Neue E-Auto Förderung: Gut für Alleinstehende, schlecht für Verheiratete?

Was eben eigentlich der Markt und gut gestaltete Randbedingungen regeln sollten.

Ich hatte das in einem anderen Faden schon angesprochen, ich würde aus Gründen der Unterhaltskosten beim Verbrenner (Ölwechsel, Zahnriemenwechsel, DPF voll, Glühkerzenwechsel, Getriebeölwechsel, Getriebespülung und all die Defekte wie Getriebeausfälle, AGR Verstopft usw. usw.) sowie der einfach geilen Performence des BEV nichts lieber fahren als ein BEV. Aber, letztes WE mal umgeschaut was der Gebrauchtmarkt denn so hergibt um den 1,5t Wohnwagen sowie den 1,5t Anhänger ziehen zu dürfen - da wird die Luft dünn. Und ja, wir haben weder 30k für einen Gebrauchten über noch würden wir sie jemals für ein Auto ausgeben.

Zudem, meiner Meinung nach, bei den aktuellen Technologiefortschritten (oder auch den zu erwartenden) bei Akku, Sparsamkeit usw. kann es ja auch durchaus passieren, dass das BEV sich wie ein PC verhält. Morgen schon veraltet und nichts mehr wert.

Meine persönliche Meinung zur Förderung ist, sie ist genauso sinnfrei wie die Wohnungsbaupremie beim Bausparvertrag. Wer die Prämie beantragen kann liegt von der Einkommensgrenze soweit unten das er sich ohnehin niemals ein Eigenheim vollumfänglich leisten können wird.

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Interessant ist doch, dass trotz C02 Bepreisung, die mittlerweile 20CENT/L bei Diesel beträgt, also einer Marktbeeinflussung zugunsten der E-Fahrzeuge , die Elektromobilität nicht anläuft.

Trotz Förderung, trotz Steuerfreiheit, trotz höhrerer Kraftstoff Bepreisung, trotz 0.25% Regelung, trotz Zwang.

Die Förderung selbst ist auch so lieblos gestaltet, die glauben selber nichtmal an ihre Mobilitätswende. Man hätte die Jahreseinkommensgrenze auch etwas besser verschleiern können um erstmal grundsätzlich Interesse zu wecken. Dann würde ich jetzt beim Händler sitzen und mich beraten lassen. Nach der Probefahrt und 50 Seiten Förderungspapieren und 4 parallelen Förderprogrammen würde dann die Ernüchterung folgen, dass ich aus der Jahreseinkommensgrenze rausfalle und garnichts bekomme, aber dann sitze ich schonmal da und will das neue Auto haben.

So wie bei Sanierungsförderung, da blickt keiner mehr durch, aber wenn man sich interessehalber damit beschäftigt verfängt man sich bei den Trickbetrügern und lässt sich schließlich zu irgendwelchen sinnlosen Umbaumaßnahmen verleiten, die ohne Förderung günstiger wären.

Wenn die kWh gleichviel kosten würden und dann on top noch der CO² Preis käme, dann hätten wir eine vergleichbare Situation. Zur Zeit wird es leider noch belohnt, eine endliche Ressource abzufackeln.

Es wird immer wieder anscheinend gern vergessen, dass solche Preistreiberträumereien sich nicht nur auf den privaten Individualverkehr auswirken sondern auf sämtliche Lebenshaltungskosten. Man muss schon auf einem sehr hohen Ross sitzen um den finanziell schwächer Gestellen sowas zumuten zu wollen.

Nicht unbedingt. Es kommt darauf an, was man draus macht. Man könnte die Mehreinnahmen von den Öltimerpiloten sozial- und wirtschaftsverträglich einsetzen und den Haushalten mit unterdurchschnittlichem Einkommen bei der Energiewende unter die Arme greifen. Das würde uns volkswirtschaftlich viel mehr helfen, als den alten Kram weiter zu hypen, den in 10 Jahren eh keiner mehr will.

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Weil man sie vorher verteuert hat:

Man macht einen Mindestpreis und dann gibt man eine Förderung….

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Wie ist denn der reale Strommix in Gramm CO2/kWh?

Lt. Energycharts lag die Last im öffentlichen Netz bei 466TWh und die CO2-Menge der deutschen Stromerzeugung bei 160Mio to. Daraus lässt sich errechnen, dass die kWh bei etwa 345gr liegt. Verbrät das E-Auto 20kWh auf 100km macht das knapp 7kg CO2, was für 2,55L Diesel oder 2,93L Benzin steht. Also mit Glück 50km mit dem Verbrenner.

