muß 2 Leitungen (5x6mm2 oder gar 5x10mm2) vom WR zum ZS legen und dort oben irgendwie einführen. Es ist ein alter ZS von Hager, Bj. 1972 und sieht so aus:
Wie und wo könnte ich oberhalb die Wand aufstemmen um 2 zusätzliche Kabel vom Deye WR (Netz und Last) einzuführen? Werden die Kabel normalerweise von hinten eingeführt oder von oben? In welcher Tiefe etwa könnten die sitzen. Muss natürlich beim Aufstemmen sehr vorsichtig vorgehen - mir graut....
Für mich (als Laie) auf dem Bild schlecht zu sehen, ob die Leitungen hinter dem blauen Neutralleiterblock nach oben verschwinden oder erstmal nach hinten in die Wand gehen und dann hoch. Verpixle vielleicht noch die Zählernummern, da können "Witzbolde" wohl irgendwelchen Mist mit machen. Kannst Du bei dem Aufbau des Zählerschranks denn die aktuellen Anforderungen des NB erfüllen? Ich hatte in der neuen Wohnung der Schwiegereltern von meinem Elektriker auch den Job bekommen, die Leitungen in die Wohnung vorsichtig freizuklopfen. Ging eigentlich ganz gut (Kalksandstein).
Danke Dir für die Hinweise.
Werde nochmal genau hineinleuchten.
Wir haben unserem NB die Bilder vom ZS gezeigt und der hat uns eingezeichnet was alles eingebaut bzw. ergänzt werden muß. Mir ist klar, dass sowohl die Abmessungen als auch der ganze Aufbau nicht den aktuellen Anforderungen entsprechen, aber der VNB scheint da recht entspannt zu sein. Hoffe, dass das dann auch den Menschen bei der Abnahme betrifft, sonst werden wir ihm das Foto mit den Eintragungen seines Kollegen/Chefs zeigen.
Es war auch sehr schwierig einen Eli zu finden, der bereit war den alten ZS entsprechend umzubauen. Klar wird das ein stückweit Improvisation...
Mir graut ein wenig vor dem Aufstemmen oberhalb des ZS. Haben etwa noch 60 cm Luft bis zur Decke - soll ich ganz oben oder eher unten am ZS anfangen? Oben scheint die Wand recht massiv zu sein und mit Kabeltester kann ich keine stromführenden Leitungen in der Nähe entdecken. Das Gerät hat ca. 4-5 cm Eindringtiefe und zeigt Stromleitungen durch Brummen an, Metall durch Piepton. Ist aber auch nicht ganz zuverlässig...
Schön, wenn es auch so pragmatisch geht! Ich würde wohl am ZS anfangen, zumal falls das Kabel da unter dem Neutralleiterblock noch im Kasten oben raus geht. Halt vorsichtig manuell mit kleinem Meisel arbeiten, zumindest am Anfang ... Das schöne ist ja, daß der, der die Leitung reingelegt hat, dafür hat aufstemmen/fräsen müssen und nachher wieder zuputzen. D.h. man hat keine massive Wand zwischen sich und der Leitung die es freizulegen gilt.
Schau dir mal die blauen Klemmblöcke an. Die sind irgendwie arbeitslos. Die Abdeckungen sowohl über- als auch unterhalb des Zählers sind nur für Diazed. Für deinen SLS + ÜSS + LS oder Neozed brauchst du aber Abdeckungen für Hutschiene. Links ist nachträglich eine 5-adrige Leitung eingezogen worden, die vmtl. zu hoch abgesichert ist. Rechts findet man keinen RCD. Fraglich ob der so einfach nachgerüstet werden kann. Dreiadrig ist erst seit 1973 Pflicht. Vorher in TN-Netzen klassische Nullung üblich. Gleiches Problem dann evtl. in den UVT´s.
Baujahr 1973+ wäre hier definitiv besser. Da finden sich dann Neozed im Nachzählerbereich und Hauptschalter im Vorzählerbereich und dazu noch definitiv dreiadrig.
Wenn ich das richtig durchblicke, dann liegt das Dachgeschoss mit auf dem Zähler von Russliss.
An den Neozed Sicherungen sind zusätzliche "dünne" Leitungen verdrahtet worden (vermutlich) 1,5mm2. Entsprechend dürfen in den Sicherungen des Dachgeschoss höchstens 16A Sicherungen eingeschraubt sein. Hoffe das ist auch so, sonst wäre dort erstmal für Sicherheit zu sorgen!
Wenn das aber so ist, dann ist der linke "Dachgeschoss" Teil doch recht einfach Spannungsfrei zu bekommen. Das bietet Spielraum um dahinter mal die Leitungsführung zu begutachten.
Oben im Schrank selbst sieht man schon die Gummistopfen wo Kabel eingeführt werden können. Oft ist das aber auch nochmal auf der Rückseite so, aber ich kenne die Schränke nicht.
Egal wie, am Besten noch mit einem Stück Eisen = Vollleiter in der Hand hier auf ca. 50/63A Ebene rumzustemmen unter Spannung sollte man vermeiden. Auf 1-2h Strom kann jeder verzichten und in der Zeit ist man mit einer Taschenlampe schon viel schlauer.
Edit: Ich sehe gerade die Neozedsicherungen im Vorzählerbereich sind ebenfalls verplombt. Das sollte man ändern um hier gescheit = Spannungsfrei arbeiten zu können. Bei uns sind hier die SLS-Schalter normal nicht verplombt.
Danke Euch!
