Soviel ich weiss, haben wir einen offenen Markt, in welchem Angebot und Nachfrage bestimmen, was der Kunde möchte. Wenn man nun auf EU-Ebene beschließt, Mindestpreise einzuführen, weil die Nachfrage nach billigen, kleinen E-Autos aus China besteht, dann greift man in den Markt ein. Ich würde nun sagen, dass billige, kleine E-Autos dem Wunsch nach Umstieg von Verbrenner auf E-Auto entspricht. Also auch dem momentanen politischen Kurs. Und die Nachfrage wird wohl vorhanden sein.
Da man aber die europäische Infrastruktur und Wirtschaft nicht gefährden will, erhöht man nun einerseits den Preis chinesischer E-Autos, was ein Eingriff in den Markt ist, und führt dann eine steuerfinanzierte Subvention ein.
Beides wird also vom Steuerzahler finanziert, damit die Schwelle zwischen 10 000€ China-E-Auto und 25 000€ EU-Auto nicht zu groß wird.
Aber eigentlich bedeutet das nur, dass man den gesetzten Kurs, den Umstieg von Verbrennern auf E-Autos nicht dem Kunden überlässt. Planwirtschaft der EU gegenüber den heimischen Autobauern. Subventioniert werden demnach eher europäische Autos.
Und dann schließt sich der Kreis. Von China subventionierte E-Autos sind hier nicht gewollt, weil sie zu günstig sind. Stattdessen subventioniert Deutschland europäische E-Autos die zu teuer sind….
PS: Und ganz davon abgesehen, das Modell, also dass jene, die wenig haben, dass die nun subventioniert werden, das war ja auch in Frankreich das Modell, das finde ich super und erstrebenswert! Auch, wenn man das anhand der Autokosten koppelt. Also das Auto darf dann eben kein riesiger SUV sein oder ein Sportwagen mit 300PS etc. pp. Vorher war es ja genau andersherum. Da wurde als Initialschritt dicke, teure E-Autos subventioniert, die sich auch nur jene leiten konnten, die Geld über hatten. Also hat man eher weiter dicke teure E-Autos hergestellt anstatt auf Masse zu gehen. Also sowas wie nen E-Polo für 15 000€ mit nur 100km Reichweite aber der Option für 200km. Golf mit 200km mit der Option auf 400km. Erst Masse, dann ggf. Prestigeobjekte.
Wenn man dann überlegt, wie das angelegt wurde und wird, kann man davon ausgehen, dass die Leute keine billigen E-Autos fahren SOLLEN.
Denn denen ist es wohl egal, ob sie billige chinesische E-Autos oder billige europäische E-Autos kaufen können. Hauptsache, die sind erschwinglich. Der Rest, also der durchschnittliche Neuwagenkäufer, der hat 35 000€ für einen Neuwagen (im Durchschnitt!) und daher schon genug Geld zu entscheiden ob Verbrenner oder E-Auto. Wenn das der Durchschnitt ist, wird es viele geben mit über 35000€ und viele mit drunter. Die Anzahl wäre aber viel höher, wenn der Neuwagenpreis so niedrig wie möglich wäre. Dann werden auch Gebrauchte wieder günstiger. Der Hersteller kann sich mit Ersatzteilen was verdienen. Aber so WOLLTE man das eben nicht. Verstehe ich. Und muss deswegen REGULIERT werden.