Für Chinaautos, die staatlich vermutlich auch stattlich subventioniert werden. Im Videomarkt hat Japan das in den 80ern auch gemacht und das bessere System wurde vom billigeren gefressen. Ansonsten muss man sich überlegen, wie man Fahrzeuge von Anbietern außerhalb der EU auf ein Niveau bringt, dass unsere höheren Kosten berücksichtigt.

Die Chinesen könnten ja 50g Gold irgendwo einbauen. Dann passt der Preis und wer es kauft, kann das Gold dann verkaufen. :smile:

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Soviel ich weiss, haben wir einen offenen Markt, in welchem Angebot und Nachfrage bestimmen, was der Kunde möchte. Wenn man nun auf EU-Ebene beschließt, Mindestpreise einzuführen, weil die Nachfrage nach billigen, kleinen E-Autos aus China besteht, dann greift man in den Markt ein. Ich würde nun sagen, dass billige, kleine E-Autos dem Wunsch nach Umstieg von Verbrenner auf E-Auto entspricht. Also auch dem momentanen politischen Kurs. Und die Nachfrage wird wohl vorhanden sein.

Da man aber die europäische Infrastruktur und Wirtschaft nicht gefährden will, erhöht man nun einerseits den Preis chinesischer E-Autos, was ein Eingriff in den Markt ist, und führt dann eine steuerfinanzierte Subvention ein.

Beides wird also vom Steuerzahler finanziert, damit die Schwelle zwischen 10 000€ China-E-Auto und 25 000€ EU-Auto nicht zu groß wird.

Aber eigentlich bedeutet das nur, dass man den gesetzten Kurs, den Umstieg von Verbrennern auf E-Autos nicht dem Kunden überlässt. Planwirtschaft der EU gegenüber den heimischen Autobauern. Subventioniert werden demnach eher europäische Autos.

Und dann schließt sich der Kreis. Von China subventionierte E-Autos sind hier nicht gewollt, weil sie zu günstig sind. Stattdessen subventioniert Deutschland europäische E-Autos die zu teuer sind….

PS: Und ganz davon abgesehen, das Modell, also dass jene, die wenig haben, dass die nun subventioniert werden, das war ja auch in Frankreich das Modell, das finde ich super und erstrebenswert! Auch, wenn man das anhand der Autokosten koppelt. Also das Auto darf dann eben kein riesiger SUV sein oder ein Sportwagen mit 300PS etc. pp. Vorher war es ja genau andersherum. Da wurde als Initialschritt dicke, teure E-Autos subventioniert, die sich auch nur jene leiten konnten, die Geld über hatten. Also hat man eher weiter dicke teure E-Autos hergestellt anstatt auf Masse zu gehen. Also sowas wie nen E-Polo für 15 000€ mit nur 100km Reichweite aber der Option für 200km. Golf mit 200km mit der Option auf 400km. Erst Masse, dann ggf. Prestigeobjekte.

Wenn man dann überlegt, wie das angelegt wurde und wird, kann man davon ausgehen, dass die Leute keine billigen E-Autos fahren SOLLEN.

Denn denen ist es wohl egal, ob sie billige chinesische E-Autos oder billige europäische E-Autos kaufen können. Hauptsache, die sind erschwinglich. Der Rest, also der durchschnittliche Neuwagenkäufer, der hat 35 000€ für einen Neuwagen (im Durchschnitt!) und daher schon genug Geld zu entscheiden ob Verbrenner oder E-Auto. Wenn das der Durchschnitt ist, wird es viele geben mit über 35000€ und viele mit drunter. Die Anzahl wäre aber viel höher, wenn der Neuwagenpreis so niedrig wie möglich wäre. Dann werden auch Gebrauchte wieder günstiger. Der Hersteller kann sich mit Ersatzteilen was verdienen. Aber so WOLLTE man das eben nicht. Verstehe ich. Und muss deswegen REGULIERT werden.