Habe nochmal genau mit Taschenlampe reingeschaut: die Leitungen gehen oben, jeweils ganz links vom UV-Block nach außen oben ab. D.h. ich müßte eigentlich erstmal Platz haben um einen Kanal aufzustemmen. Werde mit stumpfem Meissel auf isolierter Leiter arbeiten. Wenn ich im worst case mit dem Meisel 2 Adern treffe, sollte der Strom im wesentlichen durch den Meissel gehen und die Sicherung sofort raushauen ohne das ich davon viel spüre. Will es aber nicht darauf ankommen lassen...
Passende Abdeckungen für einen 1972-Systemschrank zu bekommen dürfte tatsächlich schwieriger sein. Zur Not müssen wir improvisieren - leider habe ich keinen 3D-Drucker, das wäre vermutlich eine Lösung. Ggf. baue ich was aus Hartfaserplatte o.ä....
PVC_hart oder ABS wären besser geeignete Materialien für die Abdeckungen.
Wenn wirklich 3D-Druck, da gibt es auch Dienstleister. Zum Teil ist das erste Teil frei wenn man das Design veröffentlicht.
Nachtrag: Die Abdeckung wäre meine kleinste Sorge. Es elektrisch sauber zu lösen ist das Wesentliche. Sichere und saubere Abdeckungen bekommt bekommt man allemal hin.
Habe zunächst nur ein kleineres Loch direkt über dem ZS aufgestemmt, wo schon zu hören war, dass die Wand hohl ist. War nur weicher Putz mit einem Putzgitter, dahinter Dämmwolle und dahinter kamen die Kabel zum vorschein. Darüber lag dann eine massivere Kalksteinwand, in die ich einen Schlitz gestemmt habe. Ziemlich staubig und eine unangenehme Arbeit, der feine Staub zieht überall hin.
Das unnötige Risiko hier um einen Schrank voll unter Spannung drumherum zu stemmen, hätte ich mir dennoch nicht gegeben, weil ich die Notwendigkeit nicht gesehen hab und sorry auf eine Isolierte Leiter vertraue ich nicht wenn Potential besteht 400V mit 63A abgesichert kurzzuschließen.
Aber jetzt mal neben der Jammerei. Mich interessiert ja nun auch brennend wie geplant ist die Schränke umzubauen? Eigentlich kann man doch nur die Neozedelemente rauswerfen und versuchen maximal kompakt auf dem vorhanden Platz der Hutschiene zu bauen oder direkt eine neue Aufputzverteilung damit reinzuschrauben. Hängt auch stark vom Elektriker ab ob der das gewillt ist zu unterschreiben.
Danke Dieter.
Wie gesagt, wenn man da vorsichtig und ohne Hast rangeht, ist das eigentlich nicht so wild. Wenn man erstmal sieht, wie die Kabel laufen, dann kann man da schon mit der nötigen Gewalt rangehen.
Ja, die dicken Neozedsicherungen kommen natürlich raus, Hutschiene rein und dann müssen wir bzgl. der Abdeckung irgendwas improvisieren. Aus PVC-Platte o.ä. passend ausschneiden oder per 3D-Druck was passgenaues erstellen. Wie gesagt, die Suche nach einem willigen Elektriker war recht langwierig. Die allermeisten wollen nur Standardelemente aus dem Baukasten verwenden und kennen nur ihr Schema X. Für Altbau braucht es aber Kreativität und Findigkeit. Hoffe nur, dass es bei der Abnahme VNB keine Probleme gibt, aber da kennen wir auch jemanden...
Ob ein Rundsteuerempfänger gebraucht wird hängt sicherlich mit am Netzbetreiber.
Bei mir ist da nichts gewünscht worden und auch oberhalb vom Zähler nicht mehr montiert.
An deiner Stelle würde ich mir Gedanken über einen neuen Zählerschrank machen. Offensichtlich sieht man hier die Kabel ziemlich gut, dementsprechend sollte es möglich sein, das ganze etwas größer auszustemmen um einen neuen Schrank unterbringen zu können.
Mit dem Schrank kommts nämlich ganz darauf an, wenn du gerade beim VNB erwischt.
Mit 14 kWp brauchen wir m.E. keinen Rundsteuerempfänger, davon hatte der zuständige MA beim VNB auch nichts gesagt. Wir hatten ja extra vorher mit denen Rücksprache gehalten und Fotos vom aktuellen ZS gezeigt. Wie gesagt, hat der Kollege die Sachen dort eingezeichnet, die sie unbedingt sehen wollen: SLS 50A, ÜSS, LSS für WR - das war's schon. Ist allerdings schon ein gutes Jahr her. Solange haben wir nach Dachdecker und Eli gesucht...
SLS 50A und ÜSS kommen vor den Zähler. dafür sind im HAK die Sicherungen zu ziehen und die jetzigen Schraubsicherungen unterhalb des Zählers gegen SLS + ÜSS zu tauschen. Da kann es ein Problem geben denn dort sind heute 5 Stromschienen. Was bei dir ist "unbekannt".
Was Oben hin sollte hatte ich schon geschrieben und wenn ich es richtig gesehen habe auf den Fotos hat es dort eine Hutschiene zum Montieren. Bleiben die Abdeckungen Unten und Oben. Oben sehe ich auch kein echtes Problem da kann man die Originalabdeckung ausfräsen und wenn man das genau macht passt das für die neuen Bauteile. Unten ist das zusätzliche Problem es muss plombierbar sein. Aber auch da geht es vielleicht mit wieder einen Sclitz passend für die neuen Bauteile zu fräsen. Für die Normschlitze gibt es verriegelbare Abdeckungen.