Netzdienlichkeit ohne Förderung

Gut, dann schneide ich den Stecker ab und verkabel die Geräte fest in der Verteilerdose. Damit sind sie nicht mehr mobil. Es soll ja lediglich zeigen, wie bizarr diese Regelung ist.

Das kann man auch beliebig ausdehnen und beispielsweise drei handelsübliche 2 kW Heizlüfter nehmen, die man ohne weiteres parallel betreiben darf, eine 4,5 kw Wärmepumpe (d. h. Leistungsaufnahme) hingegen nicht. Das alles sind undurchdachte und bestenfalls gut gemeinte Regelungen, die aber wenig praxistauglich sind. Es mag ja sein, dass das Gesetz es so vorsieht, aber speziell im Fall von Split.Klimageräten würde ich persönlich es nach dem Motto halten: wer viel fragt, bekommt viele Antworten. Also einfach machen. Muss aber jeder mit sich selbst und ggfs. seinem Gewissen ausmachen.

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Heiz- und Kühlgeräte werden zusammengefasst, sorry das hab ich oben nicht dazugeschrieben.
Der Netzbetreiber und der Gesetzgeber müssen hier halt iwo Grenzen definieren, das ganze gilt ja beispielsweise auch nur für Neuanlagen ab 2024.Bestandsanlagen davor sind nicht betroffen. Der Netzbetreiber geht dann natürlich immer vom Worst Case aus. Mein DC gekoppelter Speicher lädt z.B. nie ins Netz oder daraus. Trotzdem sieht der Netzbetreiber, dass das theoretisch möglich wäre, und verlangt die Steuerbarkeit. Unabhängig davon, dass ich mit einem dynamischen Stromtarif den Speicher sowieso netzdienlixh lade und belade, da das wirtschaftlich sinnvoll ist. Wahrscheinlich hat er hier Angst, dass bei neg. Strompreisen dann plötzlich jeder den Akku mit 10kW lädt.
Was man auch bedenken muss: Früher wurde viel weniger Leistung benötigt. Mittlerweile geht es Richtung Emobilität, WP und PV.
Über meinen Anschluss zuhause liefen lange Zeit Leistungen von 500W, mit kleinem Peak beim Kochen. Mittlerweile mit PV, Wallbox und Heizgeräten hat sich die Energie, die über meinen Netzanschluss in beide Richtungen läuft, verachtfacht. Abends ziehe ich auch mal 15kW im Dauerladtbetrieb für 2-3h. Das sind ganz andere Dimensionen, und dafür braucht der Netzbetreiber diese Steuerbarkeit.

Naja dann macht Mensch halt ne Inselanlage , wenn die zu doof sind meinen Zufielstrom abzunehmen , dann ist es deren Problem mit mir habens einen Kunden jedenfalls verloren

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Fangt nicht an Haare zu spalten, das lohnt nicht.
Die Passage aus den TAB eines VNB:
Wärmepumpen und auch Anlagen zur Raumkühlung, ausgenommen mobile, die als steuerbare Verbraucher i.S. 14a EnWG gelten und >4,2kW sind anmeldepflichtig.

Deshalb hängen bei mir, die Wärmepumpe und die 32A-Steckdosen zum Auto laden, an einer schönen Insel, die immer größer wird ...

Würde ich mich an die TAB halten wären einige tausend Euro für mein Zählerschrank + HA fällig. Und obendrauf werde ich dann noch abgeregelt? :joy: :joy: :joy:

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Nun, würdest Du abgeregelt, so müsste der VNB das Netz ausbauen, wie weiter oben schon einmal beschrieben wurde. Behebt natürlich nicht das Kostenproblem.

Willkommen in D... Abstrahierter, ähnlicher, Fall: Mein Skoda 2Liter Diesel wird auch nicht mehr nach Hubraum und Schadstoffklasse besteuert, sondern nach CO² Ausstoß/km. Der KANN also mit seinen 184PS BIS ZU 235gr/km ausstoßen, ich fahre ihn aber nachweislich im Jahresmittel mit 5,3l/100km also um die 141gr/km. Besteuert wird er am Ende im Mittel mit 151gr/km. Wie viele Kilometer im Jahr gefahren werden wird dabei überhaupt nicht berücksichtigt.

