Mit schwebt eher lokale fast Autarkie vor, also die Gemeinde mit 10000 Haushalten, PV, Biogas und Wind.
Die bestehenden lokalen Leitungen und Ortstrafos erhalten dürfte mit 50 Euro pro Jahr und Haushalt gehen und das ist deutlich kostengünstiger als Autarkie im Einfamilienhaus mit 30 kWp und Verbrenner Heizung und Motor als Backup.
So sollte das auch gemacht werden. Komplette Infrastrukturkosten über die Grundgebühr abgedeckt.
Und so wird das auch gerecht verteilt. Je mehr Leistung ich maximal abrufen können will umso mehr von den Infrastrukturkosten muss ich halt mit tragen.
Täte locker auch mit nur 5kW max. Leistung auskommen, wenn ich den Akku voll zur Spitzendeckelung nutzen würde täten sogar 2kW langen, das muss sich dann halt auch rechnen.
Verbrauchsabhänige Netzentgelte dann nur noch für Redispatch und andere laufende Kosten für die eigentliche Energieversorgung.
Nodal pricing für die Energie wär natürlich auch wünschenswert, kann man aber bei dem aktuellen Ausbaustand der digitalisierung bei uns wohl noch für viele Jahre rein technisch vergessen...
Kritisch ist allerdings gar nicht der individuelle Peak, der Hausanschluss selbst macht eigentlich keine laufenden Kosten. Die wirklichen Kosten fangen beim Ortstrafo an, also massiv geteilter Infrastruktur. Und da können 2 kW zum Zeitpunkt der Spitzenlast mehr weh tun als 30 kW, die man nachts zieht.
Ich sehe die Begrenzung beim Hausanschluss wie sie zum Beispiel in Frankreich praktiziert wird ein bisschen als Notlösungs Krücke an. Besser wäre es, die hohen Preise nur während tatsächlicher Engpässe zu verlangen.
Wenn ich darüber nachdenke, könnte das die Lösung sein. Warum braucht man, wenn man einen Akku hat, überhaupt Netzanschlüsse über 5 KW? Selbst, wenn man Spitzen hat, bei denen man mehr braucht, könnte das aus dem Akku kommen. Den kann man zu anderen Zeiten nachladen. Am besten, wenn der Strom günstig ist. Die Akkus werden immer günstiger und wenn V2G kommt, kann man auch das Elektroauto nutzen, um Spitzen abzufangen.
Mein jetziger Netzanschluss mit 3 x 50A x 230V = 34,5 kVA ist im Prinzip total überdimensioniert. Jetzt habe ich einen Akku bei dem ich bis zu 9 KW das Haus versorgen kann. Bis vor wenigen Monaten habe ich meine 2 Elektroautos mit einer einzigen einphasigen Wallbox betrieben. Hat mehrere Jahre lang keinen einzigen Engpass gegeben.
Im Prinzip braucht man heutzutage bei den Elektroautos keine dreiphasigen AC-Lader mehr. Selbst wenn man mal ein paar Mal im Jahr schneller laden will, kann man da immer noch beim Supermarkt um die Ecke in wenigen Minuten mit einem 250 KW DC-Lader das Auto voll machen. Oder man lädt halt schneller aus dem Akku im Haus. Hatte dazu allerdings in den 3 Jahren mit 2 Elektroautos noch keinen Bedarf.
Wo wir doch genau da sind was ich immer schreibe. Es muss nach dem bezahlt werden, was benötigt wird.
Viel kWh = viel Kosten
Viel KW = viel Kosten
Und genau andersherum läuft es, wenn es Überschüsse gibt. Das kann man aber sehr leicht erreichen, zu den Zeiten kostet das Netz einfach NIX. Dann wird man animiert den Strom zu nutzen wenn er "über" ist. Und auch Unternehmen. Sodass es weniger Überschüsse geben wird.
Genau. Und die kann man kleiner dimensionieren, wenn die Anschlüsse begrenzt werden. Dann laden die Leute nicht mehr ab 18 Uhr mit 11KW Ihr Auto, sondern langsamer. Dann können die Lastspitzen der Haushalte aus dem Akku bedient werden. Klar wäre da eine Steuerung sinnvoll. Kann man aber auch über den Strompreis machen. Darauf reagieren Verbraucher gut. In Spitzenzeiten, wenn der Ortstrafo stark belastet wird, kostet der Strom halt mehr. Dann nutzen die Leute ganz schnell den Strom aus dem eigenen Akku.
Das stimmt natürlich. Um das berücksichtigen zu können brauchts aber wirklich ein voll ausgebautes smart-grid das jederzeit in Echtzeit die noch problemlos verfügbare Leistung mitteilt, wenn man die überschreitet wirds richtig teuer. Im Industriebereich wird sowas ja auch schon gemacht, incl. eskalierender Abwurfsteuerung für nicht essentielle Lasten.
Hier noch ein Artikel zu den Überlegungen der BNetzA: WirtschaftsWoche
Man will die verschiedenen Alternativen untersuchen und ergebnisoffen prüfen. Da werden dann auch sicherlich die einzelnen Player mitdiskutieren. Und viele haben da wirtschaftliche Interessen.
