Ok, ich grau das aus, weil es Österreich und nicht Deutschland ist:
Zusammenfassung
Wir haben eine 14,9kwp PV-Anlage gebaut. Ab 15kwp wird auf "Leistungsmessung" umgestellt. Da wird also im Monat der 15 Minuten Peak genommen und danach dein Strombezug berechnet. Das bedeutet: Vorher 4KW Anschlusswert beim Netzbetreiber = 48€ Jahresgebühr. Danach: 36€ PRO KW. Du kannst aber auch vorher schon deinen Herd betreiben etc. pp. also ist kalkulatorisch genug Platz für eine Lastspitze. In dem Moment wo du eine 15kwp Anlage hast ist das nicht mehr egal. Ab dem Moment bezahlst du. Was dann also im Winter mit Wärmepumpe gemessen wird und wenn du kochst, muss ich dir nicht schreiben.
Nun ist man vom Netzbetreiber bei der Einspeisung jedoch auf 4KW begrenzt. Weil die Leitung nur 4KW hat. Selbst wenn man bei ungemessen 22KW mit einem Durchlauferhitzer zieht ist das egal. Aber bei gemessen geht es um den BEZUG. Ziehe ich also weiter mit 22KW zahle ich für 22KW. Kann aber dennoch keine 22KW einspeisen sondern nur 4KW. Denn mehr ist gesetzlich nicht vorgeschrieben.
Willst du mehr, zahlst du mehr, und musst neue Bestimmungen unterschreiben. Du willst also 15KW einspeisen? Dann musst du deinen Hausanschluss auf 15KW bezahlen. Von 4KW auf 15KW (obwohl du vorher schon 22KW ziehen konntest, aber das ist egal). Also Einmalzahlung von 2200€ und du bekommst 15KW gemessen. Bist du drüber, zahlst du nach. Bist du drunter schulterzuck. Dazu kommen dann, wenn du 15KW hast die 36€*15 = 540€ jährlich. Im Vergleich zu den pauschalen 4KW mit 48€ (insgesamt!).
Nun kannst du einspeisen. Mit 4KW kommt dann ungefähr bei einem sonnigen Tag im Sommer auf 40kWh am Tag * 20 Tage = 800kWh Einspeisung. Dafür bekommt man hier in Österreich Marktpreis, mit Glück in den Sommermonaten 4-5ct die kWh. Das sind bei 6 Monaten 4800kWh *5ct = 240€. Also die oberen 500€ Aufpreis bei den Netzgebühren - 240€ Einspeisung.... Macht man im Jahr 260€ minus, bei 4800kWh Einspeisung...
Nun gibt es die Marktprämie. Die soll Anlagen fördern. Aber: Bei negativen Strompreisen von 6 Stunden auch keine Förderung. Also genau dann, wenn die PV Strom erzeugt, bekommt man nichts.
Gleichzeitig überlegt der Netzbetreiber, ob er nicht JEDEN Anschluss auf Leistungsmessung umstellt. Also jede Oma die kocht oder backt zahlt dann mehr. Weil sie jetzt pauschal 48€ im Jahr bezahlt und dann 36€ pro KW....
Desweiteren sollen PV-Anlagenbesitzer auf die Einspeisung bezahlen.
Bei 6 Stunden Negativpreise sollen sie überhaupt keine Vergütung mehr bekommen.
Wenn man die neuen Netzbetreiberbedingungen unterschreibt ist der Netzbetreiber berechtigt, den Wechselrichter auf 0% zu schalten. Nicht die PV, nicht die Einspeisung, den Wechselrichter inkl. des Akkus. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass WENN das passiert, es im Sommer passiert wenn die Netze eben sehr ausgelastet sind. Dann hat man PV auf dem Dach, der Strom wird nicht abgenommen UND man kann den eigens hergestellten Strom nicht nutzen.
Auch im Gespräch sind neue Preismodelle bei den Stromanbietern. Wer nur im Winter Strom benötigt, soll mehr bezahlen.
Am Ende zahlen also alle MEHR und nicht WENIGER. Es gibt keinen der verschont wird. Argumentativ wird das mit den steigenden PV-Privatanlagen, es sind soviele, der Aufwand, blabla. Die EVN derweil (denen das Netz NÖ gehört, welche dem Bundesland gehört) hat im ersten Quartal 2025 den GEWINN um 25% erhöht.....
Die Preise KÖNNTEN sinken. TUN sie aber nicht! PV KÖNNTE was ändern. TUT es aber nicht. Speicher KÖNNTEN was bringen, TUN sie aber nicht.
Wie man sieht, ich bin leicht verärgert, und da kommst du dann und unterstellst Unwissenheit oder BILDungsferne? Ich sehe am eigenen Leib, dass PV mit der falschen Politik und Umsetzung alles nur teurer macht. Theoretisch müsste es günstiger werden, für PRIVATE ENDKUNDEN wird es jedoch sukzessive teurer und teurer mit den ausgeklügelsten Argumenten. Ohne Fakten. Wir sollen dem Netzbetreiber glauben, es gibt da nichts zu glauben. Das IST alles so. Und wenn private dann weiter PV bauen, während der Netzbetreiber, pardon, der größte Stromerzeuger weiter PV zubaut, wird das mit den negativen Strompreisen immer so weiter gehen. Und private PV-Anlagen bekommen dann NICHTS. Der Stromerzeuger indes wird richtig dicke Speicher bauen, um das dann zu verschieben. Einige Speicher hat er ja schon. Da es auch den Bundesländern gehört, wird der SEINEN Strom, wenn der 0ct oder drunter ist, dort speichern. Nicht der "überschüssige" Strom der Bürger. Bedeutet, er wird dann noch mehr Speicher bauen. Ja, gut, ja, der richtige Weg. Und dann wird der den negativen Strom speichern. Seinen, den von privaten und den noch aus anderen Ländern. Er bekommt den Strom doch geschenkt, ja noch Geld dafür. Für ihn ist das ein perfektes Geschäft. Und dem liegt ansich auch nichts das Netz zu entlasten, der WILL 0ct-Zeiten, damit er dann da seine Speicher füllen kann.
DAS ist die Zukunft. Egal wie schön man sie haben will. Hier ist das einfach Realität.
Und da gehe ich nicht auf die ganzen Seitenhiebe der Politik ein. Das ist hier im Forum nicht erwünscht und ich zeige nur die Folgen die daraus resultieren, die Gefahren dahinter, und der momentane Kurs. In Deutschland sieht es mit den Regeln nicht anders aus. Abschaltbedingungen und Nullpreise, Wärmepumpen und Großverbraucher anmelden etc. pp. Das ist nicht erfunden oder unterstellt sondern das alles passiert.
Was hingegen nicht passiert ist ein günstiger Strompreis für Endkunden. Das ist nur im Sommer so bei flexiblen Tarifen und dafür wird der Rest des Jahres teurer.