Weiteres Beispiel: Jemand heizt sein Haus in insgesamt fünf Räumen mit Heizlüftern á 1,5kW. Kommt also in Summe auf 6kW als Spitzenwert. Gedrosselt werden kann da gar nix. Auch nicht der 21kW DLE in jeder Etage mit eigenem Bad im EFH.

Wo steht das? Ich kann eine solche Passage im 14a nicht finden, oder hab ich das überlesen?

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Du meinst, dass Heiz- und Kühlgeräte als eine Einheit betrachtet werden? Das wäre doch völlig skuril, weil die doch nie gleichzeitig laufen. Das kann ich mir so nicht vorstellen. Alle Heizgeräte zusammenfassen wäre für mich nachvollziehbar und alle Kühlgeräte zusammenfassen auch.

Guckst Du hier
Seite 15, Punkt 37.
Summenbemessungsleistung.

Na is doch super, damit habe ich wieder einen Punkt mehr auf meiner Liste pro Insel (die ja bereits seit Juli 24 läuft) :+1:

Die haben so langsam nicht mehr alle Latten am Zaun, wie Win schon sagt, wann laufen die Splits denn alle mal auf Volllast?!

Im Kernwinter in mäßig oder gar nicht gedämmten Häusern?

Ist die Wahl ausschließlich mit Split-Klima und womöglich ganz ohne PV Unterstützung zu heizen dann vielleicht nicht ganz die Richtige :thinking: PV kommt zwar deutlich weniger, aber nicht nichts.

Warum sollte das Vorhandensein oder Fehlen von PV dafür bedeutsam sein?
Der Vorteil in Sachen CO2 hat damit nur wenig zu tun und preislich ist es halt eine Mischkalkulation. Fürs Heizen dürfte PV in den allermeisten Fällen im Winter nahezu nutzlos sein.
Natürlich wird jede kWh die die PV liefert sofort im Haus verbraucht, aber das Verhältnis Zukauf zu Eigenproduktion dürfte bei 6:1 oder schlechter liegen.

Ich bleibe dabei, dann ist die Wahl ausschließlich mit Split-Klima zu heizen dann vielleicht nicht ganz die Richtige...

Oder, da es ja offensichtlich den Fremdeingriff geben muss, nicht nur vielleicht nicht ganz die Richtige, sondern definitiv nicht die Richtige.

Wie läuft denn der Eingriff über den SG-Ready Kontakt ab? Da es nur ein Konakt ist, ist der Zugriff ja quasi digital. Gehen dann alle Splits aus? Gehen so viele aus das das Limit von 4,2kW wieder eingehalten wird? Gehen so viele aus das nur die Leistungsaufnahme der "Heizungen" den Schwellwert wieder unterschreitet? Wenn es Einzelgeräte sind, in welchen Räumen wird es dann also unangenehm kühl? Wie sieht es aus wenn gerade gekocht wird und der Braten im Ofen ist und die Tochter föhnt sich die Haare? Dann ist die Last mal deutlich über 4,2kW - und dann wird abgeschaltet/gedrosselt?

Ich differenziere hier mal ganz klar zwischen zentraler Wärmepumpe und Splitklima. Warum? Eine zentrale Wärmepumpe auf 4,2kW elektr. Leistung zu begrenzen reicht allemale noch aus um die Bude auf einigermaßen Temperaturnieveau zu halten. Schlimmstenfalls kommen da immer noch 6 - 8kW thermisch raus.

Aber unklar ist einfach diese sinnlose Situation mit den Splitklimas, jedenfalls meiner Meinung nach.