Schön wäre, wenn Andreas, unser Akkudoktor, sich daran beteiligen würde. Allerdings müsste man erst einmal festlegen, was er und wir überhaupt wollen. Und da haben wir hier noch keine einvernehmliche Meinung.
Ich wäre dafür, dass es keine aufwändige teure Steuerung wird. In DE sind wir dafür bekannt, dass wir und tolle Lösungen überlegen, die aber kaum praktikabel sind, also kostenintensiv sind und lange dauern.
Insofern wäre ich dafür dies über den Preis zu regeln und nicht mit einer teuren aufwändigen Steuerung. Wenn es ums Geld geht, werden schnell Lösungen geschaffen, die dem einzelnen helfen. Da braucht man keine Standards und Vorgaben. Die sind m.E. eher hinderlich.
Noe , man kann ja gerne hier endlos ueber Inseldefinitonen debatieren ich hatte Jahre lang keinen Netzanschluss und genug Arbeit oder Spass ? die Hochspannungsleitungen Masten auf meinem Land hätte ich gerne enfehrnen lassen , nur war ich bürokratisch da am kürzeren Hebel !
Ok, dann hast Du keine Vollinsel, sondern eine Insel, die zu bestimmten Zeiten keine Insel mehr ist
Verstehe ich nicht ! Ohne Netzanschluss bin ich simply off grid ,wenn ich zu keiner Sekunde im Jahr Netzanschluss habe
Freiflächenangan sollten erstmall verboten werden.bis alle Dächer belgt sind !
Blockzitat
"mit Steuergeld PV-Strom zu vergüten" ,
was ist dass für ein schwaches Argument ?
Man kriegt grade mal 8 cent für eingespeiste Sonnenenergie pro kWh , ich sehe nicht ein warum ich mein Dach zur Verfügung stellen sollte und weniger als die Hälfte als zb ein im Bau befindliches AKW in England zu erhalten .... bis es so weit ist kriegen wir nur noch ein Drittel .... aber natürlich um Grundlasttauglich aufgestellt zusein ,müssen Ideeen her ---
Einspeiser und Ausspeiser (Verbraucher) sollten das gleiche Netzentgelt zahlen. Im Ergebnis wird das ohnehin jeder Endverbraucher zahlen müssen. Doch wird die ländliche Region mit vielen EEG Anlagen entlastet und der Strom für die Verbraucher in den Ballungsgebieten ohne EEG Anlagen nicht mehr ganz so günstig werden. Das ist meine Meinung.
Ungefähr 50% der Bevölkerung lebt im ländlichen Raum. Warum sollen die für die Finanzierung des Netzausbaus aufkommen, der den Ballungsgebieten dient?
Man könnte auch die komplette Wälzung aller Netzentgelte auf allen Spannungsebenen in Erwägung ziehen, doch das wird wegen der vielen VNB´s zu komplex und würde wohl auch sehr lange dauern.
Und dann bist Du der Erste, der die Regierung wegen hoher Strompreise beschimpft? Die Ausschreibungen der Bundesnetzagentur für PV-Strom ergaben bei Aufdach-PV zuletzt im Durchschnitt einen Zuschlagspreis von 9,1 Cent/kWh. Bei Freiflächen-PV von 4,76 Cent/kWh. Aufdach-PV ist mittlerweile doppelt so teuer! Es macht überhaupt keinen Sinn, das weiter zu fördern, wenn wir PV-Strom auch zum halben Preis bekommen können. Das treibt nur noch den Strompreis in die Höhe, ohne dass es irgendeinen Nutzen hat. Und wir reden bei diesen Ausschreibungen natürlich nicht von der 6-kW-Dach-PV von Horst Kasuppke, sondern das sind Großanlagen, die schon einiges an Skaleneffekten erzielen.
Und wenn Du ein katastrophal aus dem Ruder gelaufenes AKW-Projekt in UK anführen musst, um Deine PV-Strom-Vergütung in Deutschland zu rechtfertigen, solltest Du eigentlich selbst merken, dass Du keine validen Argumente hast.
Dach-PV und BKW sind in den allermeisten Haushalten auch ohne Einspeisevergütung brutal profitabel. Man muss da keine Einspeisevergütung mehr bieten, die effektiv steuerfinanziert nur Mitnahmeeffekte generiert - für Strom den wir nicht verwenden können. Selbstverständlich gilt für alle Anlagen, die in den letzten 20 Jahren ans Netz gegangen sind, Bestandsschutz und die erhalten weiter die für 20 Jahre garantierte Einspeisevergütung. Aber es ist sinnfrei, dass auch bei jetzt neu gebauten Anlagen immer noch zu gewähren. Und wer dann ein Riesenhaus hat und 30 kW auf das Dach packt, dem steht es frei, sich virtuellen Kraftwerken anzuschließen und seinen überschüssigen Strom am Markt zu verkaufen.
Einspeiser auch. Ok also müssen alle Kraftwerkbesitzer für die Einspeisung ins Stromnetz Netzgebühren bezahlen. Und du als Kunde zahlst beim entnehmen noch einmal Netzgebühren, weil der Kraftwerkbesitzer schlägt es dir auf.