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Ich denke, es war von Anfang an klar:

Bezüglich Effizienz auf den eigentlichen Betrieb bezogen, kann kein Verbrenner dieser Welt einem modernen BEV das Wasser reichen… (Klar, bei den Verlusten…)

Auch die anfänglichen “Spaßbremsen” wie Reichweite und Ladegeschwindigkeit sind eigentlich großteile “eliminiert”

Aber ich denke der “größte” Brocken ist und bleibt der wirtschaftliche:

Im Wesentlichen ist ein BEV Kauf für Neuwagenkäufer eine Option.

  • weil die BEV sehr teuer sind, selbst ein gebrauchtes schnell einen “Verbrenner Neupreis” hat
  • aber andererseits gerade hier so schnell Veränderungen stattfinden, dass man ggfs. besser neu kauft…

Wenn ich das jetzt auf mich beziehe: Alten 2010er Alhambra. Top in Schuss, kann alles selber reparieren. Auto hat seit Kauf vor knapp 8 Jahren die Werkstatt nur für die Plakette gesehen. Allrad, das volle Programm von Heizungen, Doppelklima, 2 To Anhängelast - aber das Wichtigste:

SEHR VIEL PLATZ innen, Baumarkteinkäufe einfach ins Auto, zur Not sind alle Sitze hinten innerhalb Minuten ausgebaut. Dann ebener Boden.

Also die Frage ist denke ich vielfach - immer noch - die Verhältnismäßigkeit.

Im Grunde zählt eben was das Ding am Ende kostet und wie praktisch es im Alltag ist. Die reinen Betriebskosten sind ja nur ein kleiner Teil. Und so lange dann keine BEV erhältlich sind die identisch praktisch sind und nicht teurer in den Gesamtkosten, wird “die Wende” nicht stattfinden. Wieso auch :thinking:

Man darf die Leute nicht über einen Kamm scheren, während sich die Einen ggfs. immer Gedanken machen welches neue Auto sie sich kaufen sollen (eindeutig Zielgruppe BEV Käufer) müssen sich zeitgleich andere den Kopf darüber zerbrechen wie sie ihre Miete bezahlen sollen oder Essen auf den Tisch bringen… Mit einer riesigen Grauzone dazwischen… Da hat ein neues Statussymbol dann oft keine Relevanz.

Und das ist eben leider auch ein Punkt, der meiner Meinung nach von Anfang an schade ist: Von Anfang an wird BEV für die Käufergruppen subventioniert, die es nicht nötig hätten. Während die Gruppen - deren Kfz i.d.R. wirklich tauschreif wären - durch die Finger schauen. Und begonnen hat das “BEV Zeitalter” ja auch mit sehr luxoriösen Fahrzeugen. Besser wäre denke ich gewesen, alle Subventionen von Anfang an auf Fahrzeuge der “Arbeiterklasse” zu konzentrieren… Diejenigen die BEV für Status und Werbung gekauft haben, hätten das meistens auch ohne enorme Förderung…

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Bin ich voll bei dir! Das hätte auch 3 Dinge zur Folge gehabt.

  1. Wenn diese Autos zuerst dran gewesen wären, hätte man schon einen großen Haufen an Autos ausgetauscht gehabt. Das werden vemehrt Stadtautos/kurzer Arbeitsweg/Einkaufen/Erreichbarkeit sein, weil diese nur kurze/kürzere Strecken sind und daher kleiner Preis, kleines Auto, kleiner Verbrauch ist. Das bedeutet dann auch: Wenig Ladeinfrastruktur gebraucht. Weil sowieso nur wenig gefahren wird, wenig Verbrauch. Also reichen auch Steckdosen, dafür aber großflächig.
  2. Dadurch gibt es auch nach und nach einen guten Gebrauchtwagenmarkt, wenn der Akku bei jenen, die ihn auf Limit gefahren haben anstatt nur noch 100km nur noch 50km schafft, dann ist das ein idealeres Stadtauto. Günstiger, günstig im Verbrauch. Viel schneller entsteht auch eine Industrie für die Aufbereitung der Akkus.
  3. Die Hersteller der Autos können sich darauf konzentrieren, gleichzeitig sind aber die Gegebenheiten schon da auch Fahrzeuge mit mehr Reichweite herzustellen. Mit mehr Anhängerlast, mit 7-Sitzern oder andersherum noch kleiner mit nur 4-Sitzen oder 2-Sitzer.

Man hat das Pferd komplett falschherum aufgezäumt. Und der Leidtragende ist der Steuerzahler und derjenige, der gerne ein günstiges Auto mit wenig Verbrauch hätte. Dem fehlt dann auch teilweise die Infrastruktur. Zwar viele Schnellladesäulen mit zig KW wo man schnell laden kann. Aber wenig Dauerparkplätze mit popeligen Steckdosen. Und diese Steckdosen und die in intelligent, die könnten E-Autos auch netzdienlich laden/entladen und die Kosten für das Netz drücken, anstatt es zu erhöhen.

Da ich mich für nicht so weit denkend halte wie unzählige Fachleute sicherlich vor mir, bin ich gewillt das als “bewusst und gezielt” zu werten als einfach davon auszugehen, dass das schlichtweg so passiert ist, ohne dass das jemand wusste. Also wusste man es, wollte aber die Auto-Wirtschaft in der EU nicht gefährden, und das Süppchen kann man nun nur noch auslöffeln, indem es wer bezahlt. Also der Steuerzahler. Und indirekt jene, wie du es schreibst, die zwar arbeiten gehen und alles am Laufen halten, und gerne auch günstigen Unterhalt für Autos hätten, den sich z.T. aber nicht leisten können während sie sie indirekt mitbezahlen.

Da geht mir der Hut hoch (wie man merkt). Da nehme ich mich hier nicht aus viel Meinung zu schreiben als Fakten (die ich bei meinen pers. Schlussfolgerungen sicher finden könnte, aber dann zu einseitig wären).

Einzelfallgerechtigkeit ist immer im Konflikt mit einer möglichst einfachen Förderung.

Es dürfte deutlich häufiger so sein, dass ein Partner ein viel kleineres Einkommen hat, als dass beide fast das gleiche Einkommen haben.

Bei einer Regelung, bei der nur das individuelle Einkommen zählt, gäbe es viele Fälle, wo formal der Partner mit dem geringeren Einkommen das Auto kauft, praktisch das Geld aber vom Partner mit höherem Einkommen kommt.

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In China sind Elektroautos etwas günstiger als Verbrenner und Strom viel günstiger als Benzin und der Umstieg damit weitestgehend ein Selbstläufer.

Die Förderung soll der deutschen und europäischen Industrie helfen, hochzuskalieren und ähnliche Skaleneffekte und Kosten zu erreichen wie in China. Und das unter Beachtung sozialer Aspekte.

Der Neuwagen für 5900 Euro (Dacia Spring , reines Elektroauto) ist so jetzt möglich, ohne dass chinesische Elektroauto Importe die heimische Autoindustrie als Kollateralschaden platt machen.

In China gibt es Hürden bei der Zulassung die Elektrische Autos fördern. Interessanterweise auch hybrid.

Wer glaubt das der Markt das günstige Auto massiv annimmt irrt. Billige Fahrzeuge gab es und wird es auch wieder geben. Auch als Verbrenner. Aber schaut euch auf den Straßen um, die dominieren nicht. Die Masse kauft keinen Dacia Spring für 6 sondern was gebrauchtes für den Preis

Das Thema Ladepreise und Verfügbarkeit von Lademöglichkeiten in Mietsobjekten und am Straßenrand wird zunehmend als sozial ungerecht empfunden (zu Recht). Das wäre glaube ich das drängendere Thema.

Meinem Verständnis nach sind die Zulassungsbeschränkungen in China kein bedeutender Faktor mehr für den Elektroauto Marktanteil.

Der Spring kommt aus China, von daher ist er vielleicht nicht das beste Beispiel, dass ich nur wegen dem Preis genommen habe.

In Summe sieht es meiner Meinung nach aber schon danach aus, dass primär europäische Hersteller gefördert werden und vernünftige Autos für normalen Gebrauch.

Bei Lademöglichkeiten habe ich meine Meinung etwas angepasst. Ich denke immer noch, dass da ähnliche Lademöglichkeiten wie private Wall Boxen in Einfamilienhäusern Sinn machen könnten.

Aber: inzwischen ist Schnellladen viel weiter, in 20 Minuten beim Einkauf passt ganz gut.

Die neuesten Entwicklungen in China (Megawatt Lader) gehen dahin, dass auch bei Elektroautos in Zukunft das Tankstellen Modell dominieren könnte.

Ich kann mir sogar vorstellen, dass es für Eigenheim Besitzer mit PV in zehn Jahren attraktiv wird, im Winter direkt am Windrad in 3 Minuten mit einem Megawatt Windstrom einzusammeln.

Man muss die historische Entwicklung im Auge behalten. In Deutschland ist das Auto nicht nur eine Mobilitätsmöglichkeit, sondern hat noch weitere Aufgaben. Das hat dazu geführt, dass hier ein Hochpreisgebiet enstanden ist und der Käufer sogar noch stolz darauf ist, was er sich finanziell leisten kann. Die Industrie hat diese Entwicklung natürlich befördert und mit der gleichzeitigen Erpressung der Zulieferer jahrelang Milliardengewinne realisiert.

Jetzt muss neu sortiert werden, denn es wird deutlich, dass eine verwöhnte Industrie zusammen mit eher änderungsunwilligen und überalterten Stammkunden sich nur noch schwer dem dynamischen Weltmarkt anpassen kann. Entweder verliert man hier oder dort.

China lernt gerade staunend, dass hier ein hoher Preis mit hoher Qualität gleichgesetzt wird, man also umgekehrt für die Deutschen die vermutete Qualität mit einem hohen Preis relativ mühelos verbessern kann.

Oder andersrum, ich war ja mal selbst im Premiummarkt tätig: Wer viel bezahlt, ist automatisch zufriedener mit dem Produkt, sonst wäre man als Käufer letztlich doppelt ge@rscht - und das kann ja nicht sein :wink:

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Deutschland ist historisch mit einem Fokus auf Premium sehr gut gefahren. Über Jahrzehnte hat es auch niemand gestört, dass Premium Fahrzeuge in Deutschland gezielt vom Staat gefördert worden sind.

Der Erfolg war eindeutig, deutsche Premium Hersteller haben mit starken Heimatmarkt im Rücken den Weltmarkt beherrscht und der Staat und die Allgemeinheit haben davon über Steuereinnahmen und gutbezahlte Arbeitsplätze in der Autoindustrie profitiert.

Das Konzept geht nur leider im Konkurrenz Kampf mit chinesischen Herstellern nicht mehr auf.

Kann sein. Ich hoffe darauf dass ich schon nächsten Winter für 12ct nachts laden kann. Ob sich dann sowas noch lohnt muss man sehen. Aber da bin ich privilegiert.

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Das wäre doch aber in Europa auch möglich gewesen bzw. in D. Gezielte Förderung von kleinen BEV für die “Arbeiterklasse” - von Beginn an. Damit hätte man von Anfang an diejenigen erreicht, die es wirklich nötig haben und wo es am meisten Sinn macht. Dann hätte es von Anfang an auch “sinnvolle” BEV gegeben und der Markt hätte nicht mit “Elektropanzern” gestartet mit denen nat. dann auch viele Probleme wie Reichweite, Lademöglichkeit usw. einhergingen.

Jemand, der aktuell mit einem alten Verbrenner ohne Luxus unterwegs ist - stört sich dann auch nicht an einem spartanischen BEV das eben den selben Luxus wie der alte Verbrenner bietet (aber auch nicht mehr). Da muss eine gut funktionierende Heizung und Klima drin sein, wenn das Fahrzeug nicht zu groß ist und keine unnötige Luxusausstattung hat dann ist es auch leicht(er). Dann kann man da auch einen ausreichend großen Akku reinpacken und alles ist gut. Wenn sich dann die Leistung auch noch am alten Verbrenner orientieren kann und nur “etwas besser” im Grunde reicht, dann lässt sich sowas auch problemlos günstig realisieren.

Wenn man das möchte…

Das wäre ein guter Start in die E-Mobilität gewesen :+1:

Allein, was es dann an “Gegenargumenten” für die E-Mobilität die Grundlage entzogen hätte…

Aber man darf sich nicht wundern, dass die Bevölkerung sich gegen BEV wehrt - wenn der “Einstand” damit erfolgt, dass die gut betuchte Oberschicht in ihren schweren Elektropanzern durch die Gegend rollt und sowas auch noch gefördert (=von der arbeitenden Bevölkerung finanziert) wird…

Das sind im Grunde alles ganz logische Vorgänge und hat nichts mit “Ideologie” etc. zu tun.

Man hat da leider der E-Mobilität völlig unnötigerweise einen sehr schlechten Start verpasst, der sich auch so sehr in den Köpfen der Menschen verfestigt hat, dass man es nur sehr schwer wieder da rausbekommen wird - wenn überhaupt.

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