM)
Meine Jaz ist im “schlechten“ Jahr 2025 mit 3,92 besser als die Berechnung des Tools. In 2024 habe ich es sogar auf 4,2 geschafft. Den Heizstab habe ich bisher noch nie benutzt. Selbst bei -8 Grad nicht. Dann kommt das gute Teil aber schon an seine Grenzen
Die berechneten Monatswerte für Strom decken sich schon verdammt gut:
Kann man das Tool nutzen, um die Dimensionierung einer Wärmepumpe zu planen/prüfen?
Ich habe einfach mal aktuelle Werte basierend auf unserer Gasheizung eingetragen und die vordefinierten Wärmepumpenwerte dagegen geprüft. Alle gelisteten Wärmepumpen wären nach dem Tool Überdimensioniert
Deine Heizlast ist lt. Tool 4,1 kW also braucht es eine passende Wärmepumpe.
Die gelisteten Wärmepumpen sind nur eine kleine Auswahl, d.h. Du musst Dir eine passende WP im Netz suchen und die Werte unter Benutzerdefiniert eintragen.
Von den gelisteten dürfte Aqarea L 5kW am nähesten dran sein.
Bei niedrigen Temperaturen werden schon mal über 20 kW benötigt
Dazu habe ich zwei Fragen:
Bei aktuell 20 Cent/kWh für die Fernwärme und 25Cent/kWh für den Strom müsste doch eine Wärmepumpe auch bei einem grottenschlechten COP von 1,25 Sinn machen?
Gibt es überhaupt Wärmepumpen, die die 70° packen?
Für meine Stiebel Eltron WPL-A 07 HK 230 Premium ist dein Tool verblüffend genau, hier verglichen mit der von der WP gemeldeten Wärmeerzeugung und mit einem Shelly EM gemessenen Energieverbrauch für 2025.
In der Anleitung steht was von max. Heizleistung 15 kW. Kann ja aber auch überdimensioniert sein. Der von mir angegebene Wert von 10.000 resultiert aus der im Jahr verbrauchten Leistung m3 Gas x 10.
Meine Gasheizung war eine 7-25 kW Junkers Therme - 10000kWh Gasverbrauch und 5000kWh Holzpellets mit dem Pelletofen, jetzt ist eine Stiebel Eltron WPL-A 07 HK 230 mit Wärmepumpe drin.
Bei Gas hat man eben arg überdimensioniert.
Der erste Wert in kW ist die Leistung - also eine Momentaufnahme. In diesem Speziellen Fall die Leistung, die bei der tiefsten Temperatur (NAT) abgegeben werden muss, damit die Bude warm wird.
Die 10.000 kWh sind die Energie - also das Integral der Leistung über die Zeit - hier ein Jahr.
Die kann man nicht vergleichen.
Okay, wenn man die 10MWh Verbrauch mit der schweizer Formel mal hernimmt (wobei mir jetzt nicht ganz klar war ob darin auch Warmwasser enthalten ist), dann kommen die rund 4kW Heizlast wohl (ganz grob überschlägig) hin. Damit ist, wie so oft der Fall, die Gastherme mit 15kW reichlich überdimensioniert. Allerdings muss man meiner Meinung nach da etwas aufpassen, die überschlägigen 4kW spiegeln nicht die notwendige Leistung wieder die man in einer Phase von z.B. einer Woche lang NAT benötigt.
Da sich ein großer Teil der Heizungsbauer nicht die Mühe macht die Heizlast zu berechnen, daraufhin das Rohrsystem sauber und ordentlich zu auszulegen, ist es sowohl bei fossilen Heizungen als auch bei der Wärmepumpe doch viel einfacher einfach einen guten Schluck überdimensionieren und warm wirds schon werden. Eventuelle mehrverbräuche können meist erfolgreich auf Fehlverhalten des Kunden abgewälzt werden.
Unsere Gastherme ist für das Heizen und Warmwassererzeugung zuständig. Das müsste eine Wärmepumpe auch liefern. Ich Erfasse seit Jahren regelmäßig alle Verbrauchswerte im Haus und kann daraus viele Rückschlüsse ziehen. Eigentlich haben wir die letzten Jahre nicht mal die 10MWh erreicht. Wir lagen zwischen 7-10 MWh. Zwischen Mai und Oktober ist der Heizungsteil komplett aus. Davon ausgehend, dass im Winter auch für die Warmwasserbereitung mehr Energie notwendig ist, kann der Anteil für Warmwasserbereitung sogar auf 40 % erhöht werden.
Wie gesagt, als wir Gasknappheit hatten, habe ich alles an der Gasheizung optimiert was ging. In dem Jahr hatten wir nur 7,5 MWh verbrauch. Und meine 2 Frauen im Haus haben kaum gemurrt
Das mache ich auch seit über 10 Jahren, altbacken mit einem Kugelschreiber und einem kleinen Büchlein brav jeden Dienstag 18Uhr
Ist aber auch super, dann nimm doch mal den Durchschnitt der letzten 10 Jahre dann hast du ja die Größe bzw. sieht dann ja alles nach einer 5kW Panasonic aus
Die 40 % hast du aus dem Sommerverbrauch hochgerechnet, richtig? Generell sind ja 40% extrem viel, auch der absolute Wert von 4000 kWh, aber ich glaube du hattest geschrieben, dass das bei dir plausibel ist.
Die Tabelle unten zeigt in der Spalte Gas den Tagesdurchschnitt kWh pro Tag im Vergleich zur letzten Ablesung.
Also Annahme nur Wasser 10 kWh pro tag x 365 Tage = 3650 kWh ; 3650 kWh / 9238 kWh gesamt = ca. 40%
Also ich kann mir nicht helfen für die % Zahl Heizstabnutzung kommt fast immer 0,x raus. Da stimmt was nicht.
Ich habe das mal mit Excel nachvollzogen, da kommt schon mehr raus.
Auch der alte Rechner hat da deutlich mehr… z.b. so 500 kwh.
Was dann eher 10% entspricht.
Oder soll das in Jahresstunden gemessen werden, aber was hilft es dann ?
Sollte da nicht kwh stehen, was der Heizstab verheizt ?
Bei dem geringen Preisunterschied zwischen Fernwärme und Strom wäre das evtl. noch zu verschmerzen. Auf jeden Fall müsste ja im Bedarfsfall der Heizstab (sofern überhaupt vorhanden) ordentlich Leistung liefern. Mit einphasigem Strom geht das wohl kaum?