Ich hatte mir diese Frage selber sehr intensiv gestellt: 1. Welcher Hersteller 2. Welche Anlage??? Zuerst dachte ich mir ebenso: Wenn schon, dann direkt was “ordentliches” also Nepura. Letztlich war für mich ausschlaggebend, dass alleine das Gerät Nepura vs. italo perfera all seson mindestens doppelt so teuer ist. Dazu kommt dann (ggfs.) wie du schreibst noch eine Montage vom Fachbetrieb. Dann also ggfs. sogar 3-4x so teuer wie das reine material aus it.
Das ist im Grunde völlig unrealistisch. WENN zb. die Tauwanne von so einer Anlage einfriert, dann ist das i.d.R. ein “längerer Prozess” und passiert nicht mal eben über Nacht. Wie @win schreibt passiert es meistens gar nicht. Es kommt hier auf extrem viele Faktoren an, zb. ist bei mir (leider) gerade die eine Anlage die im 2. Stock an der Fassade hängt hier offenbar eher gefährdet, womöglich weil die zwar unter Dach ist, aber sonst nicht vor Wind usw. geschützt.
Die “Tauwannenheizung” kann man grundsätzlich recht einfach “nachrüsten” - siehe: Ideensammlung Luft Wärmepumpen (LLWP,LWWP): Abtauwanne beheizen um Vereisung zu verhindern
Es geht dann real eher darum, ob man sich damit “zufriedengibt” die einfach dauerhaft laufen zu lassen (auch wenn weitgehend unnötig), also zb. stur nach Aussentemperatur. Wenn man das tut, reicht eine billige Rohrbegleitheizung aus. Wenn man aber nur nach Bedarf - wenn die Wanne schon vereist ist - heizen wollen würde, dann macht es die Sache kompliziert(er) und eine Lösung ist aufwändiger. Aber auch die originalen Heizungen wie bei der Nepura würden so nicht funktionieren.
Fazit:
Es ist FÜR MICH ein Trugschluss, dass man Preis / Leistung in dieser Hinsicht mit einer Nepura besser beraten ist. Viel mehr scheint mir bzgl. “Sicherheit” wie du schreibst Redundanz besser geeignet, denn wenn man für das Geld einer Nepura min. 2 (oder mehr) der Perfera All Seson installieren kann, dann sehe ich hier 2 (oder mehr) Stück der Perfera immer vorne im Vergleich zu einer Nepura. Denn auch die kann ausfallen (aus verschiedenen Gründen) und da ist man mit mehreren, voneinander unabhängigen Anlagen einfach im Vorteil.
Aber unabhängig davon:
Gerade dann, ist man besser “bedient”, wenn man die Räume möglichst einzeln mit Innengeräten versorgt. Es geht ja nicht nur um die reine Funktion und Erzeugung der benötigten Wärmemenge, sondern auch und insbesondere um die Verteilung und Steuerung. Was nützt es, wenn man dann zb. einen Raum in dem das Nepura IG hängt (ggfs. unnötig und unangenehm) “überheizen” muss, damit zb. ein angrenzender Raum (oder gar Räume???) genug Wäre abbekommt? Außerdem darf man nicht vergessen: Auch das Nepura IG wird laut, wenn es viel leisten muss. Und auch hier geht die Effizienz dann bei sehr hoher Leistungsabforderung zurück.
Idealer sind in dem Zusammenhang dann eher mehrere Geräte, die man gezielt einzeln optimal steuern kann und die dann auch immer in einem sehr effizienten Bereich laufen können. Die Redundanz gibt es dann als Pluspunkt noch dazu.
Grundsätzlich: Die Sache ist dann in der Praxis doch sehr viel komplexer, als zb. einen Heizlüfter hinstellen und einstecken / anschalten. Es gibt hier wirklich viele Dinge zu beachten, um dann in der Praxis nicht genervt zu sein weil das Ergebnis nicht wie erwünscht ist.
Eine Sache mehr, die für mehrere Geräte spricht. Die Nepura muss ja auch abtauen, was dann aber vergleichsweise ggfs. sogar öfter der Fall sein wird, wenn die als “Alleinheizung” entsprechend mehr leisten muss. Je mehr die leistet, je öfter wird die tendenziell abtauen. Nur fällt das dann eben negativer auf, als wenn mehrere Geräte versetzt abtauen und dann eben auch tendenziell seltener weil weniger ausgelastet. Es gibt zb. von Panasonic Anlagen mit “Heat Charge”, die können während dem Abtauvorgang weiterheizen. Sind aber eher “Exoten”.
Das würde dann aber ggfs. bedeuten: Nepura, aber dennoch nicht “sparen” an der Zahl der Geräte. Dagegen spricht dann aber:
Also wenn Geld keine Rolle spielt, dann besser Nepura. Aber wenn nicht…