Worauf ich bei PV hinaus wollte ist, nehmen wir an es gibt gerade eine hohe Netzbelastung die ein Eingreifen über SG-Ready erfordert. Aber es scheint auch gerade massiv die Sonne, soll ja im Winter auch vorkommen. Soll ja auch Dachflächen mit Südausrichtung und 54° Neigung geben (so wie unsere). Dann werden also die Wechselrichter gedrosselt ~10kW gehen also flöten - können auch im Heimnetz nicht genutzt werden, sowie die elektr. betriebenen Heizungen auch? Nimms mir nicht übel, für mich ist diese ganze Sache noch überhaupt nicht ausgereift.

Welcher Vorteil von C02 ? Du meinst aus dem dreckigen Strommix ergibt sich bei Nutzung von Splitklimas eine C02 Ersparnis gegenüber den Heizungen mit fossilen Energieträgern?

Ich habe mir nun einiges durchgelesen. Irgendwie scheint weiterhin vieles nicht so wirklich klar geregelt zu sein. Mein Klimaanlageninstallateur schien darüber praktisch nichts zu wissen. Das wäre die Firma klimatik.de die bestimmt schon zu den nicht kleinsten gehört. Ich habe in keinem Forum gefunden, dass jemals ein Netzbetreiber da mal nachgefragt hat, warum man plötzlich etwas mehr Strom im Jahr verbraucht.

Ich persönlich habe mich nun entschieden einfach einbauen zu lassen ohne Förderung und gut ist. Dann werde ich mal abwarten.

Jeder elektrische Konvektor zieht da dauerhaft viel mehr Strom und da kräht kein Schwein nach.

Somit ich werde einfach abwarten was passiert.

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Ich lese dass so: Alle Kühlgeräte in Summe. Und alle Heizgeräte in Summe. Aber nicht Kühl- und Heizgeräte zusammengefasst.

Was hast Du für Konvektoren? Die handelsüblichen sind etwa 2kW stark.
@hf_spsler
Wird die LWWP gedimmt dann wird es in allen Räumen durchschnittlich kälter oder Du nimmst einzelne Räume durch manuelle Eingriffe aus der Wärmeversorgung.
Bei Splitanlagen sind einzelne Räume betroffen.
Wenn nicht gedimmt werden kann, dann wird wohl hart abgeschaltet. So lange bis 4,2kW unterschritten werden. Darunter darf ja nicht gedimmt werden.
Dabei handelt es sich um die elektrische Leistung.
Lt. Eurovent liefert eine Daikin 4MXM68 mit zwei 35er IG bei -7° 4,25kW thermisch mit einem COP von 2,73, was auf 1,55kW elektrisch schließen lässt. Oder umgekehrt bedeuten würde mit 4,2kW elektrisch könnte theoretisch knapp 11,5kW thermisch erzeugt werden. Reicht vermutlich für ziemlich viele Gebäude die nicht im Mittelgebirge stehen und nicht gerade mehrere 100m² zu beheizende Fläche haben.
Klar, wird es noch kälter wird es schwieriger. Aber wann kommt das bei den meisten vor.

Soweit ich weiß gab es in Deutschland bis heute nirgends eine Abschaltung. Es geht sich gar nicht um Abschaltung sondern eher um die ca 1000€ Investition für diese zusätzlichen Module und für den Elektriker. Bin ich nicht bereit zu investieren....

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Da Du sehr wahrscheinlich das Vorhandensein von WP aller Art (außer den mobilen) dem VNB melden musst, wird Dir die Anschaffung der Module nicht erspart bleiben.
Ob der VNB die dann tatsächlich nutzt?
Frag ihn doch vorher einfach mal, wie er dazu steht.

Soweit ich weiss, gilt die Steuetbarkeitspflicht erst ab 25.2.25.

Doch, der kräht auch.

Es steht alles sogar verständlich im Gesetz. Das gilt seit dem 25.2.25, und lief unter dem Titel "Solarspitzengesetz" ausführlich durch Presse, Funk, und Fernsehen. Für modernere Installateure gabs da sogar was in diesem neumodischen Internet dazu.

Due Netzbetrieber setzen das auch vollständig um.

Oliver