50% der Bevölkerung sind für 25% des Stromverbrauchs verantwortlich. Wieso sollen 100% der Bürger den Netzausbau finanzieren? Doch nur 25%.... Am einfachsten natürlich nach Bedarf.
Wir haben knapp 60kWh auf den Dach. Bitte erkläre mir mal wie ich den Strom vermarkten soll wenn nicht mal der Netzbetreiber in der Lage ist Messinstrumente und Steuerboxen zu stellen, geschweige denn geschultes Personal hat die sich mit einer komplexen Anlage auseinander setzen können.
Hier wird viel Diskutiert über was zu tun wäre.... aber bisher fehlen mir mal Daten zu der Netzauslastung. Wenn die Hauptrouten von Nord nach Süd ausgelastet sind, sind doch nicht die kleinen PV Betreiber schuld. So lange mir keiner Zahlen von dem Ortsnetztrafo vorlegt, der zeigt, der Strom geht alles in die nächste Netzebene weil der nicht lokal verbraucht wird, ist das alles durch die Lobby getrieben! Na die großen Betreiber haben ein Problem, die Preise sind im Keller und so bekommen sie nix mehr für ihren Strom. Bisher wurde immer nur so viel Ausgebaut, wie gut vermarktet werden konnte, jetzt kommen aber die vielen kleinen Anlagen dazu, die bringen das Fass zum überlaufen und die Preise brechen ein. Klar das EEG Konto passt jetzt nicht mehr, da müssen Anreize her für eine Änderung. Unter Grün, hätte sich sicher was gefunden, aber Schwarz tritt da mal voll auf die Bremse um zu wenden...
Jetzt geht es ganz klar um die Interessen der großen Betreiber von Energieanlagen, nicht um Energiewende. Energiewende in Bürgerhand hat denen noch nie geschmeckt.
Warum steigen dann die Gewinne, ein Netzbetreiber muss Kostendeckend arbeiten, selbst wenn die mit 7% Verzinsung ab 2024 für Investitionen erhöht wurden, darf kein Gewinn für den Netzbetreiber raus kommen.
Übertragungsnetzbetreiber
TenneT: Im Jahr 2023 erzielte TenneT ein bereinigtes Betriebsergebnis (EBIT) von 1,817 Milliarden Euro, was einem Anstieg von über 50 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das Unternehmen schlug eine Dividende von 150 Millionen Euro an den niederländischen Staat vor, seinen alleinigen Eigentümer. tagesschau.de+2Windkraft Journal+2TenneT+2
Amprion: Ebenfalls 2023 verzeichnete Amprion einen Gewinn von 339 Millionen Euro, was einem Anstieg von 49 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das Unternehmen plant bis 2028 Investitionen in Höhe von 27,5 Milliarden Euro in den Aus- und Umbau seines Höchstspannungsnetzes. DIE WELT
Verteilnetzbetreiber
Stromnetz Hamburg: Im Jahr 2023 erwirtschaftete das Unternehmen einen Gewinn von knapp 80 Millionen Euro bei einem Umsatz von über einer Milliarde Euro. Seit der Rekommunalisierung vor neun Jahren hat sich das Unternehmen zu einem zentralen Akteur der Hamburger Energiewende entwickelt. DIE WELT+2BILD+2tagesschau.de+2
Schleswig-Holstein Netz AG: Für das Geschäftsjahr 2022 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 1,638 Milliarden Euro. Im Jahr 2023 wurden 12,5 Millionen Euro Dividende an Kommunen ausgeschüttet. Wikipedia
Integrierte Energiekonzerne mit Netzgeschäft
E.ON: Im Jahr 2023 erzielte E.ON einen bereinigten Konzernüberschuss von 4,187 Milliarden Euro. Das Unternehmen plant, seine Investitionen bis 2028 auf 42 Milliarden Euro zu steigern, mit einem Schwerpunkt auf Deutschland. DIE WELT+1DIE WELT+1
RWE: Zwischen 2022 und 2023 steigerte RWE seinen bereinigten EBITDA von rund 6,3 Milliarden Euro auf knapp 8,4 Milliarden Euro. Diese Entwicklung ist unter anderem auf gestiegene Energiekosten zurückzuführen. Statista
Wenn Energiekosten steigen, muss man dann die Gewinne auch noch steigern? Also den Kunden noch mehr Geld aus der Tasche ziehen?
wenn ich mir das so ansehe, geht von Niederspannung zur Mittelspannung ein beträchtlicher Teil zurück, aber zur Hochspannung ist das vernachlässigbar. So war auch meine These, die großen Wind und PV Parks machen da schon mehr aus als kleine Hausdachlangen.
Österreich ist digitalisiert mit Smartmetern aber die Netzbetreiber geben die Daten nicht heraus und die zuständige höher Instanz über den Netzbetreibern "schätzt" selber die Werte...
Er schätzt aber nicht wenn es darum geht die Kosten auf die Kunden zu legen. Dann WEISS er, woran das